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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 12.07.2026

  • 00:05 Uhr

    Aus Heimat und Sprache vertrieben
    Die Lange Nacht des Schreibens im Exil
    Von Sieglinde Geisel
    Regie: Beate Ziegs

    Mehr als 120 Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht - ein trauriger Rekord. Die Schriftstellerinnen und Schriftsteller unter ihnen kämpfen mit den gleichen existenziellen und bürokratischen Schwierigkeiten wie alle anderen. Zugleich befinden sie sich in einer besonderen Lage. Der Verlust der Sprache bedeutet für sie auch den Verlust ihres bisherigen Publikums. Und wer in seinem Land ein Literaturstar war, ist im Exilland oft völlig unbekannt. Hier ist er oder sie ein Außenseiter - doch gerade der Blick von außen kann für das Schreiben eine Ressource sein. Die Autorinnen und Autoren, die in dieser Langen Nacht ihre Geschichte erzählen, kommen aus Belarus, Russland, Iran, Syrien, Eritrea, der Türkei und dem Sudan. Sie leben in Deutschland. Während des Nationalsozialismus hat Deutschland eine halbe Million Menschen ins Exil gezwungen, heute ist es zu einem Zufluchtsort geworden für vertriebene Schriftsteller:innen aus aller Welt.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Ljubica-Marić-Mikrofestival 2025 "Songs of Space"

    Ljubica Marić
    "Torso" für Violine, Violoncello und Klavier

    Freies Ensemble Dresden

    Aufnahme vom 9.5.2025 aus der Sächsischen Landesbibliothek in Dresden

    03:05 Uhr   Heimwerk

    Violin Sonatas Nos 1, 5, 6 & 10

    Ludwig van Beethoven
    Sonate für Violine und Klavier A-Dur, op. 30 Nr. 1

    Antje Weithaas, Violine
    Dénes Várjon, Klavier

  • 06:05 Uhr

    Änderungen beim Elterngeld: Rückschritt für kluge Familienpolitik
    Von Johannes Schneider

  • 06:10 Uhr

    Johann Ludwig Bach
    „Ich will meinen Geist in euch geben.“ Kantate zum 6. Sonntag nach Trinitatis, JLB 7
    Tabea Mitterbauer, Sopran
    William Shelton, Countertenor
    Michael Mogl, Tenor
    Sebastian Myrus, Bass
    Capella Sollertia
    Leitung: Johanna Soller

    Johann Sebastian Bach
    „Vergnügte Ruh', beliebte Seelenlust“. Kantate zum 6. Sonntag nach Trinitatis, BWV 170
    Alois Mühlbacher, Countertenor
    Erich Traxler, Nelson-Orgel der Kurhauskirche in Schärding am Inn
    Pallidor
    Leitung: Franz Farnberger

    Arvo Pärt
    Littlemore Tractus
    Estnischer Philharmonischer Kammerchor
    Christopher Bowers-Broadbent, Rieger-Closa-Orgel der Nigulistekirik in Tallinn
    Leitung: Paul Hillier

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    "Critical Fabulations" - Leerstellen und marginalisierte Geschichten der documenta

    Zeitwahrnehmung - Tickt die Uhr im Urlaub anders? Ein Interview mit dem Zeitforscher Jonas Geißler

    KI-Texte - Die Automatisierung des Denkens? Ein Interview mit dem Schriftsteller Philipp Schönthaler

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    "Love is in the air"? Zu NATO, Nahost und Russland ein Interview mit dem Politologen Herfried Münkler

    Denk ich an Deutschland: der Liedermacher Reinhard Mey

    Am Mikrofon: Anja Reinhardt

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    "Dieser Tag ein Leben"
    Sommerliche Lebenskunst mit Astrid Lindgren
    Von Pfarrerin Kathrin Oxen
    Evangelische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 100 Jahren: Grundsteinlegung für das faschistische Siegesdenkmal in Bozen

  • 09:10 Uhr

    Historische Aufnahmen

  • 09:30 Uhr

    Verkehrswende
    Der Kampf ums Auto - Freiheit, Klima und die Zukunft der Städte
    Von Niklas Maak

