Dienstag, 27. Februar 2024

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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 09.06.2019

  • 00:05 Uhr

    Geschüttelt, nicht gerührt
    Die Lange Nacht des Ian Fleming
    Von Katharina Palm
    Regie: Susanne Krings
    (Wdh. v. 12./13.7.2008)

    Er hat einen Auftrag und er hat eine Lizenz, die Lizenz zum Töten. James Bond alias 007, ist zum Inbegriff des Geheimagenten geworden. Sein Erfinder Ian Fleming steht seinem Helden in nichts nach. Commander der Naval Intelligence Division, Frauenheld und Genussmensch, war auch ihm das Beste gerade gut genug. Kein Detektiv, kein Spion und auch kein anderer Geheimdienstler versprüht mehr Sinnlichkeit und Manneskraft. Alleine die Frage, wer wohl das nächste Bondgirl wird, stellt die 1. Riege der Topmodels und Schauspielerinnen weltweit auf den Kopf. In dieser ,Langen Nacht' wird die schillernde Lebensgeschichte des Ian Fleming mit seiner Romanfigur James Bond verflochten. Mit Hintergrundinformationen zu den Filmen, Interviews und mit der ebenfalls unsterblichen James-Bond-Filmmusik. Und es wird endlich die Frage geklärt, warum der Martini für Bond denn unbedingt geschüttelt werden muss.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Grundton D 2018 - Konzert und Denkmalschutz (8)

    Albtraum des Krieges, Visionen des Friedens
    Werke von Heinrich Schütz
    Johann Bach
    Franz Tunder
    Philipp Friedrich Böddecker

    Gerlinde Sämann, Isabel Jantschek, Sopran
    David Erler, Altus
    Georg Poplutz, Tobias Mäthger, Tenor
    Felix Schwandtke, Bass
    Dresdner Kammerchor & Instrumentalisten
    Leitung: Hans-Christoph Rademann

    Aufnahme vom 12.9.2018 aus der Pfarrkirche St. Nikolai in Grünhain im Rahmen des Musikfestes Erzgebirge

    03:05 Uhr   Heimwerk

    Sin Palabras

    Tangos von Mariano Mores, Fernando Montoni, Victor Felice und anderen

    Cuarteto SolTango:
    Andreas Rokseth, Bandoneon
    Martin Klett, Klavier
    Karel Bredenhorst, Violoncello
    Thomas Reif, Violine

  • 06:05 Uhr

    Der neue Lauschangriff - Der Staat will Alexa und Siri als Spione einsetzen

  • 06:10 Uhr

    Georg Philipp Telemann
    'Reiner Geist lass doch mein Herz'. Kantate zum Pfingstsonntag. Für Bariton, Flöte, Violine und Basso continuo, TVWV 1:1228
    Gotthold Schwarz, Bariton
    Sächsisches Barockorchester
    Leitung: Gotthold Schwarz

    Philipp Heinrich Erlebach
    'Die Liebe Gottes ist ausgegossen'. Kantate zum 1. Pfingsttag
    Dorothee Mields, Sopran
    Margaret C. Hunter, Sopran
    Alexander Schneider, Alt
    Andreas Post, Tenor
    Matthias Vieweg, Bass
    Les Amis de Philippe
    Leitung: Ludger Rémy

    Johann Sebastian Bach
    'Wer mich liebet, der wird mein Wort halten'. Kantate am 1. Pfingstfesttag, BWV 59
    Ruth Ziesak, Sopran
    Klaus Mertens, Bass
    Amsterdam Baroque Choir und -Orchestra
    Leitung: Ton Koopman

    Camille Saint-Saëns
    'Veni Creator Spiritus'. Motette zu Pfingsten für 4 Männerstimmen a cappella
    Ensemble Nobiles

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Glauben - Warum? Ein Interview mit dem Publizisten Robert Leicht

