Programm: Vor- und RückschauSamstag, 25.12.2021

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    Sat
    Sun
  • 00:05 Uhr

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

  • 01:05 Uhr

    Klangraum Europa

    01:05 Uhr  Klassik live

    „O Radiant Dawn"
    Meisterwerke der Vokalmusik von William Byrd und James MacMillan

    Stile Antico

    Aufnahme vom 2.8.2015 aus der Benediktinerabtei St. Mauritius in Tholey/Saarland

    02:07 Uhr  Klassik live

    „O Radiant Dawn"
    Meisterwerke der Vokalmusik von William Byrd und James MacMillan

    Stile Antico

    Aufnahme vom 2.8.2015 aus der Benediktinerabtei St. Mauritius in Tholey/Saarland

    03:05 Uhr  Heimwerk

    „Actus Musicus auf Weyh-Nachten"
    Johann Schelle
    Kantaten und Geistliche Konzerte zum Weihnachtsfest

    Monika Mauch, Myriam Arbouz, Sopran
    Marian Dijkhuizen, Alt
    Georg Poplutz, Jakob Pilgram, Tenor
    Raimonds Spogis, Bass
    Concerto Palatino
    Kölner Akademie
    Leitung: Michael Alexander Willens

  • 06:05 Uhr

    Johann Pachelbel
    "Gelobet seist du, Jesu Christ". Choralvorspiel für Orgel Nr. 1 (P 166)
    Simone Stella, Orgel

    Johann Sebastian Bach
    "Unser Mund sei voll Lachens". Kantate für Soli, Chor und Orchester, BWV 110
    Roberta Invernizzi, Sopran
    Rosa Dominguez, Mezzosopran
    Charles Daniels, Tenor
    Klaus Mertens, Bass
    Coro della Radio Svizzera
    I Barocchisti
    Leitung: Diego Fasolis

    Girolamo Abos
    "Benedictus Dominus Deus Israel" für Soli, Chor und Orchester
    Mailys de Villoutreys, Sopran
    Myriam Arbouz, Alt
    George Pooley, Tenor
    Mauro Borgioni, Bass
    Kölner Akademie
    Leitung: Michael Alexander Willens

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Kulturszene Brasilien - Kunst und Widerstand, trotz Bolsonaro

    Klasse statt Masse - Konsum und Qualität. Ein Interview mit dem Konsumforscher Dirk Hohnsträter

    Magie der Rituale und der Einfluss von Corona. Ein Interview mit der Psychologin Meike Watzlawik

    Die Weihnachtsnacht in Bethlehem - Feierlichkeiten in der Geburtskirche

    Bin ich das? Über Selfies und Selbstauskunft ein Interview mit dem Historiker Valentin Groebner

    Denk ich an Deutschland: Markus Rehm, Sportler und Paralympicsieger

    Am Mikrofon: Adalbert Siniawski

  • 08:35 Uhr

    Aus Religion und Gesellschaft
    Gebrochene Flügel
    Engel in der modernen Poesie
    Von Burkhard Reinartz

  • 09:05 Uhr

    Vor 200 Jahren: Die Gründerin des Amerikanischen Roten Kreuzes Clara Barton geboren

  • 09:10 Uhr

    Klangraum Europa
    Kammermusik

  • 09:30 Uhr

    Essay anderswo
    Woher kommt der Kakadu?
    Über australasiatische Vögel in europäischen Renaissance-Gemälden
    Von Rebecca Mead
    Aus dem Amerikanischen von Katrin Höller

