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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 03.05.2026

  • 00:05 Uhr

    Künstlerischer Traum und irdischer Spielplan
    Eine Lange Nacht über das Theatermachen
    Von Horst Konietzny
    Regie: der Autor

    1. Teil: Staatstheater Nürnberg, Theater Bremen, Theater Essen
    2 Teil: Staatstheater Hannover, D’Haus Düsseldorf, Thalia Theater Hamburg, Kammerspiele München, Theaterakademie August Everding München
    3. Teil: Residenztheater München, Theater Köln, Schauspiel Magdeburg, Festival Osten Bitterfeld, Berliner Ensemble

    Mitwirkende:
    Aljoscha Begrich, Barbara Mundel, Bastian Lomsché, Bernd Stegemann, Caroline Stolz, Carsten Brosda, Chris Balme, Clara Weyde, Claudia Schmitz, Clemens Leander, Ilja Mirsky, Jan Großfeld, Katharina Thalbach, Kay Voges, Lena Brasch, Lene Grösch, Moritz Treuenfels, Oliver Reese, Paul Herwig, Selen Kara, Sofie Gross, Sonja Anders, Stefan Blaeske, Vasco Boenisch, Wilfried Schulz und viele andere.

    In einer medial überfüllten Gegenwart stellt sich eine alte Frage neu: Welche Rolle spielt das Theater heute und welche kann es noch spielen? Diese Lange Nacht folgt keinem Spielplan und keinem Feuilleton. Sie beginnt mit einer Begegnung und setzt sich fort nach der Logik eines Dominospieles. Von einer Theaterpersönlichkeit zur nächsten, wie ein heimlicher Staffellauf hinter den Kulissen. Horst Konietzny folgt dieser Spur quer durch die Landschaft des deutschen Schauspieltheaters: vom Schauspiel Nürnberg über das Theater Bremen, zum Schauspiel Essen, dann nach Hannover. Vom Schauspiel Köln, zum Theater Magdeburg hin zum Festival Osten in Bitterfeld. Weiter zum Berliner Ensemble, den Münchner Kammerspielen und so fort. So entsteht ein vielgestaltiger Gang durch Probenräume, Kantinen, Zuschauerräume und innere Landschaften. Eine Reise, erzählt aus der Perspektive derer, die Theater machen. Im Zentrum steht ein Spannungsfeld: der innere Kreis der Sehnsucht nach dem „guten Theater“, als utopischem Ort, als Möglichkeitsraum, als Gegenwelt, und der äußere Kreis einer Realität, die geprägt ist von Erwartungsdruck, medialer Beschleunigung und den Gesetzen der Aufmerksamkeitsökonomie. Zwei Systeme, die einander berühren, reiben, manchmal widersprechen. Zwischen Ideal und Institution, Traum und Betrieb, fragt diese Lange Nacht nach der künstlerischen Wirksamkeit des Theaters und erkundet dessen Zukunft.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Dresdener Tage der zeitgenössischen Musik 2025
    "Zerrissene Musik"

    Aida Shirazi
    "Meditations on Departure" für Violoncello und Orchester
    Matthias Lorenz, Violoncello
    Elbland Philharmonie Sachsen
    Leitung: Ekkehard Klemm

    Aufnahme vom 11.4.2025 aus dem Festspielhaus Hellerau in Dresden

    03:05 Uhr   Heimwerk

    "Musik von SchülerInnen Anton Bruckners"

    Franz Ludwig Marschner
    Trio für Violine, Violoncello und Klavier c-Moll, op. 30
    Tonali Trio

  • 06:05 Uhr

    Charles' Rede im US-Kongress: Alles andere als unpolitisch
    Von Christoph Prössl

  • 06:10 Uhr

    Hieronymus Praetorius
    "Cantate Domino canticum novum". Geistliches Konzert
    Weser-Renaissance Bremen
    Leitung: Manfred Cordes

    Vytautas Miskinis
    "Cantate Domino". Motette
    Kammerchor consonare
    Leitung: Almut Stümke

    Melchior Vulpius
    "Exultate justi in Domino". Motette
    Ensemble Villancico
    Leitung: Peter Pontvik

    Johann Ludwig Bach:
    "Die Weisheit kömmt nicht in eine boshafte Seele". Kantate zum Sonntag Kantate, JLB 14
    Tabea Mitterbauer, Sopran
    William Shelton, Countertenor
    Michael Mogl, Tenor
    Sebastian Myrus, Bass
    Capella Sollertia
    Leitung: Johanna Soller

