Freitag, 04.12.2020
 

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 01.11.2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Wir und die Anderen
Eine Lange Nacht der Zugehörigkeit(en)
Von Almut Schnerring und Sascha Verlan
Regie: die Autoren

Demonstration zur Coronavirus-Pandemie, „Black Lives Matter", Klimadebatte oder die aktuelle Gleichstellungspolitik … immer wieder formiert sich ein Wir, das bestimmt, wer dazugehört und wer - angeblich - die Anderen sind. Wovon ist Zugehörigkeit eigentlich abhängig? Sollten wir nicht besser von Zugehörigkeiten sprechen, weil es keine Konstante, sondern ein sich ständig wandelnder Prozess ist? „Ich gehöre dazu, wenn nicht verhandelt werden muss, wer ich bin und ob ich dazu gehöre", sagt Sabine Hark. Sie war die Erste in ihrer Familie, die Anfang der 1980er-Jahre Abitur gemacht hat. Der Kölner Unternehmer Gianni Jovanovic ergänzt: „Ich komme mir vor, als würden Menschen glauben zu wissen, wer ich bin, wie ich bin, was ich zu denken habe, was ich zu fühlen oder was ich zu glauben habe." Und für Tupoka Ogette aus Berlin, Autorin von „Exit-Racism", ist die Fremdzuschreibung Alltag: „Bevor ich in den Raum komme, wissen die anderen schon, wie ich bin.“ In einer vielstimmigen O-Ton-Collage nähert sich die „Lange Nacht" dem Verhältnis zwischen Individuum und Gruppe. Es geht um Geburtsorte, um Wohngegenden, Dialekte und Sprache, um Geschlechter; um Bildungsgeschichte und Sozialisation. Es geht um prägende, oft lebenslang wirksame Einflüsse, die mitbestimmen, wie wir so wurden, wie wir sind.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Klavier-Festival Ruhr 2019

Frédéric Chopin
Andante spianato et Grande Polonaise Es-Dur, op. 22

Maurice Ravel
La Valse
Gaspard de la nuit

Lauren Zhang, Klavier

Aufnahme vom 9.5.2019 aus der Zeche Holland, Alte Lohnhalle in Bochum-Wattenscheid

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

George Enescu
Impressions d'enfance, op. 28

Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 f-Moll, op. 6

Impromptu concertant für Violine und Klavier in Ges-Dur

Duo Brüggen-Plank:
Marie Radauer-Plank, Violine
Henrike Brüggen, Klavier

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Wieder Terror - Frankreichs Laizismus und Erdogans Furor

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Dietrich Buxtehude
'Ein feste Burg ist unser Gott'. Choralbearbeitung, BuxWV 184
Harald Vogel, Orgel

Alessandro Stradella
'Benedictus Dominus Deus'. Motette
Sandrine Piau, Sopran
Gerard Lesne, Countertenor
Il Seminario Musicale

César Franck
Offertoire für Orgel Es-Dur
Daniel Roth, Orgel

Johann Sebastian Bach
'Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben'. Kantate am 21. Sonntag nach Trinitatis, BWV 109
Julian Podger, Tenor
Terry Wey, Alt
Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble
Leitung: Thomas Hengelbrock

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

England und seine Kolonialvergangenheit - Das dunkle Kapitel der Seefahrernation

US-Wahl - Ist die Demokratie in Gefahr? Ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Yascha Mounk

"Die Bilder aus Bergamo" - Zu Wirklichkeit, Wahrnehmung und Wirkung ein Interview mit dem Kunsthistoriker Frank Fehrenbach

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Der Karneval und Corona - Ein Interview mit dem Publizisten Manuel Andrack

Denk ich an Deutschland: der Schriftsteller Martin Muser

Am Mikrofon: Manfred Götzke

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Langsam und leise? Verantwortbare Mobilität
Von Pfarrer Frank-Michael Theuer
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 125 Jahren: Max und Emil Skladanowsky führen ihre ersten "lebenden Bilder" vor

09:10 Uhr

Die neue Platte

Neue Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Denken über 1.000 Generationen
Über das menschliche Zeitverständnis und seine Überwindung
Von Benedikt Schulz