    Fakten und Fiktionen - Wie funktionieren Verschwörungstheorien? Ein Interview mit dem Literaturwissenschaftler Michael Butter

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    Jenseits der Mauern. Nachbarschaft als Caring-Community
    Von Pfarrerin Cornelia Coenen-Marx
    Evangelische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 90 Jahren: Das Hamburger "Hafenkonzert" geht erstmals auf Sendung

  • 09:30 Uhr

    Der Initiationstraum - Als die Ähren sich neigten (1/2)
    Von Ursula Krechel
    (Wdh. v. 25.12.2006)
    (Teil 2 am 10.6.2019)

    In einem zweiteiligen Essay untersucht Ursula Krechel Mythologie und Bedeutung von sogenannten Initiationsträumen. Nach einem Jahrhundert der Erforschung des Unbewussten ein panoramatischer Blick zurück in die Zeit, als Träume noch etwas bedeuteten.
    Der Träumer geht beim Traum in die Lehre und es drängt ihn, das Erfahrene, das Geschaute mitzuteilen, er offenbart sich träumend und durch seine Traumarbeit. Im 4. Buch Moses spricht Gott: „Hört, was ich sage! Wenn unter euch ein Prophet ist, so offenbare ich mich ihm durch Gesichter oder rede durch Träume mit ihm.” Es ist nicht verwunderlich, dass im Stichwortverzeichnis von Sigmund Freuds ,Traumdeutung’ das Wort ‚Initiationstraum‘ nicht vorkommt, und doch hätte es weitsichtig, weiträumig genau zwischen ,Infantil’ und ,Inkohärenz des Traumes’ gepasst. Beide Begriffe sind Schamwörter, also um die Wende zum 20. Jahrhundert, als Freud ,Die Traumdeutung’ veröffentlichte, absolut innovative Begriffe. Was sie zu fassen suchen, hat noch keinen Namen, ist peripher, fragmentarisch und bedarf deshalb der Bearbeitung.

    Ursula Krechel, geboren 1947 in Trier, studierte Germanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte. Sie lebt in Berlin. Erste Lyrikveröffentlichungen 1977, danach Gedichtbände, Prosa, Theaterstücke, Hörspiele und Essays. Vielfache Auszeichnungen für ihr Werk. Zuletzt wurde Ursula Krechel 2012 für ihren Roman ,Landgericht’ mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet, 2018 folgte der Grimme-Preis für die Verfilmung des Romans (Heide Schwochow, Buch, und Mathias Glasner, Regie).

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Pfarrkirche St. Marien in Berlin-Wilmersdorf
    Predigt: Dekan Frank-Michael Scheele
    Katholische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Ingo Senftleben, CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzender in Brandenburg

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Die grüne Stadt am grauen Meer
    Wilhelmshaven feiert seinen 150. Geburtstag

    Der Meister und sein Flandern
    Auf den Spuren Pieter Bruegels

    Camper-Glück
    Auf vier Rädern durch Neuseelands Südinsel

    Majestic Imperator
    Eine Eisenbahnreise an die österreichische Riviera

    Sportliches Großereignis
    Bei den „World Nomad Games“ in Kirgistan

    Am Mikrofon: Andreas Stopp

  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Der Kunsthistoriker Stefan Kraus im Gespräch mit Michael Langer

    Seit über zehn Jahren ist Stefan Kraus Leiter des Kolumba, des Kunstmuseums des Erzbistums Köln. Das von Peter Zumthor errichtete, architektonisch und künstlerisch mehrfach ausgezeichnete Haus gilt als außergewöhnlicher Ort der Besinnung und Langsamkeit.
    Dr. Stefan Kraus ist einer der bedeutendsten Kunstvermittler unserer Zeit. In seiner Schrift „Formate bestimmen die Inhalte“ setzt er sich mit der radikalen Kommerzialisierung des Kunstbetriebs auseinander und analysiert das Verhältnis von Kunst und Kunstvermittlung unter solchen Bedingungen. Kraus ist überzeugt davon, dass die Institution Museum nur als Ort von Originalität und Authentizität überleben wird und plädiert für die Subjektivität und Ästhetik des Humanen.

