Donnerstag, 18.01.2018

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 28.01.2018
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

„Ich folge den Ablagerungen der Geschichte in mir"
Eine Lange Nacht über den israelischen Filmemacher Amos Gitai
Von Heike Brunkhorst und Roman Herzog
Regie: Claudia Mützelfeldt

Amos Gitai - Filmemacher des jüdischen Israel in all seinen Widersprüchen und Konflikten. Er ist unbequem und herausfordernd - und überaus produktiv: in 40 Jahren sind über 60 Dokumentar- und Spielfilme entstanden. Vom Staat zensiert, geht Amos Gitai ins Exil und kehrt zurück nach der Wahl Yitzhak Rabins zum Ministerpräsidenten 1992. Heute in beiden Welten lebend, eckt er mit seinen Filmen immer wieder an, hinterfragt die Gewaltgeschichte seines Landes, die Diskriminierung der Palästinenser und politische Mythen - der Linken wie der Rechten, der Israelis und der Palästinenser. Impulsgeber ist dabei seine Familiengeschichte - Mutter Sabra, Vater Ashkenasi - und die Bibel. Kein anderer israelischer Filmemacher bringt so stark religiöse Texte ins Spiel. Sein Kino ist der Versuch, in einer Architektur des Realen zusammenzufügen, was auseinanderzufallen droht, im nomadischen Dasein Identitäten zu schaffen inmitten vollständiger Orientierungslosigkeit. Gitai versucht, Erinnerungen zu bewahren im Augenblick ihrer allgegenwärtigen Zerstörung und Anhaltspunkte zu verorten angesichts der Auflösung aller Koordinaten - eine Chronik des Verschwindens, zugleich Utopie einer anderen Realität.

01:00 Nachrichten  

02:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionachtaufnehmen

02:05 Sternzeit  

02:07 Klassik live  

"Freundschaft" - Beethovenfest Bonn 2016

Valentin Barykin
Variationen über ein Thema von Wladimir Vogel für Klavier und Ensemble (Uraufführung)

Gawriil Nikolajewitsch Popow
Septett für Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Klarinette, Horn und Fagott C-Dur, op. 2 („Kammersinfonie“, 1927)

Galina Ustwolskaja
Sonate für Klavier Nr. 2

Ensemble 2012 der Russisch-Deutschen Musikakademie:

Olga Volkova, Violine
Dinara Nuratova, Viola
Jakob Stepp, Violoncello
Angela Contreras Reyes, Kontrabass
Lija Steininger, Flöte
Nikita Vaganov, Klarinette
Rodion Tolmachev, Fagott
Timur Martynov, Trompete
Alexandru Afanasjew, Horn
Nikolaus Rexroth, Klavier

Aufnahme vom 16.9.2016 aus dem Bonner Beethoven-Haus

03:00 Nachrichten  

03:05 Heimwerk  

Das geistliche Jahr (3)

Jörg Herchet
Kantate zum Sonntag Septuagesimae

Matthias Geuting, Orgel, Gesang und Rezitation

03:55 Kalenderblatt  

04:00 Nachrichten  

04:05 Die neue Platte XL  

05:00 Nachrichten  

05:05 Auftakt  

06:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

06:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

06:10 Uhr

Geistliche Musikaufnehmen

Matthaeus Pipelare
Missa 'L'homme armé' zu 4 und 5 Männerstimmen a cappella
Huelgas Ensemble
Leitung: Paul van Nevel

Johann Sebastian Bach
'Jesus schläft, was soll ich hoffen'. Kantate zum 4. Sonntag nach Epiphanias für Soli, Chor und Orchester, BWV 81
Roswitha Müller, Alt
Bernhard Berchtold, Tenor
Wolf Matthias Friedrich, Bass
Rudolf Lutz, Orgel
Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung
Leitung und Orgel: Rudolf Lutz

07:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

07:05 Uhr

Information und Musikaufnehmen

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

07:30 Nachrichten  

07:50 Kulturpresseschau

08:00 Nachrichten  

08:30 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgenaufnehmen

Religiöses Wort
Mission heute - nur ein schwieriger Begriff?
Von Alfred Herrmann
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschauaufnehmen

