Kleben für das Klima
Wie weit darf Protest gehen?
Gäste:
Lina Johnsen, Aktivistin und Pressesprecherin "Letzte Generation"
Prof. Dr. Sebastian Koos, Universität Konstanz, Professur für Soziologie
Prof. Dr. Günter Krings, Mitglied des Deutschen Bundestages, Rechtspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Georg Ehring, Deutschlandfunk, Experte für Klimaschutz
Am Mikrofon: Michael Roehl
Hörertel.: 00800 4464 4464
agenda@deutschlandfunk.de
Mit spektakulären, aber auch sehr umstrittenen Aktionen sorgen die Mitglieder der „Letzten Generation“ seit einiger Zeit für Schlagzeilen. Sie kleben sich auf Fahrbahnen fest, sorgen für Verkehrschaos in Großstädten, schleudern Suppen und Kartoffelbrei gegen Kunstwerke oder bringen sogar den Luftverkehr zum Erliegen, indem sie Rollfelder blockieren. Das sorgt bei vielen Menschen für Unverständnis, Unmut und Ärger und führt zu dem Ruf nach härterem Vorgehen und härteren Strafen. Doch die Meinungen sind gespalten, denn eigentlich verfolgen die Klimaaktivisten ein hehres Ziel: Sie fordern von Politik und Gesellschaft die schnellere Umsetzung von Maßnahmen, die die fortschreitende Erderwärmung stoppen sollen. Maßnahmen, die unser zukünftiges Dasein auf dem Planeten Erde sichern sollen. Haben Sie Verständnis für die Protest-Aktionen oder gehen sie Ihnen zu weit? Was ist Ihre Meinung? Sind die Mittel der „Letzten Generation“ gerade richtig, um die Öffentlichkeit im Sinne des Umweltschutzes wachzurütteln?