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Programm: Vor- und RückschauSamstag, 28.08.2021

  • 00:05 Uhr

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

  • 01:05 Uhr

    Rock
    Neues und Klassiker aus Rock, Pop, Soul
    Schwerpunkt: Vor 50 Jahren erschien mit „Electric Warrior" das zweite Studio-Album der britischen Rock-Band T.Rex
    Am Mikrofon: Günther Janssen

  • 06:05 Uhr

    Schlechte Umfragewerte für die Union - Folgen für Armin Laschet

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

    Am Mikrofon: Friedbert Meurer

  • 09:05 Uhr

    Vor 60 Jahren: Die Produktion der DEFA-Langzeitdokumentation „Die Kinder von Golzow" beginnt

  • 09:10 Uhr

    Auf Heimatsuche - Geschichten aus Deutschland
    Am Mikrofon: Anh Tran

    Eine Heimat zu haben, ist schön. Keine zu haben oder in der Heimat fremd zu sein, kann sehr unglücklich machen. Doch was ist das eigentlich genau - Heimat? Wo liegt sie, wie finde ich sie und warum ist dieser Begriff in Deutschland so schwierig? In diesem Wochenendjournal spricht Anh Tran mit Menschen aus ganz Deutschland: mit Zugezogenen und Daheimgebliebenen, mit Immigranten und Biodeutschen, mit Ossis und Wessis, mit Stadtpflanzen und Landeiern.

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Der Organist Wolfgang Seifen

    Wolfgang Seifen war von seinem 17. Lebensjahr an Titularorganist der Päpstlichen Marienbasilika im niederrheinischen Wallfahrtsort Kevelaer. Dort spielte er die größte deutsch-romantische Orgel der Welt und wurde als überragender Orgelimprovisator bekannt. Seit 1989 unterrichtet er außerdem Improvisation und Liturgisches Orgelspiel, zunächst in Stuttgart, dann in Düsseldorf und zurzeit an der Universität der Künste in Berlin. Seit 2004 ist Seifen Titularorganist der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und leitet dort das Orgelimprovisationsfestival Berlin. Wolfgang Seifen wurde 1956 in Oberaußem in der Nähe von Köln geboren, wo er aufwuchs und auch den ersten Orgelunterricht erhielt. Er studierte Kirchenmusik in Aachen und begann früh zu komponieren. Zu seinen Werken gehören die feierliche Messe „Tu es Petrus” zum 80. Geburtstag von Papst Benedikt XVI. sowie eine Johannes-Passion und ein Orgelkonzert. Außerdem hat er zahlreiche Werke bearbeitet, um sie für Kirchen- und andere Laienchöre verfügbar zu machen.

  • 11:05 Uhr

    Rechts überholt Links - Das Bangen der Kommunisten Portugals
    Von Tilo Wagner

    In der Region Alentejo, südlich von Lissabon, spielt die marxistisch-leninistische Partei auf lokaler Ebene traditionell eine wichtige Rolle. Im Herbst 2021 finden in Portugal Kommunalwahlen statt und es ist ungewiss, ob die Kommunisten ihre Bastion verteidigen können. Denn 100 Jahre nach der Gründung der portugiesischen KP befindet sich die Alentejo-Region im Umbruch. Zwar sind große Investitionssummen in die intensive Landwirtschaft geflossen. Doch der wirtschaftliche Boom geht an der Bevölkerung größtenteils vorbei. Tausende von ausländischen Arbeitsmigranten leben im Süden und Südwesten des Alentejo. Und so schlägt das Pendel von links nach rechts aus. Den Status der Protestpartei hat die KP größtenteils verloren, diesen Platz füllt nun die rechtspopulistische Partei Chega, die mit fremdenfeindlichen Parolen auf Stimmenfang geht.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

    USA üben Vergeltung
    Drohnenangriff in Afghanistan

    Interview mit Christian Hacke, Politologe und Konfliktforscher
    zur Lage in Afghanistan

    Situation geflüchteter afghanischer Frauen in Iran

    Gedenkgottesdienst für Flutopfer im Aachener Dom

    Plötzlich ausländischer Agent
    Russland brandmarkt immer mehr Journalisten und Bürgerrechtler

