Sorgearbeit
Warum ist Pflege eigentlich weiblich?
Gäste:
Kornelia Schmid, Vorsitzende von „Pflegende Angehörige“ e.V.
Mia Teschner-Hofmann, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)
Felix Heinrichs, Oberbürgermeister von Mönchengladbach
Am Mikrofon: Stephanie Gebert
Hörertel.: 00800 4464 4464
lebenszeit@deutschlandfunk.de
Pflegende Angehörige sind Deutschlands größter Pflegedienst - also Menschen, die ihre Kinder, Partner, Eltern oder Schwiegereltern versorgen. Knapp Zweidrittel von ihnen sind Frauen, die für diese Tätigkeit oft ihre Arbeitszeit reduzieren und dadurch finanzielle Nachteile und später weniger Rente haben. Länder wie Schweden oder die Schweiz zeigen, wie die Ungleichheit zwischen Frauen und Männern in der Angehörigenpflege gesenkt werden könnte. Könnten diese Maßnahmen auch hierzulande funktionieren? Warum sind es immer die Frauen, auf deren Schultern diese Care-Arbeit lastet? Sind alte Rollenbilder oder finanzielle Gründe dafür verantwortlich? Welche Herausforderungen müssen sie stemmen und was kann der Staat, was können Unternehmen tun, um für Unterstützung zu sorgen?