Sonntag, 22.04.2018
 
Seit 08:50 Uhr Presseschau

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 15.04.2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Fremd in der Welt und frei im Leben
Eine Lange Nacht über Jean-Paul Sartre und Albert Camus
Von Christoph David Piorkowski
Regie: Vera Teichmann

Anfang der 1940er-Jahre. Im besetzten Paris begegnen sich die jungen Schriftsteller-Philosophen Jean-Paul Sartre und Albert Camus zum ersten Mal. Je bedrückender die Lebensverhältnisse durch die deutsche Okkupation werden, desto größer wird die Freiheit geschrieben. Die bald als Existenzialisten bezeichneten Intellektuellen feiern im Künstler- und Literatenviertel Saint-Germain-des-Prés ein intensives Leben und begeben sich gleichzeitig in den Widerstand gegen die Besatzer. In den angesagten Cafés kann man den existenzialistischen Bürgerschrecks, die in der Nachkriegszeit zu Ikonen der Philosophie werden, öffentlich beim Denken und Schreiben zuschauen. Der seit der Kindheit von Büchern umgebene Sartre und der in bitterer Armut aufgewachsene Algerienfranzose Camus thematisieren auf je eigene Weise die prekäre Existenz des Individuums in einer absurden und gottlosen Welt. Ohne jeden Kompass ist der Mensch zu einer furchterregenden, aber auch berauschenden Freiheit verdammt, die ihm die totale Verantwortung für sein Leben aufbürdet. Ab den 1950er-Jahren engagieren sich Sartre und seine nicht minder populäre Lebensgefährtin Simone de Beauvoir immer stärker für den Kommunismus. Mit dem politisch gemäßigteren Moralisten Camus kommt es darüber zum Bruch. Als Persona non grata wird der einst von der Pariser Intelligenz aufgenommene Aufsteiger aus Algier nun aus deren Mitte verbannt. Bis zu seinem Unfalltod im Jahr 1960 zieht sich Albert Camus auf ein Leben und Denken im Zeichen der mittelmeerischen Sonne zurück. Jean-Paul Sartre schwört dem orthodoxen Kommunismus ab und wahrt seine Stellung als einer der tonangebenden Linksintellektuellen des 20. Jahrhunderts.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Ludwigsburger Schlossfestspiele 2017

Erschütternde Schönheit und Geistigkeit
Alte und traditionelle Musik aus Armenien

Aram Movsisyan, Gesang
Georgi Minassyan, Haïg Sarikouyoumdjian, Duduk
Gaguik Mouradian, Kamantsche
Meri Vardanyan, Kanun
Hespèrion XXI
Jordi Savall, Leitung und Viola da gamba, Rebec, Fidel

Aufnahme vom 27.5.2017 aus dem Forum am Schlosspark Ludwigsburg

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Gustav Mahler
Ausschnitte aus der Sinfonie Nr. 1 D-Dur

Düsseldorfer Symphoniker
Leitung: Adam Fischer

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Die Orbanisierung der EU: Nach dem Fidesz-Wahlsieg in Ungarn

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Johann Sebastian Bach
'Du Hirte Israel, höre'. Kantate am Sonntag Misericordias Domini, BWV 104
Makoto Sakurada, Tenor
Stephan MacLeod, Bass
Bach Collegium Japan, Chor und Orchester:
Leitung: Masaaki Suzuki

Georg Druschetzky
Messe für Soli, Chor, Bläser und Orgel B-Dur
Johannette Zomer, Sopran
Britta Schwarz, Alt
Cornelius Hauptmann, Bass
Arsys Bourgogne
Ensemble Zefiro
Leitung: Pierre Cao

Jehan Alain
'Variations sur un thème de Clément Janequin' für Orgel, AWV 99
Marie-Claire Alain, Orgel

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Managerwechsel bei VW und Deutscher Bank - Neustart wohin? Ein Interview mit dem Wirtschaftsethiker Birger Priddat

70 Jahre Israel - Ein Interview mit dem ehemaligen israelischen Botschafter in Berlin Avi Primor

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Die Syrien-Krise eskaliert - Ein Interview mit dem  Kriegsreporter Kurt Pelda

Denk ich an Deutschland: die Schriftstellerin Nino Haratischwili

Am Mikrofon: Benedikt Schulz

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Gottes Adresse in der Großstadt - Ordensgemeinschaften in der City-Pastoral
Von Andrea Fleming
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 60 Jahren: In der Bundesrepublik wird erstmals ein Kind entführt und ermordet

09:10 Uhr

Die neue Platte

Alte Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Vom Mythos zum Ereignis (1/2)
Was aus dem Mai 1968 für heute folgt.
Daniel Cohn-Bendit im Gespräch mit Claus Leggewie
(Teil 2 am 22.04.2018)

