• Mo
    Di
    Mi
    Do
    Fr
    Sa
    So

Programm: Vor- und RückschauSonntag, 08.03.2026

  • 00:05 Uhr

    Künstlerin, Naturforscherin, Weltreisende
    Eine Lange Nacht über Maria Sibylla Merian
    Von Halina Dyrschka
    Regie: Philippe Brühl

    Was haben Zar Peter der I., Gottfried Wilhelm Leibniz, Johann Wolfgang von Goethe und Carl von Linné gemeinsam? Sie alle kannten Maria Sybilla Merian. Kurioserweise ist heute diese einzigartige Künstlerin vielen unbekannt, obwohl ihre bemerkenswerte Lebensgeschichte die Möglichkeiten aufzeigt, wie eine Frau im 17. Jahrhundert zur angesehenen Künstlerin und Insektenforscherin avanciert. Die hochbegabte Malerin und Kupferstecherin widmete ihr gesamtes Leben der Erforschung der Insektenwelt. Beseelt vom frühen Geist der Aufklärung, ließ sie die Faszination der Metamorphose - wie sich eine Raupe zum Schmetterling wandelt - ein künstlerisch einzigartiges OEuvre erschaffen. Neben ihrer Forschung gründete sie eine Malschule für Mädchen, bekam Aufträge von der adeligen Gesellschaft und betrieb Handel mit Farben, Tuch und Tierpräparaten. 1699 - bereits 100 Jahre vor Alexander von Humboldt - reiste sie allein nach Surinam, um dortselbst das Insektenuniversum zu studieren. 1705 erschien ihr bis heute zitiertes Werk „Metamorphosis Insectorum Surinamensium“. Maria Sibylla Merian war ausgestattet mit Kühnheit, Unabhängigkeit und Forschergeist und offenbart sich in ihrer aufregenden Biografie als „moderne“ Naturforscherin. (Wdh.v. 15./16.04.2023)

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Klavier Festival Ruhr 2024

    Johann Sebastian Bach
    Präludium Nr. 14 fis-Moll, BWV 883

    Fuge Nr. 14 fis-Moll, BWV 883

    Präludium Nr. 17 As-dur, BWV 886

    Fuge Nr. 17 As-dur, BWV 886

    Anton Mejias, Klavier
    Aufnahme vom 30.5.2024 in der Zeche Zollverein, Essen

    03:05 Uhr   Heimwerk

    UKAI

    Markus Zahnhausen
    "Herbstmusik" für Blockflöte solo (Auszug)

    Gerriet K. Sharma
    "Buriedwithdaisy" für Paetzold Subkontrabassblockflöte, Ikosaeder Lautsprecher und Subwoofer-Turm

    Susanne Fröhlich, Altblockflöte und Subkontrabassblockflöte

  • 06:05 Uhr

    Irankrieg: Das Völkerrecht darf nicht Diktatoren und Despoten schützen
    Von Korbinian Frenzel

  • 06:10 Uhr

    John Cooper
    Funeral Tears. Klagelieder
    Les Jardins de Courtoisie
    Ensemble Céladon

    Johann Ludwig Bach
    Das Blut Jesu Christi. Motette zu 8 Stimmen und Basso continuo
    Ex Tempore Gent
    Orpheon Consort
    Leitung: Florian Heyerick

    Arcangelo Corelli
    Sonate für Violine und Basso continuo F-Dur, op. 5 Nr. 10
    Andrew Manze, Barockvioline
    Richard Egarr, Cembalo

    Johann Sebastian Bach
    Widerstehe doch der Sünde. Kantate am Sonntag Oculi, BWV 54
    Margot Oitzinger, Alt
    L'Orfeo Barockorchester

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Fantasie und Finanzen - Die Kulturgeschichte der Lotterie. Ein Interview mit der Literaturwissenschaftlerin Angela Fabris

    Errungenschaften und Grabenkämpfe - Feminismus in Deutschland in den letzten 60 Jahren. Ein Interview mit der Publizistin Stefanie Lohaus

