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Programm: Vor- und RückschauMittwoch, 18.03.2026

  • 00:05 Uhr

    Am Mikrofon: Mike Herbstreuth

    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:30 Uhr   Tag für Tag

    Aus Religion und Gesellschaft
    (Wdh.)

  • 05:05 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Julia Knop, Erfurt
    Katholische Kirche

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 60 Jahren: Der Vatikan lockert Regeln für "Mischehen"

  • 09:10 Uhr
  • 09:35 Uhr

    Aus Religion und Gesellschaft

  • 10:08 Uhr

    Freiheit, Einheit, Bürgerrechte
    Was bedeutet uns Demokratie heute?
    Live aus dem Hambacher Schloss in Neustadt an der Weinstraße

    Gäste:
    Prof. Monika Oberle, Politikwissenschaftlerin, Goethe-Universität Frankfurt
    Dr. Kristian Buchna, wissenschaftlicher Geschäftsführer, Hambacher Schloss
    Dr. Marcel Boehles, Leiter der Museumspädagogik, Hambacher Schloss
    Lothar Spilke, Schulleitung Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium Neustadt
    Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 12
    Am Mikrofon: Bettina Köster

    Hörertel.: 00800 4464 4464
    agenda@deutschlandfunk.de

    Die liberale Demokratie steht gerade heftig unter Druck. Was also können Freiheit, Mitbestimmung und Grundrechte uns heute noch bedeuten? Diese Fragen soll der Tag der Demokratiegeschichte beantworten. Zum ersten Mal in diesem Jahr ausgerufen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Das Hambacher Schloss gehört zu einem der Orte, an dem deutsche Demokratiegeschichte geschrieben wurde: Vor knapp 200 Jahren zogen dort zehntausende Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten zum Schloss, um sich für mehr Mitsprache und einen geeinten Nationalstaat stark zu machen. Welchen Einfluss hatte das sogenannte „Hambacher Fest“ auf die Entwicklung unserer Demokratie? Warum steckt diese Regierungsform heute in der Krise? Wie kommen wir da wieder heraus? Wer engagiert sich noch für demokratische Werte und welchen Beitrag können Schulen leisten?

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 14:35 Uhr

    Das Bildungsmagazin

  • 15:05 Uhr
  • 15:35 Uhr

    Das Medienmagazin

  • 17:35 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:40 Uhr
  • 20:10 Uhr

    Buddhistischer Extremismus in Myanmar: Minderheiten werden verfolgt und ermordet
    Von Margarethe Blümel

    In Myanmar pflegen Militärjunta und Vertreter des buddhistisch-extremistischen Nationalismus eine langjährige Beziehung. Immer wieder machen diese Mönche Stimmung gegen Muslime und Christen. Moscheen und Kirchen werden zerstört. Das Militär schaut zu - oder beteiligt sich an der Gewalt gegen religiöse Minderheiten.

  • 20:30 Uhr

    Judith Hermann liest aus und spricht über „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ (1/2)
    (Teil 2 am 25.3.2026)

