Donnerstag, 21.10.2021
 
Seit 05:05 Uhr Informationen am Morgen

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 06.02.2021
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Blue Crime

Der Fall Maurizius (1)
Von Jakob Wassermann
Bearbeitung: Palma
Regie: Ulrich Lauterbach
Mit Gert Westphal, Willy Trenk-Trebitsch, Hermann Menschel, Fritz Kortner, Paul Hoffmann, Johanna Hofer-Kortner, Hans-Joachim Horn, Mathilde Einzig, Hans Caninenberg
Produktion: HR 1960
Länge: ca. 54'
(Teil 2 am 13.2.2021)

Der 16-jährige Etzel erkundigt sich bei seinem Vater, dem Oberstaatsanwalt von Andergast, nach dem alten Mann, der sich ihm am Tag vorher mit den Worten „Ich bin Maurizius!“ in den Weg gestellt hatte. Der Baron verweigert jegliche Antwort, doch Etzels Großmutter klärt den Jungen auf. Der Alte sei der Vater von Leonhart Maurizius, der 20 Jahre zuvor in einem spektakulären Mordprozess zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt worden war. Für den damaligen Staatsanwalt Andergast war der Fall von vornherein klar: Leonhart Maurizius hatte seine Frau Elli erschossen, so wie es der Kronzeuge Waremme unter Eid aussagte. Während es mit Andergasts Karriere seitdem steil bergauf gegangen ist, hat Leonharts Vater immer wieder versucht, seinen Sohn durch Gnadengesuche freizubekommen. Er ist von dessen Unschuld überzeugt. Etzel hat keine Ruhe, bis er selbst mit Peter Paul Maurizius gesprochen hat. Nach einem authentischen Kriminalfall aus dem Jahr 1905.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Lied & Chanson
Zu Gast: Sven van Thom
Liederbestenliste: die Platzierungen im Februar
Global Sound: neue internationale Singer-Songwriter-Alben
Original im Ohr: ungewöhnliche Coverversionen
Am Mikrofon: Anna-Bianca Krause

Sven van Thom ist, anders als sein Künstlername nahelegen soll, kein Phantom, sondern ein Mann mit vielen Talenten und langer Geschichte im Musikbusiness. Der Singer-Songwriter, Entertainer, Produzent und Multiinstrumentalist war mit der Radiokolumne „Pudding mit Frisur“ erfolgreich, schreibt Kinderlieder, ist eine Hälfte des Actionlesungs-Duos Tiere streicheln Menschen, hat jung schon Chartserfolge gehabt und zahlreiche Alben veröffentlicht. Sein wahnwitziger Humor macht auch nicht vor ihm selbst halt, nennt er sich doch „die selbstmitleidigste Heulsuse westlich der Neiße“. Auf „Liebe & Depression“, seinem vierten Album, gibt er ausnahmsweise der melancholischeren Seite seiner Seele mehr Raum. In zwölf wunderbar musikalisch inszenierten Episoden erzählt er vom Aufstieg und Fall einer Liebe.

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Pandemie: Wahlkämpfe überschatten Corona-Politik

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Pfarrerin Ines Bauschke, Buchholz
Evangelische Kirche

06:50 Interview 

Genitalverstümmelung verhindern - endlich - Interview mit Godula Kosack, Terre des Femmes

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

Mit Wölki auf den pastoralen Weg? - Interview mit Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

Amazon & Co zerschlagen und regulieren - In terview mit Jürgen Kühling, Vorsitzender der Monopolkommission

08:30 Nachrichten 

08:35 Börse 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Jürgen Zurheide

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 30 Jahren: Der Prozess im Hanauer Atommüllskandal beginnt

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Auf den Hund gekommen - Haustierboom in Zeiten von Corona

