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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 19.07.2026

  • 00:05 Uhr

    "Das glücklichste Volk der Welt"
    Eine Lange Nacht über Fremdheit und Nähe zwischen Ost- und Westdeutschland (1/2)
    Von Sophie Müller vom Hofe und Andreas von Westphalen
    Regie: die Autoren

    Teil 2 am 25.07.2026

    Episode 1: Über das, was uns eint und das, was uns trennt
    Unsere Zeitreise beginnen wir im Heute. Eine Generation nach 1989 fragen wir: was trennt und was verbindet Ost- und Westdeutsche? Was bedeutet Zugehörigkeit? Wir entdecken Vorurteile, Zuschreibungen, Ausgrenzung und überraschende Gemeinsamkeiten.

    Episode 2: Über das, was wir besitzen und was wir verlieren
    Unsere Reise in die Jahre 1994-2014 dreht sich um Besitz, Geld, Erbe, Schulden und Armut. Wie prägen sie Zugehörigkeit - in Familien, Generationen, Ost und West? Und warum erklären diese Bruchlinien mehr über Ost und West als alte Klischees?

    Episode 3: Über den Riss in der Mitte
    1990- 94: Die Crash-Jahre nach der Einheit - Ost & West prallen ungebremst aufeinander. Euphorie weicht Frust. Missverständnisse, Brüche, Jammer-Ossis vs Besser-Wessis. Warum verwandelte sich das Glück des Mauerfalls in das Trauma der Einheit?

    Ostalgie verflogen, Fronten verhärtet, Klagen von allen Seiten: 35 Jahre nach der Einheit stellen sich alte Fragen neu. Warum fühlen sich viele Ostdeutsche bis heute nicht gesehen? Und warum gibt es so wenig echtes Verstehen zwischen Ost und West? Das glücklichste Volk der Welt stellt sich diese Fragen in sieben Episoden - persönlich, politisch und historisch. Die ostdeutsche Radioautorin Sophie Müller vom Hofe und der westdeutsche Journalist Andreas von Westphalen graben sich durch Archive, sprechen mit Zeitzeug:innen und Expert:innen - und konfrontieren auch sich selbst mit blinden Flecken. Was sie dabei entdecken: Wie nah Geschichte rückt, wenn Menschen persönlich erzählen. Geforscht wird in Gesprächen, in Büchern, in der eigenen Erfahrung. So entsteht eine Reise durch das kollektive Gedächtnis - rückwärts von heute bis 1945. Jede Folge widmet sich einem zentralen Thema: Identität, Rechtsextremismus, Besitz, Widerstand, Heimat, Werte, Einheit. Erzählt wird in einer Mischung aus Reportage, Gesprächen, Sounddesign, wissenschaftlicher und literarischer Reflexion. Eine Sendung über Erinnerung, Zugehörigkeit, Ausgrenzung und die Hoffnung, einander besser zu verstehen. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Ettersberg, gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Am 18. Juli sendet die Lange Nacht die ersten drei Episoden, am 25. Juli die Folgen vier bis sechs. Zeitgleich erscheinen sie als Podcast. (Wdh.v.04.10.2025)

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Thomas Adès
    "Lieux retrouvés" für Violoncello und Klavier.
    Fassung für Violoncello und Orchester

    Mark Simpson
    "Israfel" für Orchester

    Nicolas Altstaedt, Violoncello
    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
    Leitung: Thomas Adès

    Aufnahme vom 28.6.2025 in der Philharmonie Berlin

    03:05 Uhr   Heimwerk

    "Extase"

    Claude Debussy
    "Trois chansons de Bilitis" für Singstimme und Klavier, L 90

    Franz Liszt
    "Isoldens Liebestod". Schluss-Szene aus "Tristan und Isolde".
    Transkription für Klavier, S 447 (R 280)

    Josefine Göhmann, Sopran
    Mario Häring, Klavier

  • 06:05 Uhr

    Klimawandel und Klimaanpassung: Es braucht mehr Engagement von allen Beteiligten
    Von Malte Kreutzfeld

  • 06:10 Uhr

    Jan Pieterszoon Sweelinck
    „Donnez au Seigneur gloire“. Psalm 107, SWWV 107
    Gesualdo Consort Amsterdam
    Leitung: Harry van der Kamp

    Georg Philipp Telemann
    „Wer Jesum kennt, kann niemals traurig sein“. Kantate zum 7. Sonntag nach Trinitatis, TWV 1:1588
    Annemarie Pfahler, Sopran
    Fabian Kelly, Tenor
    Hans Christoph Begemann, Bass
    Gutenberg Soloists
    Neumeyer Consort
    Leitung: Felix Koch

