Samstag, 30.05.2020
 
Seit 06:10 Uhr Informationen am Morgen

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 10.05.2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Diese nächtliche Dimension
Eine Lange Nacht über die Literaturnobelpreisträgerin Nelly Sachs
Von Vera Teichmann und Harald Krewer
Regie: Harald Krewer
Komposition: Christian Mevs
Klavier: Michael Mühlhaus
(Wdh. v. 15./16.5.2010)

Die Dichterin Nelly Sachs, 1891 in Berlin geboren und 1970 im schwedischen Exil gestorben, war eine Vertraute der Nacht. Erst wenn das Tagewerk getan und die Dunkelheit hereingebrochen war, konnte sie sich dem Schreiben widmen und die Bilder, die aus ihrem Inneren auftauchten, zu Worten formen. Die Nobelpreisträgerin ist auch insofern eine Ausnahmeerscheinung in der Literaturgeschichte, als dass sie den wichtigsten Teil ihres Werkes erst im reifen Alter schuf: ihr Werk beginnt mit der Shoah. Die literarische Produktion vor der Flucht wollte Nelly Sachs nie wieder aufgelegt sehen. Gedichte und Briefe, Auszüge aus Prosatexten und dem dramatischen Werk, historische Originaltöne von Nelly Sachs und Paul Celan sowie Interviews mit Freunden und Weggefährten wie Margaretha Holmqvist und Hans Magnus Enzensberger zeichnen ein Bild von der nächtlichen Dimension im Leben und Werk von Nelly Sachs, deren Todestag sich am 12. Mai zum 50. Mal jährt.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Franz Schubert
Die Winterreise D 911

Julian Prégardien, Gesang
Lars Vogt, Klavier

Aufnahme vom 27.6.2019 aus dem Wasserkraftwerk Heimbach

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Gottfried von Einem
Concerto für Orchester, op. 4

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Johannes Kalitzke

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Henry Purcell
'Jubilate Deo'. Verse anthem für Soli, Chor und Orchester D-Dur
Daniel Lochmann, Knabensopran
Rogers Covey-Crump, Tenor
Michael George, Bass
Choir of New College
The King's Consort
Leitung: Robert King

Georg Philipp Telemann
'Jauchzet dem Herrn alle Welt'. Kantate für alle Zeit für Bass, Trompete, 2 Violinen, Viola und Basso continuo
Klaus Mertens, Bass
Berliner Barock-Compagney

Robert Fuchs
Fantasie für Orgel C-Dur
Peter Planyavsky, Orgel

Johann Sebastian Bach
'Wo gehest du hin?'. Kantate am Sonntag Kantate, BWV 166
Robin Blaze, Countertenor
Makoto Sakurada, Tenor
Stephan MacLeod, Bass
Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Nahtoderfahrung: Vorschau aufs Ewige Leben oder Fantasiegespinst?
Von Marion Sendker
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 80 Jahren: Der Maler Felix Nussbaum wird verhaftet

09:10 Uhr

Der Vormittag

09:10 Die neue Platte 

Neue Musik

09:30 Essay und Diskurs 

Atmosphärische Störung
Gegen eine Architektur der Verachtung
Der Philosoph Mickaël Labbé im Gespräch mit Michael Magercord

