Donnerstag, 19.09.2019
 
Seit 10:10 Uhr Marktplatz

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 06.10.2019
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

Von der Weisheit des Widerstands
Eine Lange Nacht auf den Klangspuren Abdullah Ibrahims
Von Bert Noglik
Regie: der Autor

Seine Musik drehte sich auf den Plattentellern der Townships, als er bereits des Landes verwiesen war. Und er spielte Klavier, als Nelson Mandela das Amt des Präsidenten antrat. Adolph Johannes Brand, geboren am 9. Oktober 1934 in Kapstadt, der sich zunächst Dollar Brand und nach seinem Übertritt zum Islam Abdullah Ibrahim nennt, schöpft seine Musik aus südafrikanischen Quellen. In deren Verschmelzung mit dem Jazz fand er zu einer gänzlich eigenen Klangsprache. Nach der Verschärfung der Rassengesetze ging er 1962 mit seiner Frau, der Sängerin Sathima Bea Benjamin, nach Zürich, wo sich Duke Ellington für den Pianisten einsetzte. Vorübergehend wieder in Südafrika nahm er Mitte der 70er-Jahre den Titel ,Mannenberg' auf - eine Hymne des Widerstands gegen das Apartheidregime. Gezwungen das Land zu verlassen, reflektierte er in seinem Schaffen die Sehnsüchte seiner Landsleute ebenso wie die Traumata des Exils. Mit der Rückkehr in seine Heimat, unmittelbar nach dem Ende der Apartheid, schloss sich ein Kreis und öffnete sich ein neuer, die fortwährende Sinnsuche im Medium des Klanges.

01:00 Nachrichten  

02:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionachtaufnehmen

02:05 Sternzeit  

02:07 Klassik live  

Rheingau Musik Festival 2018

Brett Dean
,Approach - Prelude to a canon' für zwei Violen und Orchester

Johann Sebastian Bach
Brandenburgisches Konzert Nr. 6 B-Dur, BWV 1051

Tabea Zimmermann, Viola
Brett Dean, Viola
Swedish Chamber Orchestra
Leitung: Thomas Dausgaard

Aufnahme vom 8.8.2018 aus dem Kurhaus Wiesbaden

03:00 Nachrichten  

03:05 Heimwerk  

Germaine Tailleferre
Partita für Klavier

Rêverie für Klavier

Arthur Honegger
Trois Pastorales für Klavier

Georges Auric
Sept Pièces breves für Klavier

Corinna Simon, Klavier

03:55 Kalenderblatt  

04:00 Nachrichten  

04:05 Die neue Platte XL  

05:00 Nachrichten  

05:05 Auftakt  

06:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

06:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

06:10 Uhr

Geistliche Musikaufnehmen

Gottfried August Homilius
,Brich dem Hungrigen sein Brot'. Motette für gemischten Chor a cappella
sirventes berlin
Leitung: Stefan Schuck

Johann Sebastian Bach
,Singet dem Herrn ein neues Lied'. Motette zu 8 Stimmen in 2 Chören zu je 4 Stimmen, BWV 225
Monteverdi Choir
The English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner

Franz Tunder
,Auf meinen lieben Gott'. Für Orgel solo
Emanuele Cardi, Orgel

Georg Friedrich Händel
,Laudate pueri Dominum'. Geistliches Konzert für Sopran, Streicher und Basso continuo, HWV 236 [1. Fassung]
Veronika Winter (Sopran)
Das Kleine Konzert
Leitung: Hermann Max

07:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

07:05 Uhr

Information und Musikaufnehmen

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

07:30 Nachrichten  

07:50 Kulturpresseschau

08:00 Nachrichten  

08:30 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgenaufnehmen

Religiöses Wort
Die Trappisten von Tibhirine.
Sieben Selige für den Dialog mit dem Islam
Von Corinna Mühlstedt
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschauaufnehmen

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kalenderblattaufnehmen

Vor 190 Jahren: Das Lokomotivrennen von Rainhill beginnt

09:10 Uhr

Die neue Platteaufnehmen

Sinfonische Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskursaufnehmen

Heimat - der offene Begriff (2/2)
Susanne Scharnowski im Gespräch mit Barbara Schäfer

