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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 22.03.2026

  • 00:05 Uhr

    Unter Strom und zwischen Welten
    Eine Lange Nacht für die Literatur des Donauraums
    Moderation: Maike Albath
    Regie: Hans Dieter Heimendahl

    "Unter Strom und zwischen den Welten": Die Schwerpunkt-Reise der diesjährigen Buchmesse führt die Donau hinab und stöbert spannendes literarisches Treibgut auf, das im Literatursalon des Deutschlandradios in angenehmer Weise präsentiert wird: in Gesprächen mit den Autor*innen (z.T. mit Übersetzungen), mit Kostproben aus den Werken und schwungvoller Musik.

    Die Verschiedenheit der literarischen Welten am Fluss und die Vielfalt ihrer Themen und Formen führt eine Auswahl im Literatursalon des Deutschlandradios im Zimeliensaal im Grassi Museum vor Augen und Ohren: der aus Kroatien stammende Friedenspreisträger der Buchmesse Miljenko Jergovic ist dabei zu Gast, der mit seinem jüngsten Buch zurückkehrt zum Kriegsalltag in Sarajevo, von dem zu erzählen ihn als Autor berühmt gemacht hat („Das verrückte Herz. Sarajevo Marlboro Remastered“). Zentrale Themen Südosteuropas wie Flucht, Migration und Zusammengehörigkeit hat der ungarische Autor András Visky in seinem großen Roman gestaltet („Die Aussiedlung“). Vor und während des Zweiten Weltkriegs haben Zehntausende Deutsche Zuflucht im Donauraum gesucht, deren Schicksal die Historikerin Marie-Janine Calic nachzeichnet („Balkan-Odyssee 1933-1941: Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa“). Weitere Autorinnen und Autoren sind angefragt. Kostproben aus den Werken werden von Schauspielern präsentiert, die Gespräche auf Deutsch geführt oder übersetzt, der Abend musikalisch schwungvoll geerdet. Moderation Maike Albath und Jörg Plath. Eine Veranstaltung des Musikinstrumentenmuseums und der „Langen Nacht“ des Deutschlandradios.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Klavier-Festival Ruhr 2024

    Jean Philippe Rameau
    Allemande

    Courante

    Gavotte avec les Doubles de la Gavotte

    Justin Taylor, Cembalo
    Aufnahme vom 18. Juni 2024 aus der Orangerie Schloss Rheda

    03:05 Uhr   Heimwerk

    "Helikon"
    Mikis Theodorakis
    Margarita Magiopoula. Lied. Bearbeitet für Klavier

    Nr. 1: Asma asmáton. Bearbeitet für Klavier aus: Mauthausen-Kantate. Liederzyklus für Singstimme und Instrumentalensemble

    Tis dikeosinis Ilie. Lied. Bearbeitet für Klavier

    Stróse to stróma sou. Lied für Singstimme und Orchester. Bearbeitet für Klavier

    Danae Dörken, Klavier
    Staatskapelle Weimar
    Kornilius Michailidis, Musikalische Leitung

  • 06:05 Uhr

    UK und der Krieg in Nahost: Starmers Handeln könnte Europäern Vorbild sein
    Von Christine Heuer

  • 06:10 Uhr

    Orlando di Lasso
    De profundis clamavi ad te Domine. Psalm 130 zu 5 Stimmen, LV 799
    Cappella Amsterdam
    Leitung: Daniel Reuss

    Michael Praetorius
    Wir gläuben alle an einen Gott. Choralfantasie für Orgel
    Jean-Charles Ablitzer, Orgel

    Johann Sebastian Bach
    Messe g-Moll, BWV 235
    Alex Potter, Alt
    Hans Jörg Mammel, Tenor
    Markus Volpert, Bass
    Ensemble Orlando Fribourg
    La Cetra Barockorchester Basel
    Leitung: Laurent Gendre

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Im Wahljahr - Ostdeutsche Autor:innen auf der Buchmesse

    Nach den Epstein-Files - Wie könnte eine zeitgemäße Elitenkritik aussehen? Ein Interview mit der Politikwissenschaftlerin Eva Marlene Hausteiner

    Künstliche Intelligenz - Gefahr eines digitalen Faschismus? Ein Interview mit dem Philosophen und Mathematiker Rainer Mühlhoff

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Rohstoffzirkulation - Öl als strategische Waffe im Nahost-Krieg. Ein Interview mit dem Kulturtheoretiker und Technikhistoriker Benjamin Steininger

    Denk ich an Deutschland: die Autorin und Kolumnistin Lea Streisand

    Am Mikrofon: Stephanie Rohde

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    „Der Löwe von Münster.“
    Zum 80. Todestag von Clemens August Graf von Galen
    Von Gunnar Lammert-Türk
    Katholische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 80 Jahren: Nazi-Gegner und Bischof Clemens August Graf von Galen gestorben

  • 09:30 Uhr

    Mode oder Verzweiflung
    Kleider machen Leute, aber was machen Leute mit Kleidern?
    Von Johanna Rubinroth

    Kleidung ist Selbstausdruck und nicht selten das Ergebnis mühevoller Identitätsarbeit. Dresscodes gibt es selten, verbindliche Vorschriften noch seltener. Das macht die alles entscheidende Frage nicht leichter: Was soll ich bloß anziehen?