    Johann Sebastian Bach
    Fuge für Orgel a-Moll, BWV 958
    Jörg Halubek an der Stellwagen-Orgel der Kirche St. Jacobi in Lübeck

    Johann Sebastian Bach
    "Wo gehest du hin?" Kantate zum Sonntag Kantate, BWV 166
    Marie Henriette Reinhold, Sopran
    Alex Potter, Altus
    Patrick Grahl, Tenor
    Tobias Berndt, Bass
    Gaechinger Cantorey
    Leitung: Hans-Christoph Rademann

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Die Rechtswende in der chilenischen Kulturpolitik und ihre Folgen

    Vom Elitenstoff zum Teufelszeug - Zur Kulturgeschichte des Zuckers ein Interview mit dem Kulturanthropologen Gunther Hirschfelder

    Die Veröffentlichung der NSDAP-Karteikarten und die Erinnerung - Ein Interview mit der Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Früher war mehr Kompass - Über "Führung" in der Demokratie ein Interview mit der Politikwissenschaftlerin und Politikerin Gesine Schwan

    Denk ich an Deutschland: die Kinderbuchautorin Stephanie Schneider

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    „Alle Würmer sollen Gott loben!"
    Eine kleine theologische Wurmbetrachtung
    Von Pastorin Ines Bauschke
    Evangelische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 140 Jahren: Die amerikanische Tennis-Pionierin Mary Outerbridge gestorben

  • 09:10 Uhr

    Alte Musik

  • 09:30 Uhr

    Last Frontier
    Die Tiefsee als letzter Freiraum des Planeten Erde
    Von Claus Leggewie

    Wem gehört eigentlich die Tiefsee? Wer darf sie ausbeuten, wer muss sie schützen? Die globale Rohstoffgewinnung - von Kupferminen bis Offshore-Plattformen - hat die Tiefsee längst im Visier.
    In einer noch nicht erschienenen Karikatur des New Yorker sieht man ein mit einer Tafel „Privat! Kein Durchgang!“ bezeichnetes Tiefseegrundstück. Der Besitzer unter der Taucherglocke bewacht es mit einer Harpune; er ähnelt Präsident Trump, der Trümmerlandschaften in Touristenparadiese verwandeln und Grönlandeis für den Abbau seltener Erden schmelzen kann. In der Tiefsee will er sich mit seinen Kumpanen nun den letzten Freiraum privat aneignen.
    Das ist kein Witz. Der Vortrag behandelt die lange Geschichte der Rohstoffausbeutung, die Berge in Kupferminen und Regenwälder in Maisplantagen verwandelt, die Ozeane leergefischt und Strände mit Offshore-Plattformen verziert hat. Die Tiefsee ist das letzte Beispiel für einen niemand und allen gehörenden Freiraum, der bedroht ist und dessen nicht-menschliche Bewohner dringend geschützt werden müssen.
    Claus Leggewie, Jahrgang 1950, ist Professor für Politikwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Mitherausgeber der Blätter für deutsche und internationale Politik. Von 2007 bis 2017 war er Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus dem St. Mariendom in Hamburg
    Zelebrant: Domkapitular Thorsten Weber
    Katholische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Prof. Monika Schnitzer, Wirtschaftswissenschaftlerin, Universität München, „Wirtschaftsweise“

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Jenseits von Klischees und Vorurteilen:

    Weltstädte - Chengdu und das gemächliche Leben

    Online gesehen, vor Ort bestätigt? Reisen im Zeitalter der Plattformen
    Interview mit Prof. Dr. Ulrike Gretzel, Forschung zu Social Media und Tourismus

    Servas - Völkerverständigung durch Reisen

    Cornwall - Alles andere als Rosamunde Pilcher

    Am Mikrofon: Jasmin Kröger

  • 13:05 Uhr
  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Die Sängerin Nicole im Gespräch mit Christiane Florin

    Ein Mädchen, eine Gitarre, ein Lied: 1982 gelang der damals 17jährigen Saarländerin die Sensation. Mit „Ein bisschen Frieden“ gewann sie den Grand Prix Eurovision de la Chanson. Ein Gespräch übers Sich-Treu-Bleiben, wenn sich alles verändert.

