Mittwoch, 16.06.2021
 
Seit 03:05 Uhr Weltzeit

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 19.12.2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Blue Crime

La Belle - Terror auf der Tanzfläche (1/2)
Von Viviane Koppelmann
Regie: Eva Solloch
Mit Patrick Güldenberg, Hanna Plaß, Arnd Klawitter, Jeremy Mockridge, Jeff Burell, Ingo Hülsmann, Felix Goeser u.a.
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020
Länge: ca. 54‘00

Westberlin, April 1986: Friedrich Menken vom BKA ist ratlos. Der junge Mann, der ihm im Vernehmungsraum gegenübersitzt, ist ein Rätsel. Kreidebleich ist er aufgetaucht, mitten in der Nacht, um sich selbst anzuzeigen. Er, Wolfgang Sobotka, sei mitverantwortlich für das Bombenattentat auf die Diskothek „La Belle“ vor zehn Tagen. Zwei Tote, Dutzende Schwerverletzte, ein Luftangriff der US-Armee auf Tripolis und ein drohender Krieg zwischen Libyen und den USA: Er, Wolfgang Sobotka, geboren im beschaulichen Templin in der DDR, sei daran schuld - als ehemaliges Mitglied einer palästinensischen Terrorgruppe, die ihn nun ermorden will. Menken holt tief Luft - nicht zum letzten Mal in dieser Nacht, in der Sobotka seine Lebensgeschichte erzählt. Vom Stasigefängnis Hohenschönhausen über das Kleinkriminellen-Milieu Westberlins bis zum internationalen Terrorismus: Die Geschichte des Doppelagenten Sobotka ist ebenso abenteuerlich wie tragisch. - Ein Krimi-Hörspiel frei nach wahren Begebenheiten.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Klanghorizonte
Neuland: Elena Duni, Ian William Craig, Dino Saluzzi u.a.
Nahaufnahme: „Das Private und das Politische - Das Künstlerehepaar Robert Wyatt & Alfie Benge“
Zeitreise: Bernard Herrmann, Ran Blake, Al Green u.a.
Am Mikrofon: Michael Engelbrecht

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Deutsche Politik im Jahr 2020: Demokratie bewährt, Parteien auf der Suche

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Hildegard Stumm, Berlin
Katholische Kirche

06:50 Interview 

Warum ist das Breitscheidplatz-Attentat noch nicht aufgeklärt? Interview mit Irene Mihalic, B90/Die Grünen

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

Sind die Impfpläne sinnvoll? - Interview mit Erwin Rüddel (CDU), Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Bundestag

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

Impfen und Emotionen - Interview mit Psychologen Philipp Schmid, Uni Erfurt

08:30 Nachrichten 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Stephanie Rohde

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 25 Jahren: Der Hamburger Senat verkauft die besetzten Häuser der Hafenstraße

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Durchhalten, zweiter Teil
Wie Kleinunternehmen auf die Corona-Krise reagieren

Am Mikrofon: Stephan Beuting

Die Corona-Pandemie hat Deutschland in die stärkste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg geführt. Dass es noch keine Pleitewelle gibt, liegt an der Kombination von Kurzarbeitergeld, Soforthilfen und dem geänderten Insolvenzrecht. Doch wie schauen Unternehmer und Unternehmerinnen mitten im zweiten Lockdown in die nahe Zukunft? Das Wochenendjournal hat Kleinunternehmer aus dem Raum Köln-Bonn durch das Corona-Jahr begleitet: Johannes Roth vom Radladen Klingeling!, Jan Lüth und sein Vollwertrestaurant „Cassius-Garten“, die Cafébetreiber Diana Sen und Lui Eick, Carsten Euwens und seine Softwareagentur, Buchhändler Holger Schwab und den Zauberer Timo Brecht. Wie haben sie die Krise bislang bewältigt? Wie hart trifft sie der zweite Lockdown und was haben sie in der Zeit gelernt und ausprobiert? Reporter Stephan Beuting hat sie nach seinen ersten Besuchen im Frühjahr ein zweites Mal gesprochen und berichtet, was sie sich haben einfallen lassen, um wirtschaftlich zu überleben.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Die Hornistin Sarah Willis