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Ein Land, aber keine geeinte Bevölkerung. Zur Zukunft des Iran. Ein Interview mit der Journalistin Ferdos Forudastan

    Denk ich an Deutschland: die Schauspielerin Marleen Lohse

    Am Mikrofon: Anja Reinhardt

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    „Mit dir glauben.“
    Vom spirituellen Weg in der Partnerschaft
    Von Andreas Brauns
    Katholische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 95 Jahren: US-Medienwissenschaftler und Fernsehkritiker Neil Postman geboren

  • 09:10 Uhr

    Sinfonische Musik

  • 09:30 Uhr

    Das Unheimliche kehrt zurück - Die Ängste unserer Zeit im Spiegel der Popkultur
    Von Hanna von Sass

    In einer Zeit, in der Katastrophen Schlag auf Schlag folgen und das Weltgeschehen immer bedrohlicher wirkt, erlebt das Unheimliche in Kunst und Popkultur eine auffällige Renaissance.

    Während viele Menschen schlechte Nachrichten lieber meiden und sich in der Krise zurückziehen, widmen sich Film, Theater und Literatur zunehmend genau jenen düsteren Facetten unserer Gegenwart. Das Unbegreifliche unserer Zeit, die Ängste und Ohnmachtsgefühle gegenüber einer kaum zu kontrollierenden Gegenwart erscheinen im Spiegel der Popkultur.
    Horror- und Mystery-Formate boomen, Serien wie "Stranger Things" oder "The Last of Us" prägen ein neues Erzählen von Angst, Bedrohung und Verunsicherung. Auch die Literatur und das Theater greifen das Motiv des Unheimlichen auf - mal grotesk, mal melancholisch, mal humorvoll gebrochen. Warum suchen wir in Zeiten der Polykrise ausgerechnet Geschichten, die uns das Fürchten lehren? Und welche Erkenntnisse lassen sich im kontrollierten Raum des Schreckens gewinnen?

    Hannah von Sass ist Literaturwissenschaftlerin und arbeitet unter dem Namen Hannah Zufall als freie Autorin für Theater, Film und Kurzprosa. Nach der Promotion an der HU Berlin und Forschungsaufenthalten u.a. an der UC Berkeley sowie an der NYU New York forscht sie aktuell an der FU Berlin. Ihre Theatertexte werden u.a. am Thalia Theater Hamburg, dem Berliner Ensemble und dem Deutschen Theater Berlin aufgeführt.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Leonhardskirche in Stuttgart
    Predigt: Gabriele Ehrmann
    Evangelische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Arthur Mensch, Vorsitzender des KI-Unternehmens Mistral

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Lesbos - Ein Besuch im Mekka der Lesben

    Kroatien: Auf den Spuren der Roten Zora

    Frauen im Tourismus stärken, Interview mit Prof. Dr. Claudia Brözel, Tourismusforscherin

    Pakistans Tourismus - Frauen laden Frauen ein

    Auf den Spuren der Kochbuch-Bestsellerautorin Henriette Davidis

    Am Mikrofon: Laura Kingston

  • 13:05 Uhr
  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Die Dokumentarfilmerin Katrin Wegner im Gespräch mit Maja Ellmenreich

    Monatelang hat sie den Klinikalltag mit ihrer Kamera begleitet: für die ARD-Doku „Akutstation Psychiatrie“. Eine ihrer vielen Arbeiten über Menschen am Rande der Gesellschaft. Ausgleich findet sie im Schreiben. Jüngst ist ihr erster Roman erschienen.

  • 15:05 Uhr

    Ambivalenter Art Rock
    Die englische Band Ulrika Spacek
    Von Anke Behlert

    Was haben Hochspringerin Ulrike Meyfahrt und Schauspielerin Sissy Spacek gemeinsam? Einen Bandnamen!

