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Programm: Vor- und RückschauDienstag, 11.08.2026

  • 00:05 Uhr

    Am Mikrofon:Julian Kuper

    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:30 Uhr   Tag für Tag

    Aus Religion und Gesellschaft
    (Wdh.)

  • 05:05 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Pastor Frank Mühring, Bremen
    Evangelische Kirche

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 20 Jahren: Günter Grass gibt bekannt, dass er in der Waffen-SS war

  • 09:10 Uhr
  • 09:35 Uhr

    Aus Religion und Gesellschaft

  • 10:08 Uhr

    Ohne Befund und doch krank:
    Psychosomatische Medizin

    Gast:
    Prof. Dr. Andreas Stengel, Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum Stuttgart, Sprecher der AG Psychosomatik in der Gastroenterologie
    Am Mikrofon: Magdalena Schmude

    Hörertel.: 00800 4464 4464
    sprechstunde@deutschlandfunk.de

    Anhaltende Magenbeschwerden, wiederkehrende Kopfschmerzen oder ein Kloß im Hals ohne das bei der Untersuchung etwas auffälliges gefunden wird. Körperliche Beschwerden haben nicht immer eine organische Ursache. Eingebildet sind solche Beschwerden trotzdem nicht. Belastungen und Konflikte, die initial die Psyche belasten, können auf Dauer auch den Körper krank machen. In der Psychosomatischen Medizin geht es darum solche komplexen Beschwerden zu verstehen und zu behandeln. Dabei werden biologischen, soziale und psychologische Faktoren berücksichtigt.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 14:35 Uhr

    Das Bildungsmagazin

  • 15:05 Uhr
  • 15:35 Uhr

    Das Medienmagazin

  • 16:10 Uhr
  • 16:35 Uhr

    Isolationsstudie SOLIS100:
    Was kommt auf künftige Weltraumreisende zu?

    Starkregen und Gewitter:
    Großangelegte Messkampagne soll Prognosen verbessern

    Wissenschaftsmeldungen

    Sternzeit 11. August 2026:
    Die Faszination der Sonnenfinsternis

    Am Mikrofon: Ralf Krauter

  • 17:35 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:40 Uhr
  • 19:15 Uhr

    Breaking Dad
    Xu Wei rettet sein Kind
    Von Baran Datlı
    Regie: Guiseppe Maio
    Deutschlandfunk/SWR 2026

    Wie weit geht ein Vater, wenn der Tod seines Kindes unvermeidbar scheint? Haoyang wird mit dem Menkes-Syndrom diagnostiziert. Weil niemand eine Therapie entwickelt, baut Xu Wei in der Abstellkammer seiner Eltern ein Labor. Er hat keine Ausbildung, keine Lizenz und zwei Jahre Zeit.

    Xu Wei sitzt im Auto, als der Anruf kommt. "Bereiten Sie sich mental darauf vor", sagt der Arzt, "das Ergebnis des Gentests ist da". Dann buchstabiert er: "M-E-N-K-E-S". Xu Wei fährt rechts ran, tippt es ins Handy, findet aber kaum etwas über die seltene Krankheit. Nur: Kinder mit dieser Mutation sterben meist vor ihrem dritten Geburtstag. Haoyang ist ein Jahr alt. Ein Medikament gibt es nicht, kein Pharmakonzern will es herstellen. Der Schulabbrecher Xu Wei beschließt, es im Heimlabor selbst zu tun. Was er dabei gewinnen und verlieren wird, ahnt er noch nicht.

    Baran Datlı ist freier Reporter und Regisseur in Berlin. Er schreibt und produziert Auslandsreportagen und Dokumentationen. Für seinen Doku-Podcast „Hannes soll kein Russe werden“ gewann er den Deutschen Hörbuchpreis. Datlı ist Absolvent der Deutschen Journalistenschule.

  • 20:05 Uhr

    Franz Kafka - Der Bau
    Von Rebekka David
    Regie: die Autorin
    Mit: Bernardo Arias Porras, Jenny König
    Komposition: Matthias Erhard
    Ton und Technik: Martin Eichberg, Karl-Heinz Stevens
    Mitarbeit: Elisabeth Panknin
    Deutschlandfunk in Kooperation mit der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch 2018
    Länge: 45'09

    In Krisensituationen sollte man Sicherheitsvorkehrungen treffen. Je mehr, desto besser. Aber warum werden wir trotzdem immer ängstlicher?

