Samstag, 13. April 2024

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Programm: Vor- und RückschauSamstag, 17.03.2018

  • 00:05 Uhr

    Bergwasser
    Von Sabina Altermatt
    Mit Mona Petri, Barbara Heynen, Peter Hottinger, Andrea Noce Noseda, Flurin Giger, Wanda Wylowa, Kurt Grünenfelder, Corin Curschellas, Karin Berri u.a.
    Musik: Martin Bezzola
    Regie: Karin Berri
    Produktion: SRF 2017
    Länge: 42‘23

    Bei einem Tunnelbauprojekt in den Schweizer Alpen ist ein Arbeiter ums Leben gekommen. Und dies ist erst der Anfang einer ganzen Serie von Unglücksfällen. Alles nur Zufälle? Die Bergbauingenieurin Julia Jansen ist angereist, um Reparaturarbeiten an der Tunnelbohrmaschine vorzunehmen, deren Fahrer von einer Kabelrolle zerquetscht worden war. Seitdem sind die wildesten Gerüchte im Umlauf. Antonio, einer der Arbeiter, schwört bei der heiligen Barbara, kurz vor dem Unglück ein seltsames blaues Licht gesehen zu haben. Hat die Schutzpatronin der Bergleute ihnen eine Warnung geschickt? Einheimische wie italienische Arbeiter machen keinen Hehl aus ihrer Feindseligkeit Julia gegenüber: Eine Frau gehört nicht in den Berg! Als auch Antonio im Tunnel getötet wird, will sich Julia die Unglücksstelle näher ansehen und entdeckt dabei die Leiche einer unbekannten Frau. Antonios Verlobte Maria glaubt nicht mehr an bloße Unfälle. Sie ist fest davon überzeugt, dass der Berg sich rächen will. Selbst die heilige Barbara kann da nichts mehr richten. Ihre Statue ist aus dem Stollen verschwunden …

  • 01:05 Uhr

    Jazz

    Beklatscht und ausgebuht
    Historische Live-Mitschnitte von den Berliner Jazztagen mit Musik von Miles Davis, Sarah Vaughan, Hannibal Marvin Peterson, Dave Pike, Carla Bley, Jaco Pastorius u.v.a.
    Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer

  • 06:05 Uhr

    Merkel IV - Die Unberechenbare

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Domkapitular Wolfgang Voges, Hildesheim
    Katholische Kirche

    07:15 Uhr   Interviews

    Faire Russland-Wahl? - Interview mit Marieluise Beck, Zentrum Liberale Moderne

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

    Am Mikrofon: Sarah Zerback

  • 09:05 Uhr

    Vor 40 Jahren: Der Film "Deutschland im Herbst" kommt in die Kinos

  • 09:10 Uhr

    Millowitsch und der letzte Mohikaner
    Auf der Aachener Straße 5 in Köln gehen die Lichter aus

    Am Mikrofon: Ulrich Gineiger

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Der Bariton Holger Falk

    Dass er eine besondere Stimme hat, erkannten die Eltern von Holger Falk früh. Sie schickten ihn als Zehnjährigen zu den Regensburger Domspatzen, später studierte er Gesang in Würzburg. Heute gehört der Bariton zu den gefragtesten Sängern seines Fachs. Holger Falk arbeitet gerne mit zeitgenössischen Komponisten, die seine flexible, farbenreiche und ausdrucksstarke Stimme schätzen. Er wirkte bereits bei vielen Uraufführungen mit, aber auch Klassikern von Monteverdi bis Mozart leiht Holger Falk seine Stimme. Dafür reist er an die großen Opern- und Konzerthäuser dieser Welt. Holger Falk liebt auch das Lied. Für die Aufnahme mit Liedern von Hanns Eisler, die in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur entstanden ist, wurden Holger Falk und der Pianist Steffen Schleiermacher 2017 mit dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