Die heutigen Innenstädte stoßen uns aus und stoßen uns ab. Der Straßburger Philosoph Mickaël Labbé fordert deshalb eine Stadtplanung, die nicht nur auf die Funktionalität, sondern auch auf die Atmosphäre achtet. Unsere Innenstädte sprechen uns immer weniger als Bewohner an, die wir doch eigentlich sind. Im besten Fall sind wir in den durchkommerzialisierten Innenstädten noch Kunden. Überwachungskameras, eingezäunte Spielplätze, Mauern vor Wohnhäusern spiegeln uns eher wider, dass wir Verdächtige oder sogar Unerwünschte sind. Der Straßburger Philosoph Mickaël Labbé nennt das alles die „Architektur der Verachtung". Wenn die urbanen Lebenswelten unsere Identität prägen, dann scheint eine Architektur, die nur vom „menschlichen Maß" eines Le Corbusier und von genormten Bedürfnissen spricht, überholt, ja sogar schädlich. Mehr genius loci, mehr Schönheit, mehr Flair, vielleicht auch mehr Pulsieren wäre schön. Aber wie lässt sich das begrifflich exakter fassen?
Mickaël Labbé spricht von der Atmosphäre einer Stadt. Mit diesem zentralen Begriff soll die Philosophie der Architektur beispringen. An konkreten Beispielen in den ganz unterschiedlichen Vierteln in Straßburg demonstriert Labbé, wie die Architektur sich unmittelbar auf die Menschen auswirkt - und wie sie sein könnte, damit sich das „Wunder des Raumes" entfalten kann. Denn Mickaël Labbé will Schluss machen mit einer Stadtplanung, die kaltherzig auf die Lebenswelt ihrer BürgerInnen zugreift. Die BürgerInnen, fordert er, sollen endlich dagegen rebelllieren. Mickaël Labbé ist Direktor der Philosophischen Fakultät der Universität Straßburg und hat dort den Lehrstuhl für Ästhetik und Philosophie der Kunst inne. Zudem ist er Vizepräsident der Internationalen Gesellschaft für Architektur und Philosophie. In seinem jüngsten Buch „Reprendre place: Contre l’ architecture du mépris" ruft er zur Rückeroberung der öffentlichen Räume durch die Bürger auf - und zur Rebellion „gegen die Architektur der Verachtung". Michael Magercord schreibt für Radio und Zeitungen, lebte in Prag und Paris, berichtete lange Jahre aus Asien und lebt heute in Göttingen und Straßburg.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Klosterkirche Zinna bei Jüterbog
Predigt: Pfarrerin Andrea Richter
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Der Vormittag

11:05 Sonntagsspaziergang 

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Einheimische unter sich
Impressionen aus Graal-Müritz an der Ostsee (Mecklenburg-Vorpommern)

In der Tiefe wiederentdeckt
Reise in den Keller

Ohne zu verreisen
Virtueller Ausflug nach Jerusalem

Hörerreise
Mutter-Sohn-Trip nach Finnland

Internationalität all-inklusiv
Deutsch-russisch-ukrainische Begegnung in Hurghada


Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

12:10 Sonntagsspaziergang 

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

12:30 Uhr

Der Mittag

13:00 Nachrichten 

13:05 Interview der Woche 

Achim Steiner, Chef des UN-Entwicklungsprogramm und dritthöchster Repräsentant der UNO

13:30 Uhr

Der Kultur-Nachmittag

13:30 Zwischentöne 

Musik und Fragen zur Person
Die Musikwissenschaftlerin Susanne Rode-Breymann im Gespräch mit Michael Langer

Susanne Rode-Breymann ist Präsidentin der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und Leiterin des Forschungszentrums Musik und Gender. Außerdem ist sie Vorsitzende der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen in der HRK. Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann hat zahlreiche Publikationen zur Musikgeschichte der Frühen Neuzeit, der Tonkunst der Jahrhundertwende und der Neuen Musik verfasst bzw. herausgegeben. Zu ihren populären Schriften zählt die außergewöhnliche Biographie einer ungewöhnlichen Frau: "Alma Mahler-Werfel. Muse, Gattin, Witwe" (C.H. Beck, München 2014). Seit 2006 leitet sie das Forschungszentrum Musik und Gender an der Musikhochschule Hannover. Diese Forschungseinrichtung hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, Leben und Werk zu Unrecht vergessener Komponistinnen und Musikerinnen zu erschließen.

14:00 Nachrichten 

14:05 Zwischentöne 

15:00 Nachrichten 

15:05 Rock et cetera 

Americana apokalyptisch
Die Alternative Rock-Band Murder by Death
Von Kai Löffler

Die Agatha Christie-Parodie „Murder by Death" - in Deutschland bekannt als „Eine Leiche zum Dessert" - war die namentliche Inspiration für fünf Indie-Rocker aus Indiana. Vor 20 Jahren haben sie als College-Studenten angefangen, in ihrem Wohnheim Musik zu machen. Ihr Sound hat sich seitdem weiter entwickelt und klingt inzwischen nach eigensinnigem Psychedelic-Alt-Country-Post-Rock zwischen Nick Cave, Johnny Cash und Bonnie „Prince" Billy. Die theatralischen Songs handeln von Sagen und Folk-Legenden, vom Teufel, dem Wilden Westen und vor allem dem Kino, ihr Debüt heißt „Like The Exorcist, but more Breakdancing". Das letzte Album schlägt einen melancholischeren Ton an: „The Other Shore" erzählt die Geschichte einer sterbenden Erde und einer Flucht zu den Sternen. Von der Urbesetzung ist neben Sänger, Songwriter und Gitarrist Adam Turla auch Cellistin Sarah Balliet übriggeblieben - und deren Instrument übernimmt nicht nur die Rolle einer Sologitarre, es ist auch das Herz von Murder By Death.

