Samstag, 21.09.2019
 
Seit 06:10 Uhr Informationen am Morgen

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 01.01.2017
00:00 Uhr

Glocken aus Europa

00:05 Uhr

Lange Nacht

Songhunters: John A. Lomax und Alan Lomax
Eine Lange Nacht über amerikanische Volksmusik
Von Dietrich Leube
Regie: Stefan Hilsbecher

John Avery Lomax (1867 - 1948) und sein Sohn Alan (1915 - 2002) gelten als die Retter der genuin amerikanischen Volksmusik vor dem Vergessen, mithin eines zentralen kulturellen Erbes der USA. Heerscharen von Musikern des Rock'n'Roll, die Rolling Stones, die Beatles, Tom Waits, Chuck Berry, Bob Dylan oder Joe Cocker wären undenkbar ohne die Vorbilder von schwarzen Bluesmusikern wie Leadbelly, Muddy Waters oder Mississippi Fred McDowell, ohne die Old Mountain Music der schottischen und irischen Einwanderer aus den Apalachen, ohne die Balladen eines Woody Guthrie - Musik großartiger Laienmusiker, an der die Plattenindustrie kein Interesse hatte. Ohne die lebenslange leidenschaftliche Arbeit des Musikanthropologen John A. Lomax, seines Sohns Alan Lomax und zeitweise der ganzen Familie wären sie womöglich unbekannt geblieben. Denn diese Musik lebte am unteren Rand der amerikanischen Gesellschaft, auf den Baumwollplantagen des Südens, unter Wanderarbeitern, Landstreichern und armen Halbpächtern, in Gefängnissen und Kaschemmen, wo man sich als Fremder besser nicht blicken ließ. Vater und Sohn Lomax haben sie aufgespürt, aufgezeichnet und Zigtausende dieser Tondokumente in der Library of Congress archiviert. Alan Lomax hat vor allem aber dafür gesorgt, dass diese im Verschwinden begriffene musikalische Kultur über das Radio und später auch über TV-Kanäle eine Öffentlichkeit erreichten, in der ihr Erbe übernommen und in unendlichen Metamorphosen weitergegeben wurde. "Alan Lomax ist eine absolut zentrale Figur in der Kultur des 20. Jahrhunderts. Wo immer man sich in der Welt der Popmusik und ihrer Geschichte umsieht, wird man ihm begegnen.", so Brian Eno, englischer Musiker und Musiktheoretiker.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Pro Swing Neujahr
Am Mikrofon: Götz Alsmann

02:05 Sternzeit 

02:07 Pro Swing Neujahr

03:00 Nachrichten 

03:05 Pro Swing Neujahr

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Pro Swing Neujahr

05:00 Nachrichten 

05:05 Pro Swing Neujahr

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Geistliche Musik

Johann Hermann Schein
'Singet dem Herrn ein neues Lied'. Psalmvertonung zu 8 Stimmen und Basso continuo
La Capella Ducale
Musica Fiata Köln
Leitung: Roland Wilson

Orlando Gibbons
Zwei 'In Nomine' Vertonungen a 5
Ensemble Phantasm

Andreas Hammerschmidt
'Herr unser Herrscher'. Geistliches Konzert für Sopran, Streicher und Basso continuo
Weser-Renaissance Bremen
Leitung: Manfred Cordes

Antonio Vivaldi
Concerto für Violine, Oboe, obligate Orgel und Chalumeau C-Dur, RV 779
Camerata Köln

Johann Sebastian Bach
'Herr Gott, dich loben wir'. Kantate am Neujahrstag, BWV 16
Derek Lee Ragin, Countertenor
Julian Podger, Tenor
Gotthold Schwarz, Bass
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Katzen sind interessante Leute - Die Kinderbuchautorin Judith Kerr im Gespräch mit Michael Köhler

07:30 Nachrichten 

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
„Ich schenke euch ein neues Herz…“ Was die Kirche zum gesellschaftlichen Wandel beitragen kann
Von Pfarrerin Cornelia Coenen-Marx, Garbsen
Evangelische Kirche

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 125 Jahren: Die Einwanderungsbehörde auf Ellis Island wird eröffnet

09:10 Uhr

Die neue Platte

Neue Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Fremdgehen
Grammatische Reflexionen
Von Thomas Palzer

