Immer der Nase nach - vom Stallgeruch bis zum Stinkefinger
Von Henrik von Holtum
Deutschlandfunk 2026
Wdh. am 28.04.2026, 22.05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur
Man bemerkt den eigenen Geruchssinn oft erst, wenn einem etwas stinkt. Das Hören und Sehen kann einem in turbulenten Zeiten recht schnell vergehen, aber wir ahnen immer sofort, wenn etwas in der Luft liegt. Oder etwas faul ist im Staat.
Oft ist es die Nase, die Entscheidungen trifft: sich nicht riechen zu können reicht, um ein Verhältnis abzubrechen. Emotionen, Erinnerungen und Zugehörigkeiten sind stark an Gerüche gebunden; im Guten wie im Schlechten. Aber was duftet und was stinkt, ist oft gar nicht so leicht zu bestimmen. Könnte es die Nase sein, die in unruhigen Zeiten Orientierung bietet? Um diese Frage zu beantworten, unternimmt man am besten einen olfaktorischen Streifzug durch Wissenschaft, Pop, Literatur, Kunst und Musik.