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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 19.04.2026

  • 00:05 Uhr

    Keine Angst vor Gedichten!
    Eine Lange Nacht über Tomas Tranströmer und die Poesie
    Von Burkhard Reinartz
    Regie: der Autor
    (Wdh.v. 06./07.05.2023)

    Der schwedische Dichter Tomas Tranströmer (1931-2015) zählt zu den renommiertesten Lyrikern Europas und hat Schriftsteller von Lars Gustafsson bis zu Joseph Brodsky beeinflusst. 2011 erhielt der Dichter den Literaturnobelpreis. Tranströmers Gedichte verbinden existentielle Tiefe mit verblüffender Einfachheit. Sie beginnen oft in schlichten Alltagssituationen, beim Zeitunglesen oder Busfahren. Dann schlägt der lapidare Einstieg innerhalb weniger Zeilen in Erstaunliches um. „So wie bei Tomas Tranströmer Dichtung entsteht, stehen wir vor dem alten Wunder: Worte werden etwas Reales, werden Dinge, Substanz, Wirklichkeit“, schreibt Lars Gustafsson. Poesie hat es heutzutage nicht leicht und gilt als eher unverständlich und abgehoben. Deshalb widmet sich die „Lange Nacht" zugleich mit dem Portrait Tranströmers der Frage, was es mit der konzentriertesten Form von Literatur auf sich hat. Warum die Alltagssprache verlassen und die Welt in einer ungewohnten Bildersprache erforschen und zum Klingen bringen? Wie lässt sich der Weg zur Lyrik leichter machen?

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    6. Raderbergkonzert 2024/25

    Johann Sebastian Bach
    Konzert für 2 Klaviere und Streicher c-Moll, BWV 1062

    Oğuzhan Balcı
    Bilinmez. Für 2 Klaviere, Streichquartett, Kontrabass, Kanun und Ud

    Johannes Seidl, Kontrabass
    Minguet Quartett
    piano//duo ensarischuch

    Aufnahme vom 18.3.2025 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal Köln

    03:05 Uhr   Heimwerk

    "Das Wohltemperierte Klavier, Teil 2"

    Johann Sebastian Bach
    Präludium und Fuge Nr. 13 Fis-Dur, BWV 882

    Präludium und Fuge Nr. 14 fis-Moll, BWV 883

    Präludium und Fuge Nr. 15 G-Dur, BWV 884

    Präludium und Fuge Nr. 16 g-Moll, BWV 885

    Aaron Pilsan, Klavier

  • 06:05 Uhr

    Energie, Gesundheit, Rente: Das Schicksal von Schwarz-Rot hängt an Reformen
    Von Birgit Marschall

  • 06:10 Uhr

    Nicolò Corradini
    Misericordias Domini in aeternum cantabo
    Georg Poplutz, Tenor
    Johannes Vogt, Chitarrone
    Leitung: Arno Paduch

    Wolfgang Amadeus Mozart
    Regina coeli, KV 127
    Carolyn Sampson, Sopran
    The King's Consort
    Leitung: Robert King

    Wolfgang Amadeus Mozart
    Sonate Nr. 10 F-dur, KV 244
    Ensemble in Ore mel
    Leitung: Olivier Vernet (an der Bernard Aubertin- Orgle in Saint-Cyr-sur-Loire)

    Paul Heller:
    23. Psalm (für Frauenchor)
    Sjaella

    Johann Sebastian Bach
    "Der Herr ist mein getreuer Hirt". Kantate zum Sonntag Misericordias Domini, BWV 112
    Aleksandra Lewandowska, Sopran
    Terry Wey, Alt
    Thomas Hobbs, Tenor
    Stephan MacLeod, Bass
    Gli Angeli Genève
    Leitung: Stephan MacLeod

    Franz Schubert
    Der 23. Psalm, op. posth 132, D 706
    Camerata Musica Limburg
    Andreas Frese, Klavier
    Leitung: Jan Schumacher

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Dakar kreativ - Entdeckung der Kunst- und Kulturszene im Senegal

