Montag, 18.10.2021
 
Seit 13:00 Uhr Nachrichten

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 06.04.2014
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Zerrissen nach allen Seiten
Eine Lange Nacht über Kunst und Grauen im 1. Weltkrieg
Von Monika Künzel und Michael Köhler
Regie: Rita Höhne

"Es war Reinigung, Befreiung, was wir empfanden, und eine ungeheure Hoffnung." - Nicht nur Thomas Mann verklärte den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 als 'Großen Krieg'. Er fiel in eine Phase außergewöhnlicher Vitalität und der Gründung von Avantgarde-Bewegungen in den Künsten und beeinflusste mehr als jeder andere Konflikt das Werk der Künstler, die ihn erlebten. Avantgarde-Bewegungen wie der Expressionismus und der Kubismus waren entstanden, Künstlervereinigungen wie Die Brücke und Der Blaue Reiter gegründet. Selbst Käthe Kruse staffierte ihre kindlich-lebensechten Stoffpuppen als stramme Potsdamer Soldaten in den Uniformen der kriegführenden Staaten aus. Wer heute verstehen will, "wie die Herzen … sogleich in Flammen standen, als jetzt Krieg wurde", muss sich die Zeit vor 100 Jahren vergegenwärtigen. Der Dadaist Walter Serner beschrieb den Krieg als eine Reaktion auf das umgehende "Gespenst der Langeweile". Doch im Gegensatz zu vielen Künstlern wich die große Begeisterung für diesen Krieg in der Bevölkerung schnell einer nicht minder starken Ernüchterung. Der britische Historiker Christopher Clark provoziert mit seinem gerade erschienen Werk "Die Schlafwandler" ein neues Nachdenken über die Komplexität der europäischen Vorkriegspolitik. 70 Millionen Soldaten standen in Europa, Afrika, Asien und den Weltmeeren unter Waffen. 17 Millionen Menschen starben unter erbärmlichen Umständen. Wer überlebte, trug seine Narben, körperlich und seelisch, sein Leben lang. Erich Maria Remarque hat mit seinem Buch 'Im Westen nichts Neues', zehn Jahre nach seinen eigenen Kriegserlebnissen, einer verlorenen Generation ein bis heute erschütterndes Denkmal gesetzt.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sinfonische Musik 

Antonin Dvorak
Slawischer Tanz Nr. 1 C-Dur aus: Slawische Tänze, op. 46
Tschechische Philharmonie Prag
Leitung: Vaclav Neumann

John Adams
'The Chairman Dances'. Foxtrott für Orchester
City of Birmingham Symphony Orchestra
Leitung: Simon Rattle

Sergej Rachmaninow
Sinfonische Tänze für Orchester, op. 45
Berliner Philharmoniker
Leitung: Sir Simon Rattle

03:00 Nachrichten 

03:05 Vokalmusik 

Musik zu Friedrich Schillers Drama 'Wilhelm Tell'

Hanns Eisler
Vorspiel und Gesang 'Es lächelt der See' aus der Bühnenmusik zu Schillers 'Wilhelm Tell'
Elisabeth Breul, Sopran
Günter Neumann, Tenor
Günther Leib, Bariton
Berliner Sinfonie-Orchester
Leitung: Günther Herbig

Franz Liszt
3 Lieder aus Schillers 'Wilhelm Tell' für Bariton und Klavier
Adrian Eröd, Bariton
Charles Spencer, Klavier

Gioacchino Rossini
Romanze der Mathilde aus dem 2. Akt der Oper 'Guglielmo Tell'
Mirella Freni, Sopran
National Philharmonic Orchestra London
Leitung: Riccardo Chailly

2. Teil des 2. Aktes aus der Oper 'Guglielmo Tell'
Sherrill Milnes - Wilhelm Tell
Luciano Pavarotti - Arnold Melchthal
Nicolai Ghiaurov - Walter Fürst
Ambrosian Opera Chorus London
National Philharmonic Orchestra London
Leitung: Riccardo Chailly