    George Jeffreys
    Great and marvellous are thy works
    Solomon’s Knot

    Juan Bautista José Cabanilles
    Passacaglia im 1. Ton
    Léon Berben an der Arrazola-Orgel der Kirche San Martín de Tours in Ataun

    Johann Sebastian Bach
    „Es wartet alles auf dich“. Kantate zum 7. Sonntag nach Trinitatis, BWV 187
    Midori Suzuki, Sopran
    Magdalena Kozená, Alt
    Knut Schoch, Tenor
    Jan van der Crabben , Bass
    La Petite Bande
    Leitung: Sigiswald Kuijken

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    WM 26 - Spanien will Fußball-Weltmeister werden

    Gewaltgeschichte - Frieden als historische Ausnahme. Ein Interview mit dem Historiker Eckart Conze

    Klopp, Messi, Mo Salah - Zur Funktion der Heilsfigur im Fußball ein Interview mit dem Schriftsteller Thomas Brussig

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Wem gehört das Wasser? Zu den Konflikten der Zukunft ein Interview mit Stephan Lorenz, Soziologe und Leiter des Thüringer Wasser-Innovationsclusters

    Denk ich an Deutschland: der Sänger Tim Bendzko

    Am Mikrofon: Benedikt Schulz

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    Autorität ohne Armee:
    Kann der Papst Trump in die Schranken weisen?
    Von Benjamin Leven
    Katholische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 45 Jahren: Proteste in Neuseeland gegen Südafrikas "Springbok Rugby Tour"

  • 09:10 Uhr

    Kammermusik

  • 09:30 Uhr

    Der neue Reaktionär: Curtis Yarvin und die Versuchung der smarten Tyrannei
    Von Ava Kofman
    Aus dem amerikanischen Englisch von Beatrice Faßbender
    (Wdh. v. 28.09.2025)

    Curtis Yarvin träumt vom Ende der Demokratie und einem amerikanischen Autokraten. Seine autoritären Ideen treffen den Nerv einer erschöpften Zeit und begeistern rechte Eliten, wie Tech-Milliardär Peter Thiel oder US-Vizepräsident J.D. Vance.  
    In den schattigen Zwischenzonen des Internets, wo Silicon-Valley-Idealismus auf postdemokratischen Zynismus trifft, hat sich ein Denker etabliert, der wie kaum ein anderer den Zeitgeist der rechten Intelligenzija prägt - Curtis Yarvin, dessen Karriere unter dem Pseudonym Mencius Moldbug begann. Yarvin ist kein Faschist, kein Populist, kein einfacher Ideologe - er ist ein Systemingenieur des Autoritären. Sein Vorschlag: Die liberale Demokratie sei ein irreparabler Codefehler - langsam, korrupt, uneffektiv. Was es brauche, sei ein „CEO-Monarch“, der ein Land wie ein Start-up regiert. Der Bürger? Kein Mitbestimmer mehr, sondern Kunde mit Kündigungsrecht. Wählen könne man zwar noch, indem man umzieht in einen anderen souveränen Kleinststaat. Die Zeit der großen Nationen ist für Yarvin nämlich vorbei.
    Was wie Science-Fiction klingt, ist längst politischer Wirkstoff: Seine Ideen durchdringen Netzwerke um Peter Thiel, J.D. Vance, Marc Andreessen - Männer mit Macht, Geld und einem Hunger nach Ordnung. Dabei funktioniert Yarvins Theorie nicht nur als radikales Staatsmodell, sondern als ästhetisches Angebot: Es ist das Versprechen, jenseits der liberalen Langeweile etwas Großes, Reines, Starkes zu denken - autoritär, aber intelligent. Seine Leser sind junge Männer, ironisch gebildet, moralisch müde, süchtig nach Struktur. Dass er damit heute Einlass zu Empfängen der Macht erhält - in Washington, bei der Biennale, in Thiels Wohnzimmer - , ist kein Unfall. Es ist das leise Klirren einer kommenden Ordnung, die keine Massen mobilisieren muss, sondern ein paar reiche Männer und ein bisschen Code. Ava Kofman ist staff writer bei „The New Yorker". Zuvor arbeitete sie als investigative Reporterin beim Investigativrecherchemedium ProPublica. Ihre Texte erschienen darüber hinaus in namhaften Publikationen wie „The New York Times Magazine", „Harper’s Magazine", „The New York Review of Books" und „n+1". Zu ihren Auszeichnungen zählen unter anderem der „Hillman Prize for Magazine Journalism" (2023) oder im selben Jahr der „Bartlett & Steele Award for Outstanding Young Journalist". Der hier vorliegende Text ist eine gekürzte Fassung ihres Essays „Curtis Yarvin’s Plot Against America“, erschienen im Juni 2025 im „New Yorker".

