Donnerstag, 12.12.2019
 
Seit 12:10 Uhr Informationen am Mittag

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 11.06.2016
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Mitternachtskrimi

Der Teufelsfuß
Von Arthur Conan Doyle
Aus dem Englischen von: Alice und Karl Heinz Berger
Bearbeitung: Alexander Schnitzler
Komposition: Henrik Albrecht
Regie: Stefan Hilsbecher
Mit: Walter Renneisen, Peter Fitz, Hans-Peter Korff, Walter Sittler und Charles Wirths
Produktion: SWR/MDR/RBB 2004
Länge: ca. 54'

Frühjahr 1897. Körperlich schwer angeschlagen, nimmt sich Sherlock Holmes in Cornwall eine Auszeit von seinem anstrengenden Detektivalltag - natürlich in Begleitung seines treuen Chronisten Dr. Watson. Doch die Ruhe währt nicht lange: Im Nachbardorf kommt eine Frau unter mysteriösen Umständen ums Leben, ihre zwei Brüder verfallen zum selben Zeitpunkt dem Wahnsinn. Mr. Roundhay, ein befreundeter Vikar, bittet Holmes um die Aufklärung der Tat. Dieser wittert einen interessanten Fall und stürzt sich in die Ermittlungen. Ein schweigsamer Bruder, ein cholerischer Löwenfänger und ein weiterer Todesfall machen alle physischen Leiden des Detektivs vergessen.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Rock
Schwerpunkt: Vergessene Trendsetter - Postpunkbands der frühen 80er, die die Geschichtsbücher übersehen haben
Aktuelles aus Pop und Rock
Neue elektronische (Dance-)Musik
Independent
Reggae, Hip Hop

Am Mikrofon: Thomas Elbern

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Christine Herzog, Weimar

06:50 Interview 

Bundestag gegen Lobbyisten-Register? - Interview mit Imke Dierßen, politische Geschäftsführerin von Lobbycontrol

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

Deutsch-Chinesische Regierungskonsultationen
Interview mit Volker Treier, Außenwirtschaftsleiter des Deutschen Industrie- und Handelskammertages

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

Europaweiter Fonds für Kommunen, wenn diese Flüchtlinge aufnehmen
Interview mit Gesine Schwan¸ Vorsitzende der SPD-Grundwertekommission

08:30 Nachrichten 

08:35 Börse 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Thielko Grieß

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 20 Jahren: Der Eiergroßproduzent Anton Pohlmann wird wegen Tierquälerei und Verstoßes gegen das Lebensmittelrecht verurteilt

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Nicht in meinem Hinterhof - Wie Windkraftgegner den Ausbau der Windenergie bekämpfen