    Fast alle Menschen auf dieser Welt ziehen sich täglich an. Zum Schutz, um sich zu schmücken, aus Scham und manchmal zum Schein. Im Alltag anders als zum besonderen Anlass. Gleichzeitig ist sie für das Umfeld Projektionsfläche: Ununterbrochen werden wir ihretwegen be- und nicht selten auch entwertet. Taxiert, sozial verortet, etikettiert. Von jeder und jedem, mindestens unbewusst. Und offenbar gilt beim Thema Kleidung zuverlässig die eigene Meinung als Maßstab. Verbindlichkeiten sind passé, stattdessen lauern überall unausgesprochene Konventionen. Es gibt keine Dresscodes mehr, aber zugleich ist Mode ein Code, der gelesen und bisweilen entschlüsselt wird. Zwar heißt es, in der Postmoderne sei alles erlaubt. Doch gilt, wer regelmäßig morgens im Abendkleid beim Bäcker erscheint, schnell als verrückt, na ja, ... mit viel Wohlwollen vielleicht als exzentrisch. Wo keine Uniform vorgeschrieben ist, beginnt das tägliche Kombinieren: Was passt zusammen? Ist das Stil oder einfach nur wahllos? Was steht mir? - Oder mit Guido Maria Kretschmer gesprochen: Tut dieses Kleidungsstück etwas für mich? Wovor warnen YouTube-Kanäle und zu was raten die Zeitschriften im Wartezimmer? Und vor allem: Welches Signal sende ich mit welcher Farbschattierung? Denn Kleidung ist Kommunikation. Aber hüte sich, wer zu viel über sie nachdenkt und es auch noch zugibt! Nur allzu schnell gilt man als eitel, wenn nicht gar oberflächlich, und bei männlich gelesenen Personen wird über die sexuelle Orientierung spekuliert.

    Johanna Rubinroth emigrierte 1983 als Schulkind von Polen nach West-Berlin, wo sie ihr Abitur absolvierte. Sie schloss die Drehbuchakademie der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin ab. Rubinroth lebt und arbeitet als Autorin in Berlin. Zu ihren jüngsten Werken gehören „BLIND DATE IN DELHI“, „Mein eigensinniges Gehirn“ und „Das Patent“.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Evangelischen Kirche in Much
    Predigt: Superintendentin Almut van Niekerk
    Evangelische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Anne Brorhilker, Vorstandsmitglied Bürgerbewegung Finanzwende

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Herrenhäuser erzählen Estlands Geschichte

    Rund um Durham im Nordosten Englands

    Cornwall - alles andere als Rosamunde Pilcher

    Am Mikrofon: Laura Kingston

  • 13:05 Uhr
  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Der Publizist Christoph von Marschall im Gespräch mit Florian Felix Weyh

    Er feierte Barack Obama als „neuen Kennedy“, schrieb später aber ein kritisches Werk über dessen Realpolitik. Als Journalist war er lange in den USA, als Historiker befasste er sich früh mit Polen, wo er als Student auch seine Frau kennengelernt hat.

  • 15:05 Uhr

    „Hot stuff", „Night fever" und „I will survive"
    Über die Blütezeit globaler Tanzmusik mit 120 Beats
    Von Tim Schauen

    Disco-Songs gehören seit den 1970er-Jahren zum Party-Kanon - wir blicken auf die Anfänge des Phänomens.

    Es glitzerte nachhaltig: Der Disco-Sound - Musik, zu der in Diskotheken getanzt wurde - ist ein Kind der 1970er-Jahre. Sie hatte ihr Hoch Mitte des Jahrzehnts, doch der massentaugliche Charme dieses Hüftschwungs mit moderatem Tempo groovt bis heute. Eine Disco-Keimzelle war die Stadt New York, wo nach dem Tanzverbot für gleichgeschlechtlich Paare 1969 der Spaß auf privaten Partys und in geschlossen Gesellschaften weiterging, bzw.: erst richtig anfing. Dort etablierte sich eine Club-Kultur, die in den Metropolen der Welt schnell Zweigstellen fand. Musikerinnen und Musiker wie Gloria Gaynor, die Bee Gees und auch der Süd-Tiroler Produzent und Komponist Giorgio Moroder wurden zu Stars. Auch der Einsatz von Drumcomputern und Synthesizern war für den Sound konstituierend. Viele Songs dieser Ära sind unsterblich, befeuern bis heute jede Party, die dafür nicht mal explizit „70er-Party“ sein muss. Und in manchem Partykeller hängt sie bis heute: die Disco-Kugel.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Gustav Seibt: „Ein Sommer mit Goethe“
    (C.H.Beck Verlag)
    Ein Beitrag von Michael Köhler