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Evangelischen Stadtkirche in Bad Säckingen
    Predigt: Pfarrer Hans-Georg Ulrichs
    Evangelische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Nathanael Liminski, Leiter der Staatskanzlei NRW, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, CDU

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Reisen - Zwischen Klischee und Realität

    “Warum Reisen oft enttäuscht und wie wir es neu entdecken“
    Interview mit dem Buchautor Philipp Laage

    Flamenco in Andalusien - Musik, Vertreibung, Widerstand

    Casanova in Venedig

    Mit Anne Weber durch die Banlieues im Pariser Norden

    Am Mikrofon: Daniela Wiesler

  • 13:05 Uhr
    13:20 Uhr   WM Magazin

    FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™

  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Der Erziehungswissenschaftler Roland Reichenbach im Gespräch mit Marietta Schwarz

    Roland Reichenbach liebt es, über den Tellerrand zu schauen. Er forscht in Zürich zu Schule, Bildung, Autoritäten, gibt aber auch seit Jahrzehnten Verhandlungskurse. „Beziehungen, in denen nicht verhandelt wird, sind keine Beziehungen“, sagt er.

  • 15:05 Uhr

    Schwebende Klänge in weiten Räumen
    Das New Yorker Duo Widowspeak
    Von Anke Behlert

    Charakteristisch schwebender Sound zwischen 90er-Dream Pop, 60er-Psych-Rock und Americana-Einflüssen.

    Seit ihrer Gründung 2010 hat sich einen festen Platz in der internationalen Indie-Szene erspielt. Im Zentrum der die New Yorker Band Widowspeak steht seit 2010 die kreative Interaktion zwischen Sängerin und Songschreiberin Molly Hamilton und dem Gitarristen Robert Earl Thomas, die größtenteils als Duo arbeiten, live aber als komplette Band spielen. Für ihr selbstbetiteltes Debütalbum bekam Widowspeak früh Aufmerksamkeit, weil ihr Song „Harsh Realm“ auch in der Serie „American Horror Story“ zu hören war. Über fünf weitere Alben hat die Band ihren charakteristisch-schwebenden Sound zwischen 90er-Dream Pop, 60er-Psych-Rock und Americana-Einflüssen entwickelt. Im Juni ist die neue Platte „Roses“ erschienen, auf der Hamilton und Thomas ihren introspektiven Ansatz vertiefen und verstärkt auf alltägliche Beobachtungen und leise emotionale Momente setzen.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Raimund Schulz: "Odysseus. Mythos und Wahrheit"
    (Klett-Cotta Verlag)
    Ein Beitrag von Michael Köhler

    Am Mikrofon: Jan Drees

  • 16:30 Uhr

    KI verstehen - Der Podcast über Künstliche Intelligenz im Alltag

    KI-Brillen - Datenschutz-Alptraum oder Booster für Barrierefreiheit?
    Von Moritz Metz und Felix Wessel

    Smart Glasses mit Kamera sollen den Alltag erleichtern. Sie beschreiben die Umgebung, übersetzen Texte und helfen Blinden, sich zu orientieren. Doch die Gefahr heimlicher Aufnahmen und automatischer Gesichtserkennung alarmiert Datenschützer. Felix Wessel und Moritz Metz testen die neueste Brillenmode - und sprechen über ihre Grenzen.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

    Fortschritt beim "handlungsfähigen Staat"? Managerin Julia Jäkel, Mitgründerin der "Initiative für einen handlungsfähigen Staat", über Modernisierung und Maßnahmen zum Bürokratie-Abbau

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    Literarische Texte werden zu Kunst: Alexandra Grants Arbeiten in Nürnberg

    Gesprächsreihe: Gemeinsam oder einsam? Über Solitäre und Rudeltiere in der Kultur
    Gemeinsam Wohnen und Kunst schaffen - Über die Kreativität von Künstlerkommunen
    Der Historiker und Autor und Ausstellungsmacher Andreas Schwab im Gespräch

    Einfache Leute und Alltagsszenen: Der Maler Gustave Courbet im Folkwang Museum in Essen

    Von Homer zu Nolan: Die ewige Faszination des Odysseus

    Am Mikrofon: Doris Schäfer-Noske

  • 18:10 Uhr
    18:35 Uhr   WM aktuell

    FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™

  • 18:40 Uhr

    Infrastruktur - Warum Hessen stillgelegte Bahnstrecken reaktiviert

  • 20:05 Uhr

    Ein Rennen gegen die Zeit
    Von Sebastian Friedrich und Gabriel Kuhn
    Regie: Eva Solloch
    NDR/SWR/Deutschlandfunk Kultur 2025
    (Wdh. v. 18.07.2026, 18.05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur)

    Rasende Autos, Männlichkeitsrituale, viel Geld und jede Menge Lärm. Und das in Zeiten des Klimawandels und steigender Gender-Sensibilität. Was ist so faszinierend an der Formel 1?

