Programm: Vor- und RückschauSonntag, 05.01.2014

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  • 00:05 Uhr

    "Musik gehört zu meinem Leben wie das Atmen"
    Die Lange Nacht musikalischer Erlebnisse und Entdeckungen
    Von Wolfgang Hamm
    Regie: der Autor

    „Mit 14 hasste ich Klassik und hörte lieber Sidney Bechet“, erinnert sich die heutige Pianistin. „Außer der Feuerwehrkapelle und dem Kirchenchor gab es in unserem Eifeldorf nichts“, erzählt der Frankfurter Sucht-Therapeut. „Unter der Schulbank den Joachim-Ernst Berendt lesen, da habe ich den Jazz entdeckt!“ - ein Akt des Widerstandes für den Hamburger Historiker. Die Wege zur Musik sind vielfältig und verschlungen. Die Frage, welche Musik ein Mensch wann in seinem Leben entdeckt hat, löst freudige Erinnerungen und selige Gefühle aus. Noch im Abstand von Jahrzehnten lebt die Begeisterung von damals wieder auf. Musikalische Erlebnisse, die einen früher elektrisierten, provozieren oft bis heute noch einen eigentümlichen Erregungszustand. Als ob die Musik, die sich in Gehirnwindungen und Körper eingeprägt hat, auch die Gefühle von damals gespeichert hätte. Die Lange Nacht präsentiert biografische Musikgeschichten voller Abenteuer, Überraschungen, merkwürdiger Zufälle, Protest und Rebellion - quer durch Generationen und Musikrichtungen - von Menschen, die Lust haben zu erzählen.

  • 02:05 Uhr
    02:05 Uhr  Sinfonische Musik

    Nikolaj Rimskij-Korsakow
    Ouvertüre über russische Themen für Orchester, op. 28
    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
    Leitung: Michail Jurowski

    Peter Eötvös
    'Replica' für Viola und Orchester
    Kim Kashkashian, Viola
    Niederländisches Radio-Kammerorchester
    Leitung: Peter Eötvös

    Franz Schreker
    Kammersinfonie für 23 Soloinstrumente
    Niederländisches Radio-Kammerorchester
    Leitung: Peter Eötvös

    03:05 Uhr  Vokalmusik

    Johann Sebastian Bach
    Kantate Nr. 6: 'Am Fest der Erscheinung Christi' aus dem Weihnachts-Oratorium, BWV 248
    Lynne Dawson, Sopran
    Marjana Lipovsek, Alt
    Peter Schreier, Tenor
    Andreas Schmidt, Bass
    St. Michaelis-Chor und -Orchester
    Leitung: Günter Jena

    Richard Strauss
    'Die heiligen drei Könige aus Morgenland'.
    Lied für eine Singstimme und Klavier, op. 56 Nr. 6
    Fassung für Sopran und Orchester
    Anne Schwanewilms, Sopran
    Hallé Orchestra
    Leitung: Sir Mark Elder

    Joseph Gabriel Rheinberger
    'Der Stern' und ' Anbetung der Weisen' aus der Weihnachtskantate 'Der Stern von Bethlehem' für Sopran, Bariton, gemischten Chor und Orchester, op. 164
    Kölner Rundfunkchor und -orchester
    Leitung: Helmuth Froschauer

    Franz Liszt
    'Die Heiligen Drei Könige' aus dem 1. Teil des Oratoriums 'Christus' für Soli, Chor, Orgel und Orchester, R 478
    Benita Valente, Sopran
    Marjana Lipovsek, Mezzosopran
    Peter Lindroos, Tenor
    Tom Krause, Bariton
    Slowakischer Philharmonischer Chor
    Philharmonisches Orchester Rotterdam
    Leitung: James Conlon

    04:05 Uhr  Neue Musik

    Pèter Köszeghy
    Utopie XV. Crystal

    Luis Antunes Pena
    Eyjafjallajokull

    Samir Odeh-Tamimi
    choris onoma
    Dominik Susteck, Orgel

    05:05 Uhr  Kammermusik

    Frédéric Chopin
    4 Mazurken für Klavier, op. 17
    Leif Ove Andsnes, Klavier

    Johannes Brahms
    Quintett für Klavier, 2 Violinen, Viola und Violoncello f-Moll, op. 34
    Leif Ove Andsnes, Klavier
    Artemis Quartet

