Freitag, 04.12.2020
 
Seit 21:05 Uhr On Stage

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 08.11.2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

„Ich schmiede keine Pläne, ich glühe“
Die Lange Nacht der literarischen Putschisten
Von Michael Reitz
Regie: Claudia Mützelfeldt

Politisch motivierte Literatur ist so alt wie das schriftstellerische Handwerk. Neu im 20. Jahrhundert sind jedoch Autoren, die für militante und extremistische Ziele die Grenzen der Legalität überschreiten. Beispiele: Gabriele d'Annunzio gilt als einer der Wegbereiter des italienischen Faschismus. Der gefeierte Autor besetzte mit seiner Freiwilligentruppe 1919 Fiume und hegte Umsturzpläne für Italien. Ernst von Salomon war an der Ermordung des jüdischen Politikers Walter Rathenau beteiligt und saß dafür fünf Jahre im Zuchthaus. Auf Anregung Ernst Rowohlts veröffentlichte er 1930 „Die Geächteten", einen Roman über das Freikorps. Salomon sympathisierte mit dem „linken" Flügel der SA unter Ernst Röhm. Yukio Mishima gilt als einer der brillantesten Schriftsteller der japanischen Nachkriegsliteratur. Er gründete eine paramilitärische Miliz und unternahm 1970 einen Putschversuch, der scheiterte. Er beging nach Art der Samurai Selbstmord. Sahen diese Autoren den Handstreich als eine Verstärkung ihrer künstlerischen Rolle, als folgerichtige Notwendigkeit eines tätigen Schriftstellertums? Was macht den Schriftsteller zum Putschisten, zum Umstürzler - auch aus Sicht heutiger Autorinnen und Autoren?

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Kammermusikfest „Spannungen" 2019

Ernest John Moeran
„Fantasy Quartet" für Oboe, Violine, Viola und Violoncello

Benjamin Britten
Streichquartett Nr. 2 C-Dur, op. 36

Kinan Azmeh
„A scattered Sketchbook" für Klarinette und Violine

Viola Wilmsen, Oboe
Nicola Jürgensen, Klarinette
Sarah Christian, Violine
Katharine Gowers, Violine
Yura Lee, Violine
Volker Jacobsen, Viola
Sindy Mohamed, Viola
Maximilian Hornung, Violoncello

Aufnahme vom 30.6.2019 aus dem Wasserkraftwerk in Heimbach

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Johann Sebastian Bach
"Wachet auf, ruft uns die Stimme".
Kantate am 27. Sonntag nach Trinitatis für Soli, Chor und Orchester, BWV 140

"Mache dich, mein Geist, bereit".
Kantate am 22. Sonntag nach Trinitatis für Soli, Chor und Orchester, BWV 115

Dorothee Mields, Sopran
Olivia Vermeulen, Alt
Georg Poplutz, Tenor
Tobias Berndt, Bass
Chorus Musicus Köln
Das Neue Orchester
Leitung: Christoph Spering

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Georg Wilhelm Dietrich Saxer
Präludium e-Moll
Manuel Tomadin, Orgel

Georg Philipp Telemann
„Wo soll ich fliehen hin?". Kantate zum 22. Sonntag nach Trinitatis, TVWV 1:1724
Gotthold Schwarz, Bariton
Thomanerchor Leipzig
Sächsisches Barockorchester
Leitung: Gotthold Schwarz

Hugo Distler
„Jesus Christus, unser Heiland". Choralpartita
Ulf Wellner, Orgel

Franz Schubert
Messe für Soli, Chor und Orchester G-Dur, D 167
Jutta Maria Böhnert, Sopran
Ingeborg Danz, Alt
Markus Schäfer, Tenor
Thomas Laske, Bass
Windsbacher Knabenchor
Münchener Kammerorchester
Leitung: Karl-Friedrich Beringer

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Islamistischer Terror - Ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Asiem El Difraoui

Corona und die Ungleichheit - Ein Interview mit dem Soziologen Stephan Lessenich

Kulturpresseschau - Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Joe Biden ist "President-elect", trotzdem kein Ende des Trumpismus? Ein Interview mit dem Politologen Christian Hacke

Denk ich an Deutschland: der Schlagersänger Roland Kaiser

Am Mikrofon: Michael Köhler

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Patt in den USA - Kein Ende des Trumpismus? Ein Interview mit dem Politologen Christian Hacke

Denk ich an Deutschland: der Schlagersänger Roland Kaiser

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Die Kunst des guten Sterbens
Gedanken zu einer zeitgemäßen „Ars moriendi“
Von Angelika Daiker

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 400 Jahren: Bei Prag findet die „Schlacht am Weißen Berg" statt

09:10 Uhr

Die neue Platte

Vokalmusik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Wir bleiben zuhause
Heimweh und Fernweh in Zeiten der Corona-Krise
Von Susanne Scharnowski