Sarah Willis spielte zehn Jahre in der Staatskapelle Berlin, bevor sie zu den Berliner Philharmonikern wechselte. Damit ging ein Traum für sie in Erfüllung. Inzwischen ist die Hornistin so etwas wie das Gesicht des Orchesters, denn sie interviewt regelmäßig Dirigenten, Solistinnen und Solisten für die orchestereigene „Digital Concert Hall“. Zunächst musste die 1968 in Maryland, USA, geborene Musikerin für ihren Hornunterricht kämpfen, denn einer ihrer Lehrer in der Schule behauptete, dieses Instrument sei nur etwas für Jungen. Glücklicherweise stachelte sie diese haltlose Behauptung nur weiter an, und so nahm sie mit 14 ihre ersten Instrumentalstunden. Sarah Willis studierte später in London und Berlin, spielte danach in vielen renommierten Orchestern und tritt auch solistisch auf. Dabei ignoriert sie gerne Genregrenzen: Ihre neueste CD „Mozart y Mambo“, in der Wiener Klassik auf lateinamerikanische Rhythmen trifft, schaffte es im Sommer bis in die Charts.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Comment ça va, how are you - vor dem Brexit? Die britische Community im französischen Périgord
Von Simonetta Dibbern

Die politische Erbfeindschaft ist alt, der Hundertjährige Krieg schwingt bis heute nach. Dennoch haben sich viele Briten im Südwesten Frankreichs niedergelassen, vor allem im Département Dordogne - auch genannt: Périgord. Die britischen Lifestyle-Migranten kaufen Schlösser, restaurieren alte Bauernhäuser, genießen Sonne und die französische Lebensart, lernen die Sprache. Und bleiben im Herzen dennoch Engländer. Mit dem endgültigen Ausscheiden Großbritanniens aus der EU werden Shortbread und Baked Beans wohl teurer - und Familienbesuche in der alten Heimat komplizierter, nicht nur wegen Corona. Der schottische Erfolgsautor Martin Walker, die britische Parlamentarierin Sue Temperley sind zwei der Gesichter, die Simonetta Dibbern vor drei Jahren im Périgord getroffen hat. Sie hat nachgefragt, wie die Brexit-Geschichte aus französischer Sicht weiterging.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

USA lassen Moderna-Impfstoff zu

Debatte um Impfstoff-Priorisierung

Interview mit Maria Klein-Schmeink, B90/Grüne, zu Corona-Impfdebatte

Italien: Conte verteidigt Anti-Corona-Verschärfungen über Weihnachten

Österreich geht nach Weihnachten in den dritten Lockdown

Vor vier Jahren - Anschlag auf den Breitscheidplatz

AfD Landesparteitag Sachsen-Anhalt unter Corona Bedingungen

Zerstörte Hoffnungen - Bethlehem nach einem Katastrophenjahr

Ein Grinch namens Covid - Stille Weihnacht in New York

Sport

Am Mikrofon: Philipp May

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen des Jahres

In schwierigen Zeiten Schlimmes verhindert: Der deutsche EU-Ratsvorsitz
Bundespolitik 2020: Demokratie bewährt, Parteien auf der Suche
Der Applaus ist verhallt: Deutschland in der Corona-Pandemie

Am Mikrofon: Gerwald Herter

13:30 Uhr

Eine Welt

Impfen gegen Corona - Asien wartet auf Erfahrungen in Europa und den USA
Impfen gegen Corona - Für Kenia eine logistische Herausforderung
Libanon - Warum das Land dringend internationale Hilfe braucht
Bündnis Israel-Marokko - Marokkanische Juden sind begeistert

Am Mikrofon: Britta Fecke

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin

Lernen im Krisenmodus - Blick auf das ausklingende Bildungsjahr
In „Campus & Karriere" gehen wir diesen Fragen nach: Wie schauen Schülerinnen, Schüler und Studierende selbst auf das zurückliegende Jahr? Was hat sich bei Ihnen in den Lerngewohnheiten verändert? Was zeigen Befragungen und Untersuchungen mit Blick auf Veränderungen im ausklingenden Bildungsjahr?