Susanne Scharnowskis neues Buch heißt ,Heimat. Geschichte eines Missverständnisses’. Im Gespräch erläutert sie, welches Bedeutungsspektrum der Begriff Heimat hat, sie hat dessen Genese von der Romantik bis zur Globalisierung verfolgt. Ihr Buch birgt die Erkenntnis, wie verfehlt es ist, Heimat als Gefühl zu bezeichnen. Schlüsselwort, Reizwort, Kampfbegriff, das alles trifft auf Heimat zu. Trefflich, dass 90 Prozent aller Deutschen laut Umfragen Heimat wichtig finden. Und die deutsche Sprache tut uns den Gefallen, dieses einzigartige Wort zu besitzen, welches sogar als Exportschlager taugt. Denn die vermeintliche Unübersetzbarkeit gilt als Beleg dafür, dass Heimat ein urdeutsches Wort sei. Susanne Scharnowski hat den Begriff Heimat untersucht und gewendet. Sie fand eine Geschichte der Missverständnisse und hat ein Buch geschrieben, das mit diesen Missverständnissen aufräumen möchte. Aus der Sicht der Literaturwissenschaftlerin hat sie zahlreiche Texte, Filme, Studien und andere Materialien in Zusammenhang mit dem Heimatbegriff gesichtet, vor allem deutsche Quellen. Das wichtigste Ergebnis ihres Buches sei, sagt sie, die „Erkenntnis, dass auch die deutsche Heimat sehr viel weniger mit Nation und Staat zu tun hat, als immer wieder unterstellt wird”. Die Literaturwissenschaftlerin Susanne Scharnowski ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FU Berlin und war DAAD-Lektorin für deutsche Sprache an Universitäten in Cambridge, Melbourne und Taipeh.

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Gottesdienstaufnehmen

Übertragung aus der Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen
Predigt: Pfarrer Lars Kunkel
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

11:05 Uhr

Interview der Wocheaufnehmen

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergangaufnehmen

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

12:00 Nachrichten  

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:05 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

13:30 Uhr

Zwischentöneaufnehmen

Musik und Fragen zur Person
Der Pianist Igor Levit im Gespräch mit Tanja Runow

„Beethoven war lebensrettend für mich.” Igor Levit hat sich schon immer viel getraut. Als junger Klaviervirtuose gab er einst sein Debüt mit den späten Beethoven-Sonaten. Jetzt hat er sich noch etwas Größeres vorgenommen. Igor Levit wurde 1987 im russischen Nischni Nowgorod geboren und bekam bereits mit drei Jahren Unterricht bei seiner Mutter, der Pianistin Elena Levit. Sein erstes Solokonzert gab er mit vier Jahren. Wenig später wurde ein Musikprofessor aus Hannover auf das hochbegabte Kind aufmerksam und bot an, ihn zu unterrichten. Als jüdische Kontingentflüchtlinge konnte die Familie 1995 nach Deutschland übersiedeln. Seither hat Igor Levit eine internationale Karriere gemacht. Zugleich engagiert er sich politisch. Er meldet sich regelmäßig zu aktuellen Themen per Twitter zu Wort und spielt Konzerte für Flüchtlinge. Für ihn sei es geradezu eine Pflicht, so Levit, sich in diesen Zeiten auch als Musiker politisch zu artikulieren. Im Jahr 2018 gab er seinen Klassik-Echo zurück, aus Protest gegen die Preisverleihung an die Rapper Kollegah und Farid Bang. Es gehe darum, ein Zeichen zu setzen, so Levit. Ein Vorbild für sein Engagement finde er dabei auch im Humanismus eines Ludwigs van Beethoven. Im September 2019 erscheint Levits Gesamteinspielung aller Klaviersonaten von Beethoven bei Sony Classical.

