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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 05.07.2026

  • 00:05 Uhr

    „Zwei Räder, ein Lenker und das reicht“
    Die Lange Nacht vom Radfahren
    Von Frank Riede
    Regie: Philippe Brühl

    Transportmittel, Sportgerät, Spielzeug - und manchmal ist das Fahrrad auch noch mehr: das Zentrum einer Lebenseinstellung. Erst vor gut 200 Jahren hat der Mensch gelernt, auf zwei Rädern das Gleichgewicht zu halten. Die Lange Nacht erzählt von Historie und Entwicklung des Fahrrades, aber vor allem Geschichten von Radfahrerinnen und Radfahrern. Es geht ums Alltagsradeln, um den Verteilungskampf auf den Straßen, um Berufe auf und mit dem Rad, um die Soziologie der Räder und Radelnden und darum, was die Elektrifizierung des Rades verändert. Wir sprechen mit der Fahrradstaffel der Polizei, mit einem Unfallforscher, mit einer Vertreterin der Wirtschaft und mit Fahrradhändlerinnen und Händlern, mit Fahrradlobbyistinnen, mit einem Kurierfahrer und dem Bundesverkehrsminister und noch vielen anderen und fragen sie, wie es den Menschen und den Fahrrädern gerade so geht und wo es hingeht. Und seit wann gibt es eigentlich die Fahrradklingel? Max Raabe singt dazu „Zwei Räder, ein Lenker und das reicht/Manchmal ist das Leben ganz schön leicht“. Die Lange Nacht steigt pünktlich zum Startschuss für die Tour de France in die Pedale, geht aber nicht auf Radfahren als (Profi-) Sport ein, sondern beschränkt sich auf den Fahrradgebrauch von Amateuren.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Tage Alter Musik Regensburg 2025

    Mateo Flecha
    El Jubilate

    El Fuego

    Jeremy Nastasi, Arciliuto
    Marc de la Linde, Viola da gamba
    Cantoría, Ensemble
    Jorge Losana, Leitung

    Aufnahme vom 8.6.2025 in der Schottenkirche St. Jakob in Regensburg

    03:05 Uhr   Heimwerk

    "Vienna Mandolin Stories"

    Ernest Krähmer
    Thema und Variationen für Mandoline und Orchester

    Giovanni Paisiello
    Konzert für Mandoline, Streicher und Basso continuo C-Dur

    Alon Sariel, Mandoline
    Kölner Akademie
    Leitung: Michael Alexander Willens

  • 06:05 Uhr

    Vor dem Nato-Gipfel: Können die Europäer mit Verantwortung übernehmen?
    Von Sina-Maria Schweikle

  • 06:10 Uhr

    Melchior Vulpius
    „Praeceptor, per totam noctem laborantes“. Motette
    Capella Daleminzia Vocalconsort
    René Michael Röder, Orgel
    Leitung: René Michael Röder

    Johann Sebastian Bach
    „Wer nur den lieben Gott läßt walten“. Kantate zum 5. Sonntag nach Trinitatis, BWV 93
    Yeree Suh, Sopran
    Benno Schachtner, Altus
    Georg Poplutz, Tenor
    Daniel Ochoa, Bass
    Chorus Musicus Köln
    Das Neue Orchester
    Leitung: Christoph Spering

    Georg Friedrich Händel
    „O sing unto the Lord a new song“. Chandos Anthem
    Arcangelo
    Leitung: Jonathan Cohen

    Johann Christoph Pepusch
    Voluntary Nr. 2 C-Dur
    Norberto Broggini an der Stein-Orgel der evangelischen Kirchen in Betberg

    Henry Purcell
    „Rejoice in the Lord“. Anthen
    Cantus Thuringia
    Leitung: Christoph Dittmar

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Zwischen Like und Umarmung - Wie digital darf Beziehung sein? Ein Interview mit der Sozialpsychologin Johanna Degen

    Bildungspolitik in Deutschland - An der Lebensrealität vorbei? Ein Interview mit dem Bildungsforscher Olaf Köller

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Gewalt im Sudan - Was tut die Internationale Gemeinschaft? Ein Interview mit der Politikwissenschaftlerin Hager Ali

    Denk ich an Deutschland: die Pianistin Olga Scheps

    Am Mikrofon: Lucca Pizzato

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    Wenn die Seele drüben war.
    Was Nahtoderfahrungen uns lehren können
    Von Joachim Opahle
    Katholische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 25 Jahren: Die ehemalige Kanzlergattin Hannelore Kohl wird tot aufgefunden

  • 09:10 Uhr

    Klaviermusik

  • 09:30 Uhr

    Lob in Rot - The Church of Ketchup
    Von Holm Friebe und Rainer Kirberg
    (Wdh. v. 01.01.2025)

