Freitag, 27.11.2020
 
Seit 20:05 Uhr Das Feature

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 18.07.2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Blue Crime

The Puppet Master
Enemies (5/5)
Von Gabriel Gatehouse
Regie: Neal Razzell
Produktion: BBC Radio Current Affairs 2019
Am Mikrofon: Pascal Fischer

Er ist einer der schillerndsten und einflussreichsten Persönlichkeiten Russlands, dennoch ist er einer breiten Öffentlichkeit unbekannt: Wladislaw Surkow. Die Geschichte dieses Marionettenspielers führt ins Zentrum dessen, was das verwirrende Russland von heute ausmacht. Surkow erkennt einen Ex-Spion mit Präsidentschaftspotenzial und verwandelt ihn in einen Weltpolitiker. Er erschafft Oppositionsbewegungen aus dem Nichts und hat die Nachrichtendirektoren der Nation auf Kurzwahl. Milliardäre suchen seinen Rat. Er führt nebenbei sogar einen eigenen kleinen Krieg und steht im Zentrum der Pattsituation zwischen Ost und West.
Gabriel Gatehouse, ehemaliger Ukraine-Korrespondent der BBC, hatte Zugriff auf ein Dossier durchgesickerter E-Mails von Surkows Kremlbüro. Nach zehnjähriger Berichterstattung über Russland und seine Kriege machte sich Gatehouse auf die Suche nach dem Mann, der die Fäden zieht. Eine Reise - abwechselnd dramatisch, überraschend und surreal, vom Schlachtfeld über das Theater bis zum Kreml selbst. Das Ziel? Die Welt der Alternativen Wahrheiten, in der wir heute leben. Die Serie erhielt im Jahr 2019 den Prix Europa als beste Radio-Investigation. Wir strahlen sie im englischen Original aus.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Jazz
Wonderful-lee!
Eine Radionacht in memoriam Lee Konitz

In Concert
Aktuelle Veröffentlichungen von Club- und Konzert-Auftritten

Am Mikrofon: Karsten Mützelfeldt

Die Sendung erinnert an Lee Konitz, einen der einflussreichsten Innovatoren des Cool Jazz, an Stationen seiner Karriere und einige seiner wichtigsten Platten - unter eigenem Namen und als Sideman u.a. bei Claude Thornhill, Miles Davis und Lennie Tristano.
Über Monate hat die Corona-Krise das Live-Erlebnis von Musik verhindert. Neue Jazz-Tonträger aber liefern gelungene Live-Auftritte zum Nachhören, aufgenommen in Clubs, Konzerthallen und auf Festivals. Mit Musik von Chick Corea, Timo Lassy und Gerald Cleaver führt Karsten Mützelfeldt durch diese Radionacht. Hinzu kommen Mitschnitte aus den Archiven der ARD mit Vincent Peirani, Lyle Mays, Martial Solal und den Brecker Brothers.

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Merkel bei Söder in Bayern - Wie die CSU Europa entdeckt

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Dietmar Rebmann, München
Katholische Kirche

06:50 Interview 

Ist die Türkei nach dem Yücel-Urteil noch ein EU-Partner? Interview mit Nils Schmid, MdB, SPD

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

Euro Milliarden dürfen nicht versickern, Interview mit Reiner Hoffmann, DGB-Chef

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

North Stream und Huawei - wie imperialistisch sind die USA? Interview mit Peter Beyer - MdB, CDU

08:30 Nachrichten 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Jürgen Zurheide

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 350 Jahren: Der italienische Komponist Giovanni Battista Bononcini geboren

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Nicht mit und nicht ohne - das System Tönnies in Rheda-Wiedenbrück

Am Mikrofon: Hilde Weeg

Das fröhliche Tier-Trio auf dem Dach der Tönnies-Fleischbetriebe in Rheda-Wiedenbrück ist zum Symbol geworden für den Zynismus einer ganzen Industrie. Die menschenunwürdigen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Werkvertragsbeschäftigten werden grell ausgeleuchtet, seitdem Mitte Juni die Masseninfektion von rund 1500 Beschäftigten mit dem Corona-Virus bekannt wurde. Seitdem werden auch die Fragen nach Verantwortung drängender: Wie konnten sich solche Zustände über Jahrzehnte hinweg entwickeln, in einer der wirtschaftlich stärksten Regionen des Landes? Und wer trägt welche Verantwortung? Wie abhängig sind Kommunen von der Hand, die sie füttert? Wer kann Branchenriesen wie die Tönnies-Holding überhaupt kontrollieren? Ist es ein Fluch oder ein Segen, dass ausgerechnet Clemens Tönnies selbst nun die Branche verändern will? 
Reporterin Hilde Weeg ist für das Wochenendjournal unterwegs in Rheda-Wiedenbrück. Sie spricht mit politisch Verantwortlichen der Stadt, mit Beschäftigten und Einwohnern und mit Kritikern des Systems Tönnies.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Das Klarinettentrio Catch