    Ein weißer Kakadu auf dem Gemälde „Madonna della Vittoria“ des Früh-Renaissance-Malers Andrea Mantegna schreibt Kunstgeschichte. 1496 wurde das Altarbild für die Kirche Santa Maria della Vittoria von Mantua fertiggestellt. Napoleons Truppen erbeuteten es für den Pariser Louvre. Einer Studentin aus Melbourne fiel der Kakadu ins Auge und ließ sie nicht mehr los.
    Heather Dalton, Forschungsstipendiatin an der Universität Melbourne, veröffentlichte 2014 einen Artikel über den Kakadu auf Mantegnas Gemälde. Er galt bis dahin als die älteste Abbildung eines solchen Vogels in Europa. Kakaduzeichnungen in einem europäischen Buch aus dem 13. Jahrhundert aber deuten Experten zufolge darauf hin, dass bereits im Mittelalter Handel mit Australien betrieben wurde. Auf dieses stießen drei Wissenschaftler am Finnischen Institut in Rom, die erkannten, dass das Lehrbuch Friedrichs II. deutlich ältere Abbildungen des Kakadus enthält. Gemeinsam fanden die vier Forscher heraus, dass es sich dabei um einen weiblichen Gelbhaubenkakadu handele. Dieser stammte von vorgelagerten Inseln Indonesiens. Man konnte jetzt davon ausgehen, dass im Norden Australiens schon deutlich früher Handel getrieben wurde als bisher vermutet. Vermutlich war der Vogel über Kairo nach Sizilien gelangt. Die Story wurde im Magazin „The New Yorker“ im August 2021 veröffentlicht.
    Rebecca Mead, geboren 1966 in London, aufgewachsen in Dorset, studierte Englische Literatur in Oxford und Journalismus an der New York University. Sie arbeitete als fact checker und ist seit vielen Jahren Autorin für „The New Yorker“ in den USA. Ihre Bücher: „My life in Middlemarch“ (2014) und „Home/Land: A Memoir of Departure and Return“ (kommt 2022).

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Evangelischen Matthäuskirche in Stuttgart-Heslach
    Zelebrant: Pfarrer Steffen Vogt
    Katholische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Klangraum Europa
    Am Mikrofon: Die Medizinethikerin Christiane Woopen

    Transfermeisterin und Vordenkerin: Christiane Woopen ist Ärztin, Ethikerin und Politikberaterin. 1962 wurde sie in Köln geboren. In der Rheinmetropole studierte sie zunächst Humanmedizin, dann Philosophie in Bonn und Hagen. Wenn die Politik nicht weiter weiß in moralischen Fragen, kommt Christiane Woopen oft ins Spiel. Gerade in der Corona-Krise ist ihre Expertise hochgefragt. Armin Laschet berief sie in die „Expertengruppe Corona”, ansonsten forscht sie unter anderem zu digitalen Möglichkeiten und menschlicher Verantwortung rund um Gesundheit, Krankheit und Heilen. Christiane Woopen war Direktorin des medizinethischen Instituts der Universität Köln, außerdem Vorsitzende des Deutschen und des Europäischen Ethikrates. Seit diesem Semester lehrt sie an der Universität Bonn als Professorin im Transdisziplinären Forschungsbereich „Individuen, Institutionen und Gesellschaften”. Was sie zu Weihnachten zu sagen hat, welche Rolle Saxofon in ihrem Leben spielt und wie sie Europa verklanglicht betrachtet, darüber spricht die Medizinethikerin in „Klassik-Pop-et cetera”.

  • 12:00 Uhr

    Weihnachtsansprache und Segen Urbi et Orbi von Papst Franziskus

  • 12:30 Uhr

    Klangraum Europa

    Antonio Vivaldi
    aus: „Le Quattro Stagioni" (Die vier Jahreszeiten)
    Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo f-Moll, RV 297, „L'Inverno" (Der Winter)
    Zefira Valova, Violine

    Jean-Philippe Rameau
    Suite aus der Oper „Zoroastre"

    European Union Baroque Orchestra
    Leitung: Lars Ulrik Mortensen, Cembalo

  • 13:05 Uhr

    Weihnachtsbotschaft des Papstes mit Segen "Urbi et Orbi"

    Weihnachten in Bethlehem

    30-Millionen-Ziel bei Auffrischungsimpfungen fast erreicht

    Buschmann kündigt neues Modell für Lebensgemeinschaften an

    Sterben im Mittelmeer: Interview mit Oliver Kulikowski, Sea Watch

    Wird die Technologie-Messe CES zur Geistermesse?