    Sporttelegramm


    Am Mikrofon: Dirk Müller

  • 13:10 Uhr

    Frauenrechte in Afghanistan: Der Westen muss mit den Taliban reden

    Corona-Inzidenz steigt: Die Politik duckt sich weg

    Die Union und der Wahlkampf - warum Laschet Kanzlerkandidat bleiben sollte

  • 13:30 Uhr

    Nation Building gescheitert? Friedenforscherin Wieland-Karimi zu Afghanistan

    Bewährungsprobe für Premier Bennett - Covid-Welle in Israel

    Aus Fehlern gelernt? Die internationale Hilfe in Haiti

    Diplomatische Eiszeit zwischen Algerien und Marokko

    Am Mikrofon: Bastian Rudde

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

    50 Jahre Fachhochschulen! Raus aus der akademischen Zweiklassengesellschaft?
    In „Campus & Karriere“ gehen wir diesen Fragen nach: Wie sahen die Anfangsjahre aus und was bringt die Zukunft für dieses Hochschulmodell? Wie unterscheiden sich Studiengänge und Forschungsansätze an den verschiedenen Hochschultypen? Brauchen wir überhaupt noch eine Unterscheidung zwischen Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften?

    Gesprächsgäste:
    Anne Lequy, Rektorin der Hochschule Magdeburg-Stendal
    Karim Khakzar, Sprecher der FHs/ HAWs in der Hochschulrektorenkonferenz und Präsident der FH Fulda
    Nicolai Müller-Bromley, Präsident des Hochschullehrerbunds Deutschland
    Iris Kimizoglu, Vorständin freier zusammenschluss von student*innenschaften
    Am Mikrofon: Armin Himmelrath

    Hörertel.: 00800 4464 4464
    campus@deutschlandfunk.de

    Sie galten lange als kleine Schwestern der Universitäten, die Fachhochschulen, doch dieses Bild stimmt längst nicht mehr: Studierendenzahlen, Budgets und Einfluss steigen kontinuierlich. Das FH-Konzept ist geprägt von der Kooperation zwischen Praxispartnern und den Hochschulen. Zunehmend setzt sich auch der Begriff „Hochschule für angewandte Wissenschaften“ durch. Mehrere Bundesländer haben den FHs bereits das Promotionsrecht verliehen, bei außeruniversitären Partnerinnen und Partnern sind sie wegen ihrer Forschungsqualitäten gefragt.

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

    Die Kölner Newcomer Giirl: „Billige Magie mit echten Gefühlen“
    Ein Duo wie die White Stripes wollten sie sein, aber dann sind Drummer Dennis Hölscher und Multiinstrumentalist Milan Hofmann doch bei einem viel moderneren Sound gelandet: Bös verzerrte Riffs, kühle Synthesizer-Sequenzen - und stets spontaner Ideen-Austausch: „Vibe geht vor Perfektion“, erklären sie im Dlf

    Das Buch „Not Available“: Klingende Leerstellen
    Für gewöhnlich wird über Musik gesprochen, die veröffentlicht wurde. Allerdings ist die Pop-Geschichte voll von Alben, die eingespielt wurden und doch nie erschienen sind. Die Gründe hierfür sind vielfältig und liefern für den Journalisten Daniel Decker „interessante Einblicke in die Mechanismen der Musikindustrie“, sagte er im Deutschlandfunk

    Jodeln und dreistimmige Protestsongs - das neue Album von Ganes
    Das Trio um die Südtiroler Geschwister Schuen pflegt auch auf dem neuen Album „Or Brüm“ seinen ganz eigenen Sound zwischen Weltmusik und Pop - immer auf Ladinisch. „Uns gefällt, dass man sich zuerst auf den Klang konzentriert.“

    Am Mikrofon: Bernd Lechler

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    Johanna Schaible: „Es war einmal und wird noch lange sein“
    (Carl Hanser Verlag, München)
    Ein Beitrag von Thomas Linden

    Lena Zeise: „Balto & Togo. Dramatische Rettung in Eis und Schnee“
    (Gerstenberg Verlag, Hildesheim)
    Ein Gespräch mit Lena Zeise

    Minu D. Tizabi: „Revolution morgen 12 Uhr“
    (Blumenbar Verlag, Berlin)
    Ein Beitrag von Ursula Nowak

    Am Mikrofon: Dina Netz

  • 16:30 Uhr

    Computer und Kommunikation

    Datenlust:
    In den USA wollen immer mehr Informatiker mehr Demokratie mit besserer Datenanalyse wagen

