Programm: Vor- und RückschauSonntag, 16.02.2020

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  • 00:05 Uhr

    Zersägte Jungfrauen - verschwundene Kaninchen
    Die Lange Nacht über den Zauber der Zauberei
    Von Margot Litten
    Regie: die Autorin

    Zauberer sind im Grunde die einzig ehrlichen Menschen in unserer oft unehrlichen Welt: Sie geben zu, dass sie uns täuschen. Und je besser es ihnen gelingt, desto weniger enttäuschen sie uns. Die Kunst der Täuschung beruht seit altersher auf drei Grundprinzipien: auf dem Erscheinen, Verwandeln und Verschwindenlassen eines Gegenstandes, z.B. einer Münze. Sie beim Zaubern unsichtbar in der Hand zu halten, heißt Palmage. Fällt sie runter, nennt man´s Blamage. Doch Fingerfertigkeit ist nicht alles. Schon Jean Eugène Robert-Houdin, der Zauberkünstler des 19. Jahrhunderts und Gründer eines der ersten Zaubertheater überhaupt, wusste: Die Kunst zu zaubern besteht nicht so sehr darin, wunderbare Dinge zu vollbringen, als vielmehr darin, den Zuschauer zu überzeugen, dass wunderbare Dinge geschehen. In dieser Langen Nacht geschehen wunderbare Dinge: Alte und junge, berühmte und weniger berühmte Magier treten in den kommenden drei Stunden auf, erzählen von ihrer Leidenschaft, gestatten uns einen Blick hinter die Kulissen, und verzaubern die Hörerinnen und Hörer mit Magie zum Mitmachen. Alles hautnah - aber nicht zu fassen. Dazu ein Streifzug durch die Geschichte der Zauberkunst, zauberhafte Musik und viele poetische Purzelbäume.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr  Klassik live

    Tonlagen 2019 im Festspielhaus Hellerau

    Friedrich Goldmann
    Konzert für Oboe und Orchester

    Burkhard Glaetzner, Oboe
    Elbland Philharmonie Sachsen
    Leitung: Ekkehard Klemm

    Aufnahme vom 16.3.2019 aus dem Großen Saal des Festspielhauses Hellerau

    03:05 Uhr  Heimwerk

    Voyages sonores

    Guillaume Connesson
    Les chants de l'Agartha. 3 Stücke für Violoncello und Klavier

    Manuel de Falla
    Suite populaire espagnole. Für Violoncello und Klavier

    Gaspar Cassadó
    Requiebros. Für Violoncello und Klavier

    Maria Kliegel, Violoncello
    Oliver Triendl, Klavier

  • 06:05 Uhr

    Papst und Priesteramt - Keine Ausnahmen beim Zölibat

  • 06:10 Uhr

    Johann Sebastian Bach
    'Gleichwie der Regen'. Kantate zu Sexagesimae für Soli, Chor und Orchester, BWV 18
    Nuria Rial, Sopran
    Makoto Sakurada, Tenor
    Dominik Wörner, Bass
    Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung
    Leitung: Rudolf Lutz

    Matthias Weckmann
    Canzon in d für Orgel
    Hans Davidsson, Orgel

    Carl Friedrich Christian Fasch
    'Psalm 119'. Motette für 4 bis 8 Solostimmen und gemischten Chor a cappella
    Veronika Winter, Sopran
    Annette Müller, Sopran
    Bernhard Scheffel, Tenor
    Michael Schaffrath, Tenor
    Stephan Schreckenberger, Bass
    Rheinische Kantorei
    Leitung: Hermann Max

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Modern und demokratisch - Eine Ausstellung im englischen Norwich über Art Deco-Seebäder

    Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg - Zum 400. Geburtstag des Begründers von Preußen ein Interview mit dem Historiker Jürgen Luh

    Was ist bürgerlich? Ein Interview mit dem Soziologen Heinz Bude

    Kulturpresseschau - Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Nachfolger gesucht! Das schwierige Verhältnis von Macht und Vermächtnis - Ein Interview mit dem Publizisten Wolf Lotter

    Denk ich an Deutschland: der Schauspieler Stephan Luca

    Am Mikrofon: Anja Reinhardt

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    Apokalyptisches Klima. Das Ende als Neuanfang
    Von Björn Raddatz
    Evangelische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 20 Jahren: Wegen der CDU-Spendenaffäre erklärt Wolfgang Schäuble seinen Rücktritt vom Partei- und Fraktionsvorsitz