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Der Jazzmusiker Joo Kraus

Studiert, perfekt am Instrument, ein Mann, der alles spielen kann, auch vom Blatt. Das ist der Ulmer Jazztrompeter und Komponist Joo Kraus. Er gewinnt den Bundeswettbewerb 'Jugend musiziert' und besucht die Hochschule für Musik in München. Er wirkt bei der Krautrockband Kraan mit. Mit dem Kraan-Bassisten Helmut Hattler bildet er das Erfolgsduo Tab Two. Tab Two steht für 'Trumpet and Bass'. Das Duo sorgt bis zur Auflösung im Jahre 1999 mit Hip-Jazz für eine Fusion von Hip Hop, Jazz und Latin-Elementen. Als Autorenteam liefern Kraus und Hattler Filmsounds ab. Tina Turner sang ihr 'Thief Of Hearts'. Vielbeachtete Soloprojekte folgen. Joo Kraus beeindruckt durch instrumentale Klasse, künstlerische Neugierde und vielfältige Projekte. Den German Jazz Award erhält er für die CD 'Public Jazz Lounge', eine Kooperation mit der SWR Bigband, die in der Produktion 'Public Jazz Society' ihre Fortsetzung findet und einen weiteren Jazz Award liefert. Künstlerische Laufbahnabschnittsgefährten und Streckenposten seiner Karriere werden unter anderen Xavier Naidoo, Pee Wee Ellis, De Phazz, Jazzkantine und Klaus Doldinger. Mit Musikern aus dem Klangumfeld des Buena Vista Social Club kreiert Joo Kraus sein Album 'Sueno' im altehrwürdigen Egrem-Sudio in Havanna und wird zum Experten für kubanisches Feeling. Mit dem kubanischen Pianisten Omar Sosa und dem Perkussionisten Gustavo Ovalles aus Venezuela bildet der Trompeter aus Deutschland ein kongeniales Trio ebenso wie mit der in Rio ansässigen Sängerin Paula Morelenbaum und dem Pianisten und Arrangeur Ralf Schmid, der auch Weggefährte, Tüftler und Geburtshelfer bei mehreren gemeinsamen Ideen gewesen ist. Gemeinsam wirken sie im Bossarenova Trio. Das transatlantische Bündnis bietet eine Melange aus Frederic Chopin und Baden Powell, aus Claudio Monteverdi und Antonio Carlos Jobim. Dass Joo Kraus ein Mann für noch mehr Überraschungen ist, zeigt er als Gastmoderator von 'Klassik, Pop et cetera'.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Der Berg ruft - Schweizer Volksmusik zwischen Brauchtum und Experiment
Mit Reportagen von Stefanie Müller-Frank
Am Mikrofon: Simonetta Dibbern

Ertönt ein Alphorn, meint man, die grünen Alpwiesen und schneebedeckten Berge vor sich zu sehen. Den Schweizer Söldnern in der Fremde war das Alphornblasen deshalb angeblich verboten: Löste sein sanfter, durchdringender Klang doch schweres Heimweh aus und trieb so manchen Eidgenossen in die Desertion. Tatsächlich gibt es über die Ursprünge des Alphorns jedoch nur Legenden. Erst im 19. Jahrhundert, als die Schweiz nach einer nationalen Identität zu suchen begann, besann man sich auf das Alphorn: Neue Instrumente wurden gebaut, Melodien komponiert, man unterrichtete die Bergler im Alphornblasen - und erfand so kurzerhand DAS Markenzeichen der Schweizer Volksmusik. Neben dem Alphornblasen wird auch das Jodeln bis heute gefördert, gepflegt und reglementiert. Der Eidgenössische Jodlerverband gibt seinen Mitgliedern nicht nur vor, was falsch tönt und was nicht - sondern auch, was als Schweizer Brauchtum gelten darf. Seit über einem Jahrzehnt aber formiert sich Widerstand: Eine neue Generation von Schweizer Musikern hält sich nicht mehr an diese Regeln, interpretiert das eigene Volksmusikerbe um und experimentiert frei mit Klängen aus Feld und Stall. Was bleibt da vom ursprünglichen Liedgut übrig? Und gibt es ihn überhaupt, den wahren Alpensound?

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

13:30 Uhr

Eine Welt

Auslandskorrespondenten berichten
Israels Verteidigungsminister: Markige Sprüche und Handlungsunfähigkeit

Kasachstan und der Terror: Islamisten auf dem Vormarsch?

USA: Spagat für Hillary Clinton - Zwischen Links- und Rechtspopulisten

Kuweit: Gesunkene Öl-Preise -Strukturreformen sind überfällig

Am Mikrofon: Robert Baag

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin
Der Sechs-Semester-Schraubstock - Hat die Regelstudienzeit ausgedient?
'Campus & Karriere' fragt: Wieso gelingt es so wenigen Studierenden, in der Regelstudienzeit ihren Abschluss zu machen?Welche Probleme entstehen so für Studierende wie Hochschulen? Ist die Regelstudienzeit noch sinnhaft? Müssen die Hochschulen die Studiengänge reformieren? Oder gibt es gute Gründe, auf einer Regelstudienzeit zu beharren?