Gesprächsgäste:
Özcan Erbasaran, Kreisschülersprecher des Main-Kinzig-Kreises, Schüler der Beruflichen Schulen  Gelnhausen
Carlotta Kühnemann, Vorstand freier zusammenschluss von student*innenschaften, fzs
Lennart Seimetz, Landesschülersprecher des Saarlands, Gymnasialschüler
Am Mikrofon: Petra Ensminger

Hörertel.: 00800 - 4464 4464
campus@deutschlandfunk.de

Das Jahr 2020 hat unser aller Alltag auf den Kopf gestellt. Das gilt auch für die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen. Teilweise Maskenpflicht an Schulen, Distanz- und Hybridunterricht und die ständige Ungewissheit, wie es weiter geht, forderten einiges ab. Auch für Studierende ist es eine herausfordernde Zeit. Selbstmotivation war gefragt und die Fähigkeit sich zu orientieren, auch um die Übersicht über verschiedene Lernplattformen zu behalten. Dabei gab es kaum Möglichkeiten für ausgleichende Freizeitbeschäftigungen. Viele Sport- und Jugendeinrichtungen waren von jetzt auf gleich gar nicht oder nur eingeschränkt zugänglich. Und die Begegnungen mit Freundinnen und Freunden mussten drastisch reduziert werden. Als alternative Möglichkeiten wurden auch hier digitale Kommunikationswege genutzt. Das alles hat zu verändertem Lern- und Freizeitverhalten geführt. Die Corona-Zeit wird dabei von jungen Menschen ganz unterschiedlich bewertet.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kunst & Pop

Das Musikmagazin

Das Pop-Jahr 2020: Musik in Zeiten der Pandemie

Am Mikrofon: Christoph Reimann

Im letzten „Corso"-Musikmagazin des Jahres blicken Jenni Zylka, Jens Balzer und Christoph Reimann zurück auf 2020. Was war wichtig im Pop? Was war bewegend und was zukunftsweisend? Vor allem aber geht es um die Frage: Welche Auswirkungen hat Corona auf den Pop gehabt?

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser

Geschenktipps der Buchredaktion

Dr. Seuss: „Der Grinch oder die geklauten Geschenke“
Aus dem Englischen von Nadia Budde
(Verlag Antje Kunstmann, München)
Eine Empfehlung von Ute Wegmann

Bobbie Pyron: „Solange wir zusammen sind“
Mit Illustrationen von Karin Lindemann
Aus dem amerikanischen Englisch vonBettina Obrecht
(Thienemann-Esslinger Verlag, Stuttgart)
Eine Empfehlung von Tanya Lieske

Aidan Onn, Rob Hodgson (Ill.): „Das Alphabet der Monster und anderer magischer Wesen“
Aus dem Englischen von Birgit van der Avoort
(Laurence King Verlag, Berlin)
Eine Empfehlung von Dina Netz

Kat Menschik (Ill.), Mark Benecke: „Kat Menschiks und des Diplombiologen Doctor Rerum Medicinalium Mark Beneckes illustrirtes Thierleben“
(Galiani Verlag, Berlin)
Eine Empfehlung von Tanya Lieske

Lisa Voisard: „Ornithorama. Entdecke und beobachte die wunderbare Welt der Vögel“
Aus dem Französischen von Bianka Kraus
(Helvetiq Verlag, Basel/Lausanne)
Eine Empfehlung von Ute Wegmann

Bjarne Reuter: „Vida und der Weihnachtself“
Mit Illustrationen von Ursula Seeberg
Aus dem Dänischen von Knut Krüger
(Verlag Edel: Kids Books, Hamburg)
Eine Empfehlung von Dina Netz

Linn Skåber: „Being Young. Uns gehört die Welt“
Mit Illustrationen von Lisa Aisato
Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs
(Rowohlt Verlag, Hamburg)
Eine Empfehlung von Tanya Lieske