    Selbst in der Enkelgeneration wissen die meisten deutschen Menschen nicht, wie ihre Großeltern im Zweiten Weltkrieg gehandelt haben - über zwanzig Jahre nach der bahnbrechenden Studie: „Opa war kein Nazi“ von Harald Welzer, Sabine Moller und Karoline Tschuggnall. Während die letzten Zeitzeugen sterben, die AfD den Stolz auf die Großeltern propagiert und plötzlich vom „Schuldkult“ gesprochen wird, wagt sich Judith Hermann in die schrecklichen Untiefen ihrer Familiengeschichte. Denn ihr Opa war ein Nazi und vermutlich beteiligt an SS-Verbrechen im polnischen Radom. „Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass sich die Leben der Großeltern über die Eltern hinweg in den Lebenswegen der Enkel aufzeigen.“ Nach Radom reist die Schriftstellerin, ganz allein, im Gepäck: Stig Dagermans „Deutscher Herbst“, Natasche Wodins „Sie kam aus Mariupol“, Czeslaw Milosz’ „Das Tal der Issa“. In Polen kauft sich Judith Hermann eine neue Lesebrille und schaut mit einem neuen, immer melancholischeren Blick auf die Vergangenheit - und verliert irgendwann: die Fassung, nicht die der neuen Brille, sondern die ihres Selbst. Eine erschütternde Lektüre, eine radikale Befragung - die zeigt, dass wir niemals alle verstehen können.
    Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. Ihr Debüt “Sommerhaus, später” (1998) war ein Meilenstein der Gegenwartsliteratur. 2003 folgte der Erzählungsband “Nichts als Gespenster”. Einzelne dieser Geschichten wurden 2007 für das Kino verfilmt. 2009 erschien “Alice”, fünf Erzählungen, 2014 der erste Roman, “Aller Liebe Anfang”. 2016 folgten die Erzählungen “Lettipark”, die mit dem dänischen Blixen-Preis für Kurzgeschichten ausgezeichnet wurden. Für ihr Werk wurde Judith Hermann mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem Kleist-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis. Zuletzt erschien 2023 bei S. Fischer “Wir hätten uns alles gesagt”, basierend auf den Frankfurter Poetikvorlesungen, die Judith Hermann im Frühjahr 2022 hielt. Dafür erhielt sie den Wilhelm Raabe-Literaturpreis. Die Autorin lebt und schreibt in Berlin.

  • 21:05 Uhr

    Kabarett, Comedy & schräge Lieder
    Vom Urknall zur Steuererklärung
    Der Kabarettist Stefan Waghubinger
    Von Sabine Fringes

    Ein Besuch seines Programms wirkt wie ein erfrischender Kurz-Urlaub in Österreich: Das mag an dem steirischen Akzent und der vertraulichen Art von Stefan Waghubinger liegen. Er dutzt das Publikum und wirkt so, als habe er gerade spontan die Tür zu seinem Wohnzimmer geöffnet und fände von nun an kein Ende mit seinen Selbstbetrachtungen. Die verhandeln so ziemlich alles von Kindheit über Steuererklärungen bis hin zum Urknall. Seit rund 15 Jahren zelebriert Stefan Waghubinger, der schon lange bei Stuttgart lebt, vor allem auf deutschen Bühnen seine Selbstzweifel. Der studierte Theologe arbeitete zunächst in der Jugendhilfe, bevor er mit Anfang vierzig die Kabarettbühne betrat. Seitdem gewinnt er einen Kleinkunstpreis nach dem anderen für seine Programme voller poetisch-philosophischer Pointen.

  • 22:05 Uhr

    Heimspiel - Die Deutschlandradio-Orchester und - Chöre
    Haydn-Projekte mit dem RIAS Kammerchor

    Joseph Haydn
    Die Schöpfung (Ausschnitte)

    Elsa Dreisig, Sopran
    Julia Grüter, Sopran
    Kieran Carrel, Tenor
    Tareq Nazmi, Bass
    Michael Nagl, Bass
    RIAS Kammerchor
    Konzerthausorchester Berlin
    Ltg: Joana Mallwitz

    Aufnahme vom 27.2. 2026 im Konzerthaus Berlin
    Am Mikrofon: Klaus Gehrke

    Haydn fasziniert nicht nur als Musiker, sondern gleichfalls als Mensch: Er konnte alle Gesellschaftsschichten erreichen.

    Das Oratorium „Die Schöpfung“ gilt als eine der bedeutendsten Kompositionen von Joseph Haydn. Es handelt von der göttlichen Erschaffung der Welt, wie sie sich im ersten Kapitel der Genesis darstellt. Anstelle des siebten Tags findet sich eine Betrachtung der ersten Menschen im Paradies. Der Komponist arbeitete bis zur Erschöpfung daran und nahm die Entstehung als intensive religiöse Erfahrung wahr. Das 1798 in Wien uraufgeführte Werk ist zugleich ein Dokument der Aufklärung, die der damals 66-jährige bekennende Freimaurer vehement vertrat. Der RIAS Kammerchor beschäftigt sich in der laufenden Konzertsaison mehrere Male mit Joseph Haydn und stellt sich dabei der Frage, welche Aktualität für uns heute in geistlichen Werken dieses Klassikers steckt.

  • 22:50 Uhr
  • 23:10 Uhr

    Journal vor Mitternacht