Gesprächsgäste:
Julia Demming, Bachelor Absolventin
Sandro Philippi, Vorstand des Freien Zusammenschlusses der StudentInnenschaften
Kolja Briedis, Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung
Am Mikrofon: Markus Dichmann

Beiträge:
Wie soll das zu schaffen sein?
Wer versucht Studium und Nebenjob unter einen Hut zu bekommen, dem kann der Abschluss in Regelstudienzeit zur Unmöglichkeit werden

Hörertel.: 00800 - 4464 4464
campus@deutschlandfunk.de
facebook.de/deutschlandfunk

Da sind sie wieder: die Bummelstudenten. Nach neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes gelingt es gerade einmal vier von zehn Studierenden, ihren Abschluss innerhalb der vorgesehen Regelstudienzeit zu machen. Dabei sollten Bologna-Reform und verkürzte Regelstudienzeiten das Studium beschleunigen und die Absolventen schneller in den Arbeitsmarkt bringen. Nur können oder wollen da nicht alle Studierenden mitspielen. Viele sind finanziell auf Nebenjobs angewiesen und überziehen wegen der Doppelbelastung die Regelstudienzeit. Andere nehmen sich mehr Zeit, um durch fachfremde Veranstaltungen, Praktika oder Auslandssemester einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Allerdings: Wer die Regelstudienzeit überzieht, kann den Anspruch aufs BAFöG verlieren und in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Außerdem haftet einem der Makel im Lebenslauf an, nicht rechtzeitig fertig geworden zu sein. Die Probleme sind Hochschulen und Bildungsministern aber bekannt und genau wie die Bologna-Reform steht nicht zuletzt auch die Regelstudienzeit auf dem Prüfstand.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kultur nach 3

Das Musikmagazin
Neues Album von Band of Horses: Zwischen Windelnwechseln und Welttournee
Kopf der US-amerikanischen Formation Band Of Horses ist Sänger Ben Bridwell. Auf der Bühne gibt er den draufgängerischen Rockmusiker, zuhause ist er ganz Familienvater. Wie sich der Spagat zwischen Windelnwechseln und Welttournee meistern lässt, darüber hat Anke Behlert anlässlich des neuen Albums "Why Are You OK" mit dem 38-Jährigen gesprochen.

Folksänger Graham Nash über Trump: "Der Typ ist ein Verrückter" 
In den späten 60ern und 70ern engagierte sich Graham Nash in einer Art Supergroup mit David Crosby, Stephen Stills und bisweilen Neil Young für ein Ende des Vietnamkriegs. Heute beunruhigen den Folkmusiker vor allem wachsende rechte Tendenzen - in seiner Heimat, Großbritannien, in Europa, aber auch in den USA. Corsogespräch anlässlich seines einzigen Deutschlandkonzertes am 14. Juni in Frankfurt.

Laura Mvula - "The Dreaming Room": Ein Name dafür? Gospedelia! 
Zu den großen Vorbildern von Laura Mvula gehören Nina Simone und Miles Davis. Mit opulenten Orchester-Arrangements und elektronischen Beats hat die 30-Jährige aber längst eine eigene Musiksprache entwickelt. Das aktuelle, zweite Album war vor allem eines: anstrengend. Es kostete die junge Britin jede Menge Nerven und den Ehemann.

Am Mikrofon: Christoph Reimann

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser

Die Schriftstellerin Que Du Luu u.a. über ihre Jugend in Deutschland in den 70/80er-Jahren und die Auseinandersetzung mit Herkunft

Totalschaden (Kiepenheuer & Witsch Verlag)
Vielleicht will ich alles (Kiepenheuer & Witsch Verlag)
Im Jahr des Affen (Königskinder Verlag)

Am Mikrofon: Ute Wegmann

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Computer und Kommunikation
Schwerpunkt:
Monte Carlo
Ein Algorithmus macht Karriere

Gott würfelt nicht
Monte Carlo aber schon

Eintauchen in die Virtuelle Realität
Michael Madary evaluiert für die EU die Auswirkungen von VR-Brillen

Aktuell:
Simulation für Stromnetze
Das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik stellt Prototypen vor