  • 09:30 Uhr

    Stimmen für die Demokratie 1 
    55 Voices for Democracy im Thomas Mann House
    Von Stephanie Metzger
    (Teil 2 am 23.2.2020)

    55 renommierte internationale Intellektuelle, Wissenschaftlerinnen und Künstler halten im Auftrag vom Thomas Mann House in Los Angeles seit Oktober 2019 und in den kommenden Monaten kurze Ansprachen, in denen sie ihre Ideen für die Erneuerung der Demokratie vorstellen. Unter den Vortragenden befinden sich die Politikwissenschaftler Francis Fukuyama und Jan-Werner Müller, die Philosophinnen Seyla Benhabib und Judith Butler, die Schriftsteller Orhan Pamuk und Ngũgĩ wa Thiong’o, die Soziologin Ananya Roy, der Germanist Jan Philipp Reemtsma, die Historiker Martha S. Jones und Timothy Snyder. Die Sendereihe ,Stimmen für die Demokratie’ von Stephanie Metzger knüpft an die 55 BBC-Radioansprachen an, in denen sich Thomas Mann während der Kriegsjahre an Hörerinnen und Hörer in Deutschland, der Schweiz, Schweden, den besetzten Niederlanden und Tschechien wandte. Von 1940 bis November 1945 appellierte er daran, sich dem nationalsozialistischen Regime zu widersetzen und wurde so zur bedeutendsten deutschen Stimme im Exil. Sein ehemaliges Wohnhaus in Pacific Palisades, errichtet während seines kalifornischen Exils im Jahr 1942, war zehn Jahre Ort künstlerischen Schaffens und intellektuellen Austauschs unter Wissenschaftlern, Künstlern und Intellektuellen. Im November 2016 erwarb das Auswärtige Amt das Haus für die Bundesrepublik Deutschland und will diese Tradition wiederbeleben. Die Reihe wird präsentiert vom Thomas Mann House in Kooperation mit Deutschlandfunk, Los Angeles Review of Books und Süddeutscher Zeitung.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Katholischen Pfarrkirche St. Josef in Herrenberg
    Zelebrant: Pfarrer Markus Ziegler
    Katholische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Peter Altmaier, CDU, Bundeswirtschaftsminister

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    „Aufbrechen“
    Philosophische Inspirationen für Reisende
    Gespräch mit dem Autor Christoph Quarch (live, Studio)

    Wiedereröffnung des Erinnerungsortes
    Der Hölderlinturm zu Tübingen

    Spektakulärer Wanderweg
    Der „Cumberland Trail“ von Chattanooga bis zum Cumberland Gap

    Ab ins Heisse
    Saunabesuch in Helsinki

    Am Mikrofon: Andreas Stopp

  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Der Jazzmusiker Georg Ruby im Gespräch mit Michael Langer

    Zu seinen Spezialitäten zählt das Instant Composing. Der Jazzmusiker und Komponist Georg Ruby unterrichtete an der Musikhochschiule des Saarlandes.
    Georg Ruby, Jahrgang 1953, der Klavier und Klarinette studierte, ist Mitbegründer der Kölner Jazz-Haus-Initiative, des Jazz-Haus im Stadtgarten und er betreibt bis heute das JazzHausLabel. In seiner langen Laufbahn war er nicht nur Big-Band-Leader, sondern er brillierte mit seinem Klavierspiel auch in kleinen Formationen. Seine jüngstes Trio-Album „Georg Ruby Village Zone“ (mit Stephan Goldbach und Daniel „D-Flat“ Weber) wurde kürzlich von ALL ABOUT JAZZ, einem der international renommiertesten Online Magazine für Jazz und Improvisierte Musik unter die „Zwölf besten Produktionen des Jahres 2019“ gewählt.