04:00 Nachrichten 

04:05 Neue Musik 

Friedrich Schenker
Ästhetik des Widerstands II
Antje Marta Schäffer, Sopran
Matthias Jann, Posaune
Johannes Bauer, Kontrabass
Josephine Horn, Orgel
Thomas Noll, Orgel

Georg Katzer
......ergo sum
ensemble 20/21
Leitung: David Smeyers

Friedrich Goldmann
Wege Gewirr Ausblick
Orchester der Hochschule für Musik Dresden
Leitung: Ekkehard Klemm

05:00 Nachrichten 

05:05 Kammermusik 

Felix Mendelssohn Bartholdy
Variations serieuses für Klavier d-Moll, op. 54
Matthias Kirschnereit, Klavier

Wolfgang Amadeus Mozart
Sonate für Violine und Klavier F-Dur, KV 376
Dmitry Sitkovetsky, Violine
Konstantin Lifschitz, Klavier

Anton Arensky
Quintett für Klavier, 2 Violinen, Viola und Violoncello D-Dur, op. 51
Lilya Zilberstein, Klavier
Dora Schwarzberg, Violine
Lucia Hall, Violine
Nora Romanoff-Schwarzberg, Viola
Mark Drobinsky, Violoncello

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Britta Fecke, Freie Journalistin
Nach dem Spitzentreffen im Kanzleramt - Wie die Reform des Erneuerbaren Energien-Gesetzes zum Kompromiss wurde

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Alessandro Stradella
'Benedictus Dominus Deus'. Motette für Sopran, Alt und Basso continuo
Sandrine Piau, Sopran
Gerard Lesne, Countertenor
Il Seminario Musicale

Jan Pieterszoon Sweelinck
'Allein zu dir, Herr Jesu Christ' für Orgel
Ton Koopman, Orgel

Johann Sebastian Bach
'Allein zu dir, Herr Jesu Christ'. Kantate, BWV 33
Robin Blaze, Countertenor
Gerd Türk, Tenor
Peter Kooij, Bass
Chor und Orchester des Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen
Buchopfer für Europa? Was die Abschaffung der Buchpreisbindung in Griechenland bewirkt

Schuld und Verantwortung: Deutsches und europäisches Erinnern an den Ersten Weltkrieg
Ein Interview mit der Publizistin Cora Stephan

Die Orbanisierung geht weiter
Zu den Parlamentswahlen in Ungarn ein Interview mit dem Publizisten Paul Lendvai

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Eiszeit - Der Kalte Krieg und die Renaissance eines Begriffs
Ein Interview mit dem Historiker Bernd Greiner

Denk ich an Deutschland: der Schauspieler Hans-Joachim Wagner

Am Mikrofon: Kathrin Hondl

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Bete und arbeite - Studenten entdecken das klösterliche Leben
Von Nadine Thielen
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 200 Jahren: Napoleon dankt als Kaiser der Franzosen ab

09:10 Uhr

Die neue Platte

Alte Musik
Am Mikrofon: Rainer Baumgärtner

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Jedes Verbot ist ein heimliches Gebot
Vom gesetzlichen Umgang mit dem ältesten Gewerbe der Welt
Von Tanja Dückers

Europa ist ein Mosaik, was den gesetzlichen Umgang mit dem ältesten Gewerbe der Welt angeht. Die rechtliche Stellung der Prostitution variiert von strafrechtlicher Verfolgung (u.a. Russland, Litauen, Rumänien, die ex-jugoslawischen Republiken) bis hin zu voller Legalität (Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Griechenland, Türkei). Im Zuge der Verankerung eines "Sexkaufverbots" in Frankreich im vergangenen Jahr hat Alice Schwarzer eine Debatte über ein Verbot der Prostitution losgetreten. Beispielhaft soll Schweden sein, ein Land, in dem Freier seit Ende der 90-Jahre bestraft werden, Prostituierte jedoch nicht. Doch nach über zehn Jahren sieht die Bilanz für das Königreich nicht gut aus: Die Prostitution hat sich von der Straße ins Internet verlagert. Auch die organisierte Kriminalität hat nicht ab-, sondern zugenommen. Dennoch hat man sich im vergangenen Herbst in Frankreich gesetzlich auf das Sexkaufverbot geeinigt. Welchen Sinn hat es, den "Sexkauf" zu verbieten und wie denken eigentlich die Betroffenen selbst darüber? "Jedes Verbot ist ein heimliches Gebot" (Michel Foucault) - die Schriftstellerin und Publizistin Tanja Dückers, die selber einmal Augenzeugin von sexueller Gewalt wurde, stellt die Frage nach dem Sinn und Erfolg eines Verbots.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Lukaskirche in Sundern
Predigt: Pfarrer Martin Vogt
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Aydan Özoguz, SPD, Integrationsbeauftragte der Bundesregierung

