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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 12.09.2021

  • 00:05 Uhr

    Vom Inferno zum Paradies
    Eine Lange Nacht über Dante und die „Göttliche Komödie"
    Von Astrid Nettling
    Regie: Burkhard Reinartz

    Die meisten kennen Dantes „Göttliche Komödie" dem Namen nach. Wer aber hat sie tatsächlich gelesen? Und doch fasziniert das Werk des in Florenz geborenen Dichters seit 700 Jahren die Menschen weltweit durch seine dichterische Kraft und Schönheit. Entstanden ist die „Divina Commedia" zwischen 1306 und 1321 in den langen Jahren seines Exils. Vollendet hat Dante sein Werk kurz vor seinem Tod. Er stirbt am 14. September 1321 in Ravenna. Die „Lange Nacht" nimmt den Hörer mit auf den so sprach- wie bildermächtigen Weg durch seine „Divina Commedia" und begleitet den Dichter durch die düsteren Schrecknisse des „Inferno", die Läuterungen des „Purgatorio" und die lichterfüllte Schönheit des „Paradiso". Unterwegs begegnet der Hörer so bekannten Gestalten wie den unglückselig Liebenden Francesca da Rimini und Paolo, wird Zeuge seines Wiedersehens mit Beatrice, der Frühverstorbenen und unsterblichen Liebe Dantes. Zugleich erlebt er den Dichter als eine wegweisende Gestalt im Übergang vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit und als scharfen Kritiker seiner Zeit, der sein Werk mit dem erklärten Ziel geschrieben hat, „die Lebenden aus dem Zustand des Elends herauszuholen und sie zum Zustand des Glücks hinzuführen".

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Besitze ich Dich?
    Lieder von Richard Strauss, Hugo Wolf, Erich Wolfgang Korngold, Robert Schumann und Viktor Ullmann

    Nikola Hillebrand, Sopran
    Eric Schneider, Klavier

    Aufnahme vom 11.10.2020 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln

    03:05 Uhr   Heimwerk

    Klarenz Barlow
    Stücke für Selbstspielklavier:
    „...or a cherish'd bard..."
    Estudio Siete
    Pandora

    „Cogluotobüsisletmesi". Fassung für 4 Klaviere

    Klarenz Barlow, Klavier
    Irmela Roelcke, Klavier
    Hermann Kretzschmar, Klavier
    Jürgen Kruse, Klavier
    Benjamin Kobler, Klavier
    Leitung: James Avery

  • 06:05 Uhr

    Terroranschlag vor 20 Jahren - wie 9/11 die USA verändert hat

  • 06:10 Uhr

    Komponist: Johann Pachelbel
    "Was Gott tut, das ist wohlgetan". Choral mit 9 Partiten für Orgel solo
    Thiemo Janssen, Orgel

    Johann Sebastian Bach
    "Jauchzet Gott in allen Landen". Kantate am 15. Sonntag nach Trinitatis und für alle Zeit, für Sopran, Trompete, Streicher und Basso continuo, BWV 51
    Natalie Dessay, Sopran
    Neil Brough, Trompete
    Le Concert d'Astrée
    Leitung: Emmanuelle Haïm

    Christoph Graupner
    "Was Gott thut das ist wohl gethan, es bleibt gerecht sein Wille". Kantate für 4 Solisten, Streicher und Basso continuo, GWV 1114/30
    Andrea Lauren Brown, Sopran
    Kai Wessel, Altus
    Georg Poplutz, Tenor
    Dominik Wörner, Bass
    Kirchheimer BachConsort
    Leitung: Sirkka-Liisa Kaakinen-Pilch

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Mehr als nur ein Gedicht - Junge ungarische Roma übersetzen Amanda Gorman

    Reden mit Russland- Bündnispolitische Orientierungen. Ein Interview mit dem Friedens- und Konfliktforscher Andreas Heinemann

    Moderne-Imaginationen - Zum 700. Todestag Dante Alighieris. Ein Interview mit dem HistorikerAchatz von Müller

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Abschied von der Normalität - Parteien, Personen, Profile. Ein Interview mit dem Publizisten Hugo Müller-Vogg

    Denk ich an Deutschland: der Autor und Musiker Kai Lüftner

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    Wohin sich wenden? NineEleven. Erschütterung und die Suche nach Worten
    Von Andrea Schneider
    Evangelische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 100 Jahren: Der polnische Schriftsteller Stanisław Lem geboren

  • 09:10 Uhr

    Neue Musik

  • 09:30 Uhr

    50 Jahre Theorie der Gerechtigkeit (2/3)

    Die verlorene Gerechtigkeit
    Von Gemma Pörzgen

    Ideal und ignorant
    Von Christine Bratu

    (Teil 3 am 19.9.2021)

    Vor 50 Jahren erschien „A Theory of Justice“ des Harvard-Philosophen John Rawls. Stößt die lange Jahre gültige Gerechtigkeitstheorie heute an ihre Grenzen? Wie könnte oder müsste man Rawls' Theorie für die Gesellschaft von heute aktualisieren?