Das Publikum fangen mit Neuer Musik - von diesem Ziel erzählt schon der Ensemblename: Trio Catch. Das Klarinettentrio ist aus der Internationalen Akademie des Ensemble Modern in Frankfurt hervorgegangen. Die ungarische Klarinettistin Boglárka Pecze, die Schweizer Cellistin Eva Boesch und die südkoreanische Pianistin Sun-Young Nam haben sich 2010 dort getroffen und bald darauf ihre Formation gegründet. Das Trio Catch spielt auch die bekannten Klarinettentrios von Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms. Kernrepertoire ist aber vor allem Musik aus der Zeit nach 1940 und allerneueste Musik. Die Interpretationen der Gegenwartsstücke sind geprägt vom direkten Kontakt mit den Komponisten. Das Trio Catch unternimmt weite Tourneen und tritt bei namhaften Festivals auf wie dem Ultraschall Berlin und dem Heidelberger Frühling.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Ein Sommer mit den Gesichtern Europas - Die Redaktion empfiehlt:

„Skellig Wars - Der Kampf um einen irischen Felsen“
Eine Sendung von Markus Dichmann
(Dlf 2016)

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

Brüssel: EU-Gipfel - aktueller Stand

Der Skandal um Wirecard und die Rolle der Politik

Deutsch-türkische Beziehungen nach Yücel-Urteil

Norbert Röttgen - abgeschrieben beim Kampf um den CDU-Parteivorsitz?

Britischer Polizist nach Festnahme eines Schwarzen suspendiert

Großbrand in Kathedrale von Nantes

Brasilien - Regierung verspricht Schritte zum Schutz des Regenwalds

Romantischer Moloch: die Pariser Metro wird 120

Sporttelegramm

Am Mikrofon: Jörg Münchenberg

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

Hessens Polizei und die Drohmail-Affäre - Wenig effizient, kaum glaubwürdig

Das EuGH-Urteil zu Privacy Shield - Daten-Politik ist Machtpolitik

Merkel bei Söder in Bayern - Wie die CSU Europa entdeckt

Am Mikrofon: Christoph Schäfer

13:30 Uhr

Eine Welt

Nicht nur im UN-Sicherheitsrat verbündet: Russland und China

"Friendly fire": Republikaner, die Trumps Abwahl empfehlen

„Positive Diskriminierung“ gegen Rassismus: „Affirmative Action“ in den USA

Nicht direkt, aber trotzdem hart getroffen: Corona-Folgen im Gaza-Streifen

Am Mikrofon: Britta Fecke

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin

„Lernferien“ gegen Lernlücken
Welche Angebote gibt es und was bringen sie?
In „Campus & Karriere" fragen wir: Welche Lernangebote gibt es und wie kommen sie bei Schülern und Eltern an? Unter welchen Bedingungen ist die Förderung in den Ferienmonaten hilfreich? Welche Maßnahmen sind darüber hinaus wichtig, um coronabedingte Wissenslücken zu schließen?

Gesprächsgäste:
Rolf Strietholt, Leiter der Forschungsabteilung der IEA (International Association for the Evaluation of Educational Achievement), die internationale Schulleistungsstudien durchführt
Ulrike Becker, Grundschulreferentin im Berliner Senat
Ilka Hoffmann, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Am Mikrofon: Regina Brinkmann

Höreretel.: 00800 - 4464 4464
campus@deutschlandfunk.de

Für viele Kinder und Jugendliche enden die Sommerferien schon bevor die Schulen wieder regulär öffnen. In Hamburg ist das zum Beispiel gerade so. Hier wie auch in anderen Bundesländern haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, etwas von dem Schulstoff nachzuholen, den sie in der Zeit des Homeschoolings verpasst haben. Berlin, das mit seiner „Sommerschule“ schon Ende Juni an den Start ging, hat bereits eine Fortsetzung der Förderung für die Herbstferien angekündigt. Ob „Sommerschule“ oder „Lernferien“, in der Regel sind die Nachhilfeangebote der Länder freiwillig und konzentrieren sich auf Hauptfächer wie Mathe, Deutsch und Englisch.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kunst & Pop

Das Musikmagazin

„Wir brauchen bessere Songtexte“ - Rufus Wainwright über sein neues Album „Unfollow The Rules“
Mit „Unfollow The Rules“ veröffentlicht Rufus Wainwright nach acht Jahren Pause wieder ein Pop-Album - und hat nach seiner Arbeit an Opern und Sonetten sein Repertoire erweitert. An erster Stelle steht für ihn allerdings nicht die Musik, sondern der Text. Denn wie er im Corso-Gespräch beklagt: „Es gibt nur noch schlechte Songtexte!“  

Progressiver als sein Ruf - Queerness im Country
Country gilt als extrem konservatives Genres - Musik der weißen, ländlichen Arbeiterklasse und Rednecks. Ein Vorurteil, dem die Musikwissenschaftlerin Nadine
Hubbs vehement widerspricht. Country sei nicht homophober als andere Genres. Und hatte schon in den 1930er-Jahren queere Fans und Songs.

