Programm: Vor- und RückschauSamstag, 25.01.2014

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  • 00:05 Uhr

    Bambule am Boul' Mich'
    Von Leó Malet
    Aus dem Französischen von: Hans-Joachim Hartstein
    Bearbeitung: Klaus Schmitz
    Regie: Hans Gerd Krogmann
    Mit: Christian Brückner, Rotraut Rieger, Wolfgang Höper, Frauke Poolman, Klaus Barner, Mark-Oliver Bögel, Peter Engel, Doris Wolters, Markus Hoffmann, Katharina Palm u.a.
    Produktion: SWF 1996
    Länge: 44'05

    Aus seinen Pariser Anfängen als Chansonnier war Léo Malet mit den Schattenseiten des Quartier Latin bestens vertraut, als er seinen Meisterdetektiv Nestor Burma in den 50er-Jahren auf einen Streifzug ins Studentenviertel am Boulevard Saint Michel schickte. Dort soll Nestor im Auftrag einer hübschen Tänzerin aus dem Cabaret "Colin de Cayeux" Nachforschungen betreiben. Sie kann nicht glauben, dass ihr Freund, der Medizinstudent Paul Leverrier, Selbstmord begangen hat. Im Zuge seiner Ermittlungen stößt Nestor auf weitere Morde, einen Erpresserring und dubiose familiäre Verstrickungen des jungen Selbstmörders, muss sich mit einer Leiche prügeln und lernt die wunderlichsten Vertreter der Boheme kennen.

    Léo Malet (1909-1996) stieß jung zum Pariser Anarchisten-Kreis und begann unter dem Einfluss der Surrealisten zu schreiben. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wandte er sich dem Krimi-Genre zu.

  • 01:05 Uhr
    01:05 Uhr  Soundcheck

    Johnny Marr - ein unspektakulärer Gitarrenheld
    Am Mikrofon: Udo Vieth

    02:05 Uhr  LiederLaden

    Skurril, bissig, grotesk
    Der Leipziger Sänger, Dichter, Maler und Theatermacher Jens-Paul Wollenberg
    Am Mikrofon: Sylvia Systermans

    Strähniges Haar, zerzauster Bart und eine knarzende Stimme, die über Denunzianten und Spione, Wurmgewimmel und Zeitverschieber, Nachtgespenster und Entsager singt. Mit absurden und kritischen, von Villon und Brecht inspirierten Liedern trotzt Jens-Paul Wollenberg dem Weltgetümmel. Geboren wurde der Bukowski der Folkmusik in Rheinland-Pfalz. Seit seinem dritten Lebensjahr lebt er in Leipzig. Dort lernte Jens-Paul Wollenberg Koch, arbeitete als Requisiteur im Theater und als Briefträger. Aber eigentlich singt und rezitiert der große Ausnahmekönner, spielt Theater und schreibt Bücher wie "Die Geschichte vom einsamen Selb". Seit den 70er-Jahren trat Jens-Paul Wollenberg mit Gruppen wie Quitilinga und Gevattern-Kombo auf. Nach der Wende gründete er die Jazz-
    Rock-Folk-Band Wahdi el Ahana sowie die aktuelle Formation Pojechaly. Mit ihr veröffentlichte Wollenberg 2012 das Album "Die 7-Schläfer sind erwacht". Seine
    "Ballade am Kiosk " gehörte mehrere Monate zu den Top Ten der Liederbestenliste.

    03:05 Uhr  Spielraum

    Rock ohne Grenzen
    Am Mikrofon: Carlo May

    04:05 Uhr  Milestones

    Klassiker der Jazzgeschichte
    Stan Kenton ‘Artistry In Paris - The Legendary Concert At The Alhambra Theatre’ (1953)
    Vorgestellt von Karl Lippegaus

    05:05 Uhr  Alte Musik

    Biagio Marini
    'La Foscarina'. Sonate für 2 Violinen und Basso continuo
    Balthasar-Neumann-Ensemble
    Leitung: Thomas Hengelbrock

    Carl Philipp Emanuel Bach
    Konzert für Cembalo und Streicher g-Moll, Wq 32 H. 442
    Ludger Rémy, Cembalo
    Les Amis de Philippe

    05.30 Nachrichten
    05.35 Presseschau
    Aus deutschen Zeitungen

    John Stanley
    Concerto grosso h-Moll, op. 2 Nr. 2
    Collegium Musicum 90
    Leitung: Simon Standage