  • 11:05 Uhr

    Einsamkeit oder sonniges Leben? Alt sein in Portugal
    Von Tilo Wagner

    In Portugal altert die Bevölkerung schneller als anderswo in Europa. Besonders in den ländlichen Regionen fernab der Küste leben fast nur noch Senioren, die Jungen sind auf der Suche nach einem besseren Leben in die Großstädte gezogen oder ins Ausland ausgewandert. Alt sein und alt werden ist in Portugal ein großes soziales Problem, denn es bedeutet für viele ein Leben in Armut und fernab ihrer Familien. Das staatliche Gesundheitssystem ist überlastet und kann die Nachfrage nach Plätzen in einem Pflege- oder Altersheim nicht decken. Auf der anderen Seite ziehen immer mehr ältere Europäer nach Portugal. Das Klima ist angenehm, das Leben ist relativ günstig und die portugiesische Regierung lockt Rentner aus EU-Staaten mit Steuererleichterungen. Die Folge: Das Leben der älteren Bevölkerung ist in Portugal von großen sozialen Gegensätzen und sehr unterschiedlichen Perspektiven geprägt.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

    Wohin steuert Xi China? - Interview mit Eberhard Sandschneider, Politologe FU Berlin

    Russland weist britische Diplomaten aus

    Russland vor der Präsidentschaftswahl

    Xi Jinping wiedergewählt

    Volker Finthammer (A); kostenfrei / BmE / Anhaltende Debatte um Seehofer-Äußerung zum Islam

    Peter Lange (A); kostenfrei / Kollegengespräch / Live / Entwicklung Slowakei: Demonstranten fordern Neuwahlen

    Paralympics-Magazin

    Am Mikrofon: Silvia Engels

  • 13:10 Uhr

    Putin - Nur wer gefürchtet wird, wird geachtet
    Tillerson - Personalrochade in Washington
    Merkel IV - Die Unberechenbare
    Söder - Vom Wadlbeißer zum Landesvater

    Am Mikrofon: Felicitas Boeselager

  • 13:30 Uhr

    Auslandskorrespondenten berichten

    China: Gute Geschäfte mit Waffen
    Afghanistan: Warum ein Frieden weiter nicht in Sicht ist
    Sierra Leone: Friedensdiamant bringt der Bevölkerung nichts
    Saudi Arabien: Studentinnen üben Autofahren

    Am Mikrofon: Britta Fecke

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

    Weinend in der Uni-Bibliothek: Macht Stress im Studium krank?
    'Campus & Karriere' fragt: Woran liegt das? Warum nehmen auf der einen Seite diese Erkrankungen zu und bleiben viele Studierende andererseits auch fit? Was können Studierende und Hochschulen zur Gesundheitsvorsorge tun?

    Gesprächsgäste:
    Stephanie Schluck, Koordinationsteam Arbeitskreis Gesundheitsfördernde Hochschulen
    Wilfried Schumann, Leiter des psychologischen Beratungsservice (PBS) der Universität Oldenburg und des Studentenwerkes
    Am Mikrofon: Kate Maleike

    Beiträge:
    Unter Stress
    Studierende der Universität Frankfurt am Main berichten, warum sie Beratungsangebote und psychosoziale Hilfe an ihrer Hochschule in Anspruch nehmen

    Healthy Campus nicht nur durch Sport
    Was Hochschulen in Sachen studentischer Gesundheitsförderung tun am Beispiel der Universitäten Bonn und Köln

    Studentische Gesundheitsvorsorge - wie geht denn das?
    Besuch eines Info-Workshops an der FU Berlin (15./16.3.2018)

    Eine Sendung ohne Hörerbeteiligung

    Leistungsdruck, wenig Zeit, Zukunftsängste, aufreibendes Jobben neben dem Studium, Finanzprobleme: In Deutschland lassen sich Zehntausende Studierende psychologisch beraten, weil sie allein die Herausforderungen nicht meistern können. Tendenz steigend. Eine Studie der Barmer-Krankenkasse hat jüngst bestätigt, was man in den psychosozialen Beratungsstellen der Hochschulen schon länger erlebt. Fast jeder fünfte Student entwickelt inzwischen phasenweise Angststörungen, psychosomatische Beschwerden oder sogar Depressionen.