Der Satz „Wir bleiben zu Hause” wurde zum Schlagwort und zum Hashtag. Die Corona-Krise eröffnete neue Perspektiven auf das Thema „Heimat”, nachdem das Wort in den letzten Jahren vor allem Reizwort und Kampfbegriff in politischen Debatten über Einwanderung und Rechtspopulismus war. Unvermittelt kam die grenzenlose Mobilität nahezu zum Stillstand, die eben noch als ein Ideal in der globalisierten, offenen Welt gegolten hatte. Vielleicht verspürten nun Gestrandete zum ersten Mal Heimweh, als ungewiss war, ob und wann eine Heim- oder Weiterreise möglich sein würde? Und dann schien es, als ob viele ihre Heimat zum ersten Mal bewusst wahrnähmen und eine stärkere Bindung an sie entwickelten. Und dann das Unheimliche: die paradoxen Erfahrungen mit leeren Städten und abgebrochenen Sozialkontakten, in einer für viele neuen digitalen Arbeits- und Bildungswelt. Konnten nun endlich große Teile der Gesellschaften ihre Heimat im Digitalen finden, als könnte Heimat bald tatsächlich dort sein, „wo sich das WLAN automatisch verbindet”? Susanne Scharnowski ordnet in ihrem Essay die vielen Fragen, die der Begriff Heimat in Pandemie- und Krisenzeiten stellt. Die Literaturwissenschaftlerin Susanne Scharnowski ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FU Berlin und war DAAD-Lektorin für deutsche Sprache an Universitäten in Cambridge, Melbourne und Taipeh.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der St.-Martin-Kirche in Lübeck
Predigt: Pastor Heiko von Kiedrowski
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Robert Habeck, Ko-Bundessprecher von Bündnis90/ Die Grünen

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Der Teufel mit den roten Ohren
Auf den Spuren von Tasmaniens Nationaltier
Michael Marek und Saskia Guntermann

Die Rückkehr des „Stonsdorfers“
Das Hirschberger Tal im Riesengebirge
Joachim Dresdner

Kunst und Natur
Musikgenies am Attersee
Paul Lohberger

Der Dichter und seine Stadt
Mit Federico Garcia Lorca durch Granada
Julian Ignatowitsch

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Bienenforscher Jürgen Tautz im Gespräch mit Marietta Schwarz

Warum ist eine Bienenwabe eigentlich sechseckig? Was bedeutet ein warmer Winter für das Tier? Und ist das große Bienensterben aufzuhalten? Der Verhaltensforscher, Soziobiologe und Bienenexperte Jürgen Tautz beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Insekt und hat keine Scheu, sein Wissen populärwissenschaftlich zu vermitteln. Die Beschäftigung mit Bienen ist den vergangenen Jahren en vogue geworden - vermutlich auch, weil ihre Zukunft bedroht ist und an ihnen die große Frage hängt, wie es mit dem Missbrauch der Natur durch den Menschen weitergeht. Jürgen Tautz, Jahrgang 1949, ist der Biene in seinem jüngsten Buch vom Imkerstock in deren ursprüngliches Zuhause gefolgt: in den Wald. Nerdtum trifft auf Erzählfreude und die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge lustvoll und verständlich zu vermitteln.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Drei Farben Schwarz - Die Schweizer Band The Beauty of Gemina
Von Fabian Elsäßer

Die Dark-Wave-Szene ist für Außenstehende nicht leicht zu begreifen: Schwarze Kleidung dominiert, aber gleichzeitig sind bunte Haare erlaubt, und die Bands, die man hört, spielen zwar gerne in Moll-Tonarten, decken aber durchaus verschiedene Stilrichtungen von Rock bis Electro ab. In dieser Subkultur-Sparte ist seit 2006 auch die Schweizer Band The Beauty of Gemina zuhause. Sänger Michael Sele verzichtet in seinen repetitiv aufgebauten Songs gerne auf übliche Strukturen und legt in den Texten das Augenmerk auf die traurigen Seiten der menschlichen Existenz. Trotz der düsteren Sujets entsteht dabei immer wieder Musik, die Herz und Seele trösten kann - und die Band international bekannt gemacht hat.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Buch der Woche

Wolfram Eilenberger: „Feuer der Freiheit. Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten (1933 - 1943)“
(Klett-Cotta Verlag, Stuttgart)
Ein Beitrag von Angela Gutzeit

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Grünes Licht für Junk-Food:
Wovor die neue Lebensmittelampel warnt - und wovor nicht.
Von Stepanie Kowalewski

Seit November soll der Nutri-Score auf Lebensmittelverpackungen für mehr Orientierung beim Verbraucher sorgen, damit wir weniger Zucker, weniger Fett und stattdessen mehr Ballaststoffe und Vitamine essen. Doch wie hilfreich kann die neue Kennzeichnung auf Lebensmittelverpackungen sein, wenn sie hochverarbeitete Produkte nicht generell ächtet?

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Weltweit unterwegs für Kultur, Bildung, Menschenrechte - Eine Bilanz des scheidenden Präsidenten des Goethe-Instituts.
Klaus Dieter Lehmann im Gespräch mit Karin Fischer

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Mediziner unter sich - Christian Drosten hält die Schiller-Rede 2020

Gestreamte Premiere - Horváths "Geschichten aus dem Wienerwald" in Hamburg

Endlich mal erklärt - Was zeichnet einen guten Tanzmeister aus?