Am Mikrofon: Henning Hübert

Der Heimtiermarkt boomt: Im Corona-Jahr 2020 wurden 20 Prozent mehr Hundewelpen als im Jahr zuvor gekauft. Außerdem voll im Trend: Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Wellensittiche. Die Menschen sitzen im Lockdown zu Hause, viele fühlen sich einsam, da ist die Sehnsucht nach einem kuscheligen Gefährten groß. Mittlerweile kommt es durch den Haustier-Hype zu problematischen Entwicklungen: Um illegalen Tier- und Welpenhandel besser zu bekämpfen, hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner Ende Januar zu einem Runden Tisch eingeladen. Bei Amphibien und Reptilien hilft inzwischen die Genanalyse, um herauszufinden, ob ein Tier aus der Zucht stammt oder doch im Urwald gefangen wurde. Tierschützer warnen, dass viele Tiere nach dem Lockdown in Tierheimen landen könnten. Warum setzen so viele Menschen auf Hund, Katze und Co. als Krisenbegleiter? Henning Hübert hat sich für das Wochenendjournal auf die Hundewiese und ins Tierheim begeben, er spricht mit Forschern, mit Tierhaltern und -händlern.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Der Lyriker Tom Schulz

Tom Schulz wurde 1970 in der Oberlausitz geboren und wuchs in Ostberlin auf. Nach einem Berufsstart in der Baubranche veröffentlichte er 1997 seinen ersten Gedichtband „Städte, geräumt“, dem zahlreiche lyrische Werke folgten. Für seine Arbeiten wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Bayerischen Kunstförderpreis für Literatur und dem Liechtensteinpreis für Lyrik. Tom Schulz ist Dozent für kreatives Schreiben, Herausgeber und schreibt nebenbei Kritiken und literarische Reportagen für verschiedene Medien. Außerdem arbeitet er als Übersetzer aus dem Spanischen, dem Niederländischen und dem amerikanischen Englisch. Zuletzt erschien sein Lyrikband „Reisewarnung für Länder Meere Eisberge“ im Hanser Verlag Berlin. Er lebt in Berlin und Italien.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Spanien im Krisenmodus - Zusammenrücken in Corona-Zeiten
Von Hans-Günter Kellner

Bei dem ersten nachgewiesenen Covid-19-Fall in Spanien handelte es sich um einen deutschen Touristen. Er hatte sich in München infiziert. Am 31. Januar 2020 wurde die Infektion bekannt, während der Mann auf der Kanareninsel La Gomera Urlaub machte. Es blieb bei einem leichten Krankheitsverlauf mit zwei Wochen Quarantäne. Die spanischen Behörden gingen lange Zeit nicht davon aus, dass sich in Spanien selbst Menschen infizieren könnten. Doch nur wenige Wochen später, im März 2020, nahm die Pandemie einen rasanten Verlauf, überforderte die Beschäftigten im Gesundheitssystem und stürzte das Land in eine tiefe soziale und politische Krise. Anfangs rückten die Menschen in der Not zusammen, doch inzwischen verschärft die bis heute anhaltende Angst um die Zukunft die Polarisierung von Politik und Gesellschaft.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

Russland und der Umgang mit Nawalny - Wohin steuert die Protestbewegung?

Interview mit Markus Kaim, SWP, zu: Europa und Russland - Zerrüttetes Verhältnis

Gesundheitsminister zuversichtlich - Jens Spahn erwartet Kinder-Impfstoff

Museen, Kinos, Theater und Hotels - Polen öffnet langsam wieder

Schluss mit Distanzunterricht?! Litauen impft bevorzugt Lehrer

Joe Biden will, dass Donald Trump keine Geheimdienstbriefings mehr bekommt

Widerstand wächst nach Militärputsch in Myanmar

Strafgerichtshof prinzipiell zuständig für palästinensische Gebiete

Sporttelegramm

Am Mikrofon: Barbara Schmidt-Mattern

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

Myanmar: Wenn die USA und die EU nicht handeln, profitiert China

Russland: Das deutsche Festhalten an Nordstream 2 verhindert Europas Schlagkraft

Pandemie: Wahlkämpfe überschatten Corona-Politik

Am Mikrofon: Ann-Kathrin Jeske

13:30 Uhr

Eine Welt

Somalia: Shabaab-Miliz droht zur Wahl mit Anschlägen

Myanmar: Wer ist Putsch-Anführer Min Aung Hlaing?