14:00 Nachrichten  

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Rock et ceteraaufnehmen

Das Magazin - Neues aus der Szene
Am Mikrofon: Tim Schauen

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:10 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Buch der Woche

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

Wissenschaft im Brennpunkt
Zurück in die Tiefe
CO2-Entsorgung im Untergrund
Von Tomma Schröder

Auf dem Papier klingt die Idee zukunftsweisend: Wenn wir nicht aufhören können, CO2 in die Atmosphäre zu leiten, dann müssen wir dieselbe Menge Treibhausgas eben wieder einfangen und einlagern - und schon landet unsere Klimabilanz bei Netto Null. Die Politik kalkuliert längst mit Kohlendioxidentnahmeverfahren - obwohl die Technologie umstritten ist.

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Kulturfragenaufnehmen

Debatten und Dokumente

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abendaufnehmen

18:40 Uhr

Hintergrundaufnehmen

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

19:10 Uhr

Sport am Sonntagaufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Freistilaufnehmen

Being Nico
Die Pop-Ikone Christa Päffgen
Von Andrea Halter und Philip Stegers
Regie: die Autoren
Produktion: WDR 2018

Sie ist der einzige internationale Popstar, den Deutschland jemals hatte. Die Kölnerin Christa Päffgen alias Nico war erstes deutsches Supermodel, Schauspielerin, Muse von Andy Warhol und Sängerin der Gruppe The Velvet Underground. Mit ihren grabestiefen Hymnen gilt sie als Vorreiterin der Gothic-Music. Ein Leben ohne Kompromisse. Als Christa Päffgen 1938 in Köln geboren, wird Nico zunächst internationales Topmodel und Fellini-Schauspielerin. Sie bekommt ein Kind von Alain Delon, doch in ihrem Bohèmeleben ist kein Platz für eine klassische Mutterrolle. In New York wird Nico die Muse von Andy Warhol, der sie 1966 als Sängerin in der Kult-Band The Velvet Underground unterbringt. Ihr Liebhaber Jim Morrison ermuntert sie, eigene Songs zu schreiben. Auf dem Höhepunkt ihrer Bekanntheit bricht sie Ende der 60er-Jahre mit ihrem Image als blonde Kunstfigur, um als mystisch-morbide Chanteuse ihre eigene künstlerische Identität zu finden. Der Absturz ist programmiert. Bis zu ihrem Tod 1988 tingelt sie wenig erfolgreich mit einem Harmonium durch die Welt, um ihre Heroinsucht zu finanzieren.

21:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

21:05 Uhr

Konzertdokument der Wocheaufnehmen

George Enescu
,Strigoii' (Die Geister)
Kammeroper auf einen Text von Mihai Eminescu, nach dem Manuskript rekonstruiert von Cornel Țãranu und orchestriert von Sabin Pautza
 
Rodica Vica, Sopran
Tiberius Simu, Tenor
Bogdan Baciu, Bariton
Alin Anca, Bass
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Gabriel Bebeselea

Aufnahme vom 26.9.2019 aus dem Konzerthaus Berlin

Am Mikrofon: Haino Rindler

1916 arbeitete George Enescu an einer Kammeroper mit dem Titel ,Strigoii’ (Geister) nach einem Text des Dichters Mihai Eminescu. Er konnte das Werk nicht vollenden, seine Skizzen gingen in den Wirren des Ersten Weltkrieges verloren. Erst vor wenigen Jahren wurden sie wiederentdeckt und rekonstruiert. Enescu griff in dem Werk innovative Kompositionstechniken seiner Zeit auf, wie Sprechgesang oder Polytonalität. 2018 erschien ,Strigoii’ auf CD, aufgenommen vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, in der Saison 2019/20 präsentiert das Orchester Enescus Kammeroper erstmals live im Konzert.

22:00 Nachrichten  

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Das war der Tagaufnehmen

23:26 Presseschau  

23:30 Uhr

Sportgesprächaufnehmen

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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Programmtipps

Die albanisch-schweizerische Jazzsängerin Elina Duni bei einem Auftritt (imago stock&people)
Sängerin Elina DuniLeise Abschiede
JazzFacts 19.09.2019 | 21:05 Uhr

Sie wurde in Albaniens Hauptstadt Tirana geboren und lebte bis vor Kurzem in Zürich. Derzeit ist London ihre Wahlheimat. Elina Duni singt mit dunkler, warmer Stimme melancholische Lieder über Trennung und Abschiednehmen.

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