Freitag, 19. April 2024

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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 12.05.2024

  • 00:05 Uhr

    Jung, laut, dilettantisch
    Eine Lange Nacht über die Neue Deutsche Welle
    Von Tom Noga
    Regie: der Autor

    Am Anfang waren Punk und New Wave. Ein nicht nur musikalischer Epochenbruch: einerseits die Rückkehr zu den Wurzeln des Rock, andererseits der Versuch, Popmusik neu zu erfinden. Ausgehend von den USA und England eroberten Punk und New Wave die Welt, vor und hinter dem Eisernen Vorhang, der damals den kapitalistischen Westen und den kommunistischen Osten trennte. In Deutschland formierten sich zwischen 1977 und 1980 in aberwitziger Geschwindigkeit neue Bands. Erst in Metropolen wie Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Hannover, dann in der Provinz, in Hagen und Limburg, in Erfurt und Halle. Musikalisch deckten die Bands ein breites Spektrum ab. Was sie einte, waren eine dilettantische Grundhaltung und deutsche Texte. Daher der Oberbegriff, angelehnt an New Wave: Neue Deutsche Welle. Plötzlich war der Alltag nicht mehr grau, sondern bunt, als hätte jemand das Licht angeknipst. Plötzlich war sie da, eine eigenständige Popmusik, jenseits von Deutschrock, jenseits von Schlagern.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Zeitreise

    John Adams
    Harmonielehre

    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
    Ingo Metzmacher, Leitung

    Aufnahme vom 23.4.2023 aus der Berliner Philharmonie

    03:05 Uhr   Heimwerk

    Joseph Haydn
    Konzert für Klavier und Orchester C-Dur, Hob XVIII:1
    Konzert für Klavier und Orchester F-Dur, Hob XVIII:3

    Matthias Kirschnereit, Klavier
    Württembergisches Kammerorchester Heilbronn
    Musikalische Leitung: Matthias Kirschnereit

  • 06:10 Uhr

    Andrea Gabrieli
    Domini exaudi orationem meam. Psalm 102 für 6 Stimmen und Instrumente
    Capella Ducale Venetia
    Leitung: Livio Picotti

    Johann Sebastian Bach
    Sie werden euch in den Bann tun, BWV 44. Kantate am Sonntag Exaudi für Soli, Chor und Orchester
    Dorothee Mields, Sopran
    Damien Guillon, Countertenor
    Thomas Hobbs, Tenor
    Peter Kooij, Bass
    Collegium Vocale Gent
    Leitung: Philippe Herreweghe

    Gottfried August Homilius
    Selig seid ihr, wenn ihr geschmähet werdet. Kantate zum Sonntag Exaudi für Sopran, Alt, Tenor, Bass, Chor und Orchester
    Vasiljka Jezovsek, Sopran
    Anne Buter, Alt
    Hubert Nettinger, Tenor
    Christian Hilz, Bass
    Dresdner Kreuzchor
    Dresdner Barockorchester
    Leitung: Roderich Kreile

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    Muss die Geschichte neu geschrieben werden?
    Die Archivöffnung zu Papst Pius XII.
    Von Ulrich Nersinger
    Katholische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 105 Jahren: In Zürich beginnt der Frauenfriedenskongress

  • 09:10 Uhr

    Sinfonische Musik

  • 09:30 Uhr

    Ökobilanz
    Von der Kunst, das Klima zu retten
    Von Robert Fleck

    Kunst ist Teil des Klimaproblems, nicht Teil seiner Lösung. Jedenfalls, wenn es darum geht, den Klimawandel zu verlangsamen. - Doch es gibt ein Umdenken im Kunstsystem. Und das heißt auch ein Erinnern an die Ökoavantgarde der Kunst der Nachkriegszeit.
    Sammler, Kunstenthusiasten, Galeristinnen, Kunstwerke, Kuratorinnen fliegen Jahr für Jahr zu großen Kunstmessen oder Blockbusterausstellungen. Die mit erheblichem Aufwand verbundenen klimatischen Bedingungen in Museen, penibel festgelegt für den Leihverkehr von großen Ausstellungen, sorgen für erhebliche Klimabelastungen. Dies stellt Museen und den Kunstmarkt vor gravierende und folgenreiche Legitimationsfragen.
    Dennoch war die Kunst in den 1960er- und 1970er-Jahren schon einmal auf dem Weg in eine ökologisch bewusste Zukunft. Etwa mit den sogenannten NeoWaldprojekten von Friedensreich Hundertwasser in Frankreich, Italien oder Neuseeland in den 1950er- und 1960er-Jahren oder der Rheinwasseraufbereitungsanlage von Hans Haacke von 1972 bis hin zum 7000-Eichen-Projekt von Joseph Beuys bei der Kasseler Documenta 1982. Aber spätestens als der globale Neoliberalismus unendliche Geldmengen in das Kunstsystem pumpte, die Eventkultur auch die Kunst erreichte oder Aids die westlichen Gesellschaften erschütterte, waren ab Mitte der 1980er-Jahre die ökologischen Fragen „wie weggeblasen“. Aber heute gibt es kaum eine zeitgenössische Biennale oder Documenta, die um das Thema des Klimawandels herumkommt. Es ist Zeit, für die Kunst eine Klimabilanz zu ziehen.
    Dieser Essay ist ein Auszug aus Robert Flecks Buch „Kunst und Ökologie“ (Edition Konturen).