    Wahrheit als politische Aufgabe - Zum Umgang mit Wohlstandsverlusten ein Interview mit dem Soziologen Heinz Bude

    Steuern, Freiheit, Liebe - Wozu noch heiraten? Ein Interview mit der Soziologin Michaela Kreyenfeld

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Öl, Macht, Ordnung - Chinas Interessen im Nahen Osten. Ein Interview mit der Sinologin und Politikwissenschaftlerin Kristin Shi-Kupfer

    Denk ich an Deutschland: der Sänger und Schauspieler Jan Plewka

    Am Mikrofon: Christoph Reimann

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    Gott, mein Hirte - ich, sein Schaf?
    Gottvertrauen im Praxistest
    Von Pfarrer Stephan Krebs
    Evangelische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 75 Jahren: Erste Internationale Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt/Main

  • 09:10 Uhr

    Neue Musik
    Am Mikrofon: Yvonne Petitpierre

  • 09:30 Uhr

    Was ihr den Geist der Zeiten heißt …
    Zum gegenwärtigen Streit zwischen Aufklärung und Romantik 
    Von Jürgen Kaube 

    Wissenschaft auf der einen Seite, Irrationalismus auf der anderen? Hier regelbasierte Politik, dort autoritäres Machtstreben? Die Bruchlinien der Gegenwartsdeutung verlaufen offenbar entlang der Gegenüberstellung von Aufklärung und Romantik.  
    Zwischen Daten und Deutung, Evidenz und Erfahrung, Fortschrittsglauben und Sinnsuche entstehen heute jene Konflikte, die unsere Zeit prägen: Misstrauen gegenüber Institutionen, Sehnsucht nach Authentizität oder Autorität, neue Formen der „Wiederverzauberung“ oder „alternative Fakten“. Die intellektuelle Analyse unserer Situation steht dabei unter zwei gegensätzlichen Imperativen. Dem der Aufklärung, mittels Wissenschaft Licht und Verstand ins Dunkel zu bringen, und dem der Romantik, die Existenz dessen anzuerkennen, wovon es keine Wissenschaft gibt. Diese ideengeschichtliche Opposition bestimmt unsere Zeitdiagnosen bis heute. 
    Jürgen Kaube, geboren 1962, ist Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. 2015 erhielt er den Ludwig-Börne-Preis. Er hat unter anderem eine beachtliche Max Weber-Biographie geschrieben (Max Weber - Ein Leben zwischen den Epochen, 2014) und für Hegels Welt (2021) ist er mit dem Deutschen Sachbuchpreis ausgezeichnet worden. Mit seinen Büchern Otto Normalabweicher (2007) oder Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder (2019) mischt er sich immer wieder in aktuelle Debatten ein, dazu gehört auch das mit dem Soziologen André Kieserling geschriebene Buch Die gespaltene Gesellschaft (2022). 

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Pfarrkirche "Zu den Heiligen Schutzengeln" auf Juist
    Zelebrant: Domkapitular Theo Paul
    Katholische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Matthias Miersch, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Griechenland:
    Wanderung durch verbrannte Erde

    Braucht es erst Krisen, damit wir nachhaltig reisen?
    Interview mit dem Tourismusforscher Prof. Dr. Stefan Gössling

    Lake Malawi:
    Ein einzigartiges Ökosystem mit Tourismuspotenzial

    Große Schmelze, große Chancen?
    Die Klimakrise und Grönlands Tourismus

    Am Mikrofon: Jasmin Kröger

  • 13:05 Uhr
  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Der Polizist Oliver von Dobrowolski im Gespräch mit Anna Seibt

    Oliver von Dobrowolski engagiert sich in seinem Verein „Better Police“ gegen rechte Strömungen und vertuschte Gewalt in der Polizei. Von manchen Kollegen wird er deshalb als Verräter beschimpft. Dabei, sagt er, sei er Polizist aus Leidenschaft.