    Die verlorene Gerechtigkeit
    Für manche ist es nur eine Worthülse, für andere das wichtigste politische Ziel. Über Gerechtigkeit wird viel und gerne debattiert, aber jeder versteht darunter etwas anderes. Damit sind immer wieder auch aktuelle Fragestellungen der Gesellschaft berührt, Stichwort soziale Gerechtigkeit, Gendergerechtigkeit und so weiter. Der Versuch einer Annäherung.

    Ideal und ignorant
    In seiner „Theorie der Gerechtigkeit“ skizziert der Philosoph John Rawls einen Staat, dessen Ziel es ist, jedes Individuum angemessen zu respektieren. Dennoch erfährt diese politische Utopie quasi seit ihrer Veröffentlichung Kritik von feministischer Seite. Über die blinden Flecke einer Theorie, die es vielleicht zu gut mit uns meinte.

    Christine Bratu, geboren 1981, studierte Politikwissenschaft, Philosophie und Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und war als wissenschaftliche Mitarbeiterin und akademische Rätin an der Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft der LMU München tätig. Seit April 2020 ist sie Professorin für Philosophie mit Schwerpunkt Genderforschung an der Georg-August-Universität Göttingen. Im „Handbuch Gerechtigkeit“ veröffentlichte sie 2016 ihren Beitrag über das Differenzprinzip, Teil von Rawls‘ Gerechtigkeitstheorie.
    Gemma Pörzgen, geboren 1962. Sie wuchs in Moskau auf, studierte in München Politikwissenschaften, Slawistik und Osteuropäische Geschichte, war Volontärin bei der Frankfurter Rundschau, Nachrichtenredakteurin, Auslandskorrespondentin und arbeitet heute als freie Journalistin mit Osteuropa-Schwerpunkt in Berlin.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus dem Dom St. Bartholomäus in Frankfurt am Main
    Zelebrant: Stadtdekan Johannes zu Eltz
    Katholische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Armin Laschet, CDU-Bundesvorsitzender, Unions-Kanzlerkandidat und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    In der Mitte des Stiefels an der Adria
    Durch 'Le Marche' in Italien

    Mit dem Liegetandem auf Deutschlandreise
    Unterwegs zu 46 Städten mit dem Namen Neukirchen

    Revolution auf zwei Rädern
    Fahrradfahren in Santiago de Chile

    Der Sieben-Kapellen-Radrundweg
    Auf Tour durchs Schwäbische Donautal

    Am Mikrofon: Susan Zare

  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Der Schriftsteller Steffen Kopetzky im Gespräch mit Joachim Scholl

    Mit experimenteller Prosa wurde Steffen Kopetzky schon als junger Mann bekannt. Mittlerweile zählt er, Jahrgang 1971, vor allem mit historischen Stoffen zu den erfolgreichsten deutschen Romanciers. In „Risiko“ ging er auf eine spektakuläre Expedition während des Ersten Weltkriegs, in „Propaganda“ brachte er die letzte große Schlacht in der Eifel 1945 zu Papier. Und dort spielt auch sein jüngster Roman „Monschau“ - die Geschichte der letzten Pocken-Epidemie in Deutschland.

  • 15:05 Uhr

    Tintenfische
    Die britische Band Squid
    Von Anja Buchmann

    Rhythmisch, bunt, basslastig, das ist die junge Band Squid: fünf Musiker mit Gitarre, Bass, Keyboards, Schlagzeug und Gesang aus dem englischen Küstenort Brighton, inzwischen leben sie in Bristol und London. 2016 hat das Quintett seine erste, noch sehr von Joy Division geprägte, eher düster-atmosphärisch gehaltene EP herausgebracht, 2021 dann das Debütalbum „Bright green field“. Wie einige der letzten Singles klingt das sehr druckvoll, sehr originell, sehr abwechslungsreich: Mal nach griffigem Post-Punk, mal mit geradezu jazzigen Anstrich, mal nach Krautrock, mal nach experimentellem Pop. Wie das nächste Werk sich anhört? Man weiß es noch nicht, nicht mal die Band selbst. Eine spannende Formation, die beim legendären Warp-Label unter Vertrag ist: Squid.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Dana Kaplan, Eva Illouz: „Was ist sexuelles Kapital?“
    Aus dem Englischen von Michael Adrian
    (Suhrkamp Verlag, Berlin)
    Ein Beitrag von Leander Scholz

    Am Mikrofon: Nora Karches

  • 16:30 Uhr

    Wissenschaft im Brennpunkt
    Wer geht zuerst: Das Fax - oder die Pandemie?
    Corona als Stresstest für den Gesundheitsdienst
    Von Piotr Heller