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

    Zwischen Berghain und Philharmonie - Das gemeinsame Debüt von Lambert und Stimming
    Konzertsaal und Clubraum rücken in den letzten Jahren näher zusammen. Dabei könnten die Welten kaum unterschiedlicher sein - nicht nur aus musikalischer Sicht. Pianist Lambert und Techno-Produzent Martin Stimming ist eine spannende Zusammenarbeit gelungen, die mehr als nur eine Klangcollage ist

    Hip Hopper Juse Ju: „Es ist nicht jeder ein Harvey Weinstein“
    Tokyo, El Paso, Kirchheim: Stationen im Leben von Juse Ju, der diese Orte auf seinem Album ,Shibuya Crossing' verewigt. In den autobiografischen Songs reflektiert der 35-Jährige zudem über den Sexismus junger Männer: „Moderner Hip Hop vermittelt schon ein scheiß Frauenbild“, sagte Juse Ju im Dlf.

    Sällskapet: Die Vision von Europa aus schwedischer Sicht
    In Zeiten, in denen das politische Projekt „Europa“ von vielen Seiten unter Beschuss steht und teilweise schon bröckelt, macht sich nicht nur die Politik Gedanken um die Zusammenhalt. Auch die Kulturszene nimmt die unterschiedlichen Strömungen der einzelnen Länder auf und vermischt sie zu etwas Neuem. Auch das Bandprojekt Sällskapet aus Schweden haben zusammen mit der deutschen Chanteuse Andrea Schroeder ein dunkles Meisterwerk geschaffen.

    Am Mikrofon: Anja Buchmann

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    Live von der Leipziger Buchmesse

    Auf der Suche nach dem Gastland: Wo bleiben die rumänischen Kinderbücher in Deutschland?
    Gesprächsgäste:
    Mihai Mitricâ, Präsident der Vereinigung rumänischer Verleger
    Yvonne Hergane, Autorin von ,Borst vom Forst' (Magellan Verlag)
    Adriana Popescu, Autorin von ,Mein Sommer auf dem Mond' (cbj Verlag)
    Am Mikrofon: Tanya Lieske

    Normalerweise sorgt die Nominierung als Gastland für einen reichen Auftritt von Kinder- und Jugendbuchautoren in Leipzig. In diesem Jahr ist das anders. Rumänische Kinderliteratur wird in Deutschland nur selten übersetzt und gelesen.
    Yvonne Hergane und Adriana Popescu sind zwei deutsche Autorinnen mit rumänischen Wurzeln, mit ihnen spricht Tanya Lieske über die Kinderbuchlandschaft in Rumänien, über den Weg ihrer Familien nach Deutschland und darüber, was ihre zweifache Kultur mit ihrem Schreiben gemacht hat.
    Mihai Mitricâ gibt Einblicke in den Buchmarkt seines Landes, der im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur mit etlichen Hindernissen zu kämpfen hat.

  • 16:30 Uhr

    Schwerpunkt:
    Amts-Mikado
    Bundesdatenschutzbeauftragte will Sicherheitsdateien nicht prüfen

    Reformstau
    Der Bundestag traut sich nicht an die Sicherheitsdateien ran

    Aktuell:
    Cybersicherheit
    In Zukunft viel zu tun für zu wenig Fachleute

    Risikobremse
    Wie Designer die Bedienung des Handys unfallärmer machen wollen

    Das Digitale Logbuch
    Bundestags-KI

    Info-Update

    Sternzeit 17. März 2018
    60 Jahre Weltraummüll

    Am Mikrofon: Manfred Kloiber

  • 17:05 Uhr

    Geld vom Staat für alle: Brauchen wir ein bedingungsloses Grundeinkommen?
    Marcel Fratzscher, Leiter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, und Sascha Liebermann, Soziologieprofessor an der Alanus Hochschule, im Gespräch
    Am Mikrofon: Birgid Becker

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    "Manövrieren durch die Möglichkeiten" - Filmfestival "Diagonale" in Graz

    Demokratie als Experiment - Karin Henkel inszeniert nach Shakespeare am Deutschen Theater in Berlin

    Heidegger, Benn & Co. - Eine Konferenz in Marbach versucht eine kritische Rekonstruktion

    Konferenz in Auschwitz - Historiker und Überlebende diskutieren das polnische Holocaust Gesetz

    Porträt, Stillleben, Landschaft - London ehrt die Künstlerin Tacita Dean mit drei Ausstellungen