Taiwan: Zwischen den Fronten der USA und China

Libanon: Sechs Monate nach der Explosion in Beirut

Am Mikrofon: Andreas Noll

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin

Corona und die Hochschulforschung
Mangel an Drittmitteln - weniger Kooperationen?
In „Campus & Karriere“ gehen wir diesen Fragen nach: Wie hat die Pandemie die Forschungsarbeit an den Hochschulen verändert? Welche Folgen hat das Ausbleiben von Drittmitteln für Einrichtungen und Nachwuchswissenschaftler? Profitiert die internationale Kooperation von der Krise oder leidet sie darunter? Könnten Forschung und Lehre durch die neuen Online-Formate profitieren?

Gesprächsgäste:
Peter-André Alt, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz
Caroline Paunov, Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, OECD
Lisa Janotta, Netzwerk für gute Arbeit in der Wissenschaft
Am Mikrofon: Manfred Götzke

Hörertel.: 00800 - 4464 4464
campus@deutschlandfunk.de

Die Pandemie hat auch die Forschungslandschaft massiv verändert: Forschungsarbeiten sind unterbrochen oder eingestellt worden. Internationale Zusammenarbeit muss überwiegend online stattfinden. Viele Einrichtungen und Labore sind geschlossen oder wegen der Corona-Forschung ausgelastet. Zudem streicht die Wirtschaft ihre Fördergelder zusammen. Für viele Nachwuchswissenschaftler schwinden so aktuell Perspektiven - vor allem, wenn sie über Drittmittelprojekte forschen. Doch die Pandemie hat nicht nur negative Auswirkungen: Die fieberhafte Suche nach Mitteln, das Virus und seine Ausbreitung zu bekämpfen, hat Forschung und wissenschaftliche Zusammenarbeit in beispielloser Weise mobilisiert. Nie zuvor wurde so international und interdisziplinär zusammengearbeitet, wie in den zurückliegenden Monaten - zumindest, wenn es um Corona ging. Zudem zeigte sich, wie gut Lehre auch auf größere Distanz funktionieren kann und so ganz neue Möglichkeiten für Studierende eröffnen kann. Ein Auslandssemester von zu Hause aus?

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kunst & Pop

Das Musikmagazin

„Schuldig sein“ von Milliarden: Musik als Selbstfindungsprozess
Das Berliner Duo Milliarden versucht in seiner Musik, die Kämpfe mit sich selbst hörbar zu machen. Wie will man leben? Wer will man sein? Was ist einem wichtig? Wie man persönlich und musikalisch dahinkommt, erzählt Sänger Ben Hartmann im Corsogespräch. Dafür versuche er sich zu dekonstruieren, sagte er im Deutschlandfunk

Rapper Common mit „A Beautiful Revolution Pt. 1”: Geradezu pazifistisch
Für einen Song zum Film „Selma“ bekam er vor sechs Jahren einen Oscar - aber der Rapper Common ist schon viel länger im Geschäft. Seit 1992 macht er Musik, nebenbei spielt er in Serien und Filmen, schreibt und engagiert sich für schwarze Bürgerrechte. Sein neuestes Album ist zwar nicht besonders lang, reinzuhören lohnt sich trotzdem

