Freitag, 27.11.2020
 
Seit 15:05 Uhr Corso - Kunst & Pop

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 04.10.2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

„Kozmic Blues“
Eine Lange Nacht zum 50. Todestag von Janis Joplin
Von Michael Frank
Regie: Jan Tengeler

Lange Zeit deutete nichts darauf hin, dass Janis Joplin ihre Stimme anders als im Kirchenchor erheben würde. Aber seit Beginn ihrer Pubertät erlebte sie sich zunehmend als Außenseiterin. Sie rebellierte gegen den als heuchlerisch empfundenen American Way of Life in ihrer texanischen Heimatstadt Port Arthur und entdeckte die Musik schwarzer Bluessängerinnen und -sänger. Schließlich fand sie in ihrer Stimme - zwischen Schrei und Hauch - das Mittel, sich gegen die Zumutungen des Lebens aufzubäumen. Als sie sich 1966 in San Francisco niederließ und bei der Rock-Band Big Brother & The Holding Company einstieg, hatte sie das erste Mal wieder das Gefühl, wirklich dazuzugehören. Ihr Leben endete nur vier Jahre später. Keine Weiße vor ihr sang Blues, Soul, Rock mit so viel emotionaler Tiefe, gleichzeitig enthemmter Leidenschaft und Stimmbeherrschung. Den Titel ihres Songs „Kozmic Blues“ erklärte sie wenige Monate vor ihrem Tod so: „Kozmic Blues bedeutet, dass Du machen kannst, was Du willst, am Ende erwischt es Dich doch. Eines Tages erkannte ich, dass niemals alles in Ordnung kommen würde - irgendetwas läuft immer schief. Es sind deine Wünsche, die dich unglücklich machen - das Loch, das Vakuum.“ Trotz allem war Janis Joplin weit mehr als das Opfer tragischer Umstände, als das sie so oft dargestellt wurde. Sie fällte bewusst ihre Karriereentscheidungen und arbeitete an der Vervollkommnung ihrer Kunst inmitten eines männlich dominierten Musikgeschäfts. Ihre Bedeutung zeigt sich auch darin, dass sich so unterschiedliche Musikerinnen wie Stevie Nicks, Pink und Alicia Keys von ihr inspirieren ließen. Janis Joplin starb am 4. Oktober 1970 im Alter von nur 27 Jahren.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

6. Raderbergkonzert 2019/2020

Ludwig van Beethoven
Sextett für 2 Hörner, 2 Violinen, Viola und Violoncello Es-Dur op. 81b

David Philip Hefti
„con fuoco" Streichquartett Nr. 4

Wolfgang Amadeus Mozart
„Ein musikalischer Spass" für Streicher und zwei Hörner F-Dur KV 522

Felix Klieser, Horn
Sarah Willis, Horn
Amaryllis Quartett

Aufnahme vom 17.3.2020 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Goldberg-Variationen im Dialog mit Montaigne

Johann Sebastian Bach
Aria mit 30 Veränderungen für Klavier, BWV 988
Fassung für 2 Trios und Harfe von Heribert Breuer
Zwischentexte von Michel de Montaigne

Ulrich Noethen, Rezitation
Goldberg Septett
Leitung: Heribert Breuer

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Geistliche Musik

César Franck
Trois pieces pour grand orgue: Cantabile für Orgel A-Dur
Olivier Latry, Orgel

Sven-David Sandström
Lobet den Herrn
Nathalie Siebert, Sopran
Christina Kaiser, Sopran
RIAS Kammerchor
Leitung: Peter Dijkstra

Antonio Vivaldi
Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo C-Dur, RV 187
Viktoria Mullova, Violine
Il Giardino Armonico
Leitung: Giovanni Antonini

Johann Sebastian Bach
'Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen'. Kantate am 19. Sonntag nach Trinitatis, BWV 48
Ingeborg Danz, Alt
Daniel Johannsen, Tenor
Dresdner Kammerchor
Akademie für Alte Musik Berlin
Leitung: Hans-Christoph Rademann

Anonymus
Deep river
The King's Singers

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Großer Bruder? Wie es um das deutsch-amerikanische Verhältnis steht - Ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Thomas Jäger

Wirtschaft und Gesellschaft nach Corona - Ein Interview mit Marcel Fratzscher, Präsident DIW

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Demokratie und Justiz - Zum 70. Jahrestag der Gründung des Bundesgerichtshofs. Ein Interview mit der ehemaligen Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

Denk ich an Deutschland: die Autorin Carmen Korn

Am Mikrofon: Birgid Becker

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
30 Jahre Deutsche Einheit:
Wie Christen zur Wegbereiter der Wende wurden
Von Joachim Jauer
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 50 Jahren: Die amerikanische Sängerin Janis Joplin gestorben