Corona und Kultur - Zur Situation von Theatern und Konzerthäusern in Italien

Hängepartie - Die US-Wahlen und die Folgen für Gesellschaft und Demokratie
Literaturwissenschaftler Hans Ulrich Gumbrecht im Gespräch

Am Mikrofon: Anja Reinhardt

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Wundermittel Wasserstoff: Wie die Niederlande die EU-Klimaziele erreichen wollen

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

1. Fußball-Bundesliga, 7. Spieltag:
VfL Wolfsburg - TSG Hoffenheim
Bayer 04 Leverkusen - Borussia Mönchengladbach

2. Fußball-Bundesliga, 7. Spieltag:
SV Darmstadt 98 - SC Paderborn 07
Jahn Regensburg - VfL Osnabrück
FC St. Pauli - Karlsruher SC

Spanischer Fußball - Wie kann der FC Barcelona Geldsorgen haben?

Handball - EM-Qualifikation in Talin: Estland - Deutschland

Nationalteams und Corona - Auslandsreisen im Namen der Bundesrepublik?

Corona-Pandemie - Wie sinnvoll erscheinen Länderspielreisen im Namen des Bundes?

Fußball - EM-Qualifikation von Nordmazedonien als politisches Instrument?

Eishockey - Deutschland-Cup in Krefeld: Finale

Mit Sport den Islamisten trotzen - Ein Frauen-Basketballteam in Mogadischu

Segeln - Regatta Vendee Globe: einmal um den Globus

Am Mikrofon: Marina Schweizer

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Dreierpack (1/3)
Stein-Zeit
Der Stein, die Zeit und die Ewigkeit
Von Burkhard Reinartz
Regie: Uta Reitz
Produktion: Deutschlandfunk 2003
(Teil 2 am 15.11.2020)

Wir schürfen gigantische Mengen von Gestein, Erzen und Mineralien aus der Erdkruste und bauen daraus unsere moderne Welt auf. Die Quarzuhr am Handgelenk, unsere Häuser und selbst der Silizium-Chip - sie alle beruhen auf mineralischen Verbindungen. Wir wohnen buchstäblich im Stein. Jedes Atom unseres Körpers war einmal Bestandteil eines fernen Steins oder Sterns. Uralte Zeitzeugen des Erdplaneten verwandeln sich auf dem Schreibtisch liegend oder in der Handtasche zu nahen Lebensgefährten, zu Mutmachern und Glücksbringern. Bemalte Steine am Wegesrand bringen Hoffnung und ein Lächeln auf die Gesichter der Spaziergänger. Was fasziniert Menschen an Steinen? Ist es die Schönheit und Einzigartigkeit jedes Steins oder seine stille und ruhige Kraft? Hatte Goethe vielleicht recht, als er sagte: „Steine sind stumme Lehrer”, und was heißt das für den Alltag der Menschen?

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Raderbergkonzerte 2020/2021

Werke von
Alexej Gerassimez, Astor Piazzolla, Emmanuel Séjourné, Iannis Xenakis, Vincent Houdijk, François Sarhan, Darius Milhaud und Anders Koppel

Kai Strobel, Schlagwerk
Elisabeth Brauss, Klavier
Philip Pineda, Posaune

Aufnahme vom 6.10.2020 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln

Am Mikrofon: Sylvia Systermans

Sein Lieblingsgeräusch sei Ruhe, gesteht Kai Strobel. Kein Wunder, bei jemandem, der täglich so viele Stunden auf Trommeln und Becken, Gongs oder Marimbafon spielt wie der heute 28-Jährige. Im vergangenen Jahr übte Kai Strobel noch etwas mehr. Dafür gewann er am Ende den ersten Preis beim 68. ARD-Wettbewerb. Erleben kann man seine sprühende Musikalität und rhythmische Präzision beim ersten Raderbergkonzert der neuen Saison - das coronabedingt leider nur ohne Publikum stattfinden konnte. Aber die Musiker waren froh, endlich wieder ein Konzert geben zu können. Im Deutschlandfunk Kammermusiksaal spielt Kai Strobel u.a. Werke von Iannis Xenakis und Darius Milhaud. Und er gratuliert Astor Piazzolla, dem Begründer des Tango Nuevo, vorab zum 100. Geburtstag, u.a. mit einer Hommage von Perkussionist und ARD-Preisträger Alexej Gerassimez. Kai Strobels Triopartner sind die Pianistin Elisabeth Brauß, eine der derzeitigen BBC New Generation Artists, und der 26-jährige Posaunist Philip Pineda.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:26 Presseschau 

23:30 Uhr

Sportgespräch

Eishockey - Wie kann Eishockey das Virus überleben?

Eine Gesprächsrunde mit Haie-Trainer Uwe Krupp und dem Geschäftsführer Philipp Walter.

Die Fragen stellt Jonas Reese.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Aktuelle Themen

Ein Screenshot von einem Trump-Tweet mit Warnhinweis versehen (imago images / ZUMA Wire)

US-Wahl und danach Strategien im Kampf gegen Desinformation in den sozialen Medien

Aufnehmen statt Herunterladen

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