  • 15:05 Uhr

    The preacher’s son
    Der irische Singer-Songwriter Foy Vance
    Von Kai Löffler

    Geboren in Nordirland, in den USA aufgewachsen - Foy Vance entstammt zwei Welten, seine Musik ist originell wie ihr Urheber.

    1974 geboren in Irland, aufgewachsen in Oklahoma: Die Musik von Foy Vance ist eine Fusion zweier Welten. Mit seinem Vater, einem Prediger, ist er als Kind durch den amerikanischen Süden gereist und hat dabei viel Gospel, Blues, Rock und Country gehört. Als er später, wieder in Irland, selbst Musik gemacht hat, war dies eine Mischung aus den Klängen seiner Kindheit und irischem Folk. Vance benutzt für seine leidenschaftlichen Songs eine breite Palette aus Einflüssen, von Soul und Bluegrass bis hin zu Alternative Rock und Folk. Und auch wenn er auf seiner letzten Single singt „I am no fortunate son“, steckt in Foy Vances Musik auch viel von Creedence Clearwater Revival. Die gefühlvolle Musik ist so prägnant wie sein gezwirbelter Schnurrbart, und so unterschiedliche Künstler wie Bonnie Raitt, Michael Kiwanuka und Elton John sind mit Vance auf Tour gewesen. 2026 ist das siebte Album des 52-jährigen Nordiren erschienen: „The Wake“.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Monika Maron: „Immer noch freundlich, aber kaum noch geduldig. Tagebücher 1980-2021“
    (Hoffmann und Campe Verlag)
    Ein Beitrag von Angela Gutzeit

    Am Mikrofon: Jan Drees

  • 16:30 Uhr

    KI verstehen - Der Podcast über Künstliche Intelligenz im Alltag

    Claude Mythos Preview - ein Modell zu gefährlich für die Öffentlichkeit?
    Von Moritz Metz und Maximilian Brose

    Anthropic hat mit seinem neuen KI-Modell für Schlagzeilen gesorgt. Denn es kann so gut Systeme hacken, dass sie es der Öffentlichkeit nicht zugänglich machen. Wo die einen eine KI-Apokalypse fürchten, sehen andere vor allem viele Ressourcen und Marketing. Max Brose und Moritz Metz schauen sich an, warum eher Rechenleistung statt Modell-Magie hinter Claude Mythos stecken und warum KI-Modelle trotzdem eine neue Ära für die Cyber-Security bedeuten.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

    Wenn das Vertrauen schwindet - Der Philosoph Philipp Staab, Professor für Soziologie von Arbeit, Wirtschaft und technologischem Wandel an der Humboldt-Universität zu Berlin, über die Krise der Demokratie im Gespräch mit Malte Hennig

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    "The Lodger" - Die Oper der britischen Komponistin Phyllis Tate in Wuppertal

    Trumps Marke - Das Schauspiel Bochum lehrt die "Die Kunst des Deals"

    Aus Bast und Palmblättern - Die ugandische Künstlerin Acaye Kerunen in Krefeld

    Dakar kreativ - Entdeckung der Kunstszene im Senegal

    Anfeindungen gegen Gedenkstätten - Beunruhigende Entwicklungen in Brandenburg
    Gedenkstätten-Leiter Axel Decroll im Gespräch

    Am Mikrofon: Jörg Biesler

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr

    Riskante Clouds - Europas Daten auf amerikanischen Servern

  • 20:05 Uhr

    Back to University
    Mein persönlicher Einsatz gegen den Lehrkräftemangel
    Von Susanne Franzmeyer
    Regie und Ton: die Autorin
    Mit: Ulrike Sophie Haase, Vera Weisbrod, Timo Weisschnur und der Autorin
    Besetzung: Jutta Kommnick
    Komposition und Musik: DJ Marius Nr. One, Comedian Chris Boettcher mit Big Band, Rolf Zuckowski und die Autorin
    Dramaturgie: Katrin Moll
    Deutschlandfunk Kultur 2024
    Länge: 54

    Mit Mitte 40 nochmal studieren? Die Autorin hat es getan, Grundschullehramt. Wie ist das, plötzlich zwischen Abiturient:innen zu sitzen, Referate zu halten und das Lernen neu lernen zu müssen? Und ist der Job anschließend wirklich sicher?