    Georg Philipp Telemann
    Sonate für Blockflöte und Basso continuo g-Moll, TWV 41:g5
    Dorothee Oberlinger, Blockflöte
    Ensemble 1700

  • 06:05 Uhr

    Gastkommentar

    Besser als nichts: Warum die EU-Mission in der
    Zentralafrikanischen Republik richtig ist

    Dirk Birgel, Dresdner Neueste Nachrichten:

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    08:50 Uhr  Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 50 Jahren: In der ARD startet die Quizshow "Einer wird gewinnen"

  • 09:10 Uhr

    800 Jahre Bielefeld
    Geschichten aus einer Stadt, die es
    eigentlich gar nicht gibt

    Am Mikrofon: Bettina Schmieding

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Der Schriftsteller Alex Capus

    Wissensdurst treibt Alex Capus an. Erst einmal wolle er nur lernen, gar nicht schreiben, sagt der Autor über seine Arbeit. Dabei vertieft sich Alex Capus in historische Stoffe, erforscht die Lebenswege realer Personen und ergänzt dann die Fakten durch Fiktion. In seinen Kurzgeschichten, Romanen und Erzählungen hat er beispielsweise Madame Tussaud porträtiert, den Fall zweier Bankräuber im Dritten Reich geschildert und die letzten Lebensjahre des "Schatzinsel"-Autors Robert Louis Stevenson in dem ihm eigenen halbdokumentarischen Stil nachgezeichnet. Obwohl er Geschichte studiert hat, versteht sich Alex Capus nicht als Historiker: Er gehe frei mit seinen Themen um, so der 1961 in der Normandie geborene und seit seiner Kindheit in der Schweiz lebende Autor. Der Roman "Léon und Louise" über die Liebessgeschichte seines Großvaters war 2011 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Und auch sein jüngster Roman
    "Der Fälscher, die Spionin und der Bombenleger" stand wochenlang auf den Bestsellerlisten.

  • 11:05 Uhr

    Das Riesenrad der Agenten: Spione in Wien
    Eine Sendung von Tom Schimmeck

    Schon Mitte des 19. Jahrhunderts hatte das kaiserlich-königliche "Evidenzbüro" überall im Österreich-Ungarn seine Kundschafter. Zwischen den Weltkriegen stieg Wien zur Metropole der internationalen Spionage auf. Im Kalten Krieg fungierte die von den alliierten Mächten kontrollierte Stadt als Drehscheibe für Agenten aus Ost und West. Noch immer wandeln Touristen in der Kanalisation der Stadt mit wonnigem Gruseln auf den Spuren des Filmklassikers "Der Dritte Mann". Experten schätzen, dass hier noch immer bis zu 3000 "Geheime" agieren. Längst sind die Schlapphüte eher an Industrie-Know-how und den in Wien ansässigen internationalen Organisationen interessiert: die Vereinigung der Erdölexporteure OPEC, die Internationale Atomenergiebehörde IAEO, auch die OSZE, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Bis heute vermeldet das Wiener Bundesamt für Verfassungsschutz fast ein bisschen stolz, dass die Republik "ein zentrales Land in der Welt der Nachrichtendienste" sei. Der Staat zeigt sich recht tolerant mit den Schlapphüten aus aller Welt. Spionage ist nicht verboten - solange sie dem neutralen Österreich nicht zum Nachteil gereicht. Nur selten macht das geheime Treiben Schlagzeilen. Etwa, wenn bei einem Hotelumbau plötzlich allerlei Abhörwanzen entdeckt werden. Wenn ein kaukasischer Dissident auf offener Straße erschossen wird. Oder die Leiche eines libyschen Ex-Premiers in der Donau schwimmt. "Ein schöner Beruf", erklärt in seinem Stamm-Kaffeehaus ein pensionierter Dreifach-Spion, der einst für die DDR, die Sowjetunion und die USA arbeitete, "und der zweitälteste der Welt".