  • 15:05 Uhr

    Komplexität ohne Schnörkel
    Die kalifornische Instrumental-Band Strawberry Girls
    Von Kai Löffler

    Ihr Bandname entstammt einer Textzeile der Londoner Band Siouxie and the Banshees, aber musikalisch wie geografisch sind die Strawberry Girls maximal weit von einer britischen New-Wave-Band entfernt. Vor acht Jahren haben die Musiker in Salinas an der kalifornischen Westküste ihr Trio gegründet und stellen seitdem unter Beweis, dass komplexe Instrumentalmusik auch ohne lange Improvisationen, Soli und endlose Intros funktioniert. Am ehesten wird ihre Musik als Progressive Rock bezeichnet, gleichzeitig sind Elemente von Hip-Hop, Post-Hardcore und Math-Rock hörbar. Der durchschnittliche Strawberry Girls-Song ist drei bis vier Minuten lang, kommt schnell auf den Punkt und hat viel Druck - vor allem live hat die Band den Ruf, so viel Energie zu erzeugen wie ein Starkstromgenerator.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Jens Bisky: „Berlin, Biographie einer großen Stadt“
    (Rowohlt Berlin Verlag, Berlin)
    Ein Beitrag von Katharina Teutsch

    Am Mikrofon: Hubert Winkels

  • 16:30 Uhr

    Wissenschaft im Brennpunkt
    Lilia, Zwangsarbeiterin, Zeitzeugin
    Eine NS-Opfergeschichte
    Von Andrea Rehmsmeier

    Zeitzeugenberichte von NS-Opfern erfreuen sich in Medien und in der pädagogischen Arbeit großer Beliebtheit. In der historischen Forschung dagegen galten die fragmentarischen und oft von Traumata und Tabus verzerrten Erinnerungen lange als wenig verlässliche Quellen. Das gilt besonders für die immens große Opfergruppe von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen, die während des Zweiten Weltkriegs aus den damals  besetzten Ostgebieten ins Deutsche Reich verschleppt wurden: Ihre Opferschicksale wurden erst im Rahmen der Entschädigungsdebatte breit aufgearbeitet, als die Zeitzeugen bereits in hohem Lebensalter oder verstorben waren. Heute, 75 Jahre nach Kriegsende, sind die Berichte der letzten lebenden NS-Opfer auch in der Wissenschaft hoch geschätzt. Doch was, wenn sich die Zeitzeugen an Verbrechen erinnern, die durch andere Quellen nicht belegt werden können?

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

    "Cancel Culture" - Linke Tyrannei oder moralischer Boykott?
    Die Geschlechterforscherin Patsy l'Amour laLove im Gespräch

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    Picasso im Krieg - eine Ausstellung über sein Werk zwischen 1939 und 1945

    Brauchen wir Werte und wenn ja, welche? Zum Zerfall der Parteienkultur
    Philosoph Andreas Urs Sommer im Gespräch

    "Lolita (R)evolution (rufschädigenst)... - Jonathan Meeses Stück in Dortmund

    Staatliche Kulturstiftungen vor dem Aus? Neuer Haushaltsplan in den USA

    "Attacke auf die freie Forschung" - Konflikt um Gedenkstätte Lidice

    Am Mikrofon: Anja Reinhardt

  • 18:40 Uhr

    Digitale Analphabeten: Warum Schüler in Deutschland auf Fake News hereinfallen

  • 19:10 Uhr

    Fußball - Bundesliga, 22. Spieltag
    1. FC Köln - FC Bayern München
    Mainz 05 - FC Schalke 04

    Fußball - 2. Liga, 22. Spieltag
    SV Darmstadt - SV Sandhausen
    Erzgebirge Aue - Holstein Kiel
    Karlsruher SC - VfL Osnabrück

    Olympia - Olympiabewerbung NRW:mit dem Segen der Grünen?

    Handball - Füchse Berlin-SC Magdeburg

    Wasserspringen - Deutsche Hallenmeisterschaften

    Aufmerksamkeitsökonomie - Warum Sportler*innen Podcasts betreiben

    Rodeln - Weltmeisterschaften in Sotschi / Russland

    Biathlon - WM in Antholz: Verfolgung Frauen und Männer

    Skifliegen - Weltcup am Kulm in Bad Mitterndorf
    Eisschnelllaufen - WM Einzelstrecken in Salt Lake City
    Snowboarding in Afghanistan - Gefühl von Leichtigkeit

    Paralympics - Das Aus für Rollstuhlbasketball?

    Dopingkontrollen in China - Was bedeutet der Test-Ausstand der Chinada?