Wenn wir an Grammatik denken, haben wir eher gemischte Gefühle. Der Grammatiker Robert Stockhammer von der LMU München sagt: "Das grammatische Wissen ist Macht, die vor allem in der Regulierung des Fremden mit den Mitteln der Schrift ausgeübt und in der Literatur reflektiert wird." Jede Grammatik ist eine Philosophie der Sprache, Grammatik ist die Schlüsseltechnologie unserer Zivilisation. Sie kann nicht erlernt, sie muss intuitiv erfasst werden. Der Muttersprachler 'hört', ob ein Satz so geht oder nicht so geht. Grammatik selbst wird gern beschrieben durch die Metapher des Ingenieurs: Man baut Sätze, konstruiert Satzbaupläne oder komplexe grammatische Gebilde. Das Problem jeder Sprache ist, dass sie in Kontakt mit anderen steht. So äußert sich Kulturkritik mit Vorliebe als Kritik an Wörtern: Welches Fremdwort ist gut, welches überflüssig und welches schlecht. An den Wörtern besteht das größte Interesse, denn Wörter gehören zum wichtigsten Bestandteil der Sprache. Das Metawissen über Sprache nennen wir Grammatik - knowing what. Eine Sprache sprechen können bedeutet dagegen: knowing how.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Mutterhauskirche der Mauritzer Franziskanerinnen in Münster
Predigt: Spiritual Pater Michael Plattig O.Carm
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Margot Käßmann, Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Musik-Panorama

"Viel mehr kann man nicht erreichen"
Der 65. Internationale Musikwettbewerb der ARD
Von Susanna Felix

Knapp 200 junge Musikerinnen und Musiker aus 36 Ländern sind im vergangenen Herbst zum 65. Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München angetreten. Der Wettbewerb wurde bereits für viele Künstler zum Sprungbrett für die ganz große Karriere. Drei Wochen lang spielten sie um die heiß begehrten Preise - 2016 neben Horn auch in den exotischen Fächern Harfe und Kontrabass sowie in der Königsdisziplin Streichquartett. Am Ende gab es drei erste Preise, fünf zweite und fünf dritte. Hinter den Teilnehmern liegt eine spannende und nervenaufreibende Zeit, in der es auch die eine oder andere Panne auf der Bühne gab. Doch am Ende sind Stress und Mühen vergessen, die Preisträger im Glücksrausch. Denn diese Auszeichnung gilt als Schlüssel zum musikalischen Olymp. Oder wie es einer der Gewinner auf den Punkt brachte: "Viel mehr kann man nicht erreichen!"

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Das Magazin
Neues aus der Szene - Ausblick auf das Jahr 2017
Am Mikrofon: Tim Schauen

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche

Christa Wolf: Man steht sehr bequem zwischen allen Fronten - Briefe 1952 - 2011
Herausgegeben von Sabine Wolf
(Suhrkamp Verlag, Berlin)
Vorgestellt von Oliver Pfohlmann

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Neuzeit
Im Takt der Atomuhr
Von Frank Grotelüschen

Eine Sekunde in zehn Milliarden Jahren, um diesen Wimpernschlag nur gehen die besten Atomuhren der Welt falsch. Seit 50 Jahren steuern sie nun die Weltzeit und geben damit unserem Leben einen neuen, einen ultrapräzisen Takt. Fast in jedem Stadtviertel tickt inzwischen eine Atomuhr und sorgt dafür, dass Datenpakete sauber und koordiniert durch Glasfasern und Funknetze flitzen. Im Orbit schmücken sie jeden GPS-Satelliten. Doch die Entwicklung geht stetig weiter: Forscher arbeiten bereits an Atomuhren im Zuckerwürfel-Format. Integriert in Tablets und Smartphones könnten sie die Navigation weiter perfektionieren und auch dort den Weg weisen, wo kein vernünftiges GPS-Signal mehr zu empfangen ist. Die Atomuhr durchdringt den Alltag. Der Mensch dagegen bemerkt zunächst einmal nichts. Wie bei jeder Zeitenwende vollzieht sich die Revolution durch die Uhr im Verborgenen.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Kopf oder Bauch? Karin Fischer im Gespräch mit Jan Kalbitzer, Psychiater und Leiter des Zentrums für Internet und seelische Gesundheit an der Berliner Charité, über Angst und das postfaktische Zeitalter