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 13:10 Uhr

    Themen der Woche

    Moritz Gathmann, freier Journalist:
    Gespaltenes Land: Warum die Fronten in der Ukraine verhärtet sind

    Thilo Kößler, Deutschlandfunk:
    Syrisches Drama: Was die Friedenskonferenz bewirken kann

    Andreas Mihm, Frankfurter Allgemeine Zeitung:
    Teurer Ökostrom: Wie Sigmar Gabriel die Energiewende gestalten will

    Thomas Fromm, Süddeutsche Zeitung:
    Gestrauchelter Riese: Wie sich der ADAC verändern muss

    Am Mikrofon: Monika Dittrich

  • 13:30 Uhr

    Auslandskorrespondenten berichten

    Ruth Kirchner
    Zwischen Anspruch und Wirklichkeit - Korruption in der chinesischen Machtelite

    Torsten Teichmann
    Am besten Assad bleibt - Der israelische Blick auf den Syrien-Konflikt

    Udo Schmidt
    Machtkampf ungelöst - Eine Woche vor den geplanten Wahlen in Thailand

    Anne Allmeling
    Ernüchterung im Königreich - Wachsender Frust über ausbleibende Reformen in Marokko

    Am Mikrofon: Andreas Noll

  • 14:05 Uhr

    Das Forum für lebenslanges Lernen
    Hörertel.: 00800.44644464
    pisaplus@deutschlandfunk.de

    Auch in der „Bildungsrepublik Deutschland“nur geduldet?
    Welche Hürden Flüchtlinge in Schule, Hochschule und Ausbildung überwinden müssen

    Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf den höchsten Stand seit 14 Jahren gestiegen. Sie sind vor existenzieller Not und Krieg geflohen oder wurden in ihrer Heimat verfolgt. In Deutschland hoffen die Kinder dieser Flüchtlinge auf eine bessere Zukunft, aber nicht überall können sie überhaupt zur Schule gehen. Zwar hat jedes Kind ein Recht auf Bildung. Doch in der Praxis scheitert der Schulbesuch manchmal schlicht an mangelnden Deutschkenntnissen. Denn je nach Aufenthaltsstatus können manche Flüchtlingskinder keine kostenlosen Kurse besuchen. Richtig problematisch wird es, wenn junge Flüchtlinge studieren oder eine Berufsausbildung absolvieren wollen. BAföG gibt es für „Geduldete“ nicht. Die permanent drohende Abschiebung wirkt wie ein Ausbildungsverbot - und das in Zeiten des Fachkräftemangels. Dabei leben viele der etwa 50.000 zunächst „geduldeten“ Kinder über Jahre oder für immer in Deutschland.

    PISAplus fragt: Muss geduldeten Kindern die Chance gegeben werden, zumindest Deutsch zu lernen und einen Schulabschluss zu absolvieren? Sind Ausbildungsverbote für Flüchtlingskinder akzeptabel? Wie kann Migrantenstadtteilen besser geholfen werden, sind spezielle Willkommensklassen eine Lösung?

    Gesprächsgäste sind:
    Nevroz Duman, ehemaliges Flüchtlingskind und Sprecherin der Kampagne „Jugendliche ohne Grenzen“ (Studio Frankfurt)
    Herbert Huraka, Lehrer einer Vorbereitungsklasse und Mitglied im baden-württembergischen Netzwerk „Migranten machen Schule“
    Stefan Komoß (SPD), Bezirksbürgermeister und Leiter der Abteilung Schule in Marzahn-Hellersdorf
    Aydan Özoguz (SPD), Staatsministerin und Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration

    Am Mikrofon: Manfred Götzke

  • 15:05 Uhr

    Von kleinen und großen Stimmen: Das Debut der Soulsängerin Kendra Morris

    Happy Birthday - das CTM Festival für elektronische und experimentelle Musik wird 15
    Ole Schulz im Corsogepräch mit Jan Rohlf vom CTM-Festival

    Die Entdeckung der Langsamkeit - Bohren & der Club of Gore mit ihrem „Schlageralbum“

    Am Mikrofon: Anja Buchmann

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    Kinder und Jugendbücher zum Thema Essen
    Ein Feature von Maria Riederer

    Birgit Lockheimer (Hrsg), Sonja Bougaeva (Ill.): Zu Tisch!
    Das Hausbuch vom Essen und Trinken
    (Gerstenberg)

    Anke M. Leitzgen, Lisa Rinermann (Ill.): Entdecke, was dir schmeckt.
    (Beltz und Gelberg)

    Hubert und Marie Caillou: Luft und Liebe
    (Carlsen)

