Freitag, 09. Dezember 2022

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Programm: Vor- und RückschauSamstag, 04.06.2016

  • 00:05 Uhr

    Science-Fiction
    Paradise Hospital Inc.
    Von Friedrich Bestenreiner
    Regie: Thomas Werner
    Mit Benjamin Reding, Caroline Loebinger, Veronika Bayer, Christoph Bantzer, Walter Gontermann, Josef Tratnik, Marcus-Alexander Becker, Frank Goosen u.a.
    Produktion: WDR/BR 1996
    Länge: 52'41

    Torsten Heide, ein deutscher Sportstudent, ist auf dem Weg nach San Francisco, um dort an einer medizinischen Testreihe teilzunehmen. Im Flugzeug lernt er die angehende Ärztin Caroline kennen, die ihm auf Anhieb sympathisch ist. Der Arzt, der die Untersuchungen in Amerika leitet, hat sich auf das menschliche Gehirn spezialisiert. Aber dieser Dr. Körmendy nimmt ganz offensichtlich höchst fragwürdige Experimente an seinen Kandidaten vor. Körmendy manipuliert Torstens Identität. Erst schlüpft er in die Haut eines gewissen Fletcher, dann nimmt er das Ego eines freigesprochenen Mörders an. Zufällig trifft er auf Caroline, die er jedoch nicht wiedererkennt. Auf ihrem gemeinsamen langen Flug hat sie eine Menge von Torsten erfahren. Langsam ruft sie in ihm die Erinnerungen an seine Existenz wieder wach. Damit wird er zum Sicherheitsrisiko für die skrupellosen Ärzte, und ein brutaler Showdown nimmt seinen Lauf.

  • 01:05 Uhr

    Lied & Chanson
    Liederbestenliste Juni

    Zu Gast: die in Luanda geborene Singer/Songwriterin Alina Frazao

    Neue Alben aus Europa u.a. von Peter Bjorn and John, Juniore und Zucchero

    Original & Cover

    On Tour: Keren Ann, Udo Lindenberg u.a.

    Am Mikrofon: Anna-Bianca Krause

    Ihr drittes Album hat die Angolanerin auf der Insel Jura vor der schottischen Küste aufgenommen: einem kaum bewohnten und offenbar inspirierenden Fleckchen Erde. Schon George Orwell zog sich dorthin zurück, um seinen Roman '1984' zu schreiben. Alina Frazao hat ihr neues Werk schlicht "Insular" getauft und verwebt darin die typische lusophone Melancholie mit den einsamen Stimmungen des felsigen Eilands.

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen


    Am Mikrofon: Jürgen Zurheide

  • 09:05 Uhr

    Vor 350 Jahren: Molières Komödie "Der Menschenfeind" wird uraufgeführt

  • 09:10 Uhr

    Gegen den Strom, für den Strom - Die neue Elektro-Mobilität

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Der Theater- und Opernregisseur Tilman Knabe

    Der 1970 in Mainz geborene Tilman Knabe zählt heute zu den erfolgreichen Theater- und Opernregisseuren seiner Generation in Deutschland. Ein zuweilen provokanter Regisseur, der gern einmal die Werke gegen den Strich bürstet und damit häufig die Toleranzbereitschaft nicht nur des Publikums, sondern auch der Sänger auf die Probe stellt. Da wird sein Essener 'Rheingold' zu einer Sex-and-Crime-Oper, in der Wotan zum König vom Kiez und Alberich zum Besucher einer Peepshow mutieren. Chorsänger in Knabes Deutung von Camille Saint-Saëns 'Samson et Dalila' an der Oper Köln ließen sich wegen einer inszenierten Massenvergewaltigung krankschreiben. Zum Theater war Knabe sehr früh gekommen. Er war bereits im Alter von sechs Jahren Kinderdarsteller an den Kölner Bühnen. Nach Abschluss seiner Schulzeit absolvierte Tilman Knabe ein Theaterregie-Studium bei August Everding an der Münchner Hochschule für Musik und Theater. Ein Theologiestudium, das sich anschloss, habe er "wegen der Gottesbeweise studiert". Nachdem ihm klar wurde, dass "die Existenz Gottes nicht zu beweisen ist", habe er das Studium aufgegeben. Damit sei für ihn die Zeit der Theologie vorbei gewesen. An deren Stelle trat die Theater- und Opernregie.