    James-Webb-Weltraumteleskop startet

    Am Mikrofon: Rainer Brandes

  • 13:30 Uhr

    Klangraum Europa

    Schweizerdeutsche Kunstlieder auf Gedichte von Meinrad Lienert
    von Friedrich Niggli, Volkmar Andreae, Felix Pfirstinger und Gottfried Bohnenblust

    Sybille Diethelm, Sopran
    Fabienne Romer, Klavier

  • 14:05 Uhr

    Spielball Erde (3/7)
    Vor, während oder nach der Apokalypse? Wo stehen wir heute?
    Von Barbara Eisenmann
    Mit Boris Burgstaller, Achim Hall, Gabriele Hintermaier, Matthias Leja, Marietta Meguid, Paula Skorupa
    Regie: Barbara Eisenmann
    Produktion: SWR/Deutschlandfunk 2019
    (Teil 4 am 25.12.2021, 15.05 Uhr)

    „Ihr sprecht nur davon, mit denselben schlechten Ideen weiter zu machen, die uns in dieses Chaos gebracht haben. Die einzig vernünftige Sache ist es, die Notbremse zu ziehen.“ An Greta Thunbergs nüchterner Feststellung arbeiten sich eine Philosophin, ein IT-Experte und ein Wissenschaftshistoriker ab. Während die Moderne noch eine Zukunft für alle entwarf und die Postmoderne eine endlose Gegenwart für jeden Einzelnen zelebrierte, haben wir es heute mit einer neuen dominierenden einzigen Zeit zu tun: der unserer eigenen Auslöschung, sagt die spanische Philosophin Marina Garcés. Vor der uns technische Lösungen nur scheinbar retten können, wie der weißrussische Kritiker des digitalen Kapitalismus, Evgeny Morozov, analysiert. „Und Sie, wo verorten Sie sich? Vor, während oder nach der Apokalypse?”, fragt der französische Wissenschaftstheoretiker Bruno Latour. Die einen setzen sich theoretisch mit der Apokalypse auseinander - sie anderen sind schon draußen, auf den Straßen: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut.”

  • 15:05 Uhr

    Spielball Erde (4/7)
    How dare you! Echo einer Rede
    Künstlerische O-Ton-Collage zur Klimakrise
    Von Norbert Lang
    Regie und Realisation: Norbert Lang
    Produktion: BR 2020
    Länge: 51‘28
    (Teil 5 am 26.12.2021, 14.05 Uhr)

    Es ist eine Rede, die in die Geschichte eingehen wird: Greta Thunbergs wütender Appell 2019 vor dem UN-Klimagipfel in New York. Das enorme Echo im Internet und in den Sozialen Medien montiert der Hörspielmacher Norbert Lang zu einem akustischen Puzzle über den Kampf um die Deutungshoheit der Zukunft unseres Planeten.
    „How dare you!”, „Wie könnt ihr es wagen!” Diese Worte werden am 23. September 2019 zum unauslöschlichen Teil des kollektiven Gedächtnisses. Es ist der wohl bekannteste Ausschnitt aus der Rede der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg vor dem UN-Klimagipfel in New York, einer Rede mit einer deutlichen Botschaft an alle anwesenden UN-Vertreter: Wie können es diese wagen, zu glauben, dass man den drohenden Klimawandel und die Gefahr einer Massenauslöschung abwenden könne, indem man einfach weitermache, wie bisher? Ihre Wutrede, wie manche sie nennen, provoziert zahllose mediale Reaktionen von Aktivisten, Politikern, Schülern, Wissenschaftlern, digitalen und analogen Medienmachern. Neben dem Inhalt polarisiert dabei vor allem der emotionale Vortragsstil Greta Thunbergs, rückt sie hier doch von ihrem bislang sachlichen Tonfall bei Reden ab. Für viele ist diese Emotionalität ein notwendiger Weckruf für mehr Klimaschutz, anderen geht sie zu weit, auch wenn sie in der Sache zustimmen.

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    Gekürzte Lesung aus:

    Isabel Abedi: „Ein wirklich wahres Weihnachtswunder“
    Gelesen von Julian Greis
    (Silberfisch Verlag, Hamburg)

    Isabel Abedi: „Ein wirklich wahres Weihnachtswunder“
    Illustriert von Daniela Kohl
    (Arena Verlag, Würzburg)

    Am Mikrofon: Dina Netz

  • 16:30 Uhr

    Firmware
    Dystopien über den total programmierten Menschen

    Sternzeit 25. Dezember 2021
    Romantische Himmelsbilder in Dresden

    Am Mikrofon: Manfred Kloiber

    Wer ein Betriebssystem tiefgreifend ändern möchte, spielt ihm eine neue Firmware auf. Wir alle kennen das von Computern, intelligenten Staubsaugern oder Smartphones. Was aber, wenn das Betriebssystem von uns Menschen umprogrammiert wird? Können wir dann Kleider wechseln, ohne in den Schrank zu greifen? Lässt sich durch ein Update der Sexualtrieb ändern, um dem Geburtenrückgang entgegen zu steuern?
    Forschung Aktuell - Computer und Kommunikation spielt diese Dystopie in vier Episoden aus.