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt
"Der Grieche“ in Toledo"
Wo der Maler El Greco seine Heimat fand

Brauen und beten
Rund um den bayerischen Kirchsee

La Candelaria
Bogotas Hauptstadt wird "hipp"

Unterm Kreidefelsen
Fossiliensammeln auf der dänischen Insel Moen

Königliche Abtei
Fontevraud im französischen Anjou

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Kafka-Biograph Reiner Stach im Gespräch mit Sabine Küchler

Nach 18 Jahren schließt Reiner Stach in diesen Tagen sein opus magnum ab, die dreibändige Kafka-Biographie, die schon beim Erscheinen des ersten Bandes von Reinhard Baumgart als "die erste authentische, ihrem Gegenstand gewachsene Kafka-Biographie" gewürdigt wurde. Reiner Stach (Jahrgang 1951) studierte Philosophie, Literaturwissenschaft und Mathematik. Seine Dissertation erschien unter dem Titel "Kafkas erotischer Mythos. Eine ästhetische Konstruktion des Weiblichen". Zunächst arbeitete Reiner Stach als Wissenschaftslektor und Publizist. In den USA entdeckte er den Nachlaß von Felice Bauer und gestaltete daraus im Jahr 1998/99 die Ausstellung "Kafkas Braut". 2002 erschien mit "Kafka - Die Jahre der Entscheidungen" der erste Band seiner Kafka-Biographie, 2008 folgte "Kafka - Die Jahre der Erkenntnis".

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Ihr Mann für alle Fälle -
der schottische Songschreiber Justin Currie
Von Jörg Feyer

Auf einem Album eine Beerdigung ebenso pointiert zu besingen wie eine Hochzeit, ohne in naheliegende Klischees abzugleiten - das schafft nur ein Songwriter von Format. Justin Currie bewies es jüngst mit seinem dritten eigenen Album "Lower Reaches". Der Musiker aus Glasgow gehört immer noch zu den unterschätzten Meistern seines Fachs, obschon er mit seiner gerade reaktivierten Band Del Amitri und Hits wie "Nothing Ever Happens" und "Roll To Me" in den 90er-Jahren Spuren in der Popmusik hinterlassen hatte. Immerhin durfte sich der Schotte kürzlich über die Einladung der amerikanischen Songwriter-Legende Jimmy Webb zu einem Duett-Album freuen. Jörg Feyer freute sich, Justin Currie vor seinem vorerst letzten Solo-Konzert für ein längeres Gespräch in Hamburg treffen zu können. Dabei verriet der Mann für alle Fälle beispielsweise, warum seine Songs nur die männliche Perspektive kennen, weshalb er beim anstehenden Referendum eher gegen die Unabhängigkeit Schottlands stimmen wird und warum der 49-Jährige der Vollendung seiner fünften Lebensdekade weniger skeptisch entgegensieht als damals seinem 40. Geburtstag.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche
Richard Yates: Eine strahlende Zukunft
(Deutsche Verlags-Anstalt)

Am Mikrofon: Denis Scheck

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Leben vor dem Tod - Die Palliativmedizin verändert sich
Von Lydia Heller