  • 06:05 Uhr

    Gesine Dornblüth, Deutschlandfunk:
    Politiker-Boykott und Terror-Anschläge - Vor den Winterspielen in Sotschi

  • 06:10 Uhr

    Andrea Gabrieli
    'Miserere mei Deus'. Psalm 51 für 6 Stimmen und Instrumente
    Capella Ducale Venetia
    Leitung: Livio Picotti

    Heinrich Schütz
    'Meine Seele erhebt den Herren'. Motette für 2 Chöre und Basso continuo, SWV 494
    Tapiola Chamber Choir
    Leitung: Paul Hillier

    Franz Liszt
    Nr. 3: 'Bénédiction de Dieu dans la solitude' aus: Harmonies poétiques et religieuses für Klavier, R 14
    Steven Osborne, Klavier

    Nikolaus Betscher
    'Te Deum' D-Dur für Soli, Chor und Orchester
    Cornelia Götz, Sopran
    Staatschor der Repulik Lettland
    SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
    Leitung: Alexander Sumski

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen
    Kulturwandel durch Krise V: Kreativpakt für die Zukunft - Islands kulturelle Ideen kurbeln auch die Wirtschaft an

    Vereinigtes Haus Europa?
    Zur europäischen Integration ein Interview mit dem Publizisten Adam Krzeminski

    Runderneuert?
    Die FDP vor dem Dreikönigstreffen Ein Interview mit dem Politlogen Jürgen Dittberner

    07:50 Uhr  Kulturpresseschau

    Das Konzil von Konstanz und die Einheit der katholischen Kirche
    Ein Interview mit Kardinal Walter Brandmüller

    Denk ich an Deutschland: der Schriftsteller Aris Fioretos

    Am Mikrofon: Wolfgang Koczian

  • 08:35 Uhr

    "Ich aber - Gott nahe zu sein ist mein Glück"
    Ein spannendes Motto für das Jahr
    Von Andrea Schneider
    Evangelische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 425 Jahren: Die französische Königin Katharina von Medici gestorben

  • 09:10 Uhr

    Sinfonische Musik
    Am Mikrofon: Jochen Hubmacher

  • 09:30 Uhr

    Beginn einer Aufarbeitung
    Der Frankfurter Auschwitz-Prozess (1/3)
    Die Schriftstellerin Ulla Hahn im Gespräch mit Jochanan Shelliem
    (Teil 2 am 12.01.2014)

    Als der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer 1963 mit dem Auschwitz-Prozess den größten Strafprozess der deutschen Nachkriegsgeschichte initiierte, war die Adenauer-Republik für die Aufarbeitung des Holocaust noch nicht bereit. Erst die Klage des SS-Polizeiführers Fischer-Schweder auf Wiederherstellung seines Beamtenstatus machte die Exekutionen seines Kommandos bekannt. So kam es zum Ulmer Einsatzgruppenprozess von 1958 . Anschließend wurde eine zentrale Stelle der Justizverwaltung zur Ermittlung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg eingerichtet. Am 8. Mai 1960 war die Verfolgung aller Totschlagsdelikte verjährt, danach musste in jedem Einzelfall Mord nachgewiesen werden. In diesem Kontext begann das Frankfurter Verfahren als Lernprozess. „Gerichtstag halten über uns selbst“, das war Fritz Bauers Anliegen, der den „großen Auschwitz-Prozess“ von 1963 bis 1965 nach Frankfurt am Main holte. In unserer Gesprächsserie sollen die gesellschaftspolitische Rezeption und die rechtshistorischen Folgen der sogenannten „Strafsache gegen Mulka u.a.“ ausgeleuchtet werden. Ebenso steht die Frage nach der Bedeutung des Auschwitz-Prozesses für die Demokratisierung der Bundesrepublik im Mittelpunkt.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Kloster- und Wallfahrtskirche Sankt Walburg in Eichstätt
    Predigt: Domvikar Bernd Dennemarck
    Katholische Kirche

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt
    Mit „Mona Lisa“ im Gepäck
    Leonardo da Vinci in Amboise an der Loire