  • 11:05 Uhr

    Stolz und Scham in Matera - Geschichten eines Aufstiegs in Süditalien
    Mit Reportagen von Kirstin Hausen
    Am Mikrofon: Katrin Michaelsen
    (DLF 2015)

    Matera wird 2019 europäische Kulturhauptstadt. Die Stadt gehört zu den ältesten weltweit und liegt in der selbst Italienern kaum bekannten Region Basilikata zwischen Apulien und Kalabrien. Die 60.000 Einwohner Materas arbeiten mit Begeisterung auf 2019 hin, um der Welt zu zeigen, wie schön und einzigartig ihre Stadt ist. Jahrzehntelang ist ihnen das verwehrt worden. Jahrzehntelang haben sie sich geschämt, in Matera zu leben. Denn Matera galt als 'vergogna nazionale', als Schandfleck Italiens. Bis in die 50er-Jahre hinein lebten die Menschen hier zu Tausenden in den Sassi, in terrassenförmig aufsteigenden Höhlenwohnungen. Sie lebten mit Ziegen, Schweinen, Eseln unter einem Dach und waren der Inbegriff des rückständigen Südens. Nach dem Erscheinen des Romans 'Christus kam nur bis Eboli' von Carlo Levi empörte sich ganz Italien über die katastrophalen Lebensbedingungen in Matera und eine beispiellose Umsiedlung der Bevölkerung begann. Die Sassi verfielen. 1993 wurde die Höhlensiedlung UNESCO-Weltkulturerbe, und seitdem geht es aufwärts in Matera. Heute sind die Sassi eine viel besuchte Attraktion und beherbergen Künstler und Nachkommen der Umgesiedelten, die nun voller Stolz hier leben. Die Wiedergeburt Materas ist zur Hoffnung für ganz Süditalien geworden.

  • 13:10 Uhr

    Themen der Woche

  • 13:30 Uhr

    Auslandskorrespondenten berichten
    Angst vor der Zukunft - Flüchtlinge aus Mossul fürchten auch die Zeit nach dem IS

    Angriffe auf Nigerias Öl-Förderung - Regierung zeigt Entgegenkommen

    Schatten der Vergangenheit - Peru vor der Stichwahl um das Präsidentenamt

    Australiens "Milchkrieg" - Verbraucher solidarisieren sich mit Farmern

    Am Mikrofon: Anne Raith

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin
    Eine Branche im Wandel - Welche Medienberufe haben eine Zukunft?
    'Campus & Karriere' fragt: Welche Medienberufe haben eine verlässliche Zukunft? Wie verändert das Internet die Arbeit? Wie schaffen junge Menschen den Einstieg? Und wie sieht die mediale Arbeitswelt in einigen Jahren aus?

    Gesprächsgäste:
    Hans Hoff, Journalist und Medienkritiker
    Dennis Horn, Journalist, Moderator der Sendung "Was mit Medien" und in der journalistischen Aus- und Weiterbildung tätig
    Jürgen Ohls, Redaktionsleiter der Produktionsfirma "probono"
    Anne Schulz, Beraterin für Medienberufe bei "Ausbildung in Medienberufen" (AIM) und Projektleiterin des Medienfests NRW
    Am Mikrofon: Michael Böddeker

    Beiträge:
    Medienmacher informieren über die Ausbildung
    Junge Menschen suchen auf dem Medienfest NRW Hilfe beim Einstieg in die Branche. Live aus dem Mediapark in Köln

    Schülerzeitung, Campusradio und Blog
    Wie "Einstiegsmedien" beim beruflichen Werdegang helfen können. Live aus dem Mediapark in Köln

    Tipps für Einsteiger
    Erfahrene Medienschaffende erzählen, was sie für den Start in den Beruf wichtig finden

    Eine Sendung ohne Hörerbeteiligung

    „Irgendwas mit Medien“ - das ist immer noch ein häufiger Berufswunsch. Allerdings verändert sich Medienbranche gerade. Viele Zeitungen straucheln und auch Radio und Fernsehen müssen sich Mühe geben, um nicht den Anschluss an jüngere Zielgruppen zu verlieren. Immer seltener können sie Nachwuchskräften feste Stellen bieten. Auch viele klassische Felder, wie etwa der Journalismus, passen sich an. Volontäre lernen in der Ausbildung inzwischen meist, multimedial zu arbeiten. Daher ist es sinnvoll, sich zu Beginn der eigenen Karriere in den Medien gut zu überlegen, welches Betätigungsfeld es sein soll. Dabei helfen können Veranstaltungen wie das heutige 10. Medienfest NRW in Köln, auf dem Aussteller aus der Branche über die Berufe informieren.

