Dienstag, 07. Dezember 2021

Programm: Vor- und RückschauSamstag, 25.07.2020

  • Mon
    Tue
    Wed
    Thu
    Fri
    Sat
    Sun
  • 00:05 Uhr

    Der zwiefache Mann
    Von Günter Kunert
    Regie: Waltraud Heise
    Mit Holger Hagen, Heinz Werner Kraehkamp, Angelika Thomas, Heinz Schubert, Diether Krebs, Werner Eichhorn, Edgar Hoppe, Fritz Lichtenhahn u.a.
    Produktion: NDR 1989
    Länge: 45'55

    Günter Kunert greift einen unglaublichen Vorfall auf, der sich Mitte des 16. Jahrhunderts im südfranzösischen Dorf Artigat ereignete: Nach einem Streit mit seinem Vater verlässt der junge Bauer Martin Guerre Frau und Familie, zieht in die Fremde und wird Soldat. Nach acht Jahren kehrt er zurück und nimmt seine alte Stelle als Ehemann und Vater wieder ein. Mit der Zeit kommen im Dorf Zweifel auf, ob der Mann wirklich derselbe sei, der vor Jahren auszog. Man munkelt, ein Betrüger habe sich ins gemachte Nest setzen wollen. Es kommt zum Prozess. Martin Guerres Frau Bertrande, die ihn am besten kennen müsste, verhält sich zwiespältig; sie ist Klägerin und Verteidigerin zugleich. Schließlich gelingt es dem Angeklagten, die Zweifel zu zerstreuen und das Gericht zu überzeugen. Bald nach seinem Freispruch jedoch taucht im Dorf erneut ein Mann auf, der behauptet, Martin Guerre zu sein …

  • 01:05 Uhr

    Rock
    Neues aus der aktuellen Musikszene sowie Klassiker der Rock-, Pop- und Soulmusik
    Schwerpunkt: Vor 50 Jahren veröffentlichte die französische Progressive Rock-Band Magma ihr gleichnamiges Debütalbum
    Am Mikrofon: Günther Janssen

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:50 Uhr  Interview

    Was taugt Scholz' Plan? - Interview mit Peter Dehnen, Sprecher VARD

    08:50 Uhr  Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

    Am Mikrofon: Jürgen Zurheide

  • 09:05 Uhr

    Vor 100 Jahren: Die britische Biochemikerin Rosalind Franklin geboren

  • 09:10 Uhr

    Olympia 2020
    Wenn Sportlerträume warten müssen

    Am Mikrofon: Tobias Oelmaier

    Für Victor Aly ist eine Welt zusammengebrochen, damals im März. Referendariat, Umzug, Vereinswechsel - die gesamte Lebensplanung des Hockey-Nationaltorwarts war mit der Verschiebung der Olympischen Spiele von diesem auf den kommenden Sommer über den Haufen geworfen. Reporter Tobias Oelmaier fragt in diesem Wochenendjournal anlässlich des geplanten Eröffnungstermins von Tokio 2020: Wie gehen Sportlerinnen und Sportler mit der Corona-bedingten Verschiebung um? Lothar Linz, ein renommierter Sportpsychologe, sagt: „Jeder anders“. Zum Interview bereit war außerdem IOC-Präsident Thomas Bach, der froh ist, dass er die Spiele nicht gleich ganz absagen musste. Und so richten die meisten Olympia-Teilnehmer den Blick nach vorne: die Fechterin Alexandra Ndolo oder der Schüler Hendrik Berbuir, der sich aufs olympische Jugendlager in Tokio gefreut hat - und das immer noch tut. Dann halt im kommenden Jahr…

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Die Posaunistin Shannon Barnett

    „Feurig bis düster und schrullig humorvoll“, so beschreibt die Posaunistin Shannon Barnett ihre Musik. Wandlungsfähiger Jazz, der hin und wieder mit der Tradition flirtet oder mit Geräuschen aus dem Alltag, wie in ihrer Installation „Dead Weight“ für Musiker und Fitnessstudio. Aufgewachsen ist Shannon Barnett in Südaustralien. Dort spielte sie früh mit Jazzensembles wie The Vampires oder dem Australian Art Orchestra. Bei den Bell Awards wurde sie 2007 als „Young Australian Jazz Artist of the Year“ ausgezeichnet. Seitdem tritt Shannon Barnett regelmäßig in den Jazzmetropolen der Welt auf, u.a. mit Musikern wie Charlie Haden, Dee Dee Bridgewater oder Sinéad O’ Connor. Ein festes Engagement in der WDR Big Band führte die Musikerin 2014 nach Köln. Dort lehrt sie inzwischen als Professorin an der Hochschule für Musik und Tanz. In diesem Jahr wurde die 38-Jährige mit dem WDR-Jazzpreis in der Kategorie Improvisation ausgezeichnet.