    Verbrecherjagd mit Vaporetto
    Auf den Spuren von Donna Leons „Commissario Brunetti“ durch Venedig

    Winterlandschaft, wie gemalt
    Wandern im klirrend kalten Ostfinnland

    „Hasta siempre, Comandante“
    Eine Zeitreise in die kubanische Provinzhauptstadt Santa Clara, 55 Jahre nach dem politischen Umsturz

    Am Mikrofon: Antje Allroggen

  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Die Publizistin Ulrike Herrmann im Gespräch mit Michael Langer

    Ulrike Herrmann, 1964 in Hamburg geboren, ist Sachbuchautorin und Wirtschaftsjournalistin. Sie machte eine Ausbildung zur Bankkauffrau und studierte Wirtschaftsgeschichte und Philosophie. Seit dem Jahr 2000 arbeitet sie als Wirtschaftskorrespondentin der Berliner Tageszeitung taz. Zu ihren Buchveröffentlichungen zählen Titel wie „Hurra, wir dürfen zahlen. Der Selbstbetrug der Mittelschicht“. Kürzlich erschien von ihr das Buch „Der Sieg des Kapitals. Wie der Reichtum in die Welt kam: Die Geschichte von Wachstum, Geld und Krisen“. (Westend Verlag).

  • 15:05 Uhr

    Still Different
    Der US-amerikanische Songschreiber Randy Newman
    Von Fanny Tanck

    Randy Newman gilt als einer der größten Songwriter der Gegenwart und ist doch vielen Menschen in seiner Heimat USA nie ein Begriff gewesen. Zu zahlreich sind die Songs, die er im Laufe seiner Karriere für andere schrieb (Dusty Springfield, Joe Cocker, Tom Jones, Bette Midler u.a.), zu medienscheu seine eigene Persönlichkeit. Anders in Europa. Hier mochte man Newmans subtilen Humor, seine hintersinnige Erzählweise sowie seine musikalischen Anleihen aus der Klassik sofort. Umso schöner, dass Randy Newman auch mit 70 Jahren, davon rund 50 im Musikgeschäft, noch etwas zu sagen hat. Perspektiven mögen sich verlagert haben, seine unvergleichliche Gabe jedoch, die größten Themen in kleinsten Bildern zu kondensieren, sein berühmter „pin head view on things“, ist derselbe geblieben.

  • 16:10 Uhr

    Aus dem literarischen Leben
    Das Buch der Woche
    David Foster Wallace: Der bleiche König
    (Kiepenheuer & Witsch Verlag)

    Am Mikrofon: Denis Scheck

  • 16:30 Uhr

    Wissenschaft im Brennpunkt
    Biss in die Zukunft
    Die dritten Zähne von morgen
    Von Stefanie Schramm

    Zahntechnik ist High Tech: Implantate, festmontierte Prothesen, selbsthaftende Füllungen, immer sind es Fremdkörper, die in den Mund eingesetzt werden, aus Metall, aus Kunststoff, aus Keramik. Doch einige Forscher arbeiten längst an einer neuen Vision: Sie wollen nicht mehr reparieren, sondern regenerieren. Geschädigte Substanz soll einfach nachwachsen, und zwar vor Ort, im Mund. Schon heute setzen Ärzte patienteneigene Stammzellen ein, um den Kieferknochen zu regenerieren, wenn er nicht stark genug für Implantate ist. Zugleich arbeiten sie daran, ganze Kiefer züchten, im Bauch von Patienten - der Mensch wird zum Inkubator. Der Traum aber ist es, Zähne einfach nachwachsen zu lassen, so dass man überhaupt keine Prothesen oder Implantate mehr braucht. Erste Erfolge können Stammzellforscher bereits vorweisen.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente
    Krieg und Kunst - Das Jahr 1914 und die internationalen Avantgarden vor und nach dem Ersten Weltkrieg. Uwe Schneede, Kurator der gleichnamigen Ausstellung in Bonn, im Gespräch mit Stefan Koldehoff

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen
    "Illusions Perdues" - Alexaj Ratmanskys Choreographie für das Bolschoi-Ballett ist zu Gast in Paris