Daniel Cohn-Bendit, zuletzt Europaabgeordneter, damals als „Dany le Rouge" mit einem Schlag zur weltberühmten Ikone der Studentenrevolte aufgestiegen, war zweifellos ein 68er. Er war aber stets auch ein selbstironischer Kommentator seiner Aktionen. Im Gespräch mit Claus Leggewie, einem Sozialforscher, der 1968 von der Seitenlinie aus beobachtet hat, legt er hinter dem Mythos die historische Ereigniskette der Studentenproteste und ihre Bedeutung für die Gegenwart frei.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Kreuzkirche in Oldenburg
Predigt: Pastor Christoph Stiba
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Generalsekretärin

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Geheimnisvoll und fremd
Rätselhaftes Madagaskar

Die graue Eminenz gibt sich die Ehre
Mit Wolfsberatern durch die Lüneburger Heide

Unter der Tropensonne Südvietnams
Radtour im Mekong-Delta

Aussergewöhnliche Tradition
Das Puppenspiel in Tschechien und der Slowakei

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Literaturwissenschaftler und Lyriker Heinrich Detering im Gespräch mit Michael Langer

Heinrich Detering, Jahrgang 1959, ist Professor für Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Göttingen und Mitglied mehrerer wissenschaftlicher Akademien. Bis 2017 war er Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, 2018 wird er einer der ersten Stipendiaten im kalifornischen Thomas-Mann-Haus sein.
Über Thomas Mann liegen von ihm nicht nur zahlreiche Veröffentlichungen vor, er ist auch Mitherausgeber der großen kommentierten Ausgabe der Werke Thomas Manns. Ausserdem hat er sich neben vielen anderen Schriftstellern eingehend mit Bob Dylan beschäftigt und mehrere wichtige Schriften über den Nobelpreisträger verfasst. Für seine Bücher, Essays und Gedichte erhielt der Wissenschaftler, Übersetzer und Lyriker Heinrich Detering zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2009. Sein letzter Gedichtband trägt den Titel „Wundertiere“.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Harte Schale, weicher Kern
Die New Yorker Musikerin Joan As Policewoman
Von Marcel Anders

Joan Wasser alias Joan As Police Woman trägt am liebsten schwarzes Leder zu blickdichter Sonnenbrille und fährt ein altes Polizeiauto. Die 1970 geborene New Yorkerin hat als Session- und Begleitmusikerin mit zahlreichen Prominenten gearbeitet: Zu ihrer Klientel zählen Placebo, John Cale, Elvis Costello, Rufus Wainwright, Antony & The Johnsons, Elton John und Lou Reed. Zudem war sie eine zeitlang mit Jeff Buckley liiert. Nebenbei ist die 47-Jährige, klassisch ausgebildete Violinistin auch als Solo-Künstlerin aktiv, die dieser Tage ihr siebtes Album ,Damned Devotion' vorstellt - ein Werk über Beziehungsunfähigkeit, Traummänner und Tod. Unterlegt mit einem düsteren, sphärischen Pop Noir. Eine tiefe Mischung, die genauso fasziniert, wie die Musikerin selbst.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche

Helmut Lethen: "Die Staatsräte. Elite im Dritten Reich: Gründgens, Furtwängler, Sauerbruch, Schmitt "
(Rowohlt Berlin Verlag, Berlin)
Ein Beitrag von Katharina Teutsch

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Versuch macht klug
Science March für Freiheit der Forschung
Am Mikrofon: Uli Blumenthal

Am 14. April 2018 gingen Forschende weltweit zum zweiten Mal auf die Straße, um beim „March for Science“ für die Freiheit der Wissenschaft und gegen alternative Fakten zu demonstrieren. Denn der Science Community schlägt von Seiten der Öffentlichkeit immer häufiger Misstrauen und Ablehnung entgegen. Nicht selten steht dabei die Unterstellung im Raum, dass Wissenschaft käuflich sei, verbreite Herrschaftswissen, werde von Eliten für Eliten betrieben werde - und diene nicht dem Allgemeinwohl. Eine Entwicklung, die bis vor kurzem undenkbar gewesen wäre.
Aber bringt der „March for Science“ mit der Forderung „Fakten statt Fakes“ wirklich Bewegung in den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ? Und wenn ja: wie nachhaltig ist die Beziehung tatsächlich?
Denn außer Frage steht auch: Die meisten Wissensschaffenden haben über Jahrzehnte verschlafen, der Öffentlichkeit die Wichtigkeit ihres Tuns nahezubringen und verständlich zu machen. Reicht da ein jährlicher „March for Science“, um die gestörte Kommunikation zu kitten?
Von der Straße in die Köpfe? Wir fragen nach! Am 15. April, einen Tag nach dem „March for Science“. Denn: Versuch macht klug.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

