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Programm: Vor- und RückschauSamstag, 10.10.2026

  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:05 Uhr   Jazz Live

    Oriental Jazz 2.0
    Yazz Ahmed live
    Aufnahme vom 8.10.2025 beim Enjoy Jazz Festival, Ludwigshafen
    Am Mikrofon: Jan Paersch
    (Wdh.)

    02:07 Uhr   JazzFacts

    Neues von der improvisierten Musik
    Neue Alben, Bücher und Filme aus dem Bereich des Jazz. Dazu Infos über aktuelle Entwicklungen in der Szene.
    Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer
    (Wdh.)

    03:05 Uhr   Rock et cetera

    Opus Magnum, Geniestreich, Sample-Vorlage
    50 Jahre „Songs in the key of life“ von Stevie Wonder
    Von Fabian Elsäßer
    (Wdh.)

    04:05 Uhr   On Stage

    Fantastic Negrito & Band (USA)
    Aufnahme vom 27.5.2023 in Schöppingen
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

    Zwischen Intimität und Wucht
    Die australische Singer-Songwriterin Grace Cummings
    Am Mikrofon: Anke Behlert
    (Wdh.)

    Zwischen Intimität und Wucht
    Die australische Singer-Songwriterin Grace Cummings
    Am Mikrofon: Anke Behlert
    (Wdh.)

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Pfarrerin Heidrun Dörken, Frankfurt am Main
    Evangelische Kirche

    07:35 Uhr   Börse

    Der internationale Wochenrückblick

    08:35 Uhr   Börse

    Der nationale Wochenrückblick

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 100 Jahren: Erster Internationaler Kongress für Sexualforschung in Berlin

  • 09:10 Uhr

    Soziale Unternehmen - Wenn Profit nicht alles ist

    Am Mikrofon: Anja Nehls

    Soziale Unternehmen verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit sozialen oder ökologischen Zielen. Als Vorbilder gelten Betriebe, die mindestens die Hälfte ihrer Einnahmen am Markt erwirtschaften und den Großteil ihrer Gewinne reinvestieren - für einen guten Zweck. Berlin ist bundesweit Zentrum dieser Sozialökonomie: Die Praxis reicht von grünen Digitalunternehmen über Inklusionsbetriebe bis zu Pionieren der Kreislaufwirtschaft.

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: der Geiger David Garrett

    Er verehrt Virtuosen wie Jascha Heifetz und Yehudi Menuhin und füllt als Klassik-Rebell mit Rocker-Image große Hallen.

    Schon als Kind hing für David Garrett das Leben voller Geigen: Sein Vater war Geigenauktionator. Von ihm erhielt der 1980 in Aachen geborene Hochbegabte den ersten Unterricht. Als Zehnjähriger gab David Garrett sein erstes Solokonzert mit Orchester, drei Jahre später stand er bei einer großen Plattenfirma unter Vertrag. Während des Studiums an der Juilliard School in New York wurde der Geiger Itzhak Perlman sein wichtigster Lehrer und Mentor. David Garrett arbeitete mit Dirigenten wie Zubin Mehta und Charles Dutoit, spielte Bach und Beethoven. Dann schlug er radikal andere Töne an und erreicht seitdem mit Crossover-Konzerten ein Millionenpublikum. Privat hört er Musik von Bob Dylan bis Miriam Makeba.

  • 11:05 Uhr

    Norwegen - Gleichberechtigung in der Kaserne
    Von Gunnar Köhne
    (Dlf 03/2026)

    Seit 2015 müssen alle Norwegerinnen und Norweger einen Musterungsbogen ausfüllen, wenn sie 18 werden - Männer wie Frauen. Nach einem Auswahlprozess rücken nur die Bestplatzierten ein, darunter ein Drittel Frauen. In den Kasernen teilen sie sich mit den männlichen Kollegen die Stube. Kein europäisches Land ist mit der Gleichbehandlung im Wehrdienst so weit wie das Königreich.

    Ein „neues Mindset“, das laut Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius in Deutschland zu mehr Verteidigungsbereitschaft führen soll, scheint in Norwegen längst Realität. Wer das Auswahlverfahren besteht, ist in der Regel stolz, Teil der Armee zu sein. Das gilt auch für die Rekrutinnen.