Sven van Thom mit „Liebe und Depression“: Der Reiz der Gegensätze
Der Berliner Sven van Thom wechselt musikalisch zwischen ernsthaften Texten und „Quatschsongs“. Sein neues, sehr ernstes Album widmet sich dem Pärchen „Liebe“ und „Depression“: „Es sind beides Gefühlszustände, die einen komplett vereinnahmen können“, sagte Sven van Thom im Deutschlandfunk. „Da wurde es Zeit, den beiden mal ein Album zu widmen.“

Am Mikrofon: Sascha Ziehn

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser

DIE BESTEN 7
Die Deutschlandfunk-Bestenliste im Februar
Christine Lötscher im Gespräch mit Ute Wegmann

Aleksandra & Daniel Mizielinscy: „Auf nach Yellowstone!“
Aus dem Polnischen von Thomas Weiler
(Moritz Verlag, Frankfurt/M)

Brüder Grimm und Gabriel Pacheco (Illustration): „Die Bremer Stadtmusikanten“
(Bohem Verlag, Zürich)

Eric & Devin Fan und Terry Fan (Illustration): „Projekt Barnabus“
Aus dem Englischen von Nicol T Stuart
(Verlagshaus Jacoby & Stuart, Berlin)

Ulf Nilsson und Gitte Spee (Illustration): „Die allerkleinste Polizistin“
Aus dem Schwedischen von Ole Könnecke
(Moritz Verlag, Frankfurt/M)

Amy Timberlake und Jon Klassen (Illustration): „Dachs und Stinktier“
Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn
(cbj, München)

Noel Simsolo und Dominique Hé (Illustration): „Alfred Hitchcock 1: Der Mann aus London“
Aus dem Französischen von Tanja Krämling
(Splitter Verlag, Bielefeld)

Lea-Lina Oppermann: „Füchtet uns, wir sind die Zukunft“
(Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim)

Am Mikrofon: Ute Wegmann

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Humanrisiko:
Der Sicherheitskongress des BSI diskutiert über den Faktor Mensch

Rettungskette:
Cyber-Ersthelfer sollen den Bürgern mehr IT-Sicherheit bringen

Kinderkrankheiten:
Digitale Hauptversammlung haben Probleme bei Abstimmungen

Das Digitale Logbuch

Info-Update

Sternzeit 06. Februar 2021
Apollo 14, ein Speerwurf und zwei Golfbälle


Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Streitkultur

Braucht der Profisport während Corona Privilegien?
Der Sportphilosoph Wolfram Eilenberger und Ulrich Vogelpoth, Vorsitzender eines Schalke-Fanclubs, im Gespräch
Am Mikrofon: Maximilian Rieger

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

"Die Verwandlung" - Schauspiel nach Motiven von Franz Kafka als Filmpremiere in Weimar

Knapp durch die Krise - Das internationale Kurzfilmfestival in Clermont-Ferrand

Belarussische Kultur unter Druck - Übersetzerin Iryna Herasimowich im Gespräch

Ein anderer Ton - New Yorker Schriftsteller über die Chancen für den Neustart der USA

Am Mikrofon: Michael Köhler

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Das Warten auf Wahlen in Somalia: Die Sicherheitslage eskaliert

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

1. Fußball - Bundesliga, 20. Spieltag:
FC Schalke 04 - RB Leipzig
SC Freiburg - Borussia Dortmund
Bayer 04 Leverkusen - VfB Stuttgart

VFB Stuttgart - Unruhe vor der Präsidentschaftswahl

1. FSV Mainz 05 - 1. FC Union Berlin
FC Augsburg - VfL Wolfsburg
Borussia Mönchengladbach - 1. FC Köln

2. Fußball - Bundesliga, 20. Spieltag:
SV Darmstadt 98 - 1. FC Nürnberg
VfL Osnabrück - VfL Bochum
Eintracht Braunschweig - Hannover 96

Fußball - DFL-Taskforce

Ungarn - Wie Orban den Fußball nutzt
Der russische Sport - Nawalny und die Putin-Proteste