  • 15:05 Uhr

    „Wir machen keine Kompromisse"
    Die deutsche Indietronic-Band The Notwist
    Von Anja Buchmann

    Die deutsche Indietronic-Band The Notwist um die Brüder Markus und Micha Acher hat ihre bayerische Heimat Weilheim zu einiger Berühmtheit gebracht. Von rockigen Anfängen bis zur intelligenten, gern melancholischen Fusion von Elektronik und komplexer Popmusik hat sich The Notwist in den vergangenen 25 Jahren entwickelt. Und trotz des fortgeschrittenen Alters ist die Band weiterhin immer auf der Suche nach neuen musikalischen Wegen: Auf ihrem letzten Live-Album ,Superheroes, Ghostvillains + Stuff’ und auch auf aktuellen Konzerten machen sie aus großartigen Songs noch bessere Live-Versionen: mit ausladenden Arrangements, Elektronik und improvisierten Klangflächen.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Wiederentdeckt: Die rote Gräfin Hermynia zur Mühlen
    (Zsolnay Verlag, Wien)
    Ein Beitrag von Eva Pfister

    Am Mikrofon: Hubert Winkels

  • 16:30 Uhr

    Wissenschaft im Brennpunkt
    Wohnen im Netz im Raum
    Wie das Internet die Stadt verändert
    Von Andreas Beckmann

    Das Internet schafft eine neue, virtuelle Welt, und dringt dabei noch in den letzten Winkel des bestehenden analogen Raums vor. Erst langsam beginnen Internetgeografen zu ergründen, wie das Netz diesen Raum verändert und die Art und Weise, wie Menschen ihn nutzen und wahrnehmen. Dabei rückt besonders die Stadt in ihren Fokus, weil sich hier Kreative aus aller Welt treffen. Große und kleine Tech-Firmen beanspruchen zunehmend Platz und wollen mit Smart-City-Konzepten ganze Metropolen umkrempeln. Dabei wurden sie zuerst begeistert aufgenommen, stoßen jedoch von New York bis Berlin zunehmend auf Widerstand von Gruppen, die sich verdrängt und in ihren Rechten beeinträchtigt sehen. Ob und wie globale Netze kommunal gestaltet werden können, wird zu einer zentralen Frage der jungen Disziplin der Internetgeografie.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

    Jugendproteste in Deutschland - Protestforscher Simon Teune im Gespräch

    Am Mikrofon: Norbert Seitz

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    "Moving/Image" - Film und Fotografie in einer Ausstellung in Frankfurt

    "Ich feiere mich selbst" - New Yorker Ausstellung zum 200. Geburtstag des Dichters Walt Whitman

    Drei Uraufführungen am Deutschen Theater Berlin: Die Lange Nacht der Autor_innen zum Abschluss der Autorentheatertage 2019

    Schöner Wohnen II: Welche Kunst soll an die leere Wand der Kanzlerin?
    Ulrike Groos, Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart, im Gespräch

    Fest des Modern Dance - Werke von Trisha Brown, Merce Cunningham u.a. in Düsseldorf

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 18:40 Uhr

    Kanada im Cannabisrausch: Wie die Legalisierung der Droge das Land verändert hat

  • 19:10 Uhr

    Tennis - French Open
    Tennis - Ü30/40/50 - Boom in Leistungsklassen-Turnieren

    FIFA - Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft 2019
    Fußball - Frauenfußball: Warum Talente Probleme haben in die Bundesliga zu kommen

    Fußball - DFB-EM-Qualifikation: Nach dem Spiel gegen Weißrussland in Minsk
    Fußball - Finale UEFA Nations League
    Fußball - eine Woche vor dem Start der U21-EM