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

"Silent Confrontation" - Tanzperformance von laborgras im Radialsystem

Kopf oder Bauch? Der Kognitionswissenschaftler Achim Stephan im Gespräch über das Verhältnis von Gefühl und Vernunft

Menschenbilder - Fotografien von Robert Haas und Michael Horowitz in Wien

Die erste Frau: Barbara Jatta leitet ab heute die Vatikanischen Museen Rom

Am Mikrofon: Anja Reinhardt

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Verunsicherte Gesellschaft - Von Fragen und Antworten
Teil 6: Die autokratische Versuchung

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Feiertag

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Meet the Monsters
Von Ungeheuern und Menschen
Von Raphael Smarzoch
Regie: Philippe Bruehl
Produktion: DLF 2017

Blutrünstige Biester, entstellte Kreaturen oder gestaltlose Schleimwesen: Monster sind anders. Sie weichen von der Norm ab. Sie halten sich an den Randbezirken der Welt auf. Von dort dringen sie in bewohnte Lebensräume ein und verbreiten Angst und Schrecken. Man findet sie aber auch im Inneren der menschlichen Natur. Individuen mit der Fähigkeit zum Ungeheuerlichen oder Opfer körperlicher Fehlbildungen werden mit dem Stigma des Monströsen gebrandmarkt. Monster können Sinnbild sein für rückschrittliche Entwicklungen, Vorurteile und Missstände. Das macht sie auch zu einem pädagogischen Werkzeug. Es empfiehlt sich, ihnen zuzuhören.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Ludwigsburger Schlossfestspiele 2016

Benjamin Britten
Präludium und Fuge für 18 Streicher, op. 29

Christian Muthspiel
'A Serious Game'. Konzert für Violoncello und Kammerorchester

Antonio Vivaldi
Konzert für Violoncello, Streicher und Basso continuo a-Moll, RV 418

Arcangelo Corelli
Concerto grosso F-Dur, op. 6 Nr. 2

Michael Tippett
Fantasia Concertante über ein Thema von Corelli

Igor Strawinsky
Concerto in D

Gautier Capuçon, Violoncello
Stuttgarter Kammerorchester
Leitung: Christian Muthspiel

Aufnahme vom 30.6.16 aus dem Theaterhaus Stuttgart
Am Mikrofon: Ines Stricker

Auf eine musikalische Zeitreise zwischen Barock und Moderne luden die Ludwigsburger Schlossfestspiele und das Stuttgarter Kammerorchester am 30. Juni 2016 ein. Das Konzert fand denn auch nicht im barocken Ludwigsburger Schloss statt, sondern im Theaterhaus Stuttgart, einem denkmalgeschützten Industriebau aus den 20er-Jahren. Die Idee zu dem Programm stammte vom österreichischen Komponisten, Jazzmusiker und Dirigenten Christian Muthspiel. Der dirigierte nicht nur das Stuttgarter Kammerorchester, sondern steuerte auch gleich ein neues Cellokonzert bei. Solist der Uraufführung von 'A Serious Game', basierend auf Johann Sebastian Bachs erster Cellosuite, war der französische Starcellist Gautier Capuçon. Dazu kamen Benjamin Brittens 'Präludium und Fuge' und die 'Fantasia Concertante auf ein Thema von Corelli' von Michael Tippett ebenso wie das 'Concerto in D' aus der Feder Igor Strawinskys - und natürlich originale Barockmusik von Antonio Vivaldi und Arcangelo Corelli.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Schöne Stimmen

Schöne Stimmen
Die Sopranistin Soile Isokoski
Von Kirsten Liese

23:30 Uhr

Sportgespräch

23:57 Uhr

National- und Europahymne

Auswahl nach Datum

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Programmtipps

Ein Schulkind schläft auf seinen Schulunterlagen. (dpa / Eisenhuth)
Kinderarmut in Deutschland Ohne Essen in die Schule
Das Wochenendjournal 21.09.2019 | 09:10 Uhr

Kein Geld für Urlaub, nicht genug für gesundes Essen, Leben auf beengtem Raum: In Deutschland wächst jedes fünfte Kind in Armut auf, meldet der Paritätische Gesamtverband. Und dennoch werde viel zu wenig dagegen unternommen.

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