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin
    Mit neuer Kraft in die Zukunft: Das US-Trio Augustines und "This Is Your Life"
    Das dritte Album der Augustines markiert einen Wendepunkt in ihrer musikalischen Biografie: Mit "This Is Your Life" wollen die drei New Yorker nach vorne schauen, nachdem Sänger Billy McCarthy vor sieben Jahren einen schweren Schicksalsschlag verarbeiten musste. Sein Bruder beging Selbstmord und insbesondere das Debüt der Band war stark von dem Thema geprägt. Nun, zwei Alben später, haben sie sich wieder gefangen - schauen voller Energie und dennoch kritisch in die Zukunft.

    Wenn wir soweit sind, werden wir es wissen: Stella Sommer von Die Heiterkeit über ihre Platte "Pop und Tod I & II"
    Sie ist traurig und monoton und fatalistisch, gleichzeitig aber hell und leuchtend und gelassen: Die neue Platte der Hamburger Band Die Heiterkeit rund um Sängerin und Songschreiberin Stella Sommer. Die neu formierte Gruppe hat, wie beim letzten Album, mit Produzent Moses Schneider zusammengearbeitet und ein zeitloses Werk rund um Tod, Einsamkeit, Liebe und Betrug geschaffen. Mit Frauen- und Männerchören, mit zurückhaltender Sachlichkeit und der markanten Stimme von Stella Sommer.

    „Die Leute sind zu intelligent für einfache Musik“: Sängerin Dani Siciliano mit souliger Elektronik  
    Man kennt sie bisher eher aus der Zusammenarbeit mit ihrem ehemaligen Lebenspartner, dem Produzenten Matthew Herbert, Anfang der Nullerjahre: Die US-amerikanische Sängerin und DJ Dani Siciliano, die zuweilen eine leichte Jazz-Note in die Musik ihres Ex einbrachte. Nach der Trennung der beiden ging seine Karriere weiter, sie verschwand etwas in der Versenkung. Nun taucht Dani Siciliano mit einem sehr überzeugenden, souligen, stimmgewaltigen Album wieder auf.
     
    Am Mikrofon: Anja Buchmann

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser
    DIE BESTEN 7
    Das Ergebnis der Deutschlandfunk-Bestenliste Monat Juni 2016

    Bibi Dumon Tak: Mücke, Maus und Maulwurf, Hanser
    Atak: Martha, Aladin
    Diane und Chrystian Fox: Die Katze, der Hund, Rotkäppchen, die explodierenden Eier, der Wolf und Omas Kleiderschrank, Freies Geistesleben
    Que du Luu: Im Jahr des Affen, Königskinder
    Nils Mohl: Zeit für Astronauten, Rowohlt
    Koos Meinderts: Lang soll sie leben, Jungbrunnen
    Christian Walther (Hrsg): Hinter den Lichtern, Beltz & Gelberg

    Am Mikrofon: Hajo Steinert

  • 16:30 Uhr

    Computer und Kommunikation
    Schwerpunkt:
    Uber-Taxis und AirBnB-Wohnungen
    Die Sharing Economy aus New Yorker Sicht

    Mythos Sharing-Idyll
    Die Internetpolitikerin Jeanette Hofmann zeichnet ein kritisches Bild der digitalen Ökonomie des Teilens

    Das digitale Logbuch
    Baby I

    Aktuell:
    Hacken für Jugendliche
    Die Tincon Berlin zeigt digitalen Lifestyle

    Mensch-Computer-Interaktion
    Die Gesellschaft für Informatik diskutiert Chancen und Risiken der digitalen Immersion

    Info-Update

    Sternzeit, 04. Juni 2016
    Venus hinter der Sonne

    Am Mikrofon: Maximilian Schönherr

  • 17:05 Uhr

    Die Populismus-Falle
    Die AfD, Donald Trump und die Medien
    Gespräch mit der Journalistik-Professorin Margreth Lünenborg

    Weiche Regeln gegen harte Worte
    Die Hate-Speech-Strategie der EU

    O-Ton Nachrichten u.a.:
    „Müssen die Leser auf dem Handy erreichen“: Tagesspiegel startet kostenlose Bezirksnewsletter
    Kopieren fremder Beats erlaubt: Bundesverfassungsgericht stärkt Kunstfreiheit

    Silicon-Valley-Milliardäre gegen US-Medien
    Der Fall Gawker

    Am Mikrofon: Christoph Sterz

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    Der schnellste Ästhet des 20. Jahrhunderts - zum Tod von Muhammad Ali