    Geraubte Schätze VII: Raubkunst aus deutschen Privatsammlungen in russischen Museen

    Kosmos der Niederländer - Christoph Müller schenkt seine Niederländer-Sammlung dem Kunstmuseum Schwerin

    Kulturgut oder Kirchentradition? Der bizarre Streit um die Stadt-Heiligen Cyrill und Method und ihr literarisches oder missionarisches Erbe in Thessaloniki

    Kulturwandel durch Krise V: Der unerwartete Sparschock in Island

    Am Mikrofon: Doris Schäfer-Noske

  • 18:40 Uhr

    Im Fast Food Land USA rollt die Bio-Welle

  • 19:10 Uhr

    Handball Vier-Nationen-Turnier: Deutschland - Island

    62. Internationale Vierschanzentournee - Qualifikation für das
    Abschlussspringen in Bischofshofen

    Biathlon-Weltcup in Oberhof - Massenstart Männer und Frauen

    Bob und Skeleton-Weltcup in Winterberg

    Rodel-Weltcup in Königssee

    Tour de Ski in Val di Fiemme

    Crash Reel - Filmische Verarbeitung des Unfalls des Snowboarders Kevin Pearce

    Auftakt der Deutschlandfunk-Serie: "Größer, teurer, skrupelloser - olympischer Gigantismus"

    Rallye Dakar 2014: Start im argentinischen Rosario

    Vorbericht zum 10. Erinnerungstag im Fußball: Für Gedenkkultur - Gegen Diskriminierung

    Moderation: Astrid Rawohl

  • 20:05 Uhr

    Lada oder Die Unwegsamkeit der russischen Liebe
    Von Andreas Maus und Karmen Frankl
    Regie: Karmen Frankl
    Produktion: WDR 2011

    Autos seien nichts für ein Volk wie die Russen, das dem Wodka und der Melancholie verfallen ist, heißt es. Eine Wahrheit? Vielleicht. Zumindest Lada denkt nicht so, und das mit gutem Grund, denn die Mehrzahl der Menschen der ehemaligen Sowjetunion fährt bis heute ein Automobil dieser Marke. Lada ist das russische Wort für Geliebte. Fast 20 Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist der Lada längst mehr als ein Automobil. Er ist ein Organismus, ein lebendiges Wesen, egal ob in Moskau, der Provinz oder irgendwo in den sibirischen Weiten. Ein Anachronismus, hoffnungslos veraltet und doch nicht wegzudenken aus dem Leben seiner Besitzer und dem russischen Alltag.

  • 21:05 Uhr

    Spannungen. Musik im Kraftwerk Heimbach 2013

    Carl Reinecke
    Trio für Oboe, Horn und Klavier a-Moll, op. 188

    Max Reger
    Sonate für Klarinette und Klavier B-Dur, op. 107

    Robert Schumann
    12 Gedichte von Julius Kerner.
    Eine Liederreihe für eine Singstimme und Klavier, op. 35

    Rudolf Karel
    Nonett für Streichquartett und Bläserquintett, op. 43

    Ivan Podyomov, Oboe
    Sibylle Mahni, Horn
    Mario Häring, Klavier
    Sharon Kam, Klarinette
    Markus Becker, Klavier
    Ian Bostridge, Tenor
    Lars Vogt, Klavier
    Yura Lee, Violine
    Rachel Roberts, Viola
    Gustav Rivinius, Violoncello
    Edicson Ruiz, Kontrabass
    Clara Andrada de la Calle, Flöte
    Marco Postinghel, Fagott

    Aufnahme vom 8.6.13 aus dem Kraftwerk Heimbach

  • 23:30 Uhr

    Zum Gedenken an Sportreporter-Legende Bruno Moravetz

    Bei der Premiere des Forum Nordicum für Interessierte des Nordischen Skisports 1988 in Oberhof in der DDR vermittelte und führte Bruno Moravetz gemeinsam mit Herbert Fischer-Solms ein Sportgespräch mit DDR-Skisprung-Olympiasieger Helmut Recknagel.
    Anlässlich des Todes von Bruno Moravetz wiederholt der DLF dieses sporthistorisch bedeutende Sportgespräch noch einmal.