  • 11:05 Uhr

    Ein Sommer mit den Gesichtern Europas - Die Redaktion empfiehlt:

    „Blues in Blauviolett - Die Sorgen der südfranzösischen Lavendelbauern“
    Von Simonetta Dibbern
    (Dlf 2014)

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

    Corona - Neue Zahlen - Spahn lässt Verpflichtung zu Tests prüfen

    Infektionszahlen in Deutschland steigen - Interview mit Gerd Fätkenheuer, Uniklinik Köln

    Corona-Krise: Millionen Amerikanern droht Zwangsräumung

    Erste Nacht ohne Publikum auf dem Frankfurter Opernplatz

    AfD-Schiedsgericht berät über Kalbitz' Rauswurf

    Republikaner gegen Trump: Wer verbirgt sich hinter dem Lincoln Project?

    Der Anfang vom Ende - 20 Jahre nach dem Absturz der Concorde

    Sporttelegramm

    Am Mikrofon: Dirk Müller

  • 13:30 Uhr

    Auslandskorrespondenten berichten

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

    Erwachsenenbildung steht hoch im Kurs - Die Pandemie als Qualifizierungszeit
     
    Gesprächsgäste:
    Dr. Sarah Widany, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, Bonn
    Dr. Marie Batzel, Direktorin der VHS Neuss
    Dr. Lutz Goertz, Leiter der Bildungsforschung beim Institut für Medien- und Kompetenzforschung
    Joachim Giese, Vorstand der WBS-Training AG
    Am Mikrofon: Bettina Köster

    Der vor kurzem veröffentlichte nationale Bildungsbericht hat gezeigt, dass Weiterbildung weiter auf dem Vormarsch ist, auch oder gerade in der Corona-Zeit. Digitale Technologien sind innerhalb der vergangenen Jahrzehnte zu einem selbstverständlichen Teil unseres Alltags geworden. Und damit hat sich auch die Art und Weise der Weiterbildung verändert. Digitale Möglichkeiten des Lehrens und Lernens haben insbesondere während der Corona-Pandemie an Bedeutung gewonnen. Nahezu alle Bildungseinrichtungen mussten neue Wege gehen, um ihr Publikum zu erreichen. Wie haben sie das genau gemacht? Und wie war die Resonanz? Gab es Favoriten im Weiterbildungsangebot? Über diese Fragen wollen wir in „Campus & Karriere" diskutieren.

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

    „Dieses Album hat die Band gerettet“ - Grian Chatten von Fontaines D.C. über das neue Album „A Hero’s Death“
    Durch die exzessive Tour zum gefeierten Debüt „Dogrel“ standen Fontaines D.C. kurz vor dem Burnout - und auch die Beziehungen der Bandmitglieder waren in kritischem Zustand, so Frontmann Grian Chatten. Erst die Arbeit am neuen Album habe die Freundschaften innerhalb der Band rehabilitiert.

    #freebritney: Der Popstar und die Vormundschaft
    Die Bilder waren damals überall: Britney Spears, kahlgeschorener Kopf, attackiert Paparazzi. Kurz danach dann: Ehe kaputt, Sorgerechtsstreit, psychische Probleme, Klinik-Aufenthalt und dann auch die Vormundschaft durch ihren Vater. Seitdem meinen Fans immer wieder: Free Britney. Und spinnen aktuell wieder wilde Verschwörungserzählungen.

    Liebeslieder für Chihuahua - Alex Izenberg über sein neues Album „Caravan Château“
    In seinen zarten 60s-Folksongs orientiert sich der US-Musiker Alex Izenberg an Musikern und Bands wie Simon & Garfunkel, The Pretty Things, Fleet Foxes oder Grizzly Bear. Und auch wenn die Songs oft nach Liebesliedern für die Verflossenen von Izenberg klingen, sind die meisten davon in Wahrheit von seinem Chihuahua inspiriert.