  • 15:05 Uhr

    Das Magazin - Neues aus der Szene
    Am Mikrofon: Tim Schauen

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Juan Gómez Bárcena: „Alles andere ist Luft“
    Aus dem Spanischen von Matthias Strobel
    (Secession Verlag)
    Ein Beitrag von Dirk Fuhrig

    Am Mikrofon: Jan Drees

  • 16:30 Uhr

    KI verstehen - Der Podcast über Künstliche Intelligenz im Alltag

    KI aus Europa - Neura Robotics baut humanoide Roboter für die Industrie
    Von Friederike Walch-Nasseri und Ralf Krauter

    Humanoide Roboter können Menschen Arbeit abnehmen - in Fabriken und zuhause. Bislang dominieren Firmen aus den USA und China den Zukunftsmarkt. Doch auch NEURA Robotics aus Metzingen will beim künftigen Milliardengeschäft mitmischen. Ralf Krauter hat die humanoiden KI-Roboter aus Baden-Württemberg im Trainingszentrum besucht und mit Firmengründer David Reger über seine Vision von kognitiver Robotik und Physical AI gesprochen.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

    "Mit Sprechverboten gewinnt man keine Debatte" - Ronen Steinke plädiert für mehr Meinungsfreiheit im Gespräch mit Susanne Führer

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    Hochkonjunktur - Auch Bremerhaven bringt Korngolds "Tote Stadt" auf die Bühne

    Tag der Pressefreiheit - Was verändert die KI?

    Die Rechtswende in der chilenischen Kulturpolitik und ihre Folgen

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr

    Ein Jahr Leo XIV. - Der erste Papst aus den USA

  • 20:05 Uhr

    Prinzenbad
    Eine Saison im Berliner Wasserdorf
    Von Ralf Bei der Kellen
    Regie und Ton: der Autor
    Deutschlandfunk 2026
    Länge: 54‘40
    (Wdh. vom 02.05.2026, Deutschlandfunk Kultur, 18.05 Uhr)

    Das Prinzenbad in Berlin-Kreuzberg ist das vermutlich bekannteste Freibad Deutschlands. Unser Autor Ralf Bei der Kellen ist seit Jahren Stammgast. Eine komplette Sommersaison lang hat er andere Stammgäste begleitet: Lebensgeschichten am Beckenrand.

    Es beginnt mit dem ersten Anbaden im Mai. Und endet im Oktober, wo nur noch die Hartgesottenen dabei sind. In diesen sechs Monaten ergeben sich die Begegnungen wie von selbst. A. kommt jeden Tag nach der Arbeit noch kurz rein; B. bringt die Arbeit mit und sitzt mit Laptop am Beckenrand. C. wohnt nur einen Steinwurf entfernt, D. pilgert seit Jahren aus dem Oderbruch in „ihr“ Prinzenbad. Zwischendurch wird mit einigen Klischees aufgeräumt, die über das angeblich berüchtigte „Sommerbad Kreuzberg“ über Berlin hinaus zu hören sind. Szenen und Geschichten aus einem Dorf mitten in der Stadt.

    Ralf Bei der Kellen, Jahrgang 1970, geboren und aufgewachsen in Bramsche, kam vom Unifunk Osnabrück als freier Autor zum Deutschlandradio Kultur, wo er seit 2001 Mitarbeiter der Redaktion Religion und Gesellschaft ist. Autor von Features zum Thema Hausbesetzung, Geschichte der Gartenstadt, Damenkapellen, Hörerbeteiligung im Rundfunk, Punks im Alter. Seit 2017 Moderator des „Sonntagsrätsels“ beim Deutschlandfunk Kultur.

  • 21:05 Uhr

    Augusta Holmès
    „La nuit et l’amour“ für Orchester

    Anton Webern
    Passacaglia für Orchester, op. 1

    Ludwig van Beethoven
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur, op. 15

    Robert Schumann
    Sinfonie Nr. 1 B-Dur, op. 38 „Frühlingssinfonie“

    Seong-Jin Cho, Klavier
    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
    Leitung: Kazuki Yamada

    Aufnahme vom 26.4.2026 aus der Philharmonie Berlin

    Am Mikrofon: Raoul Mörchen

    Rückblick und Aufbruch: Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin spielt Beethoven, Webern, Holmès und Schumann.

    Ein traditionstreuer Revolutionär, ein konservativer Modernist, eine couragierte französische Pianistin und ein frisch verheirateter Debütant - der designierte DSO-Chefdirigent Kazuki Yamada präsentiert mit dem koreanische Pianisten Seong-Jin Cho Musik am Scheideweg. Während Beethoven in seinem ersten Klavierkonzert noch mit einem Fuß in der Wiener Klassik steht und Anton Webern beim Blick in die Zukunft Halt sucht im Barock, nutzt die Virtuosin Augusta Holmès ihren Ruhm, um auch als Komponistin anerkannt zu werden. Und Robert Schumann? Will sich, als längst bekannter Kritiker und Herausgeber, nach seiner Hochzeit mit Clara Wieck endlich auch als Meister der großen Form beweisen.

  • 23:05 Uhr