09:10 Uhr

Die neue Platte

Klaviermusik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

30 Jahre Wiedervereinigung
Die Ost-West-Rolle (6/6)
Die Publizistin Greta Taubert im Gespräch mit Pascal Fischer

Der ostdeutsche Mann scheint ein sächselnder AfD-Wähler, verrenteter Wutbürger in beiger Windjacke oder ein von weggezogenen Frauen verlassener Wendeverlierer - wenn man den medialen Stereotypen glaubt. Greta Taubert, geboren 1983 im Thüringer Wald und Wahl-Leipzigerin, hat für ihr Buch „Guten Morgen, Du Schöner” Männer interviewt, die vor der Wende im Osten geboren wurden. Hier kommen nun all jene medial Unterrepräsentierten zu Wort: engagierte Teilzeitväter und kreative Pragmatiker, Glückliche jenseits der Karriereleiter oder einfach „süße Ossiboys”. Ostmänner, von denen die Westmänner noch einiges lernen können. Sind wir wiedervereinigt? Zahlreiche Diskurse haben die Gesellschaftsbildung der deutschen Einheit über 30 Jahre in Ost und West begleitet, kontrovers diskutiert, auch skeptisch hinterfragt - alle fünf Jahre ergab sich dadurch ein neues Bild über das Zusammenwachsen. Was sehen wir heute? „Essay und Diskurs” führt Gespräche zu Einheits- und Zukunftsfragen mit Literatur-, Kulinarik-, Popkultur- und Wende-Menschen.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Kirche der Stiftung Eben-Ezer in Lemgo
Predigt: Pastor Dr. Bartolt Haase
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Thomas Kutschaty, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag von NRW

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Las Vegas am Schwarzen Meer
Boomtown Batumi in Georgien

Am Limit
Bergerfahrung an der Sonnenspitze (Ehrwald, Tirol)

Man riecht schon das Meer…
Nantes, spannende Stadt an der Loire (Loire-Atlantique/ Frankreich)

Des Müllers Lust
Wandern auf dem Altmühltal-Panoramaweg

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Die Juristin Elisa Hoven im Gespräch mit Florian Felix Weyh

Mit 18 gab sie dem "Spiegel" ihr erstes Interview und enttäuschte den Reporter gleich mit ihrer Antwort: Nein, sie wolle keine professionelle Schreiberin werden! Dabei hatte sie gerade bei der "Stiftung Lesen" den Preis als beste Nachwuchskritikerin gewonnen. "Ich denke, ich werde vielleicht Jura studieren, was Solides", sagte sie damals, im Jahr 2001. Und das tat sie dann auch. Heute ist Elisa Hoven, geboren 1982 in Berlin, eine "Karrierejuristin" der besonderen Art.
Als Strafrechtsprofessorin in Leipzig denkt sie über Medien- und Wirtschaftsstrafrecht, Sexualstrafrecht und internationales Strafrecht nach; in Kambodscha arbeitete sie 2009 für eine Opferanwältin im Tribunal gegen die Roten Khmer. Als Kolumnistin, die sie dann doch noch geworden ist (so viel Liebe zum Schreiben blieb), entwirrt sie Sachverhalte wie das rechtliche Chaos zwischen "Individual-" und "Einheitsflasche" bei Pfandflaschen: Eine Coca-Cola-Flasche dürfe man zum Beispiel nicht zerstören, weil man damit Sachbeschädigung betreibe. Für solch spitzfindige Erwägungen muss man mit wachem Geist ausgestattet sein, und den besitzt Elisa Hoven im Übermaß. Auf jeder ihrer Karrierestufen wurde sie preisgekrönt, ob für ihre Dissertation, ihre Habilitation oder jüngst ihre Lehre. Im August 2020 wurde die Mutter von Zwillingen ehrenamtlich an den Verfassungsgerichtshof Sachsen berufen. Bleiben da noch Ziele und Wünsche offen?

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Das Magazin - Neues aus der Szene
Am Mikrofon: Tim Schauen

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Buch der Woche

Essayistische Prosa von Nico Bleutge und Uljana Wolf

Nico Bleutge: „Drei Fliegen. Über Gedichte“
C.H. Beck Verlag, München

Uljana Wolf: „Etymologischer Gossip. Essays und Reden“
gestaltet von Andreas Töpfer
Kookbooks Verlag, Berlin

Ein Beitrag von Michael Braun

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Desinformation
Wie die Demokratie gehackt wird
Von Tom Schimmeck

Können Algorithmen, Spam und Malware die US-Wahlen manipulieren? Fieberhaft erforschen Wissenschaftler in aller Welt Strukturen und Dynamiken digitaler Desinformation. Heute, da neue Plattformen und Dienste Falschmeldungen und Deutungen rasant, massenhaft und über Grenzen hinweg verbreiten, funktioniert Propaganda in Echtzeit und wirkt - dank eines enormen Datenschatzes über Milliarden von Menschen - immer gezielter. Wer agiert hier? Und: Wie gefährdet ist die zunehmend digitale Infrastruktur der Wahlbehörden?