    Am Mikrofon: Jan Drees

  • 16:30 Uhr

    KI verstehen - Der Podcast über Künstliche Intelligenz im Alltag

    Anthropic versusOpenAI - US-Politik setzt KI-Giganten unter Druck
    Von Moritz Metz und Friederike Walch-Nasseri

    Die US-Regierung stuft KI-Produkte von Anthropic als Sicherheitsrisiko ein, weil die Firma nicht will, dass ihre Software autonome Waffensysteme steuert. Dafür hat jetzt OpenAI einen Deal mit dem Pentagon. Wer langfristig profitiert, ist aber offen. Friederike Walch-Nasseri, Fedi, und Moritz Metz diskutieren, was der Konflikt der beiden Unternehmen und die Einflussnahme des Weißen Hauses für die Zukunft Künstlicher Intelligenz bedeuten.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

    Julia Draganović, Kuratorin und Leiterin der Villa Massimo in Rom, über das Verhältnis von Macht und Kultur und die die italienische Kulturpolitik im Gespräch mit Marco Bertolaso

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    Branchentreffen in Leipzig - Eine Bilanz der Buchmesse

    Erstmals außerhalb Russlands - Kirill Serebrennikov inszeniert "Nurejew" mit dem Berliner Staatsballett

    "Höhere Gewalt" - Familiendrama nach dem Film von Ruben Östlund am Staatstheater Hannover

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 17:55 Uhr

    Rheinland-Pfalz hat gewählt

  • 20:05 Uhr

    Muss Strafe sein?
    Teil 2: Verletzung, Vergeltung, Alternativen
    Von Johanna Bentz
    Regie: die Autorin
    Mit: Lisa Hrdina, Andreas Döhler, Martin Bretschneider und Antje Gentzmann
    Musik: Matthias Klein
    Ton: Hermann Leppich
    Deutschlandfunk 2026
    Länge: ca. 54'40
    (Ursendung)

    Wann ist welche Strafe sinnvoll? Im zweiten Teil dieses Doppelfeatures begleitet die Autorin einen Vergewaltigungsprozess, geht der Geschichte des Strafens nach und wird Zeugin eines Täter-Opfer-Ausgleichs.

    Manche Wunden heilen nie ganz. Viktoria musste eine Vergewaltigung erleiden und steht kurz vor dem Prozess gegen den Täter. Wie kann ihr Leiden gemildert werden und wie wirksam ist das Instrument der Strafe gegen zukünftige Taten? Das hängt auch davon ab, wer und was hinter der Rechtsordnung steht. Denn Strafen ist nie ganz objektiv - immer spielen historisch wechselnde Moralvorstellungen und Machtverhältnisse eine Rolle. Vielleicht muss Strafe aber auch nicht immer sein? Am Ende der Recherche stehen Beispiele dafür, wie sich die Beteiligten einer Straftat untereinander einigen können.

    Johanna Bentz, geboren 1982, studierte Regie für Dokumentarfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seit 2012 arbeitet sie als Autorin und Regisseurin für Film und Radio. Sendungen und Filme u.a.: „Crisis what crisis“ (Essayfilm über Griechenland, 2015), „Die Verführungskünstler“ (Dokumentarfilm 2012), „Corona Talks - Zufallsgespräche aus dem Lockdown“ (WDR 2020).

  • 21:05 Uhr

    Rheinland-Pfalz hat gewählt

  • 21:15 Uhr

    Felix Mendelssohn Bartholdy
    „Elias“ - Oratorium für Soli, Chor und Orchester

    Hera Hyesang Park, Sopran
    Carolyn Sampson, Sopran
    Sophie Harmsen, Mezzosopran
    Andrew Staples, Tenor
    Benjamin Appl, Bariton
    Rundfunkchor Berlin
    Choreinstudierung: Gijs Leenaars

    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
    Leitung: Maxim Emelyanychev

    Aufnahme vom 8.3.2026 aus der Berliner Philharmonie

    Am Mikrofon: Uwe Friedrich

    Felix Mendelssohn Bartoldy war fasziniert von dieser Figur: Elias gehört zu den kraftvollsten Gestalten des Alten Testaments.

    Donnernder Prophet, Streiter für den einen Gott - Elias gehört zu den kraftvollsten Gestalten des Alten Testaments. Felix Mendelssohn Bartoldy war fasziniert von dieser kämpferischen Figur, befand sie „herrlich für ein Oratorium“ und schuf mit seinem Werl eines der beliebtesten Oratorien der Musikgeschichte. Prachtvolle Chöre, ausdrucksstarke Arien und hochdramatische Orchestermusik: Barocke Tradition und große romantische Geste gehen eine einzigartige Verbindung ein. Am Ende wird Elias, der das Volk Israel mit eindringlichen Worten und Taten von der göttlichen Übermacht Jahwes überzeugt, in einem Feuerwagen gen Himmel aufsteigen.

  • 23:05 Uhr