    Handball - Bundesliga: Wer wird Deutscher Meister 2019 und wer steigt ab

    Basketball - Playoff, 3. Halbfinalspiel: Baskets Oldenburg - ALBA Berlin

    Doping - Moskauer Labor untersuchte weiter Blut
    KI erfindet neue Sportart Speedgate

    Formel 1 - Großer Preis von Kanada

    Am Mikrofon: Ulli Schäfer

  • 20:05 Uhr

    Popmusik-Spezial (2/5)
    So long good-bye
    Von Harun Farocki
    Regie: der Autor
    Produktion: WDR 1978
    (Teil 3 am 16.6.2019)

    In den Hansa-Studios in Berlin wird im April 1977 in 18 Stunden eine Disco-Single von drei Minuten Länge produziert, die auf der Erfolgswelle von Boney M. und Donna Summer in die Plattenregale schwappen soll. Harun Farocki hat diese Produktion von Anfang bis Ende aufgezeichnet: Die Studiomusiker spielen die Noten prima vista, sie kennen weder Titel noch Namen der Gruppe, unter dem die Single verkauft werden wird. Die aus New York eingekaufte Sängerin hat leider nicht die Stimme, die man erwartet. Rhythmusgruppe und Chor sind unterbesetzt. Aber all das kann eine mit einer 24-Spur-Maschine gerüstete Produzententruppe nicht schockieren. Die Sendung ist ein entlarvendes Zeitdokument über Professionalität und Stümperhaftigkeit in der Musikindustrie.

  • 21:05 Uhr

    Musikfest Bremen 2018

    Nicola Porpora
    ,Serenata a tre voci di Dejanira, Iole e Ercole'
    Francesca Aspromonte, Sopran
    Teresa Iervolino, Mezzosopran
    Renato Dolcini, Bass
    Concerto de' Cavalieri
    Leitung: Marcello di Lisa

    Aufnahme vom 8.9.2018 aus dem Oldenburgischen Staatstheater

    Am Mikrofon: Helga Heyder-Späth

    Namenstage, Geburtstage, Hochzeiten und sonstige festliche Anlässe wurden im 18. Jahrhundert in Adelskreisen gerne mit repräsentativer Musik umrahmt. Sie durfte auch 1711 nicht fehlen, als Graf Pascale di Alife die Herzogin Marie Magdalène de Croÿ-Havré heiratete. Eigens dafür entstand die ,Serenata a tre voci di Dejanira, Iole e Ercole’, eine Art Miniaturoper, in der allerdings nur drei Protagonisten auftreten: Herkules, seine Frau Deianira und die schöne Iole, in die sich Herkules verliebt hat. Die Dreiecksbeziehung, die der Librettist Nicola Giuvo darin entwirft, birgt einigen Zündstoff. Das inspirierte den jungen Neapolitaner Nicola Porpora zu einer spritzigen und spannungsvollen Vertonung. Damals war Porpora ein Newcomer auf der Opernbühne, aber schon in diesem Frühwerk zeigt sich die theatralische Kraft seiner Musik. Da wundert es kaum, dass er einige Jahre später europaweit als Opernstar gefeiert wurde. Erst vor einigen Jahren ist seine frühe Serenata wieder aufgetaucht. Beim Musikfest Bremen 2018 hat sie Marcello di Lisa mit seinem Concerto de’ Cavalieri und einem erlesenen Solistenensemble präsentiert.

  • 23:30 Uhr

    Die Spitzensportreform:

    "Es gibt viele, die ausgestiegen sind"

    Eine Gesprächsrunde mit:
    Ralf Holtmeyer, leitender Bundestrainer Rudern
    Britta Ludewig, ehem. Schwimm-Trainerin sowie
    Holger Hasse, (Ex) Bundestrainer Badminton

    Die Fragen stellt Matthias Friebe.