    Erin Jade Lange: Butter
    (rororo)

    Birgit Kulmer, Anna Marshall (Ill): Zucker, Zauber und Zinnober
    (Edition Buchstabensuppe)

    Claudia Seifert, Gesa Sander (Ill): Kinder, kocht!
    (AT Verlag)

  • 16:30 Uhr

    Computer und Kommunikation

    Industrieller Massenraub
    Gut organisierte Kriminelle kapern mit aufwändigen Trojaner-Angriffen Millionen PCs

    Kommissar Zufall
    Unzureichende Ermittlungsstandards behindern die Bekämpfung von Botnetz-Attacken

    Frischer Spam aus dem Kühlschrank
    Warum das Internet der Dinge zum Tummelplatz für Botnetze werden könnte

    Das Digitale Logbuch

    Am Mikrofon: Manfred Kloiber

  • 17:05 Uhr

    Die eigenwilligen Methoden des Markus L.
    Kann man einen Moderator abwählen?
    Gespräch mit Fernsehkritiker Fritz Wolf

    Gefährliches Pflaster
    Journalisten in Kiew
    Gespräch mit der Korrespondentin Mareike Aden

    O-Ton-Nachrichten
    Weiter Zittern um Arbeitsplätze bei „Weltbild“: Bistümer München-Freising und Augsburg erwägen Millionen-Kredit
    Keine Steuer, sondern Beitrag: Verwaltungsgericht Bremen weist Klagen gegen Rundfunkbeitrag ab
    „Unterhalb jeglicher Kostendeckung“: Freie Kameraleute kritisieren Bezahlung von RTL

    "Gesunde“ Sendung
    Bemerkungen zur RTL-Dschungelshow

    Am Mikrofon: Andreas Stopp

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:40 Uhr

    Der talentierte Herr Gabriel - Die SPD vor dem Sonderparteitag

  • 19:10 Uhr

    1.Fußball-Bundesliga, 18.Spieltag:
    VfL Wolfsburg - Hannover 96; SC Freiburg - Bayer 04 Leverkusen; Borussia Dortmund - FC Augsburg ; VfB Stuttgart - FSV Mainz 05

    Bundesliga-Gespräch mit Bernd Wahler, Präsident des VfB Stuttgart

    Der FC Bayern nach dem Rückrundenauftakt in Mönchengladbach

    1.Fußball-Bundesliga, 18.Spieltag: Halbzeitbilanz: Eintracht Frankfurt - Hertha BSC Berlin

    Welchen Anteil haben Gruppen aus dem Fußball an den Protesten in der Ukraine? Analyse-Gespräch mit Olaf Sundermeyer

    Australian Open: Tennis Grand Slam-Turnier in Melbourne - Damen-Finale

    Zum Abschluss der Handball-Europameisterschaft in Dänemark: Interview mit dem Präsidenten des Deutschen Handball-Bundes, Bernhard Bauer

    Vorbericht WBO-WM Cruisergewicht: Marco Huck vs. Firat Arslan

    Bob & Skeleton / EM am Königssee: Zweierbob und Skeleton Männer

    Alpiner Ski-Weltcup der Männer in Kitzbühel - Abfahrt

    Größer, teurer, skrupelloser - die Serie zum Olympischen Gigantismus (Teil VI):
    „Größenwahn in allen Bereichen?“ Wie im Umfeld von Sotschi die Medien kontrolliert werden

    Moderation: Moritz Küpper

  • 20:05 Uhr

    Lesung: Martin Mosebach
    Gesprächspartner: Sibylle Lewitscharoff, Gustav Seibt
    Moderation: Denis Scheck