Das digitale Logbuch
Baby II

Info-Update

Sternzeit, 11. Juni 2016
Kepler und die Sonnenstrahlung

Am Mikrofon: Maximilian Schönherr

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Markt und Medien

Milliarden Euro für das runde Leder
Wie die Neuvergabe der Bundesliga-Rechte den Medienmarkt verändert

Rechtsstreit beendet, Prozess gewonnen
Zwei richtungsweisende Entscheidungen für den Bayerischen Rundfunk

Mehr Regeln, weniger Marktteilnehmer
Die Online-Video-Anbieter werden erwachsen

Keine Chance den Social Bots
Wissenschaftler gegen Netzpropaganda

O-Ton Nachrichten u.a.:
Ist live noch live? WDR-Hörfunk-Nachrichten werden zeitversetzt ausgestrahlt
Journalismus wird untergraben: Studie zu Content Marketing
Mehr Investitionen für besseres Programm gefordert: Filmwirtschaft lehnt geringeren Rundfunkbeitrag ab

Am Mikrofon: Christoph Sterz

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Manifesta in Zürich - Zur Eröffnung der 11. Europäischen Biennale für zeitgenössische Kunst

"Mephistoland" - Ein Streifzug durchs Horrorland Europa am Gorki Theater Berlin

Müssen wir über alles reden? Theater als - umstrittener - Debattenort

Hilft Geschichtsunterricht gegen Neonazis? Extremismusforscher Andreas Zick im Gespräch

"Kein schöner Land" - Das Poesiefestival Berlin fragt nach aktuellen Tendenzen der Dichtkunst in Flüchtlingszeiten

Am Mikrofon: Mascha Drost

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Auf der Suche nach den geraubten Enkeln - Die Großmütter von der Plaza de Mayo

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Hörspiel

Buchclub - Annäherungen an die Schriftstellerin Alice Munro
Von Jean-Claude Kuner
Mit Hedi Kriegeskotte, Victoria Trauttmansdorff, Anne Müller
Produktion: NDR 2015
Länge: 54'15

Ein Buchclub in einer Kleinstadt Kanadas. Fünf Frauen, Erin, Michelle, Janet, Rhonda und Joan, treffen sich, um über Alice Munros Werke zu diskutieren. Munro, die 2013 als erste kanadische Schriftstellerin den Literaturnobelpreis bekam, ist in Western Ontario aufgewachsen, auf dem Land, in armseligen Verhältnissen. Dort oder in kanadischen Kleinstädten spielen ihre Geschichten, in denen es um Ehe, Familie und Frauenleben geht. Was haben diese Geschichten mit ihrem Leben zu tun, fragen sich die Buchclub-Frauen nun. Ein Dialog zwischen Leserinnen, der Literatur und Alice Munro, deren Stimme sie im Internet finden, beginnt.

anschließend:
Manche Frauen
Hörspiel nach einer Erzählung von Alice Munro
Aus dem Englischen von Heidi Zerning
Bearbeitung und Regie: Jean-Claude Kuner
Komposition: Dmitri Kourliandski
Mit Nadja Tiller, Marina Frenk, Oda Thormeyer, Jörg Pohl, Karin Neuhäuser, Patrycia Ziolkowska, Karoline Bär
Produktion: NDR 2015
Länge: 52'49

"Es verwundert mich manchmal, wie alt ich bin." Mit diesem lapidaren Satz beginnt die Erinnerung der betagten Erzählerin. Als Hausmädchen hatte sie in einer kanadischen Kleinstadt gearbeitet, als sie jung war und zur Highschool ging. Ein Sommerjob, Mitte der 50er-Jahre, als Wespentaillengürtel und klare Rollenverteilung von Bedeutung sind. Im Mittelpunkt der begüterten Familie: der an Leukämie erkrankte Kriegsheimkehrer Bruce, der von den verschiedenen Frauen im Haus umsorgt und umschwärmt wird, beobachtet von der jungen Hausangestellten, die das Leben einer reichen, konservativen Familie mit ihren ganzen Widersprüchen und Abgründen hautnah erlebt - dazu Missgunst, Neid, Eifersucht, Tod und Liebe. Nach dem Sommerjob ist für das Mädchen nichts mehr wie früher. "Ich wurde erwachsen und alt." In wenigen markanten Szenen entwirft Alice Munro ein komplexes Beziehungsgeflecht und schildert ganz nebenbei auch das Sozial- und Rollengefüge dieser Zeit. 'Manche Frauen' ist das erste Hörspiel nach einem Text der kanadischen Literaturnobelpreisträgerin.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Der Durchsetzer
Hermann Scherchen - Dirigent und Geburtshelfer der Moderne
Von Georg Beck