    Kaum ein Gebrauchsobjekt spaltet die Gesellschaft so wie das Auto: für die einen ist es ein ökologisches Problem, das Straßen verstopft und Atemluft verschmutzt, für die andern ein notwendiges Transportmittel und Ausdruck individueller Freiheit. 
    Die Diskussion um das Auto bedroht inzwischen sogar die Demokratie selbst: Stadtregierungen, die versuchen, die autofreie Stadt soweit wie möglich durchzusetzen, werden abgewählt, wie zuletzt in Berlin passiert. Konservative und extrem rechte Parteien gehen erfolgreich auf Wählerfang mit Kampagnen wie „Auto verbieten verboten“. In Tschechien ist sogar eine Auto-Partei gegründet worden, die große Erfolge feiert. Muss man die Idee der ökologisch nachhaltigen Stadt der Fahrradfahrer und Fußgänger, die mit dem öffentlichen Nahverkehr gut zurecht und überall hin kommen, aufgeben und akzeptieren, dass die Städte weiterhin mit dieselnden Zweitonnern durchrollt werden, in denen nur eine Person sitzt? 
    Oder könnte es eine Lösung geben, die die Bedürfnisse der Autofahrer befriedigt und gleichzeitig den ökologischen Anforderungen unserer Zeit Rechnung trägt? Wäre es denkbar, die Städte für große, schwere Autos zu sperren, wie es in Paris schon praktiziert wird, aber gleichzeitig eine neue Typologie von Fahrzeugen anzubieten, die alles können, was Autos in der Stadt können müssen - drei Kinder zum Sport fahren, bei Regen die Oma mit dem Gepäck am Bahnhof abholen, vielleicht einmal zu zweit oder zu viert an den See fahren und dabei nur 300 Kilo wiegen? 
    Städte werden immer auf Mobilität angewiesen sein. An der Art, wie eine Gesellschaft ihre Mobilität gestaltet, wird sich nicht weniger als die Zukunft des sozialen Zusammenlebens entscheiden. Umso wichtiger ist es, nicht nur aus Klimaschutzgründen über alternative Lösungen zur aktuellen Situation nachzudenken.
    Niklas Maak (Jahrgang 1972) ist Feuilletonredakteur der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Dort schreibt er über Kunst und Architektur, aber auch über Alltagsästhetik und Design. Zu seinen wichtigsten Büchern gehören die Romane „Fahrtenbuch: Roman eines Autos“ (2011), „Technophoria“ (2020) sowie die Sachbücher: „Wohnkomplex. Warum wir andere Häuser brauchen“ (2014) und „Atlas der seltsamen Häuser und ihrer Bewohner“ (2016). Er wurde vielfach ausgezeichnet, etwa mit dem Henri-Nannen-Preis oder dem Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Kirche St. Georg in Nürnberg
    Zelebrant: Pfarrer Matthias Untraut
    Katholische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Tino Chrupalla, Ko-Vorsitzender AfD; Ko-Fraktionsvorsitzender im Dt. Bundestag

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Besuch in Krania, einem Bergdorf auf den Rückläufern des Olymp

    Zu Gast in Cabo Polonio, Uruguay

    Via Francigena - Alter Pilgerweg, neu entdeckt

    Lübeck und das Wasser

    Am Mikrofon: Laura Kingston

  • 13:05 Uhr
    13:20 Uhr   WM Magazin

    FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™

  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Der Demokratieaktivist Frank Richter im Gespräch mit Christiane Florin

    Er hat eine bewegte politische Biografie: In der DDR gehörte er zur christlichen Bürgerrechtsbewegung, nach der Wende engagierte er sich erst in der CDU, dann in der SPD. Von politischer Bildung hänge das Überleben der Demokratie ab, sagt er.

  • 15:05 Uhr

    Zwischen LA und Elternschaft
    Alt-J-Sänger JJerome87 auf Solopfaden
    Von Friederike Schröder

    Alt-J-Frontmann mit seinem Solo-Debüt - einem Album wie eine Erinnerungsbox zwischen Indierock, Americana und Soul.

    Joe Newman, Leadsänger der Band Alt-J aus Leeds, tritt als JJerome87 erstmals allein ins Rampenlicht. Mit Alt-J hat er den Indierock-Sound der 2010er-Jahre wesentlich geprägt, nun schlägt Newman mit dem Album „The Canyon“ ein neues Kapitel auf, ein persönliches: Im Zentrum des Albums steht die Geburt seiner Tochter - ein lebensveränderndes Ereignis für Newman. Darum entschied er, diese Platte als Solomusiker aufzunehmen. Er verbrachte viel Zeit in Los Angeles und arbeitete mit erfahrenen Sessionmusikern. Das Ergebnis bewegt sich zwischen Indierock, Americana, und Soul ergänzt durch Field Recordings - darunter auch Tonaufnahmen seiner Tochter. Ein Album wie eine Erinnerungsbox: Neben den persönlichen Momenten stehen fantasievolle Geschichten und Alltagsbeobachtungen, aus denen Newman seine Songs spinnt.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Kinga Toth: „MARIAMACHINA. Gedichte“
    (Matthes & Seitz Berlin Verlag)
    Ein Beitrag von Beate Tröger

    Am Mikrofon: Wiebke Porombka

  • 16:30 Uhr

    KI verstehen - Der Podcast über Künstliche Intelligenz im Alltag

    KI im Bevölkerungsschutz - Wie KI-Tools bei Krisen und Katastrophen helfen
    Von Ralf Krauter und Maximilian Brose