    Hunderttausende pilgern jedes Jahr zum Formel-1-Rennen im österreichischen Spielberg - trotz wachsender Kritik am Motorsport. Was fasziniert noch immer an dieser dröhnenden Inszenierung von Geschwindigkeit, Technik und Testosteron? Und was verrät diese Faszination über unsere Gegenwart?
    Die Autoren Sebastian Friedrich und Gabriel Kuhn begeben sich ins Herz der Formel-1-Welt. Zwischen Bierbänken, Campingplätzen und brüllenden Boliden sprechen sie mit Fans, Sim-Racern und Anwohner*innen. Sie diskutieren Geschwindigkeitsrausch, Männlichkeitsrituale, Kommerz und Nostalgie, und sie fragen nach der Zukunft der Formel 1 in Zeiten der Klimakrise. Dabei begegnen sie einem kommunistischen Gemeinderat, der gemeinsam mit dem Schlossherrn von Spielberg an der Spitze des Widerstands gegen den Red Bull Ring steht, und der natürlich kaum Freunde unter den Formel-1-Fans hat.
    Ein Radiofeature über eine Gesellschaft im Umbruch, die Sehnsucht nach einer neuen Petromaskulinität und nach dem alten Kapitalismus, als Erdöl, Geschwindigkeit und klassische Geschlechterrollen noch eine unhinterfragte ideologische Symbiose bildeten.

    Sebastian Friedrich, geboren 1985 in Halle (Saale), lebt als Journalist und freier Autor in Hamburg. Er arbeitet zu Themen wie der Entwicklung des Kapitalismus, Arbeitsverhältnissen, der „Neuen Rechten“ und der AfD sowie zu Diskurs- und Klassenanalysen. Zu seinen Auszeichnungen gehören der CIVIS Medienpreis, der Deutsche Sozialpreis, der Willi-Bleicher-Preis, der Marler Medienpreis Menschenrechte und der Katholischen Medienpreis.

    Gabriel Kuhn, geboren 1972, ist ein österreichischer Autor, Übersetzer und politischer Aktivist, der sich auf anarchistische Theorie, linke Politik und soziale Bewegungen konzentriert. Er lebt seit 2007 in Schweden. Zuletzt veröffentlichte er „Die Linke in Schweden“ (2021).

  • 21:05 Uhr

    Ludwigsburger Schlossfestspiele 2026

    Wolfgang Amadeus Mozart
    Hornkonzert Nr. 3 KV 447, arrangiert für Streichquartett und Horn von Roland Horvath

    Hans Werner Henze
    Quattro Fantasie: Oktettsätze aus der „Kammermusik 1958“ und „Adagio 1963“

    Franz Schubert
    Oktett in F-Dur, D 803

    Scharoun Ensemble:
    Wolfram Brandl und Rachel Schmidt, Violine
    Micha Afkham, Viola
    Jakob Spahn, Violoncello
    Peter Riegelbauer, Kontrabass
    Alexander Bader, Klarinette
    Markus Weidmann, Fagott
    Premysl Vojta, Horn

    Aufnahme vom 1.7.2026 im Residenzschloss Ludwigsburg

    Am Mikrofon: Rainer Baumgärtner

    Hans Werner Henze zum 100. Geburtstag - das Scharoun Ensemble spielt Auszüge aus seiner wegweisenden Kammermusik.

    Mit Franz Schuberts großem Oktett präsentierte sich das damals frisch gegründete Scharoun Ensemble 1983 erstmals der Öffentlichkeit - bis heute ein Eckpfeiler seines Repertoires, nun auch zu erleben bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Im Mittelpunkt steht aber die Musik von Hans Werner Henze. Mit vier Oktett-Sätzen gratuliert das Scharoun Ensemble ihm zum 100. Geburtstag. Über Hölderlins Hymne „In lieblicher Bläue“ komponierte Henze 1958 eine Kammermusik für Tenor, Gitarre und acht Soloinstrumente, die er Benjamin Britten widmete und mit der er sich stilistisch von der vorherrschenden Avantgarde abwandte. Das Werk ergänzte er später um ein abschließendes Adagio, mit dem die „Kammermusik 1958“ insgesamt vier rein instrumentale Oktett-Werke enthält. Am 1. Juli 2026 wäre der 2012 verstorbene Komponist 100 Jahre alt geworden.

  • 23:05 Uhr
  • 23:30 Uhr

    FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™