    Um Verwirrungen von vornherein auszuschließen: Hinter dem Namen Ulrika Spacek steht eine Band, keine Solokünstlerin. Die fünfköpfige Gruppe stammt aus England und ihr Bandname ist eine Kombination aus den Namen der deutschen Leichtathletin Ulrike Meyfarth und der Hollywood-Schauspielerin Sissy Spacek. Gitarrist und Sänger Rhys Edwards gründete Ulrika Spacek 2014 mit Weggefährten aus anderen musikalischen Projekten. 2015 spielte die Band ihr erstes Konzert in London, 2016 erschien das Debütalbum „The Album Paranoia“. Ihre raumfüllende Musik zwischen Art- und Postrock lebt von Stimmung, Textur und Atmosphäre, weniger vom klassischen Songwriting. Das gilt auch für das kürzlich erschienene vierte Album „Expo“. Darauf spiegelt das Quintett analoge Instrumente mit elektronischen Klängen und widmet sich der Ambivalenz heutiger Lebenswelten zwischen digitaler Einsamkeit und menschlicher Nähe.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Helene Bukowski: „Wer möchte nicht im Leben bleiben“
    (Claassen Verlag)
    Ein Beitrag von Wiebke Porombka

    Am Mikrofon: Jan Drees

  • 16:30 Uhr

    KI verstehen - Der Podcast über Künstliche Intelligenz im Alltag

    KI für die Kripo - Warum die Polizei-Software von Palantir so umstritten ist
    Von Moritz Metz und Ralf Krauter

    Die Kriminalpolizei muss oft riesige Datenmengen auswerten, um organisierte Kriminalität und Terrorismus wirkungsvoll bekämpfen zu können. Algorithmische Analysewerkzeuge helfen dabei - doch der Einsatz Künstlicher Intelligenz bleibt umstritten. Ralf Krauter und Moritz Metz sprechen über die Chancen und Risiken von KI-Tools für Polizeibehörden und Alternativen zur umstrittenen Software von Palantir.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente
    Unüberhörbar - Die Psychologin und Aktivistin Katrin Aimee über weibliche Wut und Widerstand, im Gespräch mit Timo Grampes

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen
    Mehr Sichtbarkeit - Ein internationales Bündnis ruft zum Frauenstreik am 9. März auf
    Anika Bárdos, leitende Dramaturgin am Neuen Theater Halle, im Gespräch

    Narren und Herrscher - Barbara Wysocka inszeniert Verdis "Rigoletto" in München

    "Die Orestie" - Adena Jacobs inszeniert nach Aischylos am Schauspiel Köln

    "Alphabet" - Tom Luz inszeniert nach Inger Christensen am Schauspielhaus Hamburg

    Am Mikrofon: Anja Reinhardt

  • 17:55 Uhr

    Baden-Württemberg hat gewählt

  • 20:05 Uhr

    doku drops 9+10
    Zusammenstellung und Moderation: Judith Geffert und Ingo Kottkamp
    Deutschlandfunk Kultur 2026

    doku drops 9: Atmosphäre
    Deutschlandfunk 2026
    Länge: 27'20

    Was in der Luft liegt, lässt sich schwer greifen. Aber Töne können es zum Klingen bringen. Neue Kurzdokus erzählen von Stimmen im Wind, verschütteten Traditionen und den vielen Schichten der Atmosphäre:
    Mit folgenden Kurzdokus:

    Zephyra und das Flüstern
    Von Jasmin Bauomy
    Produktion: Eine Audioflux / THE ECCO Adaption
    Musik: Epidemic Sound u.a. 
    Wenn uns der Wind kräftig um die Nase weht, lassen sich meist keine klaren Gedanken fassen. Wer ist dieser Wind, der sich unsere Gedanken schnappt?

    Im Dazwischen
    Von Tilman Böhnke
    Kann man Atmosphäre präzise beschreiben? Der Philosoph Gernot Böhme hat sie zum Forschungsgegenstand gemacht. Damit besprechbar wird, was uns in jedem Augenblick prägt.