"Wir können nichts mehr für Sie tun" - ein gefürchteter Satz, den Ärzte benutzen, wenn sie vor einer tödlichen Krankheit kapitulieren. Dabei stimmt er genau genommen gar nicht. Selbst wenn eine Heilung nicht mehr zu erwarten ist, kann die Medizin noch eine ganze Menge tun: Sie kann Schmerzen lindern und dazu beitragen, dass ein Mensch die letzte Phase seines Lebens selbstbestimmt, in Würde und Klarheit verbringt.
Die Palliativmedizin hat in der öffentlichen Wahrnehmung einen großen Aufschwung erlebt. Im Gegensatz zur kurativen Medizin hat sie nicht die Verlängerung des Lebens im Blick, sondern die Behandlung von Symptomen, die Linderung unangenehmer Nebenwirkungen und die Aufrechterhaltung der Lebensqualität. Nur - auf welchen Grundlagen, nach welchen Kriterien wird entschieden, wann das Ziel einer Behandlung nicht mehr die Heilung ist? Ist es gut, mit palliativen Maßnahmen schon früh zu beginnen, wie es etwa für die Begleitung psychischer Probleme bei schweren Krankheiten häufig empfohlen wird? Oder wäre dies gleichbedeutend mit "Aufgeben"? Sollte man also lieber spät einsetzen - und damit riskieren, dass ein Patient mehr leidet, als nötig gewesen wäre? Kann sich eine begleitende palliativmedizinische Behandlung, wie jüngere Studien nahelegen, auch positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken? Wie wird die Balance zwischen kurativer und palliativer Versorgung hergestellt, wie werden Kosten und Nutzen abgewogen und wer sollte in Entscheidungen einbezogen werden? 
Je stärker die Palliativmedizin an Bedeutung gewinnt, je höher die Anforderungen an eine breite und qualitativ hochwertige Versorgung werden, desto dringender müssen diese Fragen beantwortet werden. Tatsächlich beobachtet Lydia Heller einen Wandel, der sich derzeit in der Palliativversorgung vollzieht: von einer Kunst - in eine Wissenschaft.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Intellektuelle und der Krieg - 1914 und heute. Ein Gespräch mit dem polnischen Publizisten Adam Krzeminski

Am Mikrofon: Norbert Seitz

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen
"Schule der Frauen" - Herbert Fritschs neuer Theater-Spaß nach Molière am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg

Sittengemälde der Gegenwart - Anthony Bramall und Damiano Michieletto deuten "The Rake's Progress" von Igor Strawinsky an der Oper Leipzig

"Das Geheimnis der Verwandlung" - Kunst und Alchemie in einer Ausstellung des Museums Kunstpalast Düsseldorf

Geheimnisse in der Ehe - Nana Neuls Kinofilm "Stiller Sommer"

Virtuosen der Normalität - Die Unterhaltungs-Show „Wetten, dass ..?“ wird zum Jahresende eingestellt

Am Mikrofon: Katja Lückert

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Vom langen Nachhall des Mordens - Ruanda 20 Jahre nach dem Genozid

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

1. Fußball-Bundesliga, 29. Spieltag: Eintracht Braunschweig - Hannover 96;
Hertha BSC - 1899 Hoffenheim

2. Fußball-Bundesliga, 29. Spieltag: 1. FC Kaiserslautern - VfL Bochum;
TSV 1860 München - Karlsruher SC; Erzgebirge Aue - 1. FC Union Berlin

Letzte Spielervermittlerprüfung des DFB - ein Selbstversuch: Gespräch mir Moritz Küpper

Tennis: Daviscup Frankreich - Deutschland in Nancy

DEL: Eishockey Play-Offs, 2. Halbfinale: Kölner Haie - Grizzly Adams Wolfsburg;
Hamburg Freezers - ERC Ingolstadt

Volleyball PlayOff Halbfinale 1. Spiel: BR Volleys - TV Ingersoll Bühl

Oxford gegen Cambridge - Ruderwettkampf auf der Themse mit deutscher Beteiligung

Wieder Vogelstrauß-Politik der Formel 1? - Gespräch mit dem Formel 1-Experten der FAZ, Anno Hecker