Bob- und Skeleton-WM in Altenberg - Zweierbob Männer und Frauen
Ski Nordisch - Nordische Kombination Weltcup in Klingenthal
Skispringen - Weltcup in Klingenthal
Ski Alpin -Weltcup in Garmisch-Partenkirchen: Abfahrt der Herren

Tennis - Der Weg von Naomi Osaka

Der 55. Super Bowl - The GOAT vs the Kid + Heimspiel Tampa Bay feiert Corona

Am Mikrofon: Astrid Rawohl

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Hörspiel

Hörspiel des Monats
ATLAS
Von Thomas Köck
Regie: Heike Tauch
Komposition: Janko Hanushevsky
Mit Mai Duong Kieu, Dan Thy Nguyen, Stephan Grossmann, Thuy Nonnemann und Claudia Jahn
Produktion: MDR 2020

Aus der Begründung der Jury:
„Das Hörspiel des Monats November 2020 „Atlas“ erzählt eine Geschichte der vietnamesischen Arbeitsmigranten in der DDR während der 80er-Jahre, vom Niedergang des sozialistischen Staates DDR und einem Kind einer vietnamesischen Arbeiterin und eines vietnamesischen Übersetzers, das inmitten dieser Ereignisse geboren wird. In einem historisch-geopolitischen Kartenwerk verzeichnet der Autor Thomas Köck die Grenzziehungen von globalen Machtverhältnissen und rassistischer Ausgrenzung. Seine Tafeln bestehen aus Sprachbildern und Gedankenströmen, die Geschichte und Gegenwart in äußerst plastischer, erkenntnisstiftender Weise verschränken - mit scharfer Polemik, aber auch mit viel Empathie gegenüber menschlichem Leid. Köck entfaltet hierbei eine komplexe Familiengeschichte von Flucht und Migration aus Vietnam nach Deutschland und zurück, die quer zu den Kollektiverzählungen der Deutschen liegt. Literarisch versiert vereint das Hörspiel die Geschichte einer dramatischen Flucht und einer entzweigerissenen Familie gegen Ende des Vietnamkriegs, der Arbeitsmigration „ausländischer Werktätiger aus dem kommunistischen Bruderstaat Vietnam“ in die DDR und einer Vietnamreise auf der Suche nach den Vorfahren. 30 Jahre nach der Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland stellt das Hörspiel die Frage: „was heißt das schon/vereinigung nicht wer heißt das/sondern gegen wen“. Mit der Parole „Wir sind das Volk“ wurde 1989 gegen die DDR-Regierung protestiert, heute wird diese von völkischen Rechten gegen die parlamentarische Demokratie skandiert. Aus der Perspektive der vietnamesischen Arbeiterinnen und Arbeitern wird im Hörspiel erfahrbar, dass dieses „Wir“ auch die Ausgrenzung von „Anderen“ beinhalten kann. Das Hörspiel würdigt die Geschichte der VietnamesInnen in Deutschland, weil es ihr nicht nur eine, sondern gleich mehrere Stimmen an einer exponierten Stelle im öffentlichen Diskurs gibt. Durch das kontrapunktische Spiel mit Sprachen und Akzenten, durch straff rhythmisierte Monologe und minimalistische Chorsequenzen gibt die Inszenierung dem Text eine enorme sinnliche Präsenz. Das souveräne SprecherInnen-Ensemble wird dabei kongenial durch die Musik von Janko Hanushevsky unterstützt. Seine spröden, an den Bruchkanten zwischen Melodie und Geräusch angesiedelten E-Bass-Figuren machen das Leitmotiv des Risses fast haptisch präsent, das sich durch den Hörspieltext zieht: „ein riss nach dem anderen weist den weg/durch die geschichte‘.“

Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt am Main zeichnet jeden Monat ein Hörspiel aus den Produktionen der ARD-Anstalten aus. Die Entscheidung über das HÖRSPIEL DES MONATS trifft eine Jury, die jeweils für ein Jahr unter der Schirmherrschaft einer ARD-Anstalt arbeitet. Am Ende des Jahres wählt die Jury aus den 12 Hörspielen des Monats das HÖRSPIEL DES JAHRES.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Zeitmühle
Der ungarische Komponist József Sári
Von Thomas Beimel

Der Kanon verkörpert für ihn eine musikalische Form, die losgelöst von allem Modischen überzeitliche Gültigkeit hat. József Sári, 1935 in Ungarn geboren, beweist in seiner Musik, dass Respekt vor der Vergangenheit keine antiquierte Haltung sein muss. Sein Komponieren folgt einem ganz eigenen Stil. Über das Konservatorium von Györ kam er an die Budapester Musikuniversität. Sein Lehrer Endre Szervánszky gab ihm Arnold Schönberg und Anton Webern zu hören. Die wichtigste Lehre indes war das eigene Experimentieren, dessen Lebendigkeit auf der Basis von Kalkulation und strengen Strukturen beruhte. 1972-84 lebte Sári in Gießen, hier beschäftigte ihn die Arbeit mit klanglichen Mobiles. Nach seiner Rückkehr nach Ungarn erfuhr er dort endlich eine wachsende Wahrnehmung seiner Musik. Spät wurde er für sein Schaffen geehrt, dennoch ist der Einzelgänger ein Unbekannter geblieben. Auch deshalb lohnt es, Thomas Beimels Porträt aus dem Jahre 2007 heute wieder zu hören.

22:50 Uhr

Sport aktuell

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

Keine lange Zeit auf der Welt, aber eine gute
Die Lange Nacht über William Faulkner
Von Tom Noga
Regie: der Autor

Die Südstaaten waren sein Thema. Vor allem der Mississippi und die Universitätsstadt Oxford, der William Faulkner das fiktive Jefferson City nachempfunden hatte. Dort spielen die meisten seiner Romane. „Mississippi Goddam“, wie die Sängerin und Bürgerrechtlerin Nina Simone einst sang. Das verdammte Mississippi. Der Staat im Süden, in dem das Antebellum, die Zeit vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg besonders verklärt wurde. Wo das gesellschaftliche Gift des Rassismus länger wirkte als anderswo. Wo sich eine weiße Elite länger, vehementer und brutaler gegen die Aufhebung der Rassentrennung stemmte, die Afroamerikanern fast ein Jahrhundert lang elementare Bürgerrechte verwehrte. Das ist die Welt seiner Romane: einst reiche, sich aristokratisch gebende und doch von Abenteurern und Emporkömmlingen abstammende Familien, deren Werte verrottet sind und deren Mitglieder verkommen. Und im Milieu des White Trash, wie man heute sagen würde, in der weißen Unterschicht, die der Südstaaten-Aristokratie erst den Spiegel vorhielt und sie dann sukzessive verdrängte. So entstanden epische Familiendramen, allem voran „Schall und Wahn“ und „Absalom! Absalom“, sein Opus Magnum - brillant erzählt in der damals bahnbrechenden Technik des Bewusstseinsstroms: Faulkner erzählte nicht linear, sondern zersplitterte die Handlung und schilderte sie aus der Haltung und der Sprache seiner Protagonisten. Sein virtuoser Umgang mit Form, Sprache. Inhalt und gesellschaftlichen Kontext brachte ihm im Jahr 1950 den Nobelpreis für Literatur. Bis heute sind seine Romane aktuell, weil sie die menschliche Seele, und die Ursprünge des Rassismus beschreiben, der die USA plagt.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Dlf Audiothek

Aus den Ländern

Karte der deutschen Bundesländer in verschiedenen Farben. (Imago / Panthermedia / Crevis)

Berichterstattung aus den Ländern über die Länder. Menschen,  Stimmen und Stimmungen. Von der Tagesaktualität bis zu hintergründigen Reportagen.

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