Das menschliche Zeitverständnis ist begrenzt. Wer kann sich Zeiträume von 10.000 Jahren und mehr vorstellen? Frank Herbert ließ in seinen „Wüstenplanet”-Romanen die Mensch­heit den nächsten Schritt tun. Er erfindet den Menschen, der die Erinnerungen von 1.000 Generationen in sich trägt. Wie können die Geschicke der Menschheit gelenkt werden - wenn die Herausforderungen für die Menschen die Generationen überdauern? Vor fast 60 Jahren revolutionierte Frank Herbert damit ein ganzes Literaturgenre - die Science-Fiction war nach seinen „Wüstenplanet”-Romanen eine andere. Der erfolgreichste Science-Fiction-Roman aller Zeiten schaute Tausende von Jahren in die Zukunft und eine fantastische Welt: in der die Menschen es schaffen, sich einer lebensfeindlichen Umwelt anzupassen. Ein zentraler Gedanke in diesen sechs Büchern ist das begrenzte menschliche Zeitverständnis - und seine Überwindung. Das individuelle Zeitverständnis, das kommunikative Gedächtnis reicht vielleicht fünf Generationen, das kulturelle Gedächtnis einer Gesellschaft vielleicht 20 Generationen - und verschwimmt in weit entfernten Mythen. Wer kann sich allen Ernstes einen Zeitraum von 10.000 Jahren und mehr vorstellen, wenn vor über 11.000 Jahren überhaupt erst die Menschheit das Jagen und Sammeln hat sein lassen. Frank Herbert ließ die Menschheit in seinen Romanen den nächsten Entwicklungsschritt machen. Benedikt Schulz fragt in seinem Essay, ob der Held, der die Grenzen des menschlichen Individuums sprengt, noch ein Mensch ist? Benedikt Schulz lebt in Köln und arbeitet unter anderem für die drei Programme des Deutschlandradios als Moderator, Redakteur und Autor.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Kathedrale St. Sebastian in Magdeburg
Zelebrant: Bischof Gerhard Feige
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Prof. Karl Kaiser, Center for European Studies, Harvard-Universität

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Die Richtung kennt allein der Wind
Herbst-Radeln in der Umgebung von Hamburg

Markantes Wahrzeichen Thüringens
Wanderung auf den Inselsberg

„So ne olle Hütte…“
Der Reformarchitekt Heinrich Tessenow in Berlin

Salzige Industriegeschichte
Rothenfelde im Teutoburger Wald

Fragwürdiges Vergnügen
Tauchen zu versenkten Flugzeugen

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Regisseur und Filmemacher Dani Levy im Gespräch mit Joachim Scholl

Clown und Akrobat im Zirkus waren seine ersten Rollen, mit Filmen wie „Alles auf Zucker” und zuletzt den „Känguru-Chroniken” gehört Dani Levy zu den wenigen Filmemachern, die das Genre der intelligenten Komödie souverän beherrschen. Geboren 1957 in der Schweiz, wurde Dani Levy zunächst Schauspieler und Theaterautor. Sein erstes Filmprojekt wollte niemand realisieren, es lag jahrelang auf Eis. Endlich verfilmt, wurde „Du mich auch” 1989 dann zum Überraschungserfolg und brachte Dani Levy mit dem damaligen Kino-Filmvorführer Tom Tykwer zusammen, gemeinsam gründeten sie ihre Firma X-Filme und starteten ihre großen Karrieren. Über einen vielfältigen Lebensweg, sein politisches Engagement und auch über seinen umstrittensten Film „Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler” erzählt Dani Levy in den „Zwischentönen”.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Das Magazin
Neues aus der Szene
Am Mikrofon: Fabian Elsäßer

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Buch der Woche

David Grossman: „Was Nina wusste“
Aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer
(Carl Hanser Verlag, München)
Ein Beitrag von Christoph Schröder

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Keine Grenzen zwischen ich und du
Psychologie der Abgrenzung
Von Wibke Bergemann

Die eine hält keine Horrorfilme aus, dem anderen stehen schnell Tränen in den Augen, wenn er mit einem trauernden Freund redet. Auch Freude und schöne Gefühle können ansteckend sein. Unsere Durchlässigkeit ist individuell sehr verschieden. Warum sind manche Menschen so empfänglich für die Gefühle ihrer Mitmenschen? Was geschieht dabei in unserem Gehirn? Ein Phänomen, das sich am extremen Ende des Spektrums emotionaler Empfindsamkeit befindet, ist die Mirror Touch Synästhesie. Die Betroffenen spüren sogar Berührungen, die sie bei einem anderen nur sehen. Neurowissenschaftliche Studien konnten bei ihnen nicht nur eine überdurchschnittliche Resonanz zeigen, sondern auch ein Verschwimmen der Grenzen zwischen sich und Anderen.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Nicht nur nach der Blumenuhr - Dokumentation der Reden zum Georg-Büchner-Preis 2020 an die Lyrikerin Elke Erb

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Notfalls auch in Privatwohnungen - Demokratieforscher Wolfgang Merkel zu den Überwachungsplänen im erneuten Lockdown

Gibt es eine "Ästhetik des Populismus"? Der Amerikanist Johannes Völz im Gespräch

"Turner's Modern World" - Eine Ausstellung in der Tate Britain

Frank Castorf inszeniert in München Walter Braunfels‘ "Die Vögel"

Am Mikrofon: Anja Reinhardt

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Konkurrenz um Aufmerksamkeit: Wie sich Corona auf die Klimakrise auswirkt

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

Fußball-Bundesliga, 6. Spieltag:
SC Freiburg - Bayern 04 Leverkusen;
Hertha BSC - VfL Wolfsburg (18:00 Uhr)

Fußball-Bundesliga, 6.Spieltag:
SpVgg Greuther Fürth - Hannover 96;
Karlsruher SC - SV Darmstadt 96
FC Würzburger Kickers - VfL Bochum

Fußball: Finanzprobleme beim FC Barcelona - Droht die Insolvenz?