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kalenderblattaufnehmen

Vor 150 Jahren: Der österreichische Schriftsteller Adalbert Stifter gestorben

09:10 Uhr

Die neue Platteaufnehmen

Klaviermusik

09:30 Uhr

Essay und Diskursaufnehmen

Über Natur schreiben heißt über den Menschen schreiben
Esther Kinsky im Gespräch mit Katharina Teutsch

Die Vögel, so heißt es in Esther Kinskys London-Roman ,Am Fluß’, wüssten nichts vom Herzzerreißenden ihres Klanges. Nur der Mensch kann es benennen. Esther Kinsky schreitet das Marschland an den nördlichen Ausläufern Londons ab, entrollt eine Kulturgeschichte dieser Wildnis entlang des River Lea. Der Ort ist durchdrungen von den Sedimenten menschlicher Existenz. Ein verschlungenes Verhältnis, von dem Esther Kinskys Romane und ihre Gedichte Zeugnis ablegen. Ein wachsendes Interesse an Naturthemen ist in der literarischen Landschaft zu verzeichnen. Nature Writing, in diesem Jahr wurde in Deutschland zum ersten Mal ein Preis für die literarische Naturerfoschung verliehen. Zahlreiche andere Autoren fallen unter diese Gattungsbezeichnung, seitdem die hiesige Kritik den aus der angloamerikanischen Literatur entlehnten Begriff für sich entdeckt hat. Doch wovon schreibt, wer über Natur schreibt? Mit politischem Engagement über Umweltschutz? Mit philosophischem Erkenntnisinteresse über die menschliche Natur? Mit eskapistischer Schwärmerei über das Andere?

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Gottesdienstaufnehmen

Übertragung aus der Stadtkirche in Melsungen
Predigt: Dekan Norbert Mecke
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

11:05 Uhr

Interview der Wocheaufnehmen

Markus Söder, CSU, Finanzminister und designierter Ministerpräsident des Freistaates Bayern

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergangaufnehmen

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

12:00 Nachrichten  

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:05 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

13:30 Uhr

Zwischentöneaufnehmen

Musik und Fragen zur Person
Der Designer Erik Spiekermann im Gespräch mit Joachim Scholl

Seine typografischen Gestaltungen begleiten uns auf Schritt und Tritt: Ob die Deutsche Bundesbahn, VW und Audi, große Zeitungen und Buchverlage - Erik Spiekermann setzt sie grafisch ins Bild. Geboren 1947, hat Erik Spiekermann in Berlin ein Studium der Kunstgeschichte schnell abgebrochen, um sich selbstständig zu machen: als Typograf, Designer und Erfinder zahlreicher Schrifttypen, die heute überall in der Welt den öffentlichen Raum prägen. Er hat die Fahrpläne der Berliner Verkehrsbetriebe und das Leitsystem des Düsseldorfer Flughafens entworfen - überall findet man die Spierkermann’schen Buchstaben, zu denen er ein libidinöses Verhältnis pflegt. Von dieser Hingabe und einer phänomenalen Karriere wird Erik Spiekermann in den ‚Zwischentönen’ erzählen!

14:00 Nachrichten  

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Rock et ceteraaufnehmen

"Wie Geister aus dem Nichts ...“
Der irische Gitarrist und Sänger Glen Hansard
Von Marlene Küster

Songs haben ein Eigenleben, meint der Sänger und Gitarrist Glen Hansard: Sie tauchen auf „wie Geister aus dem Nichts”, bleiben ein paar Minuten in deinem Kopf und verschwinden ebenso schnell, wie sie gekommen sind. Deshalb musst du sie unbedingt festhalten. Damit hat der 1970 geborene Ire sehr früh begonnen: Er ist 13, als er die Schule verlässt und sich als Musiker auf den Straßen von Dublin durchschlägt, später spielt er eine Hauptrolle im Musikfilm ‚The Commitments‘, 2008 gewinnt er zusammen mit der Pianistin Markéta Irglová einen Oscar für den Titel ‚Falling Slowly‘ aus dem Film ‚Once‘. Nach reduzierten Anfängen ist sein Sound geradezu orchestral geworden, und auf seinem achten Studioalbum ‚Between Two Shores‘ ist Glen Hansard auch politisch.