16:00 Nachrichten 

16:10 Büchermarkt 

Buch der Woche

Charles King: „Schule der Rebellen. Wie ein Kreis verwegener Anthropologen Race, Sex und Gender erfand“
Aus dem Englischen von Nikolaus de Palézieux
(Carl Hanser Verlag, München)
Ein Beitrag von Leander Scholz

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Forschung aktuell 

Wissenschaft im Brennpunkt
Out of the Wild
Virenimport durch Wildtierhandel
von
Andrea Rehmsmeier

17:00 Nachrichten 

17:05 Kultur heute 

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Der Abend

Quarantäne, Politisches Kalkül und Misstrauen. Die Corona-Pandemie in Osteuropa.

18:40 Hintergrund 

19:00 Nachrichten 

19:05 Deutschlandfunk - Alles von Relevanz 

Kommentar

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Der Kultur-Abend

20:05 Freistil 

Dreierpack (1/3)
Staub
Das verfolgte Faszinosum
Von Dieter Jandt
Regie: Uta Reitz
Produktion: Dlf 2000
(Teil 2 am 17.5.2020)

Luft ist niemals wirklich rein. Auch nicht der Boden, auf dem wir stehen. Stets regnet ein unsichtbarer Fall-out auf den Menschen nieder und belegt ihn und seine Umgebung mit einem sanften Film. Der Leidgeplagte kämpft dagegen an. Erfolglos. Der permanente Kampf gegen Staub ist ein wahrer Sisyphosakt. Ein ständiges Ringen in einer Welt voller farbloser Fäden. Und rutscht man doch so verbissen auf den Knien, bewaffnet mit Staubsauger, Lappen und Handfeger, um in den hintersten Winkel zu gelangen, so wird man doch irgendwann selbst zu Boden sinken und zu Staub zerfallen. Ist dieses frustrierende Säubern also im tiefen Grunde eine zähe Auseinandersetzung mit dem schleichenden Verfall, um ja nicht selbst zu geschlagener Stunde pulverisiert zu werden? Ein graues Phänomen, um das sich zäh Assoziationen der Vergängnis ranken wie klebrige Spinnweben. Psychologen wie Allergologen raten zur Mäßigung, derweil Staubsaugerindustrie und Allergiker den Staub schier verteufeln.

21:00 Nachrichten 

21:05 Konzertdokument der Woche 

Werke von Johann Michael Bach, Johann Sebastian Bach, Heinrich Schütz, u.a.

amarcordplus
Isabel Schicketanz, Sopran
Heidi Maria Taubert, Sopran
Stefan Kunath, Altus
Wolfram Lattke, Tenor
Robert Pohlers, Tenor
Frank Ozimek, Bariton
Daniel Knauft, Bass
Holger Krause, Bass

Aufnahme vom 1.5.2020 aus der Thomaskirche Leipzig

Am Mikrofon: Haino Rindler

Das internationale a cappella Fest Leipzig musste in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Das Eröffnungskonzert konnte aber als „Geisterkonzert" ohne Publikum, in der Thomaskirche stattfinden. Das Konzertprogramm bezieht sich auf Leipzig, auf die Thomaskirche, beispielsweise mit geistlichen Madrigalen von Johann Hermann Schein, der Thomaskantor von 1616 bis 1630 war. Das fünfköpfige Vokalensemble amarcord erweitert sich hierbei um drei Stimmen, um die Musik in ihrer Vielstimmigkeit wiedergeben zu können.

22:00 Nachrichten 

22:05 Konzertdokument der Woche 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

Journal vor Mitternacht

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Ein Mann sitzt vor schwarzem Hintergrund angelehnt an einen Flügel (Christoph Bombart)
Der Jazzpianist Florian Weber Lebensinhalt Improvisation
Klassik-Pop-et cetera 30.05.2020 | 10:05 Uhr

Heute ist er ein preisgekrönter Musiker, aber nach seinem Studium lebte Florian Weber auf der Straße und übte heimlich in der Kölner Musikhochschule. Dann fing er an, nach Hilfe zu suchen - in der Musik.

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