    Ketchup ist in Deutschland zum aufgeladenen Symbol für alles Schlechte und Banausige geworden, das aus den USA stammt. Im Windschatten des „Coca-Kolonialismus“ wurde er zum Kristallisationspunkt des westdeutschen Nachkriegs-Antiamerikanismus.
    Ketchup ist damit gleichermaßen ein rotes Tuch für die Verteidiger der deutschen Kultur gegen die transatlantische Zivilisation und eine „Red Flag“ für Gesundheitsapostel im Gefolge der esoterisch grundierten Ökobewegung, die auf den Schultern der Lebensreform-Bewegung mit ihrer Reformkost aus dem Reformhaus steht. Aber selbst in der Populärkultur(-Forschung) ist Ketchup ein Paria. Allenfalls in den Fotografien von Martin Parr, dem aus Manchester stammenden Chronisten des britischen White Trash und der verblassenden Working-Class-Kultur, die sich in verrottenden Seebädern und verkommenen Funparks verschanzt hat, ist Ketchup (Gott sein Dank!) allgegenwärtig.
    In der akademischen Welt dagegen taucht der Ketchup lediglich da auf, wo man ihn am wenigsten vermutet: in der Volkswirtschaftslehre. Als „Ketchup-Inflation“ wird dort nämlich die berechtigte Sorge bezeichnet, dass eine immer weiter aufgeblähte Giralgeldmenge, die sich lange Zeit nicht in entsprechenden Preissteigerungsraten niederschlägt, wenn die Konjunktur sich dreht, plötzlich, auf einen Schlag zu einer unkontrollierten und unkontrollierbaren Inflation führt - gerade so wie Ketchup, der trotz Schütteln lange in der Flasche festsitzt, sich nach einem „tipping point“ mit einem Mal ergießt und den Teller überflutet. Analog taucht der metaphorische „Ketchup-Effekt“ auch sporadisch  in den Politik- und Gesellschaftswissenschaften auf. Immer geht es dabei um das Prinzip „Erst zu wenig, dann zu viel“, das sich aus der spezifischen Viskosität ableitet, dem komplexen Wesen des Ketchups aber ansonsten nicht ansatzweise gerecht wird. Das gilt es zu ändern.
    Holm Friebe, Jahrgang 1972, ist Gründer und Geschäftsführer der Zentralen Intelligenz Agentur. Als Autor hat er u.a. mit Sasha Lobo in „Wir nennen es Arbeit“ (2006) den Begriff der digitalen Bohème geprägt, mit „Die Stein-Strategie“ (2015) eine Anleitung zum Nichthandeln geschrieben oder hat gemeinsam mit Detlef Gürtler in „Clusterfuck: Warum Katastrophen uns lieben“ (2018) darüber nachgedacht, wie es gelingen kann, weniger zu scheitern. Friebe hat das Kunstdiskursformat „NUN - Die Stunde der Kunst“ initiiert, die Kunstmarktaktion „Direkte Auktion“ erfunden und zuletzt mit „Works on Skin“ Kunsteditionen als Tätowierungen in den Kunstmarkt gebracht.
    Rainer Kirberg, Jahrgang 1954, studierte Malerei, Film, Kunstgeschichte und Philosophie. Nach einer Reihe experimenteller und erzählerischer Kurzfilme schrieb und inszenierte er in den 1980er Jahren Spielfilme für das ZDF / Kleines Fernsehspiel. Neben seinen Filmen, in denen er oft auch für Produktion, Ausstattung/Architektur, Kamera und Schnitt verantwortlich zeichnet, realisiert Rainer Kirberg seit den späten 70ern - und verstärkt in den vergangenen Jahren - künstlerische Arbeiten, in denen er mit den Mitteln von Film, Rauminstallation und Performance operiert.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Stiftskirche St. Marien in Herdecke
    Predigt: Pfarrerin Leska Randisi
    Evangelische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Anke Rehlinger, Ministerpräsidentin des Saarlandes, SPD

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Wenn Suppe politisch ist - eine Verkostung in Litauen

    Die wahre Geschichte vom allerersten Sandwich der Weltgeschichte

    Kaffeeduft in Ljubljana

    Käsemarkt Alkmaar - Marketing-Gag oder echte Tradition?

    Das Berlin der Mascha Kaléko - Berlin als Sehnsuchtsort (6/6)

    Am Mikrofon: Thy Le

  • 13:05 Uhr
    13:20 Uhr   WM Magazin

    FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™

  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Der Insektenforscher Lars Krogmann im Gespräch mit Paulus Müller

    Wespen, Ameisen, Bienen sind Hautflügler und werden oft als Schädlinge gesehen, obwohl das Überleben der Menschheit von ihnen abhängt. Museumsdirektor Lars Krogmann ist von ihnen fasziniert.