    Zalatnik
    Von Ula Karotki
    Tante Ludas Großmutter konnte Bauchschmerzen mit Zaubersprüchen beruhigen. Tante Luda weiß, wie man die verstorbenen Verwandten ruft. Welche Bräuche möchte die junge belarusische Generation mit ins Jetzt nehmen?

    Anschließend:
    doku drops 10: On/Off
    Deutschlandfunk 2026
    Länge: ca. 27'15

    Wann sind Menschen, Orte, Gemeinschaften eigentlich wirklich da? Wenn sie physisch anwesend sind? Wenn sie gesehen werden? Und wenn sie weg sind: Wer bekommt es mit? Neue Kurzdokus erzählen von Präsenz, Absenz und Wiederkehr:
    Mit folgenden Kurzdokus:

    Hongkong - Shenzen
    Von Barbara Eisenmann
    Diesseits des Flusses ruht sich die Stadt auf ihrer Vergangenheit aus. Gegenüber wächst die Stadt der Zukunft. Ernst Bloch schrieb so über Mannheim und Ludwigshafen. Liegen ihre Wiedergänger in China?

    Talking Tinnitus
    Von Lis Schröder
    Diesmal war die Musik zu laut. Von jetzt auf nachher ist er raus - aus dem, was er geliebt und was ihn ausgemacht hat. Und wo geht‘s jetzt rein?

    Echo
    Von Tina Klatte
    Was geschieht mit dem Ich, losgelassen gegen die Felswand? Echo antwortet. Eine Stimme aus dem Off, die fragt: Wer hat zuerst gerufen?

    doku drops ist das monatliche Magazin für kurzes dokumentarisches Audio. Doku für dokumentarisch und drops für: süße Drops, saure Drops, Tropfen, die Wellen schlagen, Tränen der Freude, der Rührung oder der Wut, Mike drops, kleine Einheiten, die Teil eines größeren Ganzen sind. In der Nachfolge der Feature-Antenne stellen wir jeden Monat neue Kurzdokus vor: vielfältig, vielschichtig und mit viel Spaß produziert.

    Viele weitere tolle Kurzdokus gibt es in der Feature-Antenne, der Vorgängersendung von doku drops: hoerspielundfeature.de/alle-beitraege-im-ueberblick-feature-antenne-100.html

  • 21:05 Uhr

    Baden-Württemberg hat gewählt

  • 21:15 Uhr

    Musikfest Bremen 2025

    František Ignác Tùma
    Stabat Mater

    Wolfgang Amadeus Mozart
    Requiem d-Moll, KV 626

    Tereza Zimková, Sopran
    Henriette Gödde, Mezzosopran
    Krystian Adam, Tenor
    Tomáš Šelc, Bass
    Collegium Vocale 1704
    Collegium 1704
    Leitung: Václav Luks

    Aufnahme vom 29.8.2025 aus dem Dom zu Verden

    Am Mikrofon: Bernd Heyder

    Transparenz und Liebe zum Detail anstelle von Pathos: So charakterisiert der tschechische Dirigent Václav Luks seinen Interpretationsansatz zu einem Klassiker des oratorischen Repertoires, dem Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart. Seine Ensembles Collegium 1704 und Collegium Vocale 1704 setzten das beim Musikfest Bremen mit begeisternder Brillanz um, aber ebenso mit großer emotionaler Intensität. Zum grandiosen Hörerlebnis trug auch der gotische Dom von Verden mit seiner beeindruckenden Akustik bei. Nicht weniger bewegend gelang den 21 Sängerinnen und Sängern zuvor das nur von der Generalbassgruppe begleitete Stabat Mater von František Ignác Tùma, in dem der spätbarocke böhmische Komponist in Wien schon auf dem Weg in Richtung Klassik ist.

  • 23:05 Uhr
  • 23:30 Uhr

    Der Krieg im Nahen Osten - Auswirkungen auf den Sport

    Maximilian Rieger im Gespräch mit Viola von Cramon, Ex-EU-Abgeordnete, Bündis90/Die Grünen und Dr. Sebastian Sons, Politikwissenschaftler.