  • 17:05 Uhr

    Kultur und Klima - Umweltberater Wolfgang Michael Hanke über Nachhaltigkeit bei deutschen Verlagen, im Gespräch mit Dirk Fuhrig

  • 17:30 Uhr

    Jahresrückblick Architektur 2021 - Bauen in Krisenzeiten

    Kulturszene Brasilien: Kunst und Widerstand, trotz Bolsonaro

    Servus! Eine Veranstaltungsreihe über österreich. Filmschaffende in Hollywood

    Heller Geist hinter dunkler Brille. Zum Tod der US-Essayistin Joan Didion

    "Frau Walter Jens" - Nachruf auf die Germanistin Inge Jens

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 18:10 Uhr

    Weihnachtsbotschaft des Papstes mit Segen "Urbi et Orbi"

    Mitternachtsmesse in Bethlehem

    Steinmeier wirbt in Weihnachtsansprache für Zusammenhalt

    30-Millionen-Ziel bei Auffrischungsimpfungen fast erreicht

    Spanien und Portugal ab heute neue Hochrisikogebiete

    Buschmann kündigt neues Modell für Lebensgemeinschaften an

    Russische Truppen beenden Manöver

    Technologiemesse CES - Unternehmen sagen ab

    James-Webb-Weltraumteleskop gestartet

    Vulkan auf La Palma offiziell zur Ruhe gekommen

    Ungeimpfte raus! Kenia verhängt einen De-facto-Impfzwang

    Am Mikrofon: Stephanie Rohde

  • 18:40 Uhr

    Küche und Einwanderung - Amerika ist, was es isst.

  • 19:05 Uhr

    Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier

  • 19:15 Uhr

    Reportage-Serie
    Verborgene Museumsschätze (1/4 und 2/4)
    Von Johannes Nichelmann
    WDR 2015
    (3/4 und 4/4 am 31.12.2021)

    Die Depots und Magazine sind der wahre Schatz deutscher Museen. In den ersten beiden Teilen der Serie geht es nach Köln ins Museum Ludwig und in die Museen der staatlichen Kunstsammlung Dresden.
    Nur etwa drei Prozent der Exponate deutscher Museen sind für Besucher ausgestellt. Der Rest - Archive, in denen das kulturelle Erbe der Menschheit aufbewahrt wird - bleibt für die Öffentlichkeit unzugänglich. Viele Gegenstände dieser geheimen Sammlungen erzählen Geschichten, die es zu entdecken gilt. In Dresden hat die Kunsthistorikerin und Kuratorin Cordula Bischoff im Magazin ein großes Buch entdeckt, das bislang unbekannte Malereien aus dem alten China enthält. Und im Kölner Museum Ludwig geben die privaten Fotoalben der österreichischen Kaiserin Sissi Rätsel auf. Eine Abenteuerreise durch die Jahrtausende, die am 31.12.2021 um 19.15 Uhr fortgesetzt wird.

  • 20:05 Uhr

    Lesung: Emine Sevgi Özdamar
    Gesprächspartner: Barbara Villiger Heilig und Helmut Böttiger
    Am Mikrofon: Tobias Lehmkuhl