    Doch in der Berufsarmee sind Frauen noch immer unterrepräsentiert. Von 16 Führungskräften im Generalstab sind nur zwei weiblich. Und allen Fortschritten zum Trotz: In Befragungen hat die Hälfte der weiblichen Armeeangehörigen angegeben, sexuelle Belästigung erlebt zu haben.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 13:30 Uhr

    Auslandsmagazin

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    Aktuelle Kinder- und Jugendbücher aus dem Buchmessen-Gastland Tschechien

    Tomáš Konèinský und Daniel Špaèek (Ill.): „Im Land der Erinnerungen“
    Aus dem Tschechischen von Lena Dorn
    (Verlag Karl Rauch)
    Ab 9

    Jiøí Dvoøák und Daniela Olejníková (Ill.): „Myko. Wissenswertes aus der Welt der Pilze - Ausgabe I- X“
    Aus dem Tschechischen von Mirko Kraetsch
    (Verlag Ankerwechsel)
    Ab 8

    Jiøí Dvoøák und Marie Štumpfová (Ill.): „So schlafen die Tiere“
    Aus dem Tschechischen von Andreas Tretner
    (Moritz-Verlag)
    Ab 3

    Marka Míková und Nikkarin (Ill.): „Der Herr und der Spatz/The Man and The Sparrow“
    Deutsch-englische Ausgabe
    Aus dem Tschechischen ins Deutsche übersetzt von Eva Clauberg, aus dem Tschechischen ins Englische übersetzt von Brian Paul Kenety
    (Schenk-Verlag)
    Ab 6

    Lucie Luèanská: „Das Buch von den fünf Sinnen“
    Aus dem Tschechischen von Katharina Hinderer
    (Rotopol Verlag)
    Ab 4

    Marita Kelbl: „Weder Junge noch Mädchen“
    Aus dem Tschechischen von Barbora Schnelle in Zusammenarbeit mit Lisa Wegener
    (Anthea Verlag)
    Ab 10

    Ein Feature von Judith Leister

    Am Mikrofon: Nora Karches

  • 17:05 Uhr

    Grüne Gentechnik - Chance oder Risiko?
    Robert Hoffie, Forscher am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung, und Martha Mertens, Sprecherin des AK Gentechnik beim BUND, im Gespräch
    Am Mikrofon: Claudia Neumeier

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr

    Von Todesstrafe bis Waffenrecht: Gibt es ein Amerika ohne Gewalt?

  • 20:05 Uhr

    Wir sind das Volk (1+2/4)
    Nach dem Theaterstück am Deutschen Nationaltheater Weimar
    Von Eva Bormann und Luise Voigt
    Regie: Luise Voigt
    Mit: Annelie Korn, Dascha Trautwein, Katharina Hackhausen, Calvin Noel Auer, Fabian Hagen, Nahuel Häfliger, Bastian Heidenreich, Marcus Horn, Nadja Robiné, Roxana Safarabadi und Janus Torp
    Komposition: Frederik Werth
    Ton: Jean Szymczak
    Regieassistenz: Assunta Allegiani
    Deutschlandfunk 2026
    Länge: 54’05 (Teil 1) + 50’57 (Teil 2)

    (Teil 3 und 4 am 17.10.2026, 20.05 Uhr)

    Was bedeutet „Wir sind das Volk“ heute? Basierend auf 50 nachdenklichen und emotionalen Interviews mit Menschen aus Weimar und Thüringen erkundet das Hörspiel Fragen nach Zugehörigkeit, Identität, Zusammenhalt und Spaltung.

    "...was is' es... 'wir sind das Volk', was sagt man damit?" Worauf können „Wir“ uns einigen - auch bei größtmöglichen Meinungsunterschieden? Und: Können wir es überhaupt noch? „Wir sind das Volk“ ist die Umsetzung eines Theaterabends als Hörspiel. Grundlage sind Interviews, die zwischen Dezember 2023 und Januar 2025 geführt wurden. Die Befragten, zwischen 1929 und 2008 geboren, teilen ihre Lebensgeschichten, ihre Haltungen, Fragen und je eigenen Antworten. Ihre Sätze und auch die Sprechweisen wurden wort- und detailgetreu wiedergegeben, um dem jeweiligen Denken, Empfinden und Blick auf die Welt Ausdruck zu verleihen.

