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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 04.10.2026

  • 00:05 Uhr

    Ein Land an der Küste
    Die Lange Nacht der tschechischen Literatur
    Moderation: Marianne Allweiss und Jörg Plath
    Regie: Hans Dieter Heimendahl

    Stellvertretend für Gegenwartsliteratur aus Tschechien werden in der Langen Nacht im Comedia Theater in Köln zu erleben sein: Radka Denemarková (Schokoladenblut), Miroslav Hlauèo (Pfingsten), Alice Horáèková (Geteiltes Haus), Dora Kaprálová (Die Mariborhypnose), Jaroslav Rudiš (Wo die Toten sprechen) und Jáchym Topol (Die Hölle gibt es nicht). Es moderieren Marianne Allweiss und Jörg Plath. Die Gespräche werden simultan gedolmetscht von Nelly Nitra. Es lesen Christiane Nothofer und Jona Mues.

    Unter dem Motto „Ein Land an der Küste“ präsentiert sich Tschechien als Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse 2026. Tatsächlich liegt Tschechien natürlich nicht am Meer und auch Böhmen nicht, das Shakespeare im „Wintermärchen“ an die Küste verlegt hatte. Damit hat er aber ein Bild von Böhmen als Küstenstaat am literarischen Meer heraufbeschworen, das in Gedichten und Essays in der tschechischen und auch der deutschen Literatur immer wieder variiert worden ist und damit die utopische Aussage auf literarischer Ebene bestätigt hat. Mit seinem Auftritt als Gastland intoniert Tschechien seine Rolle als prominenter Teil der Weltliteratur und stellt auch die aktuellen Werke seiner Autorinnen und Autoren selbstbewusst in einen internationalen und überzeitlichen Kontext. Stellvertretend für Gegenwartsliteratur aus Tschechien werden an dem Abend für die Lange Nacht im Comedia Theater in Köln zu erleben sein: Radka Denemarková (Schokoladenblut), Miroslav Hlauèo (Pfingsten), Alice Horáèková (Geteiltes Haus), Dora Kaprálová (Die Mariborhypnose), Jaroslav Rudiš (Wo die Toten sprechen) und Jáchym Topol (Die Hölle gibt es nicht). Es moderieren Marianne Allweiss und Jörg Plath. Die Gespräche werden simultan gedolmetscht von Nelly Nitra. Es lesen Christiane Nothofer und Jona Mues. (Aufzeichnung am 01.10.2026, Comedia Theater, Köln)

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Klavierfestival Ruhr 2025

    Maurice Ravel
    Miroirs. 5 Stücke für Klavier

    Alexandre Tharaud, Klavier

    Konzertmitschnitt vom 28.05.2025, Essen, Folkwangmuseum, Karl-Ernst-Osthaus-Saal

    03:05 Uhr   Heimwerk

    String Quartets 1-6

    Dmitrij Schostakowitsch
    Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello Nr. 2 A-Dur, op. 68

    Asasello Quartett, Ensemble

  • 06:10 Uhr

    Maurice Duruflé
    „Notre Pére“. Das Vaterunser für 4 Singstimmen
    The King’s Singers

    François Couperin
    „Qui regis Israel, intende“. Verse aus dem 80. Psalm
    Sandrine Piau, Sopran
    Caroline Pelon, Sopran
    Jean-Paul Fouchécourt, Tenor
    Jerome Corréas, Bass
    Les Talens Lyriques
    Leitung: Christophe Rousset

    Johann Sebastian Bach
    „Gott soll allein mein Herze haben“. Kantate zum 18. Sonntag nach Trinitatis, BWV 169
    Alex Potter, Countertenor
    Leo van Doeselaar an der Treutmann-Orgel der Stiftskirche St. Georg in Grauhof
    Il Gardellino

    Josef Rheinberger
    „Wie lieblich sind deine Wohnungen“. Hymne op. 35
    Ex-semble
    Sabrina von Lüdinghausen, Harfe
    Leitung: Christoph Haßler

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Von Mailand nach Bologna - Ein Besuch in der Umberto-Eco-Bibliothek

    Heiter leben - Gelassenheit als Kunst. Ein Interview mit dem Philosophen Otfried Höffe

    Erntedank - Ritual ohne Adressat? Ein Interview mit dem Theologen Wolfgang Reinbold

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Frankfurter Buchmesse - Echte Autoren und der Markt. Ein Interview mit der Buchwissenschaftlerin Erika Thomalla