Statement zum Rückzug des BBC Münsterland aus der BBL: "Viel zu hohes Risiko"
Statement zum Rückzug des BBC Münsterland aus der BBL: "Da geht es ans Eingemachte"

Corona: Die Verantwortung des Sports in der Pandemie. Interview mit Alfons Hölzl, Präsident Deutscher Turnerbund

Handball - Bundesliga, 6. Spieltag:
THW Kiel - TSV GWD Minden;
Füchse Berlin - HSG Wetzlar

Rugby: England gewinnt 273 Tage nach dem Start die Six Nations

Formel 1 - 13. Lauf "Großer Preis von Emilia-Romagna" in Imola

US-Wahl: Wie aus Sportlern Wahlkämpfer werden

Doping - CAS-Anhörung zum russ. Dopingskandal - Chronologie der Ereignisse

Sportrecht: Der CAS - ein Gremium in der Kritik. Interview mit Caroline Bechtel, Institut für Sportrecht an der Universität Köln

Boxen: Machtkampf in der AIBA

Am Mikrofon: Maximilian Rieger

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Doktor Prein und der Tod
Bekenntnisse eines Thanatologen
Von Günter Kaindlstorfer
Regie: der Autor
Produktion: ORF 2019

„Wer zu sterben gelernt hat, den drückt kein Dienst mehr”, postulierte der französische Philosoph Michel de Montaigne. Eine tiefgründige Einsicht - aber eine, der die wenigsten Menschen zu folgen vermögen. Der österreichische Thanatologe Martin Prein gibt daher „Letzte-Hilfe-Kurse“. „Ich weiß nicht, ob man sterben lernen kann”, erklärt Martin Prein. „Mit philosophischen Klimmzügen kann man sich vieles erdenken, aber das geschieht in der Regel aus sicherer Distanz. Wenn wir einmal selbst betroffen sind, wirklich betroffen, meine ich - als schwerkranke Patientinnen und Patienten oder als Angehörige eines Verstorbenen - stellt sich die Sache in der Regel anders dar. Da verlieren philosophische Tröstungen rasch an Tragkraft.” Prein beschäftigt sich seit einem Vierteljahrhundert mit dem Thema Tod und dem Umgang mit akut Trauernden. Heute hält er mehrmals wöchentlich Vorträge und Seminare ab - seine „Letzte-Hilfe-Kurse” sind oft monatelang im Vorhinein ausgebucht. Spezialthema des Thanatologen: der Umgang mit dem Thema Tod in einer säkularisierten Welt - und unser tabubehafteter Umgang mit Leichen. In diesem Feature sucht Günter Kaindlstorfer gemeinsam mit Martin Prein nach Antworten auf die „letzten Fragen” und konfrontiert sich dabei mit Leichen und toten Körpern.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Hector Berlioz
„Les Francs-Juges“. Ouvertüre         
           
„Harold en Italie“. Sinfonie in vier Teilen mit obligater Viola 

Charles Ives
Three Places in New England

Antoine Tamestit, Viola
Gürzenich-Orchester Köln
Leitung: Sylvain Cambreling

Aufnahme vom 10.3.2020 aus der Kölner Philharmonie

Am Mikrofon: Sylvia Systermans

Mittags war es amtlich. Ab dem 10. März waren Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern in Nordrhein-Westfalen untersagt. Somit auch das für abends geplante Konzert des Gürzenich-Orchesters in der Kölner Philharmonie. Gespielt wurden die Werke von Hector Berlioz und Charles Ives dann doch. Ohne Publikum als erstes Geisterkonzert in der Orchestergeschichte. „Corona-Auswüchse“ titelte später eine Boulevard-Zeitung. Eine atmosphärisch dichte, sinfonische Reise durch Neuengland und Italien erlebten alle, die das Konzert per Livestream verfolgten. Sylvain Cambreling, einer der profilierten Anwälte der Moderne, dirigierte. Antoine Tamestit, einer der überragenden Bratschisten unserer Zeit, spielte die Solopartie in Berlioz‘ „Harold en Italie“, dieser klingenden Autobiografie eines romantischen Träumers und vagabundierenden Künstlers.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:26 Presseschau 

23:30 Uhr

Sportgespräch

US-Sport vor den Wahlen

mit Amos Bartelsmeyer, Leichtahtlet und Jürgen Kalwa, freier Journalist , USA

Die Fragen stellt Maximilian Rieger

23:57 Uhr

National- und Europahymne

Auswahl nach Datum

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Aktuelle Themen

Ein Screenshot von einem Trump-Tweet mit Warnhinweis versehen (imago images / ZUMA Wire)

US-Wahl und danach Strategien im Kampf gegen Desinformation in den sozialen Medien

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