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Kirche St. Nicolai in Bad Liebenwerda
    Predigt: Superintendent Christof Enders
    Evangelische Kirche

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

  • 13:05 Uhr
  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Der Regisseur Burhan Qurbani im Gespräch mit Raoul Mörchen

    Junge Muslime in Berlin, Neonazis in Rostock, ein Drogendealer aus Westafrika - sie sind die Hauptdarsteller seiner Filme. Wie in „Berlin Alexanderplatz“, der die bekannte Geschichte in die Gegenwart setzt und einen illegalen Migranten im Zentrum hat.

  • 15:05 Uhr

    Punk ohne Gitarren
    Die Düsseldorfer Band Östro 430
    Von Anja Buchmann

    Ende der 1970er, Anfang der 1980er gehörten sie zur Szene des „Ratinger Hof" in Düsseldorf, zusammen mit Bands wie Mittagspause, DAF, der Plan oder dem Vorläufer der Toten Hosen - die Frauen von Östro 430, und das mit Keyboard und Saxofon statt Gitarre. Laut, rotzig, widerspenstig. Gegründet unter anderem von Sängerin Martina Weith und Keyboarderin Bettina Flörchinger, die beide auch heute wieder dabei sind. Denn nach ihrer Debüt-EP im Jahr 1981 und dem ersten Album „Weiber wie wir“ zwei Jahre später, löste sich die Band auf. Doch nach der Wiederveröffentlichung ihrer alten Studioaufnahmen vor vier Jahren begannen Östro 430 in teilweise neuer Besetzung wieder live zu spielen. Und veröffentlichten 2023 mit „Punkrock nach Hausfrauenart“ ein neues Album - laut, rotzig, widerspenstig. Und natürlich ohne Gitarren.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

  • 16:30 Uhr

    KI verstehen - Der Podcast über Künstliche Intelligenz im Alltag

    Künstliche Intelligenz revolutioniert unseren Alltag. Sie übersetzt Texte, filtert Nachrichten, analysiert Röntgenbilder und entscheidet, wer einen Job bekommt.
    In „KI verstehen“ geben wir jede Woche Antworten auf Fragen zum Umgang mit KI.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr
  • 20:05 Uhr

    Komisch
    Die Ambivalenz des Lachens
    Von Rolf Cantzen
    Regie: Uta Reitz
    Produktion: Deutschlandfunk 2024

    Ein Lächeln oder ein Kichern zeugt von Zuneigung. Ein ausgiebiger Lachanfall unter Freunden schafft Gemeinsamkeit - könnte man meinen. Doch Lachen kann noch eine ganze Menge mehr ausdrücken. Es kann deeskalieren. Doch bereits das hämische Grinsen schafft Distanz, das laute Auslachen ist böse, das genüssliche Sich-Lustig-Machen ist aggressiv - und es macht genau deshalb vielen Spaß.
    Lachen ist ambivalent. Einerseits: Lachen tut gut, entlastet, macht leicht und unbeschwert, lenkt ab von Sorgen und Nöten und setzt Glückshormone frei. Andererseits: Lachen verletzt, es beschädigt nicht nur Autoritäten, sondern auch Ideale, Konventionen, Regeln, religiöse Überzeugungen und Gesinnungen, all das, was Menschen lieb und heilig ist. Auf diesen Ambivalenzen basiert die Satire oder der Witz. Lachen kann irritieren, schafft aber auch Raum für Reflexion.

  • 21:05 Uhr

    Musikfest Bremen 2023

    Tan Dun
    „Tears of nature" für Schlagzeug und Klavier in der Fassung für Schlagzeug und zwei Klaviere

    Fazil Say
    Konzert für Schlagzeug und Orchester, op. 77 in der Fassung für Schlagzeug und zwei Klaviere

    Martin Grubinger, Schlagzeug
    Alexander Georgiev, Schlagzeug
    Jürgen Leitner, Schlagzeug
    Ferhan und Ferzan Önder, Klavier

    Aufnahme vom 29.8.2023 in der Bremer Glocke

    Am Mikrofon: Klaus Gehrke

    Der österreichische Schlagzeuger Martin Grubinger gehört zu den international renommiertesten Stars seines Faches. 1983 in Salzburg geboren, gewann er bereits als Jugendlicher zahlreiche Wettbewerbe und studierte am Mozarteum in seiner Heimatstadt sowie am Brucknerkonservatorium in Linz. Ab der Jahrtausendwende begann die internationale Karriere des Multiperkussionisten. 2016 stellte Grubinger sich erstmals dem Publikum beim Bremer Musikfest vor. Im vergangenen Jahr wurde er mit dem Bremer Musikfest-Preis geehrt. Mit seinem Konzert in der Bremer Glocke am 29. August verabschiedete Grubinger sich gleichzeitig von seinem norddeutschen Publikum, seine Bühnenkarriere ging 2023 damit zu Ende.

  • 23:05 Uhr