    "Die Markies verließ um fünf Uhr das Haus" - so beginnt in listiger Anspielung auf Paul Valérys berühmtes Bonmot, wonach man nicht mehr schreiben könne "La marquise sortit à cinq heures" der neue Roman "Das Blutbuchenfest" von Martin Mosebach. Bosnien und Frankfurt vor dem Ausbruch des Krieges in Jugoslawien sind die Schauplätze dieses auch in anderer Hinsicht überaus doppelbödigen Buches. Es gibt kaum einen deutschsprachigen Schriftsteller, der einen solchen Wandel in der öffentlichen Anerkennung und Wertschätzung erfahren hat, wie der 1951 geborene Martin Mosebach. Galten seine seit 1983 erschienenen Romane vielen zunächst als konventionell, bieder, ja geradezu altfränkisch, so wird Mosebach heute sehr zu Recht gleichermaßen als Bewahrer großer Erzähltugenden und ästhetischer Innovator gefeiert. 2007 wurde er mit dem prestigeträchtigsten deutschen Literaturpreis, dem Georg-Büchner-Preis, ausgezeichnet. In "Das Blutbuchenfest" begegnet uns die Putzfrau Ivana und ein Mikrokosmos ihrer Frankfurter Kundschaft aus dem Frankfurter Bürgertum und der Kreativwirtschaft - und eine für Mosebach-Leser ganz ungewohnte Erzählweise, die sich auch der Härte des Krieges stellt. Im Literarischen Colloquium Berlin wird Martin Mosbach aus seinem neuen Roman "Das Blutbuchenfest" lesen und mit der Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff sowie dem Literaturkritiker Gustav Seibt von der Süddeutschen Zeitung diskutieren.

    Im Literarischen Colloquium Berlin liest Martin Mosbach aus seinem neuen Roman „Das Blutbuchenfest“ und diskutiert mit der Schriftstellerin Sibylle
    Lewitscharoff und dem Literaturkritiker Gustav Seibt von der „Süddeutschen Zeitung.

  • 22:05 Uhr

    Coffee and Tea
    Die chinesische Komponistin Ying Wang
    Vorgestellt von Egbert Hiller

    "Coffee and Tea" nennt die 1976 geborene chinesische Komponistin Ying Wang ein 2013 entstandenes Ensemblestück. Und indem sie anmerkt, dass "hinter beiden Getränken je eine eigene Kultur, Philosophie und Tradition stehen", verweist sie auch auf kulturelle Gegensätze, die sich in ihrem Schaffen befruchten. Ausgebildet wurde sie in ihrer Geburtsstadt Shanghai und in Köln. Traditionelle chinesische Instrumente bezieht sie ebenso ein wie modernste Elektronik. Auch Titel wie "Echo aus der Vergangenheit" oder "Nur ich" deuten auf existenzielle Phänomene und konkrete inhaltliche Inspirationsquellen. Mit Programmmusik hat sie aber nur wenig im Sinn. Ihre Klangwelten bleiben dem Abstrakten verhaftet, ziehen jedoch mit hoher Intensität und ausgeprägtem Eigensinn in den Bann.

  • 22:50 Uhr

    Basketball BL: ALBA Berlin - Tigers Tübingen

    1.Fußball-Bundesliga, 18.Spieltag: Eintracht Frankfurt - Hertha BSC Berlin

    Australian Open: Tennis Grand Slam-Turnier in Melbourne - Damen-Finale

    Bob & Skeleton / EM am Königssee: Zweierbob und Skeleton Männer

    Alpiner Ski-Weltcup der Männer in Kitzbühel - Abfahrt

    Moderation: Moritz Küpper

  • 23:05 Uhr

    Wenn zwei für drei Minuten eins sind
    Eine Lange Nacht über den Tango in Buenos Aires heute
    Von Patrick Batarilo
    Regie: Claudia Mützelfeldt

    Buenos Aires ist die Stadt des Tango, hier wurde der Tango einst von Einwanderern in Hafenkneipen erfunden. Doch in den 80er- und 90er-Jahren hörte kaum jemand der jungen Generation Tangomusik oder tanzte dazu. Im Radio und in den Clubs liefen Rock oder Pop. Viele Milongas machten Pleite. Heute ist der Tango wieder zu Hause in Buenos Aires, und das mit einem neuen Sound. Elektronische Musik, Rock, Hip-Hop, zeitgenössische Bands wie Tanghetto oder Altertango haben einen neuen Tangosound geschaffen, der offen ist für die musikalische Welt von heute. Auch der Tanz hat sich verändert - zum Beispiel ist die Rolle der Frauen viel aktiver. In manchen Milongas tauschen Männer und Frauen sogar die Rollen. Seinem Mythos wird der Tango auch in neuer Form nach wie vor gerecht: Sinnlichkeit und das Spiel mit Nähe und Distanz. Woher kommt die neue Liebe zum alten Tango? Eine sinnenfreudige „Lange Nacht“ mit Musikern und Tangotänzern sucht nach Antworten …