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

"Jede Stimme hat das Recht, gehört zu werden!"
Skadi Jennicke, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur der Stadt Leipzig, über 30 Jahre Deutsche Einheit und die Rolle der Kultur

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Hoher Einsatz
Luca Francesconis Oper „Quartett“ wird an der Lindenoper zum ersten Mal auf Deutsch gespielt

Traum vom Ruhm
Claudia Bauer inszeniert "Mephisto" nach Klaus Mann am Schauspiel Frankfurt

Gegen- und Neuerzählung - Die "Tage der Jüdisch-Muslimischen Leitkultur"
Der Initiator Max Czollek im Gespräch

"What a woman can do"
Artemisia Gentileschi in der National Gallery London

Am Mikrofon: Anja Reinhardt

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Das neue Normal - Die Waldbrände an der US-Westküste

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

Fußball - Bundesliga, 3. Spieltag:
VfL Wolfsburg - FC Augsburg; FC Bayern München - Hertha BSC (18:00 Uhr)

Fußball - 2. Bundesliga, 3. Spieltag:
Hamburger SV - Erzgebirge Aue; Holstein Kiel - Fortuna Düsseldorf;
FC Würzburger Kickers - SpVgg Greuther Fürth

Zum Rücktritt von Bibiana Steinhaus - Interview mit Schiedsrichterin Marina Wozniak

Wandel durch Sport - Diplomatische Annäherungen zwischen Israel und VAE

Fußball und Literatur - Vor der Eröffnung der Grass-Ausstellung in Dortmund

Radsport - Weltcup-Rennen Lüttich-Bastogne-Lüttich

Tennis - French Open 2020 in Paris

Handball - Bundesliga: THW Kiel - HC Erlangen

Schmerzmittelmissbrauch in der NHL - Dennis Seidenberg gibt Einblicke

Rund um den Park: Der London Marathon 2020

Am Mikrofon: Astrid Rawohl

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

„Que beleza“
Der irrationale Samba-Soul des Tim Maia
Von Tom Noga und Steffen Irlinger
Regie: die Autoren
Produktion: Deutschlandfunk 2020

João Gilberto? Caetano Veloso? Der König der brasilianischen Musik heißt: Tim Maia. Anfang der 70er-Jahre hat er Soul und Funk in die Samba integriert. Und mit „Black Rio“ eine Bewegung inspiriert, die im brasilianischen Hip-Hop und Baile Funk bis heute nachhallt. Außerhalb Brasiliens aber ist Tim Maia nur Eingeweihten bekannt. Weil er ein Kind der Vorstädte Rio de Janeiros war: schwarz, ungebildet, unhip. Und weil er auf dem Höhepunkt seines Schaffens einer Sekte beitrat, deren Heilsversprechen in der Rettung der Menschen durch Außerirdische besteht. Zwei Alben hat Tim Maia im Dienste der Sekte produziert. Zwei Meisterwerke des Samba-Soul, die damals ungehört verhallten und Tim Maias Karriere zerstörten: Keine Plattenfirma wollte sie herausbringen, kein Fan die kruden Texte hören. Tom Noga und Steffen Irlinger erzählen die Geschichte Tim Maias, einer großen und tragischen Figur der brasilianischen Musik.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Internationale Kölner „Orgel-Mixturen"
Orgelwerke aus Japan und Uraufführungen von Dorothea Hofmann, Simon Rummel, Oxana Omelchuk und Gerald Eckert
Aufnahmen vom 27.,29. und 31.7.2020 aus der Kunst-Station Sankt Peter, Köln
Am Mikrofon: Ingo Dorfmüller

Neben mehreren Uraufführungen einheimischer Urheber boten die diesjährigen Internationalen Kölner Orgel-Mixturen verschiedene ältere Werke von Komponisten aus Japan. Hauptsächlich verdankt sich das der jungen, in Berlin lebenden Organistin Megumi Hamaya, Preisträgerin beim Schnitger-Orgelwettbewerb 2015 im niederländischen Alkmaar. Sie programmierte Werke von Toru Takemitsu, Toshio Hosokawa und Akira Nishimura. Angela Metzger, regelmäßig bei den Mixturen zu Gast, trug ein Stück von Kazuko Narita zu dieser Programmschiene bei. Ihr Anliegen war es seinerzeit weniger, Orgelspiel und Orgelklang zu revolutionieren, als sich auf dem europäischen Sakralinstrument mit einem ostasiatischen Musikdenken auszuprobieren. Der innovative Part des 2020er Mixturen-Jahrgangs fiel an Dorothea Hofmann und Gerald Eckert sowie an Simon Rummel und Oxana Omelchuk, die als Urheber-Duo im Auftrag des Deutschlandfunks komponierten.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:26 Presseschau 

23:30 Uhr

Sportgespräch

Sport - 30 Jahre nach der Einheit

mit Andreas Michelmann, Präsident Deutscher Handballbund
und Daniel Keller, Präsident Deutscher Judo-Club

Die Fragen stellt Matthias Friebe

23:57 Uhr

National- und Europahymne

Auswahl nach Datum

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Aktuelle Themen

Ein Screenshot von einem Trump-Tweet mit Warnhinweis versehen (imago images / ZUMA Wire)

US-Wahl und danach Strategien im Kampf gegen Desinformation in den sozialen Medien

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