    Neues aus der Clubkultur: Der Schaden illegaler Parties
    Raverinnen und Raver sind immun gegen das Coronavirus, könnte man meinen mit Blick auf all die Artikel über illegale Parties in der letzten Woche. Bitter ist das alles auch für die alteingesessenen Clubbetreibenden mit ihren geschlossenen Locations. Sie müssen zusehen, wie andere Regeln missachten und das Geschäft übernehmen.

    Am Mikrofon: Christoph Reimann

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    Christine Nöstlinger/Sophie Schmidt (Illus..): „Der Überzählige“
    (Nilpferd in der G&G Verlagsgesellschaft, Wien)
    Ein Beitrag von Thomas Linden

    Der Klimawandel im Kinder- und Jugendbuch:

    Patrick George: „Rettet die Erde!“
    Aus dem Englischen von Markus Weber
    (Moritz Verlag, Frankfurt a. M.)

    Christina Steinlein/Mieke Scheier (Illus.): „Ohne Wasser geht nichts! Alles über den wichtigsten Stoff der Welt“
    (Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim)

    Carola Benedetto/Luciana Ciliento/ Roberta Maddalena Bireau (Ill.): „Storys für Kinder, die die Welt retten wollen“
    Aus dem Italienischen von Ulrike Schimming
    (Rowohlt-Rotfuchs Verlag, Hamburg)

    Franziska und Günther Wessel/Myriam Homberg (Illus.): „You for Future”
    (Arena Verlag, Würzburg)

    Christoph Scheuring: „Der Sturm“
    (Magellan Verlag, Bamberg)
    Ein Beitrag von Dagmar Röhrlich

    Lesetipp: Matt Whyman, Richard Jones (Illus.): „Unser Planet. Ein einzigartiges Zuhause“
    Aus dem Englischen von Kristina Petersen
    (Gabriel Verlag, Stuttgart)

    Am Mikrofon: Dina Netz

  • 16:30 Uhr

    Selbstfahrer
    Auto-Betriebssysteme trotzen den Internet-Konzernen

    Seitenkanal
    Die Play Services übermitteln bei der Corona-App Daten an Google

    Spätzünder
    Erst durch die Corona-Pandemie wurde das Home-Office akzeptiert

    Sternzeit 25. Juli 2020
    Christoph Scheiner, die Sonnenflecken und Galilei

    Am Mikrofon: Manfred Kloiber

  • 17:05 Uhr

    Raffael allein zu Haus - Ist Kunsttourismus zeitgemäß?
    Stephan Berg, Direktor des Kunstmuseums Bonn, und die Kunstredakteurin Catrin Lorch im Gespräch
    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen
    "Goldberg-Variationen" - Christian Stückl inszeniert Corona-tauglich George Tabori am Münchner Volkstheater

    Reihe: "nah und fern" - Der Archäologe Reinhard Bernbeck über Grabungen zum 20. Jahrhundert in Berlin

    Weltkulturerbe Timbuktu - Zum Stand des Wiederaufbaus

    "Ach!" - Uraufführung einer partizipativen Radio-Oper in München 

    Am Mikrofon: Anja Reinhardt

  • 18:40 Uhr

    Adlige Angelegenheit: Warum die Hohenzollern Entschädigung fordern

  • 19:10 Uhr

    Olympia 2021 - Olympiagastgeber Japan in der Coronapandemie: Weltoffenheit zurückgedreht?
    Olympia 2021 - Lebensplanung und Olympiaverschiebung: Interview mit Hockeyspieler Tobias Hauke

    Kollektivforschung im Fußball
    Fußball - Wie durchsetzbar sind Corona-Maßnahmen im Amateurfußball?

    Leichtathletik - Meeting in Zweibrücken

    Coronakrise - NBA: Leben in der Blase
    Coronakrise - Kenianische Läufer können wegen Corona nicht antreten

    Segeln - Boris Herrmann erster Deutscher bei Vendé Globe, der härtesten Weltumseglung

    Sinus Jugendstudie - Wie bleibt Sport beliebt bei jungen Menschen?