    Datenfrust:
    Datenanalyse ist zu oft noch Geheimwissenschaft

    Detailsparen:
    Wie im Mobilfunk der Energieverbrauch reduziert werden kann

    Das Digitale Logbuch

    Info-Update

    Sternzeit 28.08.2021
    Der Astronaut aus Taiwan


    Am Mikrofon: Manfred Kloiber

  • 17:05 Uhr

    Macht uns Achtsamkeit zu besseren Menschen?
    Der Achtsamkeitstrainer Alexander Kopp und der Psychotherapeut und Soziologe Michael Huppertz im Gespräch
    Am Mikrofon: Susanne Fritz

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    Tanz und Politik -
    Der Auftakt des Kunstfests Weimar

    Musiktheaterdebüt -
    Pınar Karabulut inszeniert Turnages "Greek" an der Deutschen Oper in Berlin

    Künstlerische Blindheit -
    Tacita Dean und Antigone im Kunstmuseum Basel

    Panoramafenster aufs Schlachthofviertel -
    Erstbegehung des neuen Münchner Volkstheaters

    Deportation der Wolga-Deutschen -
    Zur Geschichtsdeutung in Russland

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 18:10 Uhr
    18:35 Uhr  Sporttelegramm
  • 18:40 Uhr

    Testen, testen, testen: Nach Corona, Geschäftsmodell Krebstests

  • 19:10 Uhr

    Para21 - Tageszusammenfassung des 4. Wettkampftages
    Para21 - Interview mit Karl Quade, Chef de Mission
    Para21 - Tokio 1964 bis heute: Japans Entwicklung im Parasport

    Sportpolitik - Der DOSB und ganzheitliches Denken

    Caster Semenya - Studien irreführend, die zur Testosteron-Regel führten

    1. Fußball-Bundesliga, 3. Spieltag:
    VfB Stuttgart - SC Freiburg
    1. FSV Mainz 05 - SpVgg Greuther Fürth
    FC Augsburg - Bayer 04 Leverkusen
    Arminia Bielefeld - Eintracht Frankfurt
    1. FC Köln - VfL Bochum
    FC Bayern München - Hertha BSC

    Fußball - Einzigartiger Transfersommer mit den Wechseln von Mbappé, Lukaku, Messi und Ronaldo

    Frauen-Fußballbundesliga - Mehr Sichtbarkeit und gefestigte Strukturen in der neuen Saison

    Volleyball-EM - Die DVV-Auswahl scheitert im Achtelfinale gegen die Niederlande

    Moritz Cassalette / DIRA / SR / 00:37Radsport - Deutschlandtour: Politt gewinnt 3. Etappe und ist Gesamtführender

    Am Mikrofon: Astrid Rawohl

  • 20:05 Uhr

    Lesung: Jenny Erpenbeck
    Gesprächspartner: Michael Hametner und Thomas Irmer
    Am Mikrofon: Maike Albath

    Eine Liebesgeschichte inmitten einer Zeitenwende: Im Sommer 1986 läuft Katharina, die gerade eine Lehre zur Schriftsetzerin absolviert, dem 34 Jahre älteren Romanschriftsteller Hans über den Weg. Beide sind wie vom Blitz getroffen. Während die DDR zusammenbricht und sich die Verhältnisse neu ordnen, schwankt das Paar zwischen den Extremen und kommt nicht voneinander los. „Kairos” heißt der neue Roman von Jenny Erpenbeck, in dem es um die Macht von Fügungen geht. Erpenbeck wurde 1967 in Ostberlin geboren und studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler. Ihr literarisches Debüt „Die Geschichte vom alten Kind“ (1999) machte sie auf einen Schlag bekannt. In ihrem vielgestaltigen Werk setzte sich Jenny Erpenbeck immer wieder mit historischen und lebensgeschichtlichen Brüchen auseinander. Vielfach preisgekrönt und in 30 Sprachen übersetzt, diskutiert Jenny Erpenbeck mit dem Heiner-Müller-Forscher Thomas Irmer und dem Publizisten und langjährigen Rundfunkredakteur Michael Hametner über den Umgang mit Vergangenheit.

  • 22:05 Uhr

    Revisited Forum neuer Musik 2013
    Was ist das Eigene, was das Fremde?