Die Harfe und ihr Platz im Elektro-Pop - Tatyana über ihre EP „Shadow On The Wall“
Die britische Musikerin Tatyana ist klassisch ausgebildete Harfenistin, hat am renommierten Berklee College Of Music studiert - aber schnell gemerkt, dass eine typische Orchester-Karriere nichts für sie ist. Stattdessen schreibt sie sehnsüchtige elektronische Popsongs - und versucht die Harfe in einem neuen Kontext zudenken.

Ownership is everything - Hip-Hop-KünstlerInnen emanzipieren sich von der Musikindustrie
In keinem Genre bedeutet musikalische Freiheit und Unabhängigkeit mehr als im Hip-Hop. Egal ob Jay-Z, Diddy oder Beyoncé - sie alle gründen eigene Firmen und kämpfen um die Rechte an ihrer Kunst. Der Grund dafür liegt u.a. im Umgang der Musikindustrie mit der Urvätern und -müttern des Hip-Hop.

Am Mikrofon: Christoph Reimann

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser

Aktuelle Fantasy-Literatur für Kinder und Jugendliche

Katharina Hartwell: „Die Silbermeer Saga - Der König der Krähen“;
(Loewe Verlag, Bindlach)
Katharina Hartwell: Die Silbermeer Saga - Der König der Krähen“
Gelesen von Lena Münchow
(audible GmbH, Berlin)

Stefanie Gerstenberger: „Die Wunderfabrik - Keiner darf es wissen! (Band 1)“
Mit Illustrationen von Cornelia Haas
(Fischer KJB, Frankfurt a.M.)
Stefanie Gerstenberger: „Die Wunderfabrik - Keiner darf es wissen! (Band 1)“
Gelesen von Carolin Sophie Göbel
(Argon Verlag, Berlin)

Ali Sparkes: „Die Nachtflüsterer. Die Verschwörung (Band 3)“
Aus dem Englischen von Manuela Knetsch
(Hanser Verlag, München)

Frances Hardinge: „Schattengeister“
Aus dem Englischen von Alexandra Ernst
(Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart)

Benjamin Lebert: „Im Zeichen der Acht“
(Arctis Verlag, Hamburg)
Benjamin Lebert: „Im Zeichen der Acht“
Gelesen von Laura Maire
(Atrium Verlag, Zürich)

Am Mikrofon: Dina Netz

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Apphängig
Was mit der Corona-Warn-App erreicht wurde

Anhängig
Was bei der Pandemie-App noch alles nachgearbeitet werden muss

Wackelpartie
Der ECO kritisiert die Unsicherheit beim Datentransfer in die USA

Das Digitale Logbuch
Beamen war vorgestern

Info-Update

Sternzeit 18. Juli 2020
Der Erde den „Magnet-Puls“ fühlen

Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Streitkultur

Internet-Shopping mit Nebenwirkungen - Zerstört der Online-Handel Umwelt und Innenstädte?
Dieter Janecek, MdB Bündnis 90/Die Grünen, und Gero Furchheim, Präsident Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland, im Gespräch

Am Mikrofon: Stefan Römermann

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen
Täter oder Retter? Osnabrück diskutiert über den Juristen Hans Calmeyer

nah und fern - Rüdiger Safranski über Bildungsreisen

Corona-Weltzustände: eine Debatte über Möglichkeiten und Chancen der Pandemie

Zentralrat der Juden in Deutschland vor 70 Jahren gegründet

Am Mikrofon: Michael Köhler

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Freiluftschneisen und Pop-up Radwege: Wie sich Städte durch die Corona-Pandemie verändern

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

Fußball - CAS-Urteil: Manchester City und die Folgen

Fußball - Wie könnte das Geld in der Bundesliga gerecht verteilt werden?

Fußball - Mit Hilfe der Physik: neue Analysemöglichkeit für Mannschaften

Missbrauch im Sport - Warum Turnen so anfällig ist

Formel 1 - Qualifying "Großer Preis von Ungarn" in Budapest

Tennis - Show-Turniere mit Publikum in Berlin
Tennis - Wie funktioniert das Hygienekonzept mit Publikum in der Praxis?

Beachvolleyball - Verschärft die Beachliga den Streit zwischen Spielern und DVV?