    Nach 18 Monaten Corona-Pandemie scheint sich bei der Digitalisierung des Gesundheitsdienstes einiges getan zu haben. In den ersten Wellen waren die Gesundheitsämter noch an ihre Grenzen gestoßen und konnten nicht alle Infektionsketten bearbeiten. Sie erhielten Testergebnisse per Fax, mussten Infizierten und Kontaktpersonen hinterhertelefonieren und riesige Excel-Tabellen pflegen. Heute laufen die Fälle rein digital ein, die Kommunikation mit dem Bürger wird von Apps unterstützt und hochspezialisierte Computerprogramme zeigen den Ermittlern, wie sie effizient Infektionsketten unterbrechen. Doch schaut man genauer unter diese Oberfläche, tun sich Risse auf. Digitale Standards prallen auf ein föderales System aus 400 Gesundheitsämtern, von denen jedes selbst entscheidet, wo es mitmacht und wo nicht. Die digitale Infrastruktur der Ämter ist dadurch derart unterschiedlich, dass Amtsärzte noch heute zum Faxgerät greifen müssen, wenn sie Kollegen in einem anderen Landkreis von Corona-Fällen berichten wollen. Wissenschaft im Brennpunkt fragt nach, wo die Digitalisierung im öffentlichen Gesundheitsdienst trotz bester Absichten scheitert und warum Experten mit der vierten Welle immer noch große Schwierigkeiten auf Deutschland zukommen sehen.

  • 17:05 Uhr

    Block-Bildung? Lutz Hachmeister zur Kanzlerkandidaten-Trielle und zum Wahlkampf in den privaten und öffentlich-rechtlichen Medien im Gespräch mit Stephan Detjen

  • 17:30 Uhr

    Goldene Löwen vergeben - Zum Abschluss der Filmfestspiele Venedig

    Diktatur der Gutmeinenden? Eine Veranstaltungsreihe beim Literaturfestival Berlin

    Nur für Erwachsene: Yana Ross inszeniert "Kurze Interviews mit fiesen Männern - 22 Arten der Einsamkeit" nach David Foster Wallace am Schauspielhaus Zürich

    The Way Out - Das Kunstfestival "Steirischer Herbst" sucht Wege aus der Krise

    Am Mikrofon: Doris Schäfer-Noske

  • 18:10 Uhr
    18:35 Uhr  Sporttelegramm
  • 18:40 Uhr

    Weniger Fleisch, mehr Pflanzen: Verschläft die Politik die Ernährungswende?

  • 19:10 Uhr

    Leichtathletik- ISTAF in Berlin

    Tennis - US Open: Vorschau Finale der Männer

    Fußball - Bundesliga, 4. Spieltag:
    Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart
    VfL Bochum - Hertha BSC
    Borussia Mönchengladbach - Arminia Bielefeld

    Fußball - 2. Liga, 6. Spieltag:
    1. FC Heidenheim - Dynamo Dresden
    SC Paderborn 07 - FC Schalke 04
    Erzgebirge Aue - Fortuna Düsseldorf
    SSV Jahn Regensburg - 1. FC Nürnberg
    FC Hansa Rostock - SV Darmstadt 98

    Fußball - Impfaktionen und Unmut bei Bundesligisten
    Fußball - Wo ist die Regenbogenfahne in der Bundesliga?

    Formel 1 - "Großer Preis von Italien" in Monza

    Auftakt Handball-Bundesliga - Flensburg: Die Leiden der Fans in der Coronakrise

    Tischtennis - Warum es eine Parkinson-WM im Tischtennis gibt

    Schulsportserie, Teil 2 - Heterogenität im Sport

    Volleyball - EM der Männer, Achtelfinale: Deutschland - Bulgarien

    Am Mikrofon: Marina Schweizer

  • 22:05 Uhr

    Mozartfest Würzburg 2021

    Wolfgang Amadeus Mozart
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 12 A-Dur, KV 414

    Dmitri Schostakowitsch
    Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester Nr. 1 c-Moll, op. 35

    Alexander Melnikov, Klavier und Leitung
    Christopher Dicken, Trompete
    Mahler Chamber Orchestra

    Aufnahme vom 30.5.2021 aus der Würzburger Residenz

    Am Mikrofon: Jochen Hubmacher

    Dieses Jahr feierte Deutschlands ältestes Mozart-Festival sein 100. Jubiläum. Der wichtigste Spielort für das Mozartfest Würzburg ist seit Anbeginn die Residenz. Im prächtigen Kaisersaal trat Ende Mai das Mahler Chamber Orchestra gemeinsam mit Pianist Alexander Melnikov auf. Auf dem Programm stand natürlich Mozart: dessen Klavierkonzert A-Dur, KV 414. Mozart hat es sich in seinen frühen Wiener Jahren in die eigenen Finger komponiert. Brillante Musik, leicht und spritzig, aber keinesfalls leichtgewichtig. Nicht Mozart, aber sein guter Freund Joseph Haydn taucht kurzzeitig in Dmitri Schostakowitschs Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester auf. Das grotesk überdrehte Stück aus den 1930er-Jahren steckt voller parodistischer Anspielungen und Zitate aus der Musikgeschichte. Alexander Melnikov und Trompeter Christopher Dicken spielen sich darin virtuos die Bälle zu.

  • 23:30 Uhr

    Sportausschuss - Abschied aus dem Bundestag: Dagmar Freitag (SPD)

    Impulse als „unerbetene Einmischung“

    Die Fragen stellt: Marina Schweizer