„Almost Heaven“ - Gespräch mit dem ehemaligen Basketball-Profi, jetzt Sport-Gewerkschafter und Buchautor Johannes Herber

Kein Platz mehr neben dem FC Bayern? Die erfolgreichen Volleyballer von Unterhaching stehen mangels Sponsoren vor dem Rückzug - Interview mit Unterhachings Manager Josef Köck

Ausgeschlossen vom geliebten Zuhause - wie die WM Brasiliens Fußballkultur verändert

Moderation: Philipp May

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

"Ja, mach' nur einen Plan!"
Oder: Das Leben ist eine Wundertüte
Von Ulrike Burgwinkel und Simonetta Dibbern
Regie: Susanne Krings
Produktion: DLF 2014

Man geht in ein Konzert, wozu man eigentlich keine Lust hat, und trifft dort den Partner fürs Leben. Man muss pünktlich zum Bewerbungsgespräch, gerät in einen Stau und ist zu spät. Oft passieren Dinge, bei denen man denkt: Das kann doch kein Zufall sein! Wir Menschen neigen dazu, unerklärliche Ereignisse erklären zu wollen. Der Psychoanalytiker C.G. Jung hat dafür den Begriff der »Synchronizität« geprägt. Sinnstiftend, so Jung, sei das Suchen und Finden kausaler Zusammenhänge auch dann, wenn sie in der Realität nicht bestünden. Statistiker gehen die Sache rationaler an, jonglieren mit Korrelationen und Wahrscheinlichkeiten; Philosophen versuchen, das Phänomen Zufall mit Logik in den Griff zu bekommen. Neurologen erforschen Abläufe im Gehirn und können eine evolutionsbedingte Vorliebe für Kausalitäten festmachen, die zum Überleben von Nutzen sind. Psychologen sprechen von "Rationalisierung im Nachhinein". Das Leben jedoch bleibt eine Wundertüte: Keiner weiß, was drin steckt.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Extra mit Deutschlandfunk in der Kölner Philharmonie
Maurice Ravel
‚Ma Mère l'Oye‘. 5 Kinderstücke für Klavier zu 4 Händen. Fassung für Orchester

‚Daphnis et Chloé‘. Suite für Orchester Nr. 1

Unsuk Chin
‚snagS&Snarls‘ für Sopran und Orchester

Igor Strawinsky
‚Petruschka‘. Burleske in vier Bildern für Orchester

Ekaterina Lekhina, Sopran
Orchestre Symphonique de Montréal
Leitung: Kent Nagano

Aufnahme vom 23.3.14
aus der Kölner Philharmonie

Däumlinge, Märzhasen und verzauberte Puppen geistern durch die Stücke dieses Konzerts. Das Orchestre Symphonique de Montréal unter Kent Nagano spielt Musik, die auf Märchen, Sagen und Fantasiegeschichten zurückgeht. So widmete Maurice Ravel die Sätze seiner Suite „Ma Mère l'Oye“ verschiedenen Gestalten aus alten französischen Märchen. In seiner Ballettmusik „Daphnis et Chloé“ führt er uns in die griechische Antike, wo der Hirtengott Pan zwei Liebende zusammenbringt. Die zeitgenössische südkoreanische Komponistin Unsuk Chin ließ sich für ihren Gesangszyklus „snagS&Snarls“ von Lewis Carrolls Roman „Alice im Wunderland“ inspirieren. Und schließlich beschwört Igor Strawinsky in seinem Ballett „Petruschka“ die Welt der russischen Volkssagen herauf.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

„Vom Schützengraben auf den grünen Rasen. Der Erste Weltkrieg und die Entwicklung des Sports in Deutschland“

Gesprächspartner Peter Tauber, CDU-Generalsekretär

Die Fragen stellt Moritz Küpper.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Aus den Ländern

Karte der deutschen Bundesländer in verschiedenen Farben. (Imago / Panthermedia / Crevis)

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