    Denk ich an Deutschland: der Musiker Reinhold Heil

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    Wie Franz von Assisi Sultan Al-Kamil bekehren wollte. Zum 800. Todestag Franz von Assisis
    Von Pastor Matthias Viertel
    Evangelische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 90 Jahren: Das "Battle of Cable Street" im Londoner East End

  • 09:30 Uhr

    Unsere nihilistische Gegenwart
    Der Aufstieg autoritärer Macht und die Krise des Liberalismus
    Von Thomas Assheuer

    Nach dem Fall der Mauer und dem Sieg des Westens glaubte man, der Liberalismus sei das Ende der Geschichte; heute dagegen scheint die Geschichte des Liberalismus selbst zu Ende zu gehen.
    Lange Zeit wuchs die Zahl der Demokratien, seit einigen Jahren sinkt sie wieder. An ihre Stelle treten nationalautoritäre Regierungen, von denen einige den Krieg als rechtmäßiges Mittel der Politik betrachten.
    Damit scheint der freiheitliche Traum von einem globalen Rechtszustand, gar von einem "ewigen Frieden", ausgeträumt zu sein. Ebenso alarmierend ist die planetarische Zerstörung der biophysikalischen Lebensgrundlagen, vor allem die Erderhitzung.
    Angesichts von Klimakrise und weltweiter Verfeindung wundert es nicht, dass ein alter konservativer Verdacht Konjunktur hat: Der Verdacht, die Moderne sei schon immer ein nihilistisches Projekt gewesen - ein gottloses Unternehmen, dem es von Anfang nur um Selbststeigerung ging, um Natur- und Traditionszerstörung, kurz: um den Willen zur Macht. Stimmt die Nihilismus-Diagnose? Haben die Kritiker der Neuzeit wie Carl Schmitt, Martin Heidegger oder Romano Guardini Recht behalten? Und was wäre ihnen entgegen zu setzen?
    Thomas Assheuer, Jahrgang 1955, war Redakteur im Feuilleton der Wochenzeitung DIE ZEIT. Er lebt als freier Autor in Berlin.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Pfarrkirche St. Franziskus in Augsburg
    Zelebrant: Pfarrer Michael Kratschmer
    Katholische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Katja Wolf, Finanzministerin Thüringen

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Sprache und Reisen

    Strandlektüre:
    Wie Romance-Hörbücher Frauen in LA zusammenbringen

    Warum das Reisen die Romane von Kristina Moninger prägt

    Wenn ein "Drinnie" auf Weltreise geht - Mit Felicitas Hoppe

    Lesereise in die Heimat:
    Mit dem Schriftsteller Florescu unterwegs in Rumänien

    Plattdeutsch-friesische Sprachgeschichten:
    Unterwegs zwischen Büsum und Hamburg

    Mit Walter Benjamin durch Berlin (4/4)

    Am Mikrofon: Jasmin Kröger

  • 13:05 Uhr
  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Der Krimiautor Wolfgang Kaes im Gespräch mit Paulus Müller

    Seine Recherchen führten zur Aufklärung eines Mordfalls, deckten fragwürdige Steuerpraktiken von Firmen auf. Jahrelang war Wolfgang Kaes als Reporter spezialisiert auf Kriminalfälle. Mittlerweile schreibt er Krimis über wahre und fiktive Verbrechen.

  • 15:05 Uhr

    Das Magazin - Neues aus der Szene
    Am Mikrofon: Tim Schauen

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Lutz Seiler: „Das tickende Herz“
    (Suhrkamp Verlag)
    Ein Beitrag von Angela Gutzeit

    Am Mikrofon: Jan Drees

  • 16:30 Uhr

    KI verstehen - Der Podcast über Künstliche Intelligenz im Alltag

    Kumpel, Coach und Partnerin - Wie KI unsere Beziehungen verändert
    Am Mikrofon: Ralf Krauter

    Seit Maschinen unsere Sprache sprechen, nutzen immer mehr Menschen KI-Chatbots für persönliche Gespräche. Als emotional agierende Gegenüber simulieren KI-Systeme Nähe und Aufmerksamkeit - und beeinflussen unser soziales Miteinander. Der Journalist und Aut or Christoph Koch spürt diesem Wandel in seinem neuen Sachbuch nach und erzählt Ralf Krauter von seinen Erkenntnissen und Begegnungen mit KI-Kompagnons und ihren Nutzerinnen.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

    KI und kognitives Outsourcing: Was das Nicht-Lesen mit dem Gehirn macht.
    Der Kognitionspsychologe und Professor für digitale Kommunikation in Hamburg, Christian Stöcker, im Gespräch mit Vera Linß