    Am Mikrofon: Anja Reinhardt

  • 18:40 Uhr

    Aserbaidschan: Ein Öl-Staat zwischen großen Plänen und trister Realität

  • 20:05 Uhr

    Blatnýs Kopf oder: Gott, der Linguist, lehrt uns atmen
    Von Christine Nagel
    Übersetzung aus dem Tschechischen: Jan Faktor und Anette Simon
    Regie: Christine Nagel
    Komposition: Peter Ehwald
    Mit Lisa Hrdina, Werner Rehm, Jennipher Antoni, Sebastian Rudolph, Jan Faktor, Tobias Christel, Miroslav Kovárik, Katrin Knappe
    Produktion: rbb/Dlf 2018
    Ursendung

    Der tschechische Lyriker Ivan Blatný (1919 - 1990) galt viele Jahre als verschollen. Eine Lesereise nach England nutzte er 1948 zur Flucht aus der Tschechoslowakei und wurde daraufhin zur persona non grata erklärt. Staaten- und mittellos war Blatný von nun an. Er suchte Schutz hinter den Mauern einer englischen Psychiatrie. Doch seine wahre Zuflucht fand Blatný im Schreiben. Mit 280.000 Versen auf 5.500 Notizbuchseiten, auf Tschechisch, Französisch, Englisch und Deutsch, erfüllte er sich seinen Lebenswunsch: im Schreiben existieren zu können. Sprache war ihm Lust und ein einziges Vergnügen. „Words words says Hamlet desperately/I love the words says Monika/wie Streuobstwiesen die blühten/wie Tee der Jetley heißt/das ist das Erwachen des Dichters.“

  • 22:05 Uhr

    Ein Requiem für die Lebenden
    Nachdenken über Bernd Alois Zimmermanns Spätwerk
    Von Ingo Dorfmüller

    Seit den 50er-Jahren beschäftigte sich Bernd Alois Zimmermann mit Plänen für ein Oratorium oder eine große Kantate: Eine Meditation der Conditio humana, zugleich vollkommen frei und vollkommen determiniert, eine Klage über das Scheitern der Utopien und ein Protest gegen Gewalt und Unrecht - das alles sollte es mit avanciertesten musikalischen Mitteln vergegenwärtigen. Tatsächlich mündete dieser Entwurf nach 15 Jahren Arbeit in zwei großen, grenzüberschreitenden Werken: dem ,Requiem für einen jungen Dichter’ und der ,Ekklesiastischen Aktion’. Doch die ihnen zugrundeliegenden Gedankengänge ziehen sich wie ein roter Faden durch das Gesamtwerk des Komponisten. Ein Weltentwurf, der das Scheitern des Menschen an einer stetig komplexer werdenden Wirklichkeit reflektiert: heute von womöglich noch größerer Aktualität als zum Zeitpunkt seiner Entstehung.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    Der Erfinder des modernen Romans
    Eine Lange Nacht über Laurence Sterne
    Von Michael Langer
    Regie: der Autor

    Laurence Sterne (1713 - 1768) zählt zu den ganz Großen der Weltliteratur. Seine Werke sind Klassiker für die Ewigkeit. Doch nicht erst nach seinem Tod am 18. März 1768 wurde ihm viel Ruhm zuteil, sondern bereits zu Lebzeiten genoss er die Ehre und feierte rauschende Erfolge mit seinem ‚Tristram Shandy‘. Und auch seine ‚Empfindsame Reise‘ verschaffte ihm höchste Popularität. Noch immer gilt er als einer der kühnsten Experimentatoren des Romans. Henry James, Marcel Proust und James Joyce bezogen und beriefen sich auf ihn. Virginia Woolf bezeichnete ihn ausdrücklich als ihren Lehrmeister. Als Jean Paul seinerzeit den Briten für sich entdeckte, jubelte er aus ganzem Herzen: „Auf daß die Trommel gerühret sei - uns ist ein Sterne geboren!“. Am 24. November 1713 kam Laurence Sterne in Irland als Sohn eines englischen Offiziers zur Welt. Ein Onkel ermöglichte ihm das Theologiestudium in Cambridge. Als Landpfarrer wirkte er in der Nähe von York, und schon bei seinen Predigten führte er die spitze Feder. Mit seinem ‚Tristram Shandy‘ schnitt er schlie ßlich alte Bärte ab, was zwar manchen gegen ihn aufbrachte, aber die meisten dann doch zum Lachen gebracht hat. Für Sterne war Humor das köstlichste Lebenselixier - eine ‚Lange Nacht’ zu seinem 250. Todestag.