    Luise Voigt, geboren 1985, Regisseurin, Autorin, Medienkünstlerin. Sie inszeniert an Theatern, darunter Schauspiel Hannover, Residenztheater München, Schauspielhaus Frankfurt, und realisiert Hörspiele.

    Eva Bormann, geboren 1982, Dramaturgin und Autorin. Engagements u.a. an Theatern in Bochum, Heilbronn, Marburg, Leipzig, Weimar und Wien. Sie war Stipendiatin in Klagenfurt und Istanbul sowie Autorin beim Drama Lab 2025 der Wiener Wortstätten.

  • 22:05 Uhr

    Trauben. Rad. Schmalz. Fleisch
    Enno Poppe beim Festival „weit! neue musik weingarten“ 2025
    Aufnahme vom 15.11.2025 in der Pädagogischen Hochschule Weingarten
    Am Mikrofon: Leonie Reineke

    Er ist ein Mensch, der nie in den Vordergrund drängt und als Komponist hierzulande dennoch so präsent im zeitgenössischen Musikleben ist wie nur wenige. Enno Poppe, Jahrgang 1969, war im vergangenen Jahr der Porträtkomponist beim Festival „weit! neue musik weingarten“. In einem Kammerkonzert des Berliner ensemble mosaik, dessen Gründungsmitglied und Dirigent er ist, waren vier seiner Werke zu hören. So verschieden sie wirkten, so charakteristisch sind sie für seinen Personalstil. Eine „verbeulte Natur“ attestiert Poppe selbst seiner Musik. Diese entfaltet sich in einer Klangsprache, die von plastischen, beweglichen Gesten und einem eigenwilligen Umgang mit Vierteltönen lebt - sowie von der Kunst, aus einer minimalen Kleinstzelle große Formen entstehen zu lassen.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    Künstlerische Architektur, inspiriert von Natur und Christentum
    Die Lange Nacht über Antoni Gaudí
    Von Étienne Roeder
    Regie: der Autor

    Mit seinen Gebäuden wollte Antoni Gaudí Kunstwerke schaffen - mit der Kathedrale in Barcelona ist es ihm gelungen.

    Als ihn am 7. Juni 1926 eine Straßenbahn zu Boden stößt, will kein Taxifahrer den zerlumpten Alten mitnehmen. Er stirbt im Hospital der Armen. Erst dort erkennt man: Es ist Antoni Gaudí, der Architekt der einzigartigen Kathedrale in Barcelona, der „Sagrada Família“. Hundert Jahre später, am 10. Juni 2026, weiht ein Papst den Christusturm seiner von Nachfahren vollendeten Kirche. Das Kreuz auf der Spitze leuchtet seither jede Nacht über das Mittelmeer wie ein Leuchtturm. Davor liegt ein Leben, das Höhen und Tiefen kennt: die Kupferschmiede seines Vaters, in der er als rheumakrankes Kind lernt, wie aus flachem Blech runde Welten werden können; einen Verlobungsring am Finger der einzigen Frau, die er je wollte; Häuser wie Drachenrücken, Fassaden wie Kleckerburgen und ein Park voller verschlüsselter Botschaften; Rückschläge und eine Fastenkrise - und ein Priester, der dem Verhungernden eine Mission gibt: „Dein Werk soll Nahrung sein“. Dann Dynamit in den Fundamenten, zerschlagene Gipsmodelle, von treuen Händen vergraben. Und eine Nachwelt, die aus den Scherben weiterbaut, mit Computern, deren Logik Gaudí vorausgedacht hat. Die Lange Nacht reist in seine Kindheit, steigt auf die Dächer seiner von manchen als "grässliche Knollen" verunglimpften Häuser und hinab in die Krypten seiner schönsten Kirchen. Sie sucht das Gespräch mit dem Chefarchitekten, der die „Sagrada Familia“ vollendet hat, mit Theologen und einem Priester-Detektiv, mit einem deutschen Mosaikkünstler, einer Hospizgründerin aus Anatolien und einem alten Mann am Absperrgitter, der als Kind an der Ampel Almosen für diese Kirche sammelte. Eine Lange Nacht über einen Mann, der wie ein Bettler starb und der Welt Gebäude hinterließ, die wie die Bibel zu einer immer neuen Lektüre einladen.