    Am Mikrofon: Marina Schweizer

  • 20:05 Uhr

    Lesung: Alexander Kluge
    Gesprächspartner: Kathrin Röggla, Stephan Schlak
    Am Mikrofon: Tobias Lehmkuhl

    Wie eine Zeitkapsel erreicht uns Alexander Kluges „Russland-Kontainer“. Dieser Kontainer aber enthält keine Waren, er enthält jenen ungeheuren Raum, den wir als Russland kennen. Und wie immer bei Alexander Kluge, führt die Kurve ins Abstrakte direkt in die Konkretion: In seinen neuen Geschichten erfahren wir von den Nebenfiguren des Weltgeschehens, die nicht selten heimliche Hauptfiguren sind, von der Kraft der Liebe, die zum Zusammenbruch der Heeresgruppe Mitte führt, von dem Mecklenburgischen Förster, der Angela Merkel hilft, die Spuren in Wladimir Putins Gesicht zu lesen. Fabel, Parabel, Legende: Kluge reaktiviert die alten Erzählformen, um den Verformungen unserer Gegenwart durch die Vergangenheit nachzuspüren. Ein Abend über das Quietschen der Scharniere.

  • 22:05 Uhr

    Revisited Forum neuer Musik 2011
    Mit allem, was unter dem Himmel ist, im Einklang
    Das Ensemble Modern spielt Jamilia Jazylbekova

    Jamilian Jazylbekova
    'Aikyon' für Violoncello und Tape
    'Voci' für Stimme, Ensemble und Tape
    'Nuit de Mars' für Ensemble

    Eva Böcker, Violoncello
    Ensemble Modern
    Leitung: Kasper de Roo

    Am Mikrofon: Frank Kämpfer

    Die kasachischen Wörter „Ai“ und „Kyn“ bedeuten Mond und Sonne. Ihre Verbindung steht symbolisch auch für Verschmelzung in Liebe. In Jamilia Jazylbekovas gleichnamiger Komposition „Aikyon“ repräsentiert das solistische Violoncello alles Individuelle, während die Klänge der Zuspielung das Universale ausdrücken. Jazylbekova, die 1995 mit dem DAAD nach Deutschland kam, um in Bremen bei Younghi Pagh-Paan zu studieren, spielte im Forums-Jahrgang unter dem Motto „Goes Germany!“ eine besondere Rolle. Ihr Porträtkonzert mit dem Ensemble Modern war nicht nur das künstlerische Forums-Highlight 2011, es brachte auch eine ost-westliche Perspektive ins Spiel. Ungewöhnliche Spieltechniken begreift die Komponistin nicht im westlichen Sinne als Mittel der Verfremdung, sondern als tieferes Hineingehen in den Klang, als Erweiterung seines sinnlichen Potenzials. Inspiriert von archaischen Kulturtraditionen in ihrer kasachischen Heimat spiegelt Jazylbekova in ihrer Musik Utopien menschlichen Daseins im Einklang mit der Natur.

  • 23:05 Uhr

    Eine Sprache der Verbindung
    Die Lange Nacht über Gewaltfreie Kommunikation
    Von Barbara Leitner
    Regie: Rita Höhne
    (Wdh. v. 27./28.5.2017)

    Wer kennt das nicht? Gerade war alles noch in Ordnung, dann ein Blick, ein Satz, ein Wort und die Beziehung gerät ins Wanken, mit dem Liebsten, dem Kind, mit Freunden oder Kollegen. Was nährt Verbindung und Verstehen? Wodurch fühlen sich Menschen verletzt und einsam? Diese Fragen bewegten den amerikanischen Psychologen Marshall Rosenberg. In den 70er-Jahren entwickelte er sein Modell der Gewaltfreien Kommunikation als eine Sprache der Verbindung. Dabei geht es darum, sich aufrichtig mitzuteilen und einander wirklich zuzuhören. Beide Seiten sollen Konflikte lösen, ohne dass es Gewinner und Verlierer gibt. Vor 30 Jahren kam dieser Ansatz in den deutschsprachigen Raum und er verbreitet sich hier seitdem, wie nirgendwo sonst auf der Welt. Heute gilt die Gewaltfreie Kommunikation als einer der meistgenutzten Trainingsansätze. Mindestens eine Million Menschen in Deutschland sind mit dieser Art der verbindlichen, empathischen Kommunikation vertraut und üben, diese Sprache des Herzens zu sprechen.