    Früher war alles viel schlimmer - oder besser? Kulturgeschichte des Hochwassers - Interview mit Geograph Jürgen Herget

    Coolkultur - Zur Eröffnung der 9. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst

    Bau und Sanierung von Theatern - eine Tagung des Deutschen Bühnenvereins - Interview mit Architekt Jörg Friedrich

    "Teilen und Tauschen" - Bilanz des Kultursymposiums Weimar

    Am Mikrofon: Katja Lückert

  • 18:40 Uhr

    Eine alte Utopie - Die Schweiz stimmt über ein bedingungsloses Grundeinkommen ab

  • 20:05 Uhr

    Hörspiel des Monats
    Eugénie Grandet (1/3)
    Hörspiel nach Honoré de Balzac
    Bearbeitung: Helmut Peschina
    Regie: Marguerite Gateau
    Produktion: DKultur 2015
    Länge: 59'00

    anschließend:
    Das Hörspielmagazin
    Neues aus der Welt der akustischen Kunst

    Aus der Begründung der Jury der Akademie der Darstellenden Künste:
    "Die Wahl des Stoffes, die unbedingte Liebe und Treue, wird dramaturgisch zu einem spannenden Lehrstück über die moderne Gesellschaft, in der das Geld zum höchsten Wert erklärt wird und in der für zwischenmenschliche Gefühle kein Raum zu sein scheint. Der 'verderbten Welt' versucht die anrührende Eugénie Grandet zu trotzen. Auch wenn Geiz und Habgier in Balzacs Roman, der 1834 als Teil seiner grandiosen 'Comédie humaine' erschienen ist, schließlich doch siegen, so haben sie nicht das letzte Wort. [...]
    Gelungen sind Hörspiele, die klassische Texte als Vorlagen haben, wenn sie nicht nur eine Spannung erzeugen, die den Hörer in den Bann zieht - und das auch noch bei drei Sendeterminen - sondern wenn es ihnen gelingt, den kanonisierten literarischen Werken durch die dramaturgischen und technischen Mittel eine ganz eigene, überraschende und aktuelle Bedeutungsebene zu verleihen. Der Produktion 'Eugenie Grandet' nach Honoré Balzac gelingt dies unter der Regie von Marguerite Gateau und in der Bearbeitung von Helmut Peschina absolut überzeugend."

  • 22:05 Uhr

    Vollbeschäftigung
    Das Bremer Ensemble KLANK
    Von Hanno Ehrler

    Ein Blecheimer, ein Laptop, eine Ananas, Violine, Gitarre und Kontrabass, damit entfalten die fünf Musiker des Ensembles KLANK einen faszinierenden Klang- und Geräuschkosmos. Die KLANK-Mitglieder, die alle in Bremen wohnen, sind improvisierende und klassisch ausgebildete Musiker. 2008 fanden sie zusammen, weil sie alle ihre künstlerische Arbeit über die Genregrenzen Jazz, neue Musik und Improvisation ausweiten wollten. Seitdem proben und spielen sie ununterbrochen, jede Woche mindestens einmal. Bei ihren Auftritten - in Clubs, klassischen Konzertsälen und Museen - gestalten sie kleine, fantasievolle Musiktheaterszenen, und sie beziehen bildende Kunst mit ein. KLANK versteht sich als Kollektiv, aber ohne Programm. Diese Sendung stellt die fünf Akteure vor, von denen ein jeder mit seiner ganz eigenen, sehr persönlichen Stimme spricht.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    Pathos, Punk und schwarzer Humor
    Eine Lange Nacht über Irish Folk
    Von Arian Fariborz und Petra Tabeling
    Regie: Jan Tengeler

    In Dublin und anderen irischen Städten hat sich in den vergangenen Jahren eine neue dynamische Stilrichtung innerhalb der Folk- und Songwriting-Tradition entwickelt. Vor allem junge irische Bands wie Lynched, Moxie oder Skipper's Alley aus Dublin knüpfen mit ihren Liedern direkt an die gesellschaftskritischen Songs ihrer Vorväter an. Der Urban Folk der Gegenwart verbindet traditionelle Musikkonzeptionen mit sozialkritischen Songinhalten. Es geht dabei um Themen wie Arbeitslosigkeit, Armut und Emigration, wie sie damals gang und gäbe waren und heute - im Zeichen der Wirtschaftskrise - wieder an Bedeutung für die jüngere Generation gewinnen. Eine 'Lange Nacht' über aktuelle Trends im Irish-Folk, über Satire und schwarzen Humor in der traditionellen irischen Musik und die wechselvolle Geschichte dieses Genres.