Yuval Noah Harari, David Vandermeulen, Daniel Casanave (Ill.): „Sapiens. Der Aufstieg“
Aus dem Englischen von Andreas Wirthensohn
(Verlag C.H. Beck, München)
Eine Empfehlung von Ute Wegmann

Hans Christian Andersen: „Andersens Märchen. Die große Hörspiel-Box“
(cbj audio, München)
Eine Empfehlung von Dina Netz

Am Mikrofon: Dina Netz

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Angriffspunkt:
Wo Online-Kriminelle in Sachen Corona-Impfstoff attackieren

Kontrollverlust:
Wo Sicherheitsbehörden nicht mehr ausreichend schützen können

Digitalgeld:
Die Entscheidung über Facebooks Libra und den E-Euro steht an

Firmware: Vier Kurzgeschichten über den total programmierten Menschen
Teil 4: Schach

Info-Update

Sternzeit 19. Dezember2020
Fernglas-Sternhaufen im Fuhrmann


Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Streitkultur

Weihnachten ohne Besuche - besinnlich oder bedrohlich?
Die Theologin Margot Käßmann und Dorit Felsch, Leiterin der evangelischen Telefonseelsorge Köln, im Gespräch
Am Mikrofon: Karin Fischer

17:30 Uhr

Kultur heute

Finalement: Die Nationalversammlung in Paris beschließt Restitutionen an Afrika

Immer noch unbekannt - Werke der Schweizer Künstlerin Ottilie W. Roederstein im Kunsthaus Zürich

Rückkehr zu den Wurzeln - Jürgen Flimm inszeniert Schillers "Don Karlos" am Schauspiel Köln

Kein Warten aufs Christkind - Warum bei vielen Menschen der Weihnachtsbaum schon im Zimmer steht

Wie Picasso nach Bremen kam - Hintergründe zu einer noch geschlossenen Ausstellung
Manuela Husemann, Kuratorin Kunsthalle Bremen, im Gespräch

Am Mikrofon: Anja Reinhardt

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Historische Last: Die Geschichte der bulgarischen Türken und ihre Folgen bis heute

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

1. Fußball-Bundesliga, 13. Spieltag:
FC Schalke 04 - Arminia Bielefeld
Fußball - Neustart mit der Trainerlegende?
1. FSV Mainz 05 - Werder Bremen
FC Augsburg - Eintracht Frankfurt
Borussia Mönchengladbach - TSG Hoffenheim
RB Leipzig - 1. FC Köln
Bayer 04 Leverkusen - FC Bayern München

2. Fußball-Bundesliga, 13 Spieltag:
Eintracht Braunschweig - SpVgg Greuther Fürth

Handball - Bilanz der Frauen-EM und vor der Männer-WM - Interview mit DHB-Vorstandsvorsitzender Marc Schober

Doping - Nach der CAS-Entscheidung zu Russland

Skispringen - Weltcup in Engelberg
Skispringen - Der Genderpay-Gap im Skispringen
Nordische Kombination - Weltcup in Ramsau / AUT
Langlauf - Sprint-Weltcup in Dresden
Biathlon - Weltcup in Hochfilzen: Verfolgungsrennen Männer und Frauen
Ski alpin - Weltcup in Gröden: Abfahrt der Männer
Rodeln - Weltcup in Winterberg
Eissschnellauf - Nach dem Rücktritt von Jenny Wolf als Bundestrainerin

Eishockey - Zum Start der neuen Saison im Lockdown

Am Mikrofon: Matthias Friebe

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Hörspiel

Der Kunst in die Arme geworfen
Von Ursula Krechel
Regie: Jutta Brückner
Mit Ilse Ritter, Lore Brunner, Ortrud Beginnen, Franziska Walser, Sabine Andreas, Lieselotte Rau, Sabine Sinjen u.a.
Produktion: SFB/BR/NDR 1982


Im Anschluss an das Hörspiel
„Ich bin von der eigenen Unsichtbarkeit ausgegangen…“.
Ursula Krechel im Gespräch.