"Politik ist der Kampf um Begriffe" - Heinz Bude über das Erbe von '68 und Protestformen von heute im Gespräch mit Anja Reinhardt

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

"Jankel Adler und die Avantgarde" - Ausstellung im Von der Heydt-Museum Wuppertal

"Eines langen Tages Reise in die Nacht" - Andrea Breth inzeniert O'Neills "Seelendrama" in Wien

Verzweiflung an der Gegenwart - Ausstellung in Berlin über den Umgang der Kunst mit den Krisen der Moderne

Wajdi Mouawad "Inflammation du verbe vivre" - Gastspiel im Rahmen von FIND 2018 an der Schaubühne

Dokumentarfilm aus der arabischen Welt - In Leipzig findet erstmals der Dokumentarfilmkongress "Arab.European Documentary Convention" statt. Die Kulturmanagerin Marion Schmidt im Gespräch

Am Mikrofon: Kathrin Hondl

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

.Wenn Krankenkassen auf Kosten der Versicherten sparen -
Ein Gesetz hat Lücken

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Von Menschen und Raben
Betrachtungen aus der Vogelperspektive
Von Ulrike Klausmann
Regie: Susanne Krings
Produktion: Dlf 2018

In der nordischen Mythologie trägt der Göttervater Odin zwei Raben auf seinen Schultern. Hughin, der Gedanke, und Munin, die Erinnerung. Sie fliegen zu den Menschen und berichten dem Gott, was die Erdbewohner umtreibt. Was würden sie ihm heute sagen? Vielleicht, ob sich das Verhältnis der Menschen zu den intelligentesten Vögeln unter der Sonne allmählich wandelt. Warum die Menschen in Europa die Raben so lange verteufelt haben, während sie in Asien und Amerika schon immer verehrt wurden. Und warum heute immer mehr Rabenkrähen in die Städte ziehen und dort statt Paare wehrhafte Trios bilden.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Beethovenfest Bonn 2017

Richard Wagner
Vorspiel zum ersten Aufzug der Oper ‚Lohengrin‘

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 4 B-Dur, op. 60

Nikolai Rimsky-Korsakow
‚Scheherazade‘. Sinfonische Suite, op. 35

Orchester des Mariinsky-Theaters St. Petersburg
Leitung: Valery Gergiev

Aufnahme vom 8.9.2017 aus dem World Conference Center Bonn

Am Mikrofon: Sylvia Systermans

Dirigent Valery Gergiev versteht sich als kultureller Brückenbauer zwischen Ost und West. Seine politische Nähe zum russischen Präsidenten Putin bringt ihm vor allem im Westen regelmäßig Kritik ein. Dirigiert Gergiev sein Orchester des Mariinsky-Theaters, dann erntet er jedoch weltweit Bewunderung. So auch beim Auftritt in Bonn. ,Ferne Geliebte’ lautete das Motto beim Beethovenfest 2017, angelehnt an Beethovens Liedzyklus ,An die ferne Geliebte’. Das Leiden am Lieben aus der Ferne diente jedoch auch Komponisten anderer Epochen als Treibstoff für ihre Kunst. In diesem Sinne schlugen das Orchester des Mariinsky-Theaters St. Petersburg und sein Chefdirigent Valery Gergiev beim Eröffnungskonzert des Bonner Beethovenfests einen weiten Bogen vom unnahbaren Lieben Lohengrins zur verführerisch werbenden Scheherazade. Dazwischen erklang Beethovens vierte Sinfonie, grimmig schroff und unbekümmert singend.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

"Vom Taktikfuchs zum Menschencoach" - Der Beruf des Fußballtrainers im Wandel

Eine Gesprächsrunde mit
Frank Wormuth, DFB-Chefausbilder für Fußballtrainer und
Tobias Escher, Fußball-Blogger.

Gesprächsleiter Matthias Friebe.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Die Cellistin Marie-Elisabeth Hecker ist im Halbporträt zu sehen, mit lächelndem Blick, die Arme aufs Cello gelehnt. (Harald Hoffmann)
Elgars SpätwerkeFunkensprühender Elan
Die neue Platte 22.04.2018 | 09:10 Uhr

Die junge Cellistin Marie-Elisabeth Hecker hat unter anderem das beeindruckende Cellokonzert von Edward Elgar auf CD aufgenommen. Sie setzt die Wucht und Emotionalität des Soloparts erstaunlich leichtfüßig um, leider fehlt es dem begleitenden Antwerp Symphony Orchestra an klanglicher Präsenz.

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