  • 15:05 Uhr

    Das Magazin - Neues aus der Szene
    Am Mikrofon: Tim Schauen

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Iwan Heilbut: „Zugvögel“
    Herausgegeben und mit einem Nachwort von Peter Graf
    (Claassen Verlag)
    Ein Beitrag von Sigrid Brinkmann

    Am Mikrofon: Catrin Stövesand

  • 16:30 Uhr

    KI verstehen - Der Podcast über Künstliche Intelligenz im Alltag

    KI als Sicherheitsrisiko - Wie sich Chatbots mit "Jailbreaks" entfesseln lassen
    Von Moritz Metz und Eva Wolfangel

    KI-Chatbots sollen immer sicherer werden. Doch fast jedes Sprachmodell lässt sich überreden, Grenzen zu ignorieren, die ihm seine Entwickler gesetzt haben. Das kann unterhaltsam sein - oder brandgefährlich. Die Tech-Journalistin Eva Wolfangel erzählt Moritz Metz von ihren Recherchen und Erfahrungen beim Jailbreaking von Chatbots und ihren Sorgen mit Blick auf KI-Agenten.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

    "Alle im selben Boot" im Kampf für Demokratie -
    Die US-amerikanische Juristin Joyce Vance im Gespräch mit Jasper Barenberg

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    "Maldodor" und "Cadela Força" -
    Starker Auftakt beim Theaterfestival in Avignon

    Neubau abgesagt -
    In Düsseldorf soll das alte Operngebäude saniert werden

    "Vilhelm Hammershøi -
    Maler des stillen Klangs" Ausstellung im Kunsthaus Zürich

    Islamische Kunst in deutscher Forschung -
    Erste Islamisch-Theologische Fakultät

    Am Mikrofon: Anja Reinhardt

  • 18:10 Uhr
    18:35 Uhr   WM aktuell

    FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™

  • 18:40 Uhr

    Venezuela nach dem Erdbeben - Zertrümmerte Hoffnung und Furcht vor mehr Repression

  • 20:05 Uhr

    Aufbruch und Absturz
    Kenias digitale Generation
    Von Bettina Rühl
    Regie: Nicole Paulsen
    SWR 2026
    (Wdh. v. 04.07.2026, 18.05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur)

    Gute Internetverbindung, mehr Smartphones als Einwohner - Kenia gilt als digitaler Vorreiter in Afrika. Das weiß die kenianische Gen Z zu nutzen. Sie kämpft mit Apps und Handys für Veränderung und eine bessere Zukunft.

    Seit Juni 2024 gingen in Kenia zehntausende vor allem junge Menschen auf die Straße und protestierten gegen Intransparenz und die Korruption der Regierung. Sie trotzten ihr einiges ab. Aber Kenias Jugend will mehr Veränderungen - nicht nur in der Politik. Auch in der Wirtschaft und im Kampf gegen den Klimawandel. Ihre stärkste Waffe: das Internet. Wo der Staat versagt, programmieren sie die Lösungen selbst, bauen Apps, die den Alltag verändern. Wer ist diese Generation? Wovon träumt sie, was baut sie auf, welche Rolle spielt das Internet in ihrem Leben? Und ist es nur Segen oder auch Fluch?

    Bettina Rühl, geboren 1965 in Bad Homburg, lebt seit 2011 in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Von dort berichtet sie für den ARD-Hörfunk, Zeitungen und Magazine. Seit 2011 ist sie Mitglied des Korrespondentennetzwerks weltreporter.net, seit 2024 dessen Vorsitzende

  • 21:05 Uhr

    Bachfest Leipzig 2026

    Johann Sebastian Bach
    Sanctus D-Dur, BWV 241 (Bearbeitung des Sanctus aus der „Missa superba“ von J. C. Kerll)
    „Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten“, BWV 214

    Antonio Caldara
    Magnificat C-Dur

    Johann Sebastian Bach
    „Schleicht, spielende Wellen, und murmelt gelinde“, BWV 206

    Johanna Falkinger, Sopran
    Miriam Feuersinger, Sopran
    Reginald Mobley, Altus
    Alois Mühlbacher, Altus
    Daniel Johannsen, Tenor
    Benedikt Kristjánsson, Tenor
    Stefan Zenkl, Bass
    Felix Schwandtke, Bass
    Orchester Wiener Akademie
    Leitung: Martin Haselböck

    Am Mikrofon: Klaus Gehrke

    Aufnahme vom 18.6.2026 aus der Thomaskirche, Leipzig

    Bach war nie in Wien, er hat sich aber mit Musik aus der Stadt beschäftigt und sie bearbeitet.

    Johann Sebastian Bach war nie in Wien, aber er hat sich erkennbar mit Wiener Hofmusik beschäftigt. So hat er zentrale Werke von Johann Caspar Kerll, dem Hoforganisten am Wiener Stephansdom, und von Antonio Caldara, Vizekapellmeister der Wiener Hofmusikkapelle, bearbeitet. Und in der Kantate BWV 208 meldet sich sogar die Donau als allegorische Figur zu Wort. Martin Haselböck und das Orchester Wiener Akademie bringen Bachs musikalische Ausflüge nach Wien beim Bachfest Leipzig zum Klingen.

  • 23:05 Uhr
  • 23:30 Uhr

    FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™