    Liza Lim
    „Voodoo Child”

    Samir Odeh-Tamimi
    „Li-Um-Kámel”

    Jorge Horst
    „Crisoles” (UA)

    Ensemble Aventure
    Leitung: Alexander Ott

    Aufnahme vom 21.4.2013 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln

    Am Mikrofon: Frank Kämpfer

    Liza Lim, als Kind chinesischer Einwanderer in Australien geboren, wuchs im Sultanat Brunei auf der Insel Borneo auf. Sie versteht ihre Herkunft als „pazifisch”. Samir Odeh-Tamimi lebt in Berlin, hier hat er zu seinen palästinensischen Wurzeln gefunden. Jorge Horst lebt in Argentinien - der deutsche Teil seiner Familie wanderte einst von der Wolga nach Brasilien aus. Alle drei eint als Urheber, dass sie die westeuropäischen Kategorien des vermeintlich Eigenen und Fremden in Leben und Arbeit in Unordnung bringen. Das aber ist das besondere Potenzial der zeitgenössischen Kunst der komponierten Musik: dass sie nämlich - so Programmbuchautor Thomas Beimel 2013 - „unseren Blick zu erweitern und zu befreien” vermag. Und dass sie heute keinesfalls mehr das weiße und westliche Projekt darstellt, als dass sie lange Zeit galt. Vielmehr sind musikalische Urheber in der vernetzten Welt nicht mehr an die Rahmen gebunden, in denen sie aufwuchsen, und das Geflecht der von ihnen selbst gewählten kulturellen Bezüge kann sehr komplex sein.

  • 23:05 Uhr

    Endstation Ungewiss
    Eine Lange Nacht über die „Kindertransporte“ 1938/39
    Von Jochanan Shelliem
    Regie: Nikolai von Koslowski

    November 1938 - Der junge Bankkaufmann Nicholas Winton besuchte seinen Freund in Prag. Was er sah, schockierte ihn. Flüchtlingsfamilien hinter Bretterverschlägen, hungernde Kinder. In London zurück, schreibt er Brandbriefe an die Mächtigen der Welt. Nicholas Winton ist kein Jude. Seine Eltern, Barbara und Rudolf Wertheim, sind 1907 nach England emigriert und zum Christentum konvertiert. Während des Ersten Weltkriegs ändern sie ihren Namen. Winton hat sich das Elend der jüdischen Kinder eingeprägt. Im englischen Parlament wüten Debatten über die Gefahr, die Großbritanniens Wirtschaft durch die Aufnahme jüdischer Flüchtlingskinder drohen würde. In einem Hotel am Wenzelsplatz in Prag eröffnet Nicholas Winton ein Büro. Eine Zufluchtsstätte, die von Flüchtlingsfamilien überlaufen wird. 1.000 Kindern kauft er eine Fahrkarte über den Kanal. Der erste Zug fährt am 30. November 1938 nach London. Mehr als 15.500 jüdische Säuglinge, Kinder und Jugendliche haben dank seiner Initiative überlebt. Walter Kaufmann stammt aus dem Ruhrgebiet. Mit einem der letzten Kindertransporte kommt er in London an. Keiner wartet auf ihn. Der Vormund hat ihn vergessen. Seine Eltern wird er nie wiedersehen. Er arbeitet später am Hafen und als Gewerkschaftler, wird Kommunist, sucht sich sein Paradies, findet es für sich als Schriftsteller in der DDR. „Er war angekommen. Angekommen aber wo?“ Mit diesen Worten beginnt der Roman „Landgericht“, in dem Ursula Krechel von den Kindertransporten erzählt und damit das jahrzehntelange Schweigen über eine unerwünschte Erinnerung der deutschen Nachkriegsrepublik bricht. André Herzberg, Leadsänger der in der DDR berühmten Rockband Pankow, leidet 80 Jahre nach der Flucht seines Vaters immer noch an den Geheimnissen seiner Familiengeschichte. Eva Menasse schreibt, ihr Bruder Robert erzählt vom Kindertransport des Vaters Hans Menasse, der als Fußballer der Nationalmannschaft in Wien seine Vergangenheit vergaß. Fast 90-jährig entsinnt sich Hans Menasse, wie er sich als Achtjähriger ohne Sprachkenntnisse in Südengland wiederfand. Bis heute treffen sich die Nachkommen der „Nullten Generation“ in Großbritannien und den USA und sprechen über die Traumata, die sie von ihren Eltern erbten, die durch die Aktion „Kindertransporte” ihr Leben retteten und ihre Kindheit verloren.