    Drei große autobiografische Romane hat Emine Sevgi Özdamar den drei ungleichen Schwestern Berlin (West), Istanbul und Berlin (Ost) gewidmet. Gemeinsam bieten diese Romane einen einzigartigen Blick auf Kultur und Gesellschaft der 70er-Jahre, auf kollektive Versuche die individuelle Freiheit zu gestalten, auf den Unterdrückungsapparat einer Militärdiktatur und auf eine Mischung aus beidem: die Erfahrung der Grenzenlosigkeit des Theaters in einer ummauerten Stadt. In ihrem neuen Buch „Ein von Schatten begrenzter Raum“ fügt Özdamar diesem Trio nun einen vierten Ort hinzu: Paris. In die französische Hauptstadt ist die Erzählerin des Romans dem großen Regisseur Benno Besson gefolgt, und hier sieht das Leben für sie „so aus, als ob die Hölle eine Pause“ macht.
    1946 in Istanbul geboren, hat Emine Sevgi Özdamar ihre Erfahrungen als Gastarbeiterin in einer Glühlampenfabrik im Wedding, das wilde Leben im Istanbul vor der Diktatur und ihre Arbeit als Schauspielerin mit Heiner Müller, Thomas Brasch oder Matthias Langhoff zur Grundlage von Büchern wie „Seltsame Sterne starren zur Erde“ oder „Die Brücke vom Goldenen Horn“ gemacht. Vielfach ausgezeichnet gewann sie, die Sprachwechslerin, mit der Erzählung „Mutterzunge“ 1991 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Ein Abend über Kunst und Liebe, über Orient und Okzident, und nicht zuletzt die Frage, ob man auch in Bochum träumen kann.

  • 22:05 Uhr

    Klangraum Europa
    Modern und maltesisch?
    Gegenwärtiges Komponieren auf Malta
    Von Magdalene Melchers

    In der katholisch geprägten Inselrepublik wird heute viel komponiert: für Gottesdienste, für Festivals oder für spektakuläre Anlässe, die Malta mit dem europäischen Kontinent verbinden. Aber, wie modern und zugleich wie maltesisch ist all dies? Autorin Magdalene Melchers befragte dazu Vertreter des nationalen Musiklebens: Christopher Muscat, Domkapellmeister der Erzdiözese, die Pianistin Charlene Farrugia, alsdann Elton Zarb, der für den Eurovision Song Contest als auch für das Kulturhauptstadtjahr 2018 komponierte, sowie Ruben Zahra, Präsident des maltesischen Verbands für zeitgenössische Musik und Leiter des „Malta International Arts Festival“. Die Palette der Antworten lässt die Vielfalt dessen erahnen, was hier in Anbetracht mediterraner und sogar prähistorischer Kulisse entsteht und erklingt.

  • 23:05 Uhr

    „Kein Himmel war uns zu hoch“
    Eine Lange Nacht über Zelda und F. Scott Fitzgerald
    Von Beate Bartlewski
    Regie: Susanne Krings

    Sie begegnen sich 1918 im Country Club in Montgomery, Alabama. Er ist auf der Stelle schockverliebt. Sie ist das schönste Mädchen des Südens, eine „Southern belle“, er ein begabter, gutaussehender junger Leutnant, überzeugt, der berühmteste und reichste Schriftsteller des Landes zu werden. Zelda Sayre und F. Scott Fitzgerald heiraten 1920 in New York. Eine Woche später erscheint sein erster Roman „Diesseits vom Paradies“, und ein kometenhafter Aufstieg beginnt. Er wird zum Sprachrohr seiner Generation und sie zum Vorbild moderner junger Frauen. In wilden Nächten und rauschhaften Partys geben sie ihren neuen Reichtum mit vollen Händen aus, ohne sich um das Morgen zu kümmern. Scott fürchtet nichts mehr als Armut und Mittelmäßigkeit. Um ihren Lebensstandard zu halten, schreibt er Erzählungen, für die er Höchstsummen erhält. Sein einziges Thema ist Zelda, in unzähligen Variationen. Sie verlegen ihren Aktionsradius nach Europa, nach Frankreich, wo sie schnell zum Inner Circle um Gertrude Stein und Ernest Hemingway gehören. Längst sind beide heillos ineinander verstrickt. Sie kämpft verzweifelt um ein eigenständiges Leben, nimmt Ballettstunden und trainiert bis zu 12 Stunden am Tag. Der Zusammenbruch kommt fast zeitgleich mit dem Börsencrash. Zelda wird in die Psychiatrie eingeliefert, Scott ist da längst Alkoholiker. Zelda schreibt innerhalb kürzester Zeit einen Roman, bedient sich seiner Themen. Sie bleibt bis zum Ende ihres Lebens mit Unterbrechungen in verschiedenen Kliniken. Scotts Erzählungen und Romane sind nicht mehr gefragt. Scott stirbt verarmt und krank 1940 in Hollywood. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird sein Werk wiederentdeckt und „Der große Gatsby“ zum Klassiker der Weltliteratur. Zelda hat ihren Mann um nur wenige Jahre überlebt.