    „Ich lebe im Innersten meines Hauses in Frieden und inzwischen bohrt sich langsam und still der Gegner von irgendwoher an mich heran. Ich will nicht sagen, daß er besseren Spürsinn hat als ich; vielleicht weiß er ebensowenig von mir wie ich von ihm.“
    Mit Ergänzungen durch Passagen aus Kafkas Briefen und Tagebüchern hat Rebekka David den Text auf die Befindlichkeit und die Wünsche des heutigen Menschen übertragen: die Tür hinter sich zuziehen, sich vor der Welt verschließen, sich einmal nur um sich selbst sorgen, taub und blind sein für eine immer bedrohlicher werdende, undurchschaubare Welt ... Und doch steigert sich die Angst zur Panik, je mehr Sicherungsmaßnahmen getroffen werden.

    Rebekka David, geboren 1993 in Leipzig, studierte Regie in Berlin. Inszenierungen u.a. am Staatstheater Braunschweig, dem Deutschen Theater Berlin, dem Theater Basel, dem Schauspiel Dortmund, dem Theater im Bahnhof Graz und an der Universität der Künste in Berlin. Hörspiele für den Deutschlandfunk und den SWR.

  • 21:05 Uhr

    Energetische Höhenflüge
    „Crutches“ und „Helicopter“
    Crutches:
    Olga Reznichenko, Keyboards, Synthesizer
    Jan Frisch, Gitarre
    Laure Boer, Electronics
    Valentin Schuster, Schlagzeug

    Helicopter:
    Peter van Huffel, Saxofon
    Roland Fidezius, E-Bass
    Simon Camatta, Schlagzeug
    Aufnahmen vom 20./21.2.2026 beim J.O.E-Festival Essen in der „Zeche Carl“
    Am Mikrofon: Thomas Loewner

    Die Energie von (Indie)-Rock und Punk trifft auf die rhythmische und harmonische Finesse zeitgenössischen Jazz'.

    Zwei Bands, die ganz unterschiedlich klingen und doch Ähnlichkeiten aufweisen, wenn es um Fragen der Energie geht - denn „Crutches“ und „Helicopter“ treiben den Puls ihres Publikums kräftig in die Höhe. Das Quartett Crutches spielt vertrackte, bisweilen etwas verschrobene Musik, in der ungerade Metren auf unkonventionelle Songstrukturen und allerhand abenteuerliche Sounds von Keyboards, Synthesizer und Electronics treffen, und die immer wieder überraschende Richtungen einschlägt. Der Sound von Helicopter lässt sich mit einem Wort beschreiben: druckvoll. Schnörkellos-knackige Schlagzeuggrooves und grollende Bassläufe legen das Fundament für die energiegeladenen Exkursionen des Saxofonisten und Komponisten Peter van Huffel.

  • 22:05 Uhr

    Klangkörper der Resilienz
    Afghanistans Musikinstitut ANIM zwischen Krieg und Exil
    Von Martin Gerner

    Wie 273 Musiker versuchen, ihre Musik vor der Zerstörung durch die Taliban zu bewahren.

    Als die Taliban im August 2021 Kabul erobern, hängen sich auf dem Flughafen verzweifelte Menschen an startende Maschinen. Das westliche Bündnis ließ viele Menschen, denen sie damals Hilfe zugesagt hatte, in Not zurück. Dazu zählten 273 Musiker, darunter minderjährige Mädchen und Jungen, des afghanischen Musikinstituts Kabul ANIM. Aus Angst vor Verfolgung zerstörten einige ihre Instrumente. Musik ist in Afghanistan unter den Taliban offiziell verboten und sie bleibt seit fünf Jahren stumm. Die Flucht der ANIM-Musiker nach Europa ins Exil ist nicht weniger von Angst, Entbehrung und bitteren Neuanfängen geprägt. Inmitten der Wirren treibt ein Motiv den Institutsleiter und die jungen Musiker an: das Erbe der afghanischen Musik zu retten und so Afghanistan als Kulturnation vor dem Vergessen zu bewahren.

  • 22:50 Uhr
  • 23:10 Uhr

    Journal vor Mitternacht