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Programm: Vor- und RückschauMittwoch, 25.03.2026

  • 00:05 Uhr

    Am MIkrofon: Julian Kuper

    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:30 Uhr   Tag für Tag

    Aus Religion und Gesellschaft
    (Wdh.)

  • 05:05 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Pfarrerin Angela Rinn, Mainz
    Evangelische Kirche

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 30 Jahren: Hamburger Mäzen und Millionenerbe Jan Philipp Reemtsma entführt

  • 09:10 Uhr
  • 09:35 Uhr

    Aus Religion und Gesellschaft

  • 10:08 Uhr

    Heizen, tanken, reisen
    Was ist der Preis für unsere fossile Abhängigkeit?
    Am Mikrofon: Sören Brinkmann

    Hörertel.: 00800 4464 4464
    agenda@deutschlandfunk.de

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 14:35 Uhr

    Das Bildungsmagazin

  • 15:05 Uhr
  • 15:35 Uhr

    Das Medienmagazin

  • 16:10 Uhr
  • 17:35 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:40 Uhr
  • 20:10 Uhr

    Die Hand ausstrecken - ein Jude in Sarajevo
    Von Paul Hildebrandt

    Während des Bosnien-Krieges schmuggelte Jakob Finci Medikamente und Lebensmittel nach Sarajevo. So rettete der Präsident der jüdischen Gemeinde Sarajevos vermutlich tausenden Menschen das Leben. Nach dem Krieg gründete er einen inter-religiösen Rat und brachte alle Glaubensführer an einen Tisch. Heute leitet er die winzige jüdische Gemeinde in einer muslimischen Stadt und versucht das Land noch immer zu versöhnen. Wie kann das gelingen? Ein Radiofeature über die Rolle des Glaubens in einem vom Krieg zerrütteten Land.

  • 20:30 Uhr

    Judith Hermann liest aus und spricht über „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ (2/2)

    Selbst in der Enkelgeneration wissen die meisten deutschen Menschen nicht, wie ihre Großeltern im Zweiten Weltkrieg gehandelt haben - über zwanzig Jahre nach der bahnbrechenden Studie: „Opa war kein Nazi“ von Harald Welzer, Sabine Moller und Karoline Tschuggnall. Während die letzten Zeitzeugen sterben, die AfD den Stolz auf die Großeltern propagiert und plötzlich vom „Schuldkult“ gesprochen wird, wagt sich Judith Hermann in die schrecklichen Untiefen ihrer Familiengeschichte. Denn ihr Opa war ein Nazi und vermutlich beteiligt an SS-Verbrechen im polnischen Radom. „Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass sich die Leben der Großeltern über die Eltern hinweg in den Lebenswegen der Enkel aufzeigen.“ Nach Radom reist die Schriftstellerin, ganz allein, im Gepäck: Stig Dagermans „Deutscher Herbst“, Natasche Wodins „Sie kam aus Mariupol“, Czeslaw Milosz’ „Das Tal der Issa“. In Polen kauft sich Judith Hermann eine neue Lesebrille und schaut mit einem neuen, immer melancholischeren Blick auf die Vergangenheit - und verliert irgendwann: die Fassung, nicht die der neuen Brille, sondern die ihres Selbst. Eine erschütternde Lektüre, eine radikale Befragung - die zeigt, dass wir niemals alle verstehen können.
    Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. Ihr Debüt “Sommerhaus, später” (1998) war ein Meilenstein der Gegenwartsliteratur. 2003 folgte der Erzählungsband “Nichts als Gespenster”. Einzelne dieser Geschichten wurden 2007 für das Kino verfilmt. 2009 erschien “Alice”, fünf Erzählungen, 2014 der erste Roman, “Aller Liebe Anfang”. 2016 folgten die Erzählungen “Lettipark”, die mit dem dänischen Blixen-Preis für Kurzgeschichten ausgezeichnet wurden. Für ihr Werk wurde Judith Hermann mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem Kleist-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis. Zuletzt erschien 2023 bei S. Fischer “Wir hätten uns alles gesagt”, basierend auf den Frankfurter Poetikvorlesungen, die Judith Hermann im Frühjahr 2022 hielt. Dafür erhielt sie den Wilhelm Raabe-Literaturpreis. Die Autorin lebt und schreibt in Berlin.

  • 21:05 Uhr

    Kabarett, Comedy & schräge Lieder
    In der Tradition des feministischen Chansons - Die Kabarettistin Sigrid Grajek
    Von Regina Kusch

    „Das Leben will gefeiert werden“- Das klingt wie ein Chanson der Diseuse Claire Waldoff, die vor 100 Jahren ein Star war, ist aber das Motto von Sigrid Grajek. Für die gelernte Schauspielerin ist Kultur ein Grundlebensmittel und Lachen in noch so schweren Zeiten Medizin. Mit ihrer Vorliebe für Geschichte und Geschichten erhellte sie in einer 20er-Jahre-Revue die dunklen Seiten der wilden Hauptstadtmetropole, deren großer Star die Waldoff war. Mit der verbindet Sigrid Grajek neben ihrer Liebe zu Berlin auch die Herkunft aus dem Ruhrgebiet. Wer im Kohlenpott aufgewachsen ist, hat die Fähigkeit, Schönheit zu finden, wo andere nicht einmal suchen würden, sagt sie. Neben Programmen, in denen sie das künstlerische Erbe der Waldoff pflegt, tritt sie außerdem als Coco Lorèz auf - eine ältere Dame mit E-Gitarre, die ungefragt die Weltlage kommentiert.

  • 22:05 Uhr

    Auswärtsspiel - Konzerte aus Europa

    Mirrored: Maurice Ravel im Spiegel

    Maurice Ravel
    Pavane pour une infante défunte, M.19
    Trois Chansons, M.69
    Adagio assai, aus dem Klavierkonzert in G-Dur, M.83

    Eriks Ešenvalds
    Stars

    Julien Libeer, Klavier
    Cappella Amsterdam
    Leitung: Daniel Reuss

    Aufnahme vom 30.11.2025 aus dem Muziekcentrum De Bijloke, Gent

    Am Mikrofon: Oliver Cech

    Der Pianist Julien Libeer und das Ensemble Cappella Amsterdam huldigten dem Jubilar Maurice Ravel.

    „Miroirs“, also „Spiegelbilder“ hat Maurice Ravel 1905 seinen berühmten Zyklus von Klavierstücken genannt; eines der Schlüsselwerke des französischen Impressionismus. Die Erfahrung der Welt löst sich hier auf in ein schillerndes Spiel von Klangfarben. Davon inspiriert war das Konzert „Mirrored“, „Gespiegelt“, im November letzten Jahres. Der Pianist Julien Libeer und das Ensemble Cappella Amsterdam huldigten dem Jubilar Maurice Ravel mit einem Konzert, das ausgewählte Werke Ravels wie in Spiegelungen neu erfahrbar machte. So wird etwa die „Pavane pour une infante défunte“, ursprünglich ein Klavierstück, hier reflektiert zu einem wehmütigen Chorgesang mit Klavierbegleitung - auf den Text eines Liebesliedes aus dem 16. Jahrhundert, „Belle qui tiens ma vie“, ebenfalls eine Pavane.

  • 22:50 Uhr
  • 23:10 Uhr

    Journal vor Mitternacht