Am Mikrofon: Maximilian Rieger

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Hörspiel

„Was mit uns los ist kann doch kein Mensch verstehen"
Eine synthetisierte Mono-Oper inspiriert von Jean Cocteaus Mono-Drama "La voix humaine"
Von wittmann/zeitblom
Übersetzung (Textauszüge): Barbara Engelhardt
Mit Jule Böwe, Alice Dwyer, Yuko Matsuyama, Hitomi Makino, Blake Worrell
Komposition und Regie: wittmann/zeitblom
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016

Das Autorenduo wittmann/zeitblom konfrontiert Motive aus Cocteaus Stück von 1930 mit heutiger Lebenswirklichkeit. In einer Montage von Alltags-Samples, chorischen Loops, klangmanipulierten Stimmen und rhythmisierten Sprachfragmenten entsteht eine synthetisierte Mono-Oper. Cocteaus Mono-Drama, das einseitige Telefongespräch einer verlassenen und lebensmüden Geliebten, wurde 1930 uraufgeführt und vielfach mit herausragenden Schauspielerinnen inszeniert - im Theater wie im Radio. „Die geliebte Stimme” oder „Die menschliche Stimme” ist ein Klassiker. 1959 wurde „La Voix Humaine” auch als Oper von Francis Poulenc uraufgeführt.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Dur-Klänge und widerständiges Potenzial
Nachdenken über Krzysztof Penderecki (1933-2020)
Von Ingo Dorfmüller

Umstritten der Beginn in den 60er-Jahren: Klang- und Geräuschkompositionen, die neue Dimensionen eröffneten, Skandale, protestierende Orchestermusiker: „De natura sonoris”, „Threnos”, „Anaklasis”. Die Titel sind noch immer geläufig, die Stücke inzwischen nur mehr selten zu hören. Häufiger erklingen heute Pendereckis Solokonzerte, prominenten Solisten zugedacht, oder die großen sinfonischen und oratorischen Werke: Sie zeigen - wie die Werke so vieler polnischer Komponisten seit mehr als 40 Jahren - eine Hinwendung zu national-religiösen Thematiken und nachromantischen oder neoklassizistischen Tonfällen. Geradezu emblematisch steht dafür die zweite Sinfonie, die „Weihnachtssinfonie” mit ihren nostalgischen Anklängen an „Stille Nacht”. Als Komponist der Gegenwart schien sich Penderecki zu verabschieden, dafür hatte er nun das Ohr des großen Publikums. Aber stimmt diese Wahrnehmung, gibt es nicht doch auch eine Kontinuität? Endete nicht schon die seinerzeit revolutionäre „Lukas-Passion” mit einem strahlenden E-Dur-Dreiklang? Bergen nicht andererseits auch spätere Werke - etwa die Opern „Die schwarze Maske” und „Ubu Rex” - widerständiges Potenzial?

22:50 Uhr

Sport aktuell

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

Ich leb allein in meinem Himmel
Eine Lange Nacht über den Komponisten und Dirigenten Gustav Mahler
Von Barbara Giese
Regie: Beate Bartlewski

Mit 37 Jahren war Gustav Mahler der jüngste Hofoperndirektor, und ganz Wien sprach darüber. Nachdem er die Oper zehn Jahre lang mit starker Willenskraft verändert und geprägt hatte, brachte er in den letzten Lebensjahren seine Reformvorstellungen für Orchester, Bühne und Sängerdarstellung an die Metropolitan Opera in New York. Sein unabhängiger Veränderungswille war nicht Selbstzweck, sondern entsprang einer Philosophie: Was entstanden ist, muss vergehen. Aus dem Vergangenen entsteht Leben. Nachdem seine Eltern früh verstorben waren, verdiente er als Kapellmeister an verschiedenen Bühnen in Europa den Unterhalt für sich und vier seiner Geschwister. Jüdisch geboren und aufgewachsen, überzeugten ihn Teile der christlichen Lehre. Nachdem er unter Antisemitismus gelitten hatte, konvertierte er zum katholischen Glauben. Die Ehe mit der fast 20 Jahre jüngeren umtriebigen Alma Schindler aus einem österreichischen Künstlerhaushalt war turbulent. Seine ungeheure Energie und Disziplin halfen ihm, neben der Theaterarbeit zehn große Sinfonien, mehrere Liederzyklen und diverse andere Lieder zu komponieren. Die meisten der eigenen Werke entstanden in seinen Ferien. Mit großen Klangmalereien zeigte er die Sehnsucht nach der vergangenen schönen Welt und setzte daneben Musik, die das Elend der Realität abbildete.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

Auswahl nach Datum

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Aktuelle Themen

Ein Screenshot von einem Trump-Tweet mit Warnhinweis versehen (imago images / ZUMA Wire)

US-Wahl und danach Strategien im Kampf gegen Desinformation in den sozialen Medien

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