    Wie wäre das: mitten im Leben zurück an die Uni zu gehen, nicht als Lehrperson, sondern als Studierende? Niemals - so würden wohl die meisten reagieren. Die Autorin hat es gegen alle inneren Widerstände dennoch getan: Back to University! Mit dem Ziel, irgendwann Grundschullehrerin in Berlin zu werden.
    Also sitzt Susanne Franzmeyer plötzlich, mit Mitte 40, zwischen jungen Schulabgänger:innen im Seminarraum, bereitet Referate vor und vertieft sich in Lehrbücher. Mittendrin kommen ihr Zweifel: Hab ich das gut durchdacht? Die Finanzierung? Versicherungen? - Nein, merkt sie. Aber am Ende wartet ja ein gut bezahlter, sicherer Job, so das Versprechen. Von allen Seiten sind doch Aufschreie und Appelle wegen des anhaltenden Lehrkräftemangels zu vernehmen. Sie beruhigt sich also - bis die Bertelsmann-Stiftung im J anuar 2024 plötzlich eine Prognose veröffentlicht, die alles anders aussehen lässt. Ist die ganze Mühe umsonst?

    Susanne Franzmeyer, 1978 in Berlin geboren, absolvierte die EBU Master School für Radiofeatures und ist mehrfach ausgezeichnete Feature- und Hörspielmacherin. Als Songschreiberin ist sie unter dem Pseudonym Susius bekannt (Debütalbum 2009). „Back to University.Mein persönlicher Einsatz gegen den Lehrkräftemangel“ ist ihr vorerst letztes Radiofeature.

  • 21:05 Uhr

    Kronberg Festival 2025

    Mariia Khodakivska
    "Die Jahreszeiten" für Violoncello, Flöte und Streicher

    Sulchan Zinzadse
    Miniaturen für Violine und Orchester

    Johannes Brahms
    Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll, op. 102
    Sinfonie Nr. 4 e-Moll, op. 98

    Daryna Bachynska, Flöte
    Veriko Tchumburidze, Violine
    Dmytro Udovychenko, Violine
    Aleksey Shadrin, Violoncello
    Mariia Khodakivska, Violoncello
    Youth Symphony Orchestra of Ukraine
    Leitung: Oksana Lyniv

    Aufnahme vom 24.09.2025 aus dem Casals Forum in Kronberg

    Am Mikrofon: Ursula Böhmer

    Musikalische Friedens-Botschafter: das Ukrainische Jugendsinfonieorchester mit Dirigentin Oksana Lyniv beim Kronberg Festival.

    Die Konzerte beim Kronberg Festival waren eine willkommene Ablenkung vom grausamen Kriegs-Alltag für die jugendlichen Musikerinnen und Musiker aus der Ukraine: Cellistin Mariia Khodakivska erzählt im Interview, wie sie die Bombennächte in Kellern und U-Bahn-Stationen verbringen müssen. Mariia Khodakivska trat in Kronberg auch als Komponistin in Erscheinung. Inspiriert von Vivaldi hat sie ihre Sicht auf „die Jahreszeiten“ für Solocello, Flöte und Streicher in Klänge gesetzt. Geiger Dmytro Udovychenko und Cellist Aleksey Shadrin, beide Alumni der Hochbegabten-Förderstätte „Kronberg Academy“, waren in den Solo-Partien des Doppelkonzerts von Johannes Brahms zu erleben.

  • 23:05 Uhr
  • 23:30 Uhr

    Olympia-Bewerbung - Wie weiter nach dem Olympia-Bürgerentscheid in NRW und Kiel?“

    Anno Hecker, Sportchef FAZ; Inga Hofmann, Sportchefin Tagesspiegelund Christoph Nießen, Vorstandsvorsitzender Landessportbund NRW im Gespräch mit Marina Schweizer.