„Eines Tages war mir das Lexikon deutscher Frauen der Feder in die Hände gefallen, ein Standardwerk vom Ausgang des 19. Jahrhunderts. Die trotzigen, mutigen, kruden, auch verzweifelten Biografien von bekannten und vergessenen Schriftstellerinnen wollten mir nicht mehr aus dem Kopf. So vielfältig wie ihre Lebensverhältnisse waren die Ansichten dieser Frauen über das Schreiben. Ich hörte sie sprechen und sprach mit ihnen: eine Erprobung rituellen Sprechens. So entstand eine Kantate für Sprecherstimmen auf das 19. Jahrhundert.” (Ursula Krechel) Ursula Krechel rückt facettenartig die äußeren und inneren Bedingungen des Schreibens für Frauen des 19. Jahrhunderts ins Blickfeld; sie schildert Behinderungen bis in ihre allerfeinsten Verästelungen, entwickelt aus dem historischen Material Einsicht in die Identitätssuche von schreibenden Frauen, von denen viele gezwungen waren, unter männlichen Namen ihre Werke zu veröffentlichen. „Der Kunst in die Arme geworfen” handelt von den Schwierigkeiten, aber auch von der Sehnsucht zu schreiben.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Die Zukunft von nebenan
Begegnungen mit dem „European Workshop for Contemporary Music“ beim Warschauer Herbst 2020
Am Mikrofon: Leonie Reineke

Seit 2003 erarbeiten beim „European Workshop for Contemporary Music“ junge Musiker und Musikerinnen aus Polen, Deutschland und weiteren europäischen Ländern Repertoirestücke der Neuen Musik. In intensiven Probenphasen erlernen sie den Umgang mit neuen Spieltechniken und eigenwilligen musikalischen Ausdrucksformen. Der Workshop - geleitet vom Dirigenten Rüdiger Bohn - mündet jedes Jahr in einer großen Konzertveranstaltung beim „Warschauer Herbst“. Bei Polens namhaftestem Neue-Musik-Festival ist der Workshop seit seiner Gründung eine feste Größe. In diesem Jahr war außerdem das Freiburger ensemble recherche in Warschau zu Gast, um die jungen Instrumentalisten in Coachings für die Herausforderungen der zeitgenössischen Musik zu wappnen. Die Studierenden schätzen den Austausch mit Profimusikern - vor allem aber die Begegnung mit der Szene des Nachbarlandes.

22:50 Uhr

Sport aktuell

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

Mütter und Töchter
Die Lange Nacht einer besonderen Beziehung
Von Gesine Schmidt
Regie: Beate Andres
(Wdh. v . 12./13.5.2018)

„Alle Frauen werden wie ihre Mütter, das ist ihre Tragödie.“ (Oscar Wilde) Kaum eine Beziehung ist so ambivalent und bietet so viel Zündstoff wie die Mutter aller Beziehungen: die Mutter-Tochter-Beziehung. Nicht alle Frauen werden Mütter, aber alle sind Töchter und Töchter haben Mütter. Und wenn sie unter sich sind, geht es nicht hauptsächlich um die Männer, sondern um die längste Zweierbeziehung des Lebens. Es ist wie ein riesiges Gespenst, das sich plötzlich auf einen stürzt, wenn man die Tür zum Kinderzimmer öffnet, denn es ist und bleibt die Tür zum Kinderzimmer, auch wenn man es längst vergessen hat. „Hört man denn nie auf, Mutter und Tochter zu sein?“, fragt Eva ihren Mann in Ingmar Bergmans „Herbstsonate“. „Einige schaffen es vielleicht“, lautet seine verzagte Antwort. Die Mutter ist die allererste Bindung, die erste große Liebe, das Rollenvorbild und sie prägt auch die Körperlichkeit und das Gefühlsleben einer Frau. „Nur wenn die Tochter ihren Weg zwischen dem Hass auf das Mutterobjekt einerseits und der totalen Verschmelzung andererseits findet, gelangt sie zu einer befriedigenden Weiblichkeit“, schreibt die Analytikerin Hendrika Halberstadt-Freud. Eine tragikomische, reale und fiktionale „Lange Nacht“ über die emotionalen Achterbahnfahrten zwischen Müttern und Töchtern.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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