Schmeichelhaft ist es nicht, das Charakterporträt, das Elias Canetti von ihm gezeichnet hat. Hermann Scherchen sei ein Musiker mit 'diktatorischem Gehabe', für den der Zweck jedes Mittel heilige. "Es war ihm um zweierlei zu tun: um das Erlernen neuer Dinge; aber dann ging es ihm - das war das Wichtigste - darum, dieses Neue auch durchzusetzen, nämlich es so perfekt wie möglich vor ein Publikum hinzustellen." 1912, nach erfolgreichen Tournee-Dirigaten von Arnold Schönbergs 'Pierrot Lunaire', hatte sich der gelernte Bratscher in den Kopf gesetzt, der zeitgenössischen Moderne als dirigierender Geburtshelfer zu dienen. Nicht wenige seiner Kollegen zogen es noch vor, die Nase zu rümpfen; ganze Orchester übten sich in Renitenz. Eine Lage, in der der Auftritt Scherchens dem Erscheinen eines Eisbrechers gleichkam. Sein Credo: Mit Probendisziplin, Genauigkeit und Härte werden die Resultate exzellent. Die Liste seiner Uraufführungen füllte ein Buch. Eine Erinnerung zum 50. Todestag.

22:50 Uhr

Sport aktuell

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

"Jude von Geburt, Hamburger im Herzen, im Geiste Florentiner"
Eine Lange Nacht über den Kulturwissenschaftler Aby Warburg
Von Manfred Bauschulte
Regie: Stefan Hilsbecher und Rita Höhne
(Wdh. v. 18./19.04.2015)

"Jude von Geburt, Hamburger im Herzen, im Geiste Florentiner" - ist das Leitmotiv eines Gelehrten, der durch das Studium von Bildern, Büchern und Symbolen den 'Leidschatz der Menschheit' heben will. Wir werden Zeugen des bewegenden Schicksals von Aby Warburg, dessen Methoden wissenschaftliche Denkgewohnheiten sprengen. Als Kulturhistoriker spannt er einen Bogen von Festen der Renaissance zu Tänzen der amerikanischen Indianer. Wir hören von Nymphen und Mänaden, Schlangen, Priestern und Tänzern, wie sie Angst und Erregung, Leidenschaft und Leiden einen Ausdruck verleihen. Mit Hilfe des Bankhauses seiner Familie baut er zu Beginn des 20. Jahrhundert eine Bibliothek zum Studium des kulturellen Gedächtnisses der Menschheit auf. Nach dem Ersten Weltkrieg verbringt er Jahre in verschiedenen Heilanstalten. Im Sanatorium Bellevue von Ludwig Binswanger kann er genesen und danach den Neubau seiner Bibliothek realisieren. Vier Jahre nach seinem Tod (1929) retten seine Mitarbeiter Fritz Saxl und Gertrud Bing die Warburg-Bibliothek vor den Nazis und bringen sie nach London in Sicherheit.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Zwei Frauen sitzen nebeneinander und schütten sich aus vor Lachen. (imago images / Westend61)
Spaß verstehenWarum wir lachen und Humor entwickeln
Aus Kultur- und Sozialwissenschaften 12.12.2019 | 20:10 Uhr

Ohne Spaß, Witz, Komik wäre das Leben nur halb so schön. Humor hilft uns, den Widrigkeiten des Alltags zu trotzen, sie in einem anderen Licht zu sehen. Aber warum lachen wir eigentlich und was macht eine Geschichte komisch? Eine Vorlesungsreihe an der Gutenberg-Universität Mainz hat den Humor untersucht.

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