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Programm: Vor- und RückschauSamstag, 28.03.2026

  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:05 Uhr   Jazz Live

    Allein mit 88 Tasten
    Olga Reznichenko Solo
    Aufnahme vom 30.10.2025 im Beethoven-Haus, Bonn
    Am Mikrofon: Sophie Emilie Beha
    (Wdh.)

    02:07 Uhr   JazzFacts

    Groß, warm, singend
    Die Posaunistin Nabou Claerhout
    Von Anja Buchmann
    (Wdh.)

    03:05 Uhr   Rock et cetera

    Sanfter Protest gegen Transphobie und Rassismus
    Der US-amerikanische Neo-Folk-Künstler Anjimile
    Von Marcel Anders
    (Wdh.)

    04:05 Uhr   On Stage

    Gitarrengrooves und Malimelodien
    Vieux Farka Touré (ML)
    Aufnahme vom 4.7.2025 beim Rudolstadt Festival
    Am Mikrofon: Babette Michel
    (Wdh.)

    „Un Américain à Paris“
    Der Gitarrist Jimmy Gourley (1926-2008)
    Am Mikrofon: Karl Lippegaus
    (Wdh.)

    „Un Américain à Paris“
    Der Gitarrist Jimmy Gourley (1926-2008)
    Am Mikrofon: Karl Lippegaus
    (Wdh.)

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Pfarrerin Angela Rinn, Mainz
    Evangelische Kirche

    07:35 Uhr   Börse

    Der internationale Wochenrückblick

    08:35 Uhr   Börse

    Der nationale Wochenrückblick

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 85 Jahren: Die Schriftstellerin Virginia Woolf nimmt sich das Leben

  • 09:10 Uhr

    Abtauchen - Wie wir die Welt unter Wasser erobern

    Am Mikrofon: Henning Hübert

    Rund eine halbe Million Deutsche tauchen - meist auf Fernreisen im warmen Meer, aber auch in Nord- und Ostsee oder in heimischen Seen. Manche wagen sich in enge, dunkle Höhlen vor. Andere folgen dem Trend „Mermaiding“ und gleiten im Meerjungfrauenkostüm durchs Wasser. Was fasziniert am Abtauchen in eine fremde Welt?

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Comiczeichner-Duo Hauck & Bauer

    Sie zeigen Alltag, hintersinnig und skurril. Im Deutschlandfunk untersuchen Elias Hauck und Dominik Bauer ihren Musikgeschmack.

    Kneipe, Apotheke oder Wohnzimmer werden in ihren Comicstrips zu Bühnen für alberne Missverständnisse und bittere Wahrheiten. Elias Hauck und Dominik Bauer, beide Jahrgang 1978, trafen sich im Altgriechisch-Unterricht am Spessart-Gymnasium Alzenau in Unterfranken. 2002 entstanden die ersten Cartoons, bekannt wurde das Duo durch die Kolumne „Am Rande der Gesellschaft“ in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Heute arbeiten die beiden über Telefon und Mail zusammen. Die Texte schreibt Bauer in Frankfurt, Hauck in Berlin zeichnet die Figuren: schwarz-weiß, skizzenhaft, im Ausdruck bestechend. Die ausgezeichneten Cartoons erscheinen regelmäßig im Satiremagazin „Titanic“. Im Februar 2026 haben sie ihr neues Buch veröffentlicht: „Dafür haben sie Geld“.

  • 11:05 Uhr

    Stefan Koldehoff im Gespräch mit dem Fotografen Thomas Struth

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 13:30 Uhr
  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

  • 16:05 Uhr

    DeutscherJugendliteraturpreis 2026- Die Nominierungen
    Ein Gespräch mit Dina Netz

    Eva Kranenburg: „Freunde“
    Ab 14 Jahren
    (Verlag Fischer Sauerländer)
    Ein Beitrag von Jana Magdanz

    Über Buchgestaltung im Kinder- und Jugendbuch
    Ein Gespräch mit Viktoria Napp vom Kunstanstifter Verlag

    Am Mikrofon: Svenja Kretschmer

  • 17:05 Uhr

    Eintrittsgeld für Kirchenbesichtigung nehmen?
    Holger Kunde, Stiftsdirektor der Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz, und Maria Noth, Geschäftsführerin der Stiftung Frauenkirche Dresden, im Gespräch
    Am Mikrofon: Henning Hübert

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr
  • 20:05 Uhr

    Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
    Lesung: Tomer Gardi, Helene Hegemann, Tim Staffel
    Moderation: Katharina Teutsch