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    "Moses und Aron" -
    Benedikt von Peter inszeniert in Basel Schönberg

    Zur Kunst!
    Eine Bilanz der "Manifesta" in vielen Kirchen des Ruhrgebiets

    Eröffnung Prater und Uraufführung:
    Teil zwei des Volksbühnen-Eröffnungs-Wochenendes

    "Constellations" -
    Ausstellung im neuen Zumthor-Bau in der Fondation Beyeler Zürich

    Von Mailand nach Bologna:
    Ein Besuch in der Umberto Eco Bibliothek

    Am Mikrofon: Doris Schäfer-Noske

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr

    Schneller Brücken bauen - wie Deutschland aus dem Sanierungsstau kommt

  • 20:05 Uhr

    Die Macht lag auf der Straße
    Die DDR-Bürgerrechtsbewegung und ihr Blick auf die Wiedervereinigung
    Von Norbert Lang und Julia Illmer mit Aufnahmen von Molly Andrews
    Regie: Norbert Lang und Julia Illmer
    Redaktion: Niklas Vogel
    HR 2025

    Sie kämpften mutig gegen die SED-Diktatur, für demokratische Prinzipien und mehr Freiheiten. Doch Einigkeit darüber, was politisch nach dem Fall der Mauer passieren sollte, herrschte in der DDR-Bürgerrechtsbewegung nicht.

    Jubel, Freudentränen und Feuerwerke am Brandenburger Tor - der Mauerfall und die Wiedervereinigung gelten vielen als glückliche Momente der deutschen Geschichte. In der Oppositionsbewegung der DDR dominierte jedoch Skepsis bis Ablehnung. Ihr mutiger Widerstand in den Kirchen und an Runden Tischen sowie ihr Engagement bei den großen Massendemonstrationen waren für das Ende der SED-Diktatur entscheidend gewesen. Doch wie sollte es mit dem Land weitergehen? Schon bald nach dem Mauerfall zersplitterten die Gruppen und viele verschwanden enttäuscht von der politischen Bühne. Heute sind sie trotz ihrer historischen Bedeutung in der Öffentlichkeit nur wenigen bekannt. Oppositionelle von damals blicken auf die Zerreißprobe von damals, auf die Politik heute und das deutsch-deutsche Verhältnis.

    Norbert Lang, geboren 1984, ist Radiomacher und Soundkünstler. Er studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim. Von 2010 bis 2015 war er für die Redaktion Hörspiel und Medienkunst des Bayerischen Rundfunks tätig. Er moderiert regelmäßig die Diskussionssendung SWR2 Forum, schreibt Features und Hörspiele, konzipiert und produziert Audiowalks. Zuletzt: „Mer wälle bleïwe wåt mer senn - Lektionen meiner siebenbürgischen Vatersprache“ (SWR 2025).
    Julia Illmer arbeitet in Berlin als Autorin, Redakteurin, Producerin und Medienpädagogin unter anderem für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Podcast-Agenturen und Museen. Sie studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis mit dem Schwerpunkt Medien an der Universität Hildesheim sowie der Queen Mary University in London und der RMIT University in Melbourne. Zuletzt: „Abdallah und Ramla - Erwachsenwerden in einem neuen Land“ (Deutschlandfunk Kultur 2024, mit Massimo Maio).

  • 21:05 Uhr

    Musikfest Berlin 2026 - Höhepunkte des Festivals

    Werke von Edison Denisov, Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann u.a.

    Aufnahmen vom 29.8.-13.9.2026 aus der Philharmonie Berlin

    Am Mikrofon: Uwe Friedrich

    In jedem Spätsommer, wenn sich nach den Ferien die Pforten der Berliner Philharmonie für die neue Saison öffnen, findet das Musikfest Berlin statt. Gegründet vor 75 Jahren unter dem Namen „Berliner Festwochen“, hat sich die Konzertreihe schnell den Ruf als eines der international profiliertesten Festivals für Orchestermusik erworben. Hier treffen die Berliner Philharmoniker und die anderen Orchester der Hauptstadt auf ihre Kollegen aus Wien und London ebenso wie auf die deutschen Rundfunkorchester und Ensembles für Alte Musik. Das von Winrich Hopp geleitete Programm setzt dabei nicht nur auf Bewährtes, sondern sucht gerade im wenig Bekannten und oft auch Sperrigen nach musikalischer Substanz.

  • 23:05 Uhr