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:10 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

Wissenschaft im Brennpunkt
Wer wagt, verliert.
Whistleblower im Labor
von Christine Westerhaus

Whistleblower sind selten Helden. Sie decken Missstände auf, ohne Rücksicht auf die eigene Karriere, Gesundheit oder Freundschaften. Der Einsatz ist hoch, der Nutzen für die Allgemeinheit vor allem dort unschätzbar, wo andere Kontrollinstanzen versagen. Mit Edward Snowden haben Whistleblower noch einmal an Ansehen gewonnen. Doch was hat es ihnen gebracht?

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Kulturfragenaufnehmen

Debatten und Dokumente

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abendaufnehmen

18:40 Uhr

Hintergrundaufnehmen

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

19:10 Uhr

Sport am Sonntagaufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Freistilaufnehmen

Im Schatten der Geschichte
Der amerikanische Comic-Autor Art Spiegelman
Von Christian Gasser
Regie: Susanne Krings
Produktion: WDR/SWR 2008

Das Unterfangen schien vermessen: 1978 begann Art Spiegelman, das Schicksal seiner Eltern Wladek und Anja im Dritten Reich zu schildern. Ihren Weg von den ersten Pogromen in Polen bis ins Konzentrationslager. Als Darstellungsform wählte der Künstler den Comic. Das war neu und für viele der Gipfel der Unverfrorenheit: Die Menschen trugen frei nach Hitlers rassistischen Metaphern Tiergesichter. Als 1992 der abschließende zweite Band von ,Maus’ erschien, hatte Art Spiegelman bewiesen, dass der Comic fähig ist, jedes noch so komplexe Thema adäquat zu verarbeiten. Nach dem Welterfolg von ,Maus’ zeichnete er kaum noch Comics, sondern machte sich mit Titelbildern für die Zeitschrift ,New Yorker’ einen Namen. Erst die Anschläge vom 11. September 2001 brachten ihn zum Comiczeichnen zurück. Art Spiegelman wird am 15. Februar 70 Jahre alt.

21:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

21:05 Uhr

Konzertdokument der Wocheaufnehmen

Bohuslav Martinů
Klaviertrio 'Bergerettes'

Eugène Bozza
Fantaisie pastorale für Oboe und Klavier

Bohuslav Martinů
Quartett für Oboe, Violine, Violoncello und Klavier

Kammermusikensemble des DSO:
Martin Kögel, Oboe
Eva-Christina Schönweiß, Violine
Thomas Rößeler, Violoncello
Nikolaus Resa, Klavier

Aufnahme vom 19.1.2018 aus der Villa Elisabeth in Berlin

Am Mikrofon: Uwe Friedrich

Mit seinem Oboenquartett schaut der tschechische Komponist Bohuslav Martinů aus dem amerikanischen Exil wehmütig zurück in sein Heimatland, in das er auch nach dem Krieg nicht mehr zurückkehren sollte. Musikalisch blieb er der folkloristischen Musiktradition Böhmens jedoch verwurzelt, wo er einst beim Dorfschneider seinen ersten Geigenunterricht erhielt. Mit dem akademischen Musikleben Prags tat Martinů sich schwer und fand erst in Paris ein freieres Leben, das sich im Klaviertrio 'Bergerettes' spiegelt. Während im Oboenquartett Trauer und Wehmut vorherrschen, sind die 'Bergerettes' von einer Heiterkeit bestimmt, wie sie auch in den helleren Sätzen seiner Symphonien zu finden ist. Die Oboe als Instrument der Schäfer und Naturgötter inspirierte auch den französischen Komponisten Eugène Bozza, der gerade in seiner Kammermusik immer wieder die Schönheit der Provence zu schildern versuchte. Seine Fantaisie pastorale entstand etwa in der Zeit, in der für Martinů die Heimat bereits in unerreichbare Ferne gerückt war. Musiker des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin spielen Werke von Martinů und Bozza in der Villa Elisabeth, dem ehemaligen Pfarrhaus der Elisabethgemeinde, das zusammen mit der wiederaufgebauten Kirche Karl Friedrich Schinkels ein Zentrum für musikalische Experimente bildet.

22:00 Nachrichten  

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Das war der Tagaufnehmen

23:30 Uhr

Sportgesprächaufnehmen

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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