    Der Geist Berlins verändert sich: Unter anderem Häuserspekulation und hohe Mieten führen zu sozialen Spannungen, von denen die drei im LCB vorgestellten Gegenwartsromane handeln. „Liefern“ ist der dritte auf deutsch erschienene Roman des Israelis Tomer Gardi, der für „Eine runde Sache“ 2022 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet worden ist. Gardi führt uns in einem globalen Arbeitsweltepos von Eritrea nach Tel Aviv weiter nach Berlin, Delhi, Istanbul und Buenos Aires in die Netzwerke der modernen Lieferservices. Und das kann schonmal tragikomisch werden. Denn der Erzähler verjubelt in der Türkei das Preisgeld, das er für einen einst gefeierten Roman erhalten hat. Könnte das autobiografisch sein? Dem eigenen Berliner Leben abgeschaut ist auch der Roman „Südstern“ von Tim Staffel, der in Kreuzberg spielt und den Polizisten Deniz auf die Drogendealerin Vanessa treffen lässt. Gemeinsam erleben die beiden eine Liebesgeschichte, die sämtliche Härten und Schönheiten dieser Stadt enthält. Zuletzt wird Helene Hegemann ihren Roman „Striker“ vorstellen, der von einer jungen Kampfsportlerin in Berlin handelt, die sich die Frage stellen muss, was es eigentlich zu verteidigen gilt im eigenen Leben und in einer Stadt, die immer mehr Menschen voneinander trennt, als sie miteinander verbindet. Der Abend im LCB soll der Frage gewidmet sein, was es bedeutet, ein Leben im globalisierten Großstadtkapitalismus zu führen.

  • 22:05 Uhr

    Produziert im Deutschlandfunk
    Teil 9: Musikszene Holland
    Aufnahmen mit Annelie des Man, Marcel Worms, Ensemble Insomnio, Aurelia Saxophone Quartet u.a.
    Am Mikrofon: Yvonne Petitpierre

    CD-Produktionen mit niederländischen Interpreten aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal.

    Vielstimmigkeit zeichnet das niederländische Musikleben der Gegenwart. Unter den Komponisten finden sich überwiegend musikalische Einzelgänger, deren Neugier auf konzeptionelles Arbeiten oder ein Reagieren auf gesellschaftliche Verhältnisse gerichtet ist. Auffällig ist zudem eine ausgeprägte Ensemble- und Solistenkultur, die sich in unterschiedlichsten Formationen als Reaktion auf das etablierte Orchesterwesen profiliert hat. Aus verschiedenen Blickwinkeln widmen sie sich über die heimischen Grenzen hinaus bevorzugt zeitgenössischem, unbekanntem oder in Vergessenheit geratenem Repertoire unterschiedlichster Genres. CD-Produktionen, mit niederländischen Interpreten, die über einen Zeitraum von gut 20 Jahren im Deutschlandfunk-Kammermusiksaal in Co-Produktion mit verschiedenen Labels entstanden sind, stehen hierfür.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    „Ich war der Fremde“
    Eine Lange Nacht über den Schriftsteller Edgar Hilsenrath
    Von Helmut Braun
    Regie: Sabine Fringes
    (Wdh. v. 11./12.12.2010)

    Das Leben Edgar Hilsenraths verlief gewöhnlich. Zumindest für einen deutschen Juden, der 1926 geboren wurde. Schon der Schuljunge erlebt Ausgrenzung, Schikanen, Verfolgung, muss um Leib und Leben fürchten. 1938 flüchtet er mit Mutter und Bruder in die rumänische Bukowina. Von dort werden sie im Oktober 1941 in das Ghetto Mogilev-Podolski in der Ukraine deportiert. Seither ist Hilsenraths Leben ungewöhnlich. Er überlebt Hunger, Kälte und Seuchen. Nach der Befreiung flieht der junge Mann nach Palästina, dass er vier Jahre lang als unwirtliches gelobtes Land erlebt. Exil in Frankreich und schließlich die Emigration nach New York bringen ihn von Fremde zu Fremde. Er will Schriftsteller sein. Der Ghettoroman „Nacht“, der satirische Roman über die Täter „Der Nazi & der Friseur“ entstehen. Der Autor kehrt zurück in seine geliebte Muttersprache, lässt sich in Berlin nieder. Spät hat Edgar Hilsenrath Erfolg; seine Bücher erreichen hohe Auflagen, ernten Lob von der Kritik, den Lesern, der Wissenschaft. Das Fazit des alten Mannes: „Ich war der Ausgegrenzte, der Flüchtling, der Deportierte, der Emigrant, ich war immer der Fremde.“ Hilsenrath, dessen Geburtstag sich am 2. April zum 100. Mal jährt, ist 2018 gestorben.