    Basketball - Pokal-Finale: ALBA Berlin - EWE Baskets Oldenburg

    Am Mikrofon: Marina Schweizer

  • 20:05 Uhr

    Lagerfeld
    Mode, Menschen, Macht
    Von Johannes Nichelmann und Florian Siebeck
    Regie: Johannes Nichelmann
    Produktion: NDR/rbb/BR 2018

    Karl Lagerfeld. Der Name erzeugt sofort ein Bild. Ob mit Fächer und großer Sonnenbrille, ob dick oder radikal dünn, ob als Künstler oder als Kunstfigur. Der gebürtige Hamburger war ein streitbarer Charakter. Genie und Wahnsinn lagen nah beieinander. Ein Arbeitstier, ein nie müde werdender Geist, den angeblich das Gestern nicht interessiert - nur das Morgen. Ein Mann, der zeichnet, schreibt, entwirft, fotografiert. Eine Legende? Lagerfeld ist der Architekt seiner Marke. Sah sich selbst als Karikatur. Der in Hamburg geborene Modeschöpfer war eine der beherrschenden Figuren der Haute Couture der vergangenen Jahrzehnte. Seine Spleens und Zitate gingen um die Welt. Wie funktionierte das System Lagerfeld? Wer erhielt Zutritt und wer nicht? Es geht um Traumwelten, aber auch um Geld, Macht und Einfluss. Ein Rückblick auf sein Leben und seine Karriere. Vor einem Jahr ist Karl Lagerfeld im Alter von 85 Jahren in Paris gestorben.

  • 21:05 Uhr

    Kammermusikfest "Spannungen" 2019

    Toshiro Mayuzumi
    ,Bunraku' für Violoncello solo

    Ernest John Moeran
    ,Fantasy Quartet' für Oboe, Violine, Viola und Violoncello

    Benjamin Britten
    Streichquartett Nr. 2 C-Dur, op. 36

    Kinan Azmeh
    ,A scattered Sketchbook' für Klarinette und Violine

    Wolfgang Amadeus Mozart
    Streichquartett G-Dur, KV 387

    Viola Wilmsen, Oboe
    Nicola Jürgensen, Klarinette
    Sarah Christian, Violine
    Katharine Gowers, Violine
    Yura Lee, Violine
    Christian Tetzlaff, Violine
    Volker Jacobsen, Viola
    Sindy Mohamed, Viola
    Maximilian Hornung, Violoncello
    Gustav Rivinius, Violoncello

    Aufnahme vom 30.6.2019 aus dem Wasserkraftwerk in Heimbach

    Am Mikrofon: Norbert Hornig

    Das Kammermusikfest Spannungen ist bekannt und beliebt für seine Programmvielfalt, Musiken verschiedenster Epochen und Stile begegnen sich hier in lebendigem Kontrast. Ganz nach dem Motto des letztjährigen Festivals - ,Von fremden Ländern und Menschen’ - spannt auch das Matinee-Konzert einen weiten Bogen. Mit einem kurzen Stück für Solocello von Toshiro Mayuzumi beginnt die musikalische Weltreise. Der japanische Komponist verbindet darin kunstvoll traditionelle japanische und europäische Stilelemente. Ernest John Moeran vertritt die englische Spätromantik, sein kaum bekanntes ,Fantasy Quartet’ für Oboe, Violine, Viola und Violoncello gilt als herausragendes Werk für diese Besetzung. Zum festen Repertoirebestand hingegen gehört Benjamin Brittens Streichquartett Nr. 2, ein Werk von geradezu suggestiver Klanglichkeit. ,A scattered Sketchbook’ für Klarinette und Violine des aus Syrien stammenden Kinan Azmeh vermittelt zwischen den Klangwelten des Nahen Ostens und Europas, bevor Mozarts Streichquartett KV 387 ins wohlvertraute Zentrum der Wiener Klassik führt.

  • 23:05 Uhr
  • 23:30 Uhr

    Daniel Cohn-Bendit: "Sobald der Ball rollt, sind wir fasziniert“

    Die Vergabe der Fußball-WM 2022 nach Katar kritisiert Daniel Cohn-Bendit - verfolgen wird er die Spiele wohl trotzdem. „Das ist der Widerspruch, in dem wir leben“, sagte der Grünen-Politiker und Fußballfan im Dlf. Er plädierte für „neue Kriterien“ für die Austragungsorte großer Sportwettbewerbe.

    Daniel Cohn-Bendit im Gespräch mit Jonas Reese