    Hitzewellen, Überschwemmungen, Erdbeben - Katastrophen können für viele Menschen zur Gefahr werden. KI kann uns vor ihnen warnen und im Krisenfall unterstützen. Doch es gibt Einschränkungen - und moderne generative Modelle sind oft nicht das Mittel der Wahl in Notsituationen. Maximilian Brose erklärt Ralf Krauter welche KI-Systeme man unter anderem beim Deutschen Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk bereits erprobt.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente
    Die Unabhängigkeitserklärung und die neuen Fürsten - Literaturwissenschaftler Adrian Daub von der Stanford University über Silicon Valley, Maga und die USA heute, im Gespräch mit Anja Reinhardt

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen
    60. Jubiläumsausgabe - Das Filmfestival von Karlovy Vary

    Der fliegende Holländer - Die Eröffnung der Tiroler Festspiele in Erl

    "Bodensee Étude" - Einmalige Performance von Florentina Holzinger in Bregenz

    „Critical Fabulations" - Leerstellen und marginalisierte Geschichten der documenta

    Am Mikrofon: Doris Schäfer-Noske

  • 18:10 Uhr
    18:35 Uhr   WM aktuell

    FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™

  • 18:40 Uhr

    Lokaljournalismus - Wenn die Berichterstattung vor Ort wegbricht (Dlf Mai 2026)

  • 20:05 Uhr

    doku drops 13+14
    Zusammenstellung: Judith Geffert und Ingo Kottkamp
    Deutschlandfunk 2026
    (Wdh. v. 11.07.2026, 18.05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur)

    doku drops 13: Kollision
    Moderation: Judith Geffert
    Ton: Judith Geffert und die Autor*innen
    Länge: 25‘50

    Wenn zwei Galaxien kollidieren, prallen sie nicht wirklich aufeinander. Sie ordnen sie sich neu. Schwarze Löcher entstehen und um sie herum wirbeln neue Sterne. Und wenn Körper oder Weltanschauungen zusammenstoßen? Davon erzählen zwei neue Kurzdokus.

    Mit folgenden Kurzdokus:

    Touch-ID
    Von Sara Zarreh Hoshyari Khah

    Zu Besuch im Steinzeit-Museum. Eine 40 000 Jahre alte Skulptur! Mit einem ebenso alten Fingerabdruck darauf … Nur: was macht dieser Mann daneben?

    100 Jahre nach der Kollision kommt der Papst
    oder:
    La Muerte de Antoni Gaudí
    Von Étienne Roeder

    Diese Kollision war plötzlich, unerwartet und tödlich: auf dem Weg in die Sagrada Família stieß ihr Architekt mit einer Straßenbahn zusammen. Warum und warum gerade dann?

    Anschließend:

    doku drops 14: jung und alt
    Moderation: Ingo Kottkamp
    Ton: N.N. und die Autor*innen
    Länge: ca. 27'20

    Wie viel Kontakt haben wir mit Menschen, die wesentlich älter oder jünger sind als wir selbst und die nicht zur eigenen Familie gehören? Neue Kurzdokus erkunden die Welt jenseits der Generationenblase.
    Mit Kurzdokus von Malte Jaspersen und Melda Özsoy

    „doku drops“ ist das monatliche Magazin für kurzes dokumentarisches Audio: „doku“. Und „drops“ steht für: süße Drops, saure Drops, Tropfen, die Wellen schlagen, Tränen der Freude, der Rührung oder der Wut, Mike drops, kleine Einheiten, die Teil eines größeren Ganzen sind. In der Nachfolge der Feature-Antenne stellen wir jeden Monat neue Kurzdokus vor: vielfältig, vielschichtig und mit viel Spaß produziert.

  • 21:05 Uhr

    Mozartfest Würzburg 2026

    Maurice Ravel
    Le tombeau de Couperin (Fassung für Orchester)

    Sergei Prokofjew
    Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 g-Moll

    Wolfgang Amadeus Mozart
    Sinfonie Nr. 40 g-Moll, KV 550

    Tianwa Yang, Violine
    Mozarteumorchester Salzburg
    Leitung: Antonella Manacorda

    Aufnahme vom 29.5.2026 aus dem Kaisersaal der Residenz

    Am Mikrofon: Cornelia de Reese

    Mozarts Geist in Würzburgs Sälen, Straßen und Weinkellern. Beim Mozartfest Würzburg wird jeden Sommer seine Musik gefeiert.

    In diesem Jahr eröffnete der Dirigent Antonella Manacorda das Festival mit Mozarts „Großer g-Moll-Sinfonie“ und mit Prokofjews traumwandlerischem Violinkonzert Nr. 2, das der Komponist auf Reisen quer durch Europa - wie einst Mozart - niederschrieb. Solistin ist Tianwa Yang. Die Geigerin ist dieses Jahr als „Artiste étoile“ an über 20 Konzerten des Mozartsfests Würzburg beteiligt, die sie auch kuratierte. Ihr Credo: „Wir verändern uns jeden Tag, und wir können auch die Musik jeden Tag unterschiedlich betrachten.“

  • 23:05 Uhr
  • 23:30 Uhr

    FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™