Mittwoch, 16.06.2021
 
Seit 05:00 Uhr Nachrichten

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 27.12.2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Der Aufbruch ins goldene Zeitalter
Eine Lange Nacht über die literarische Welt der italienischen Renaissance
Von Corinne Orlowski
Regie: Beate Ziegs

Die italienische Renaissance steht am Beginn des modernen Europas. Die Rückbesinnung auf die Antike und ihre Anverwandlung für die Gegenwart bringen im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts eine Revolution unvergleichlichen Ausmaßes in Gang. Beginn und Zentrum der Renaissance liegen in Italien. Warum denken wir bei der Renaissance zuerst an Malerei und Architektur? Dabei ist sie doch eine Epoche des Buches. Aus alten Büchern kommt die Antike, in neuen Texten wird sie wiedergeboren. Bücher werden produziert, verbreitet, gelesen - und erstmals auch gedruckt. Die neue Literatur ist sinnlich, wild und heftig: Da steht die Lobrede auf die Nase neben Trauerliedern auf Haustiere, da stehen verrückte Kochrezepte, Schäferdichtung oder die lyrische Apotheose des Aals neben derber Pornografie und zarter Liebesdichtung. Was folgt auf einen so tiefen Einschnitt wie die große Pestepidemie von 1348? Was erwächst aus dem großen Schock? Und was lernen wir heute daraus? Eine „Lange Nacht" als Zeitreise ins Italien der Renaissance.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Heidelberger Künstlerinnenpreis 2020

Bettina Skrzypczak
Initial

Joseph Haydn
Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur, Hob. VII:1

Jeroen Berwaerts, Trompete
Philharmonisches Orchester Heidelberg
Leitung: Joseph Bastian

Aufnahme vom 19.2.2020 aus der Aula der Neuen Universität Heidelberg

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Leoš Janáček
Pohádka

Zoltán Kodály
Sonate, op. 8 für Violoncello solo

Danjulo Ishizaka, Violoncello
Shai Wosner, Klavier

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Geistliche Musik

Johann Hermann Schein
„Freuet euch des Herren, ihr Gerechten". Motette
La Capella Ducale
Musica Fiata Köln
Leitung: Roland Wilson

Giovanni Battista Pergolesi
„Laudate pueri Dominum" für 2 Soprane, 5-stimmigen gemischten Chor und Orchester
Julia Lezhneva, Sopran
Philippe Jaroussky, Countertenor
Coro della Radiotelevisione Svizzera
I Barocchisti
Leitung: Diego Fasolis

Johann Sebastian Bach
„Tritt auf die Glaubensbahn". Kantate am Sonntag nach Weihnachten, BWV 152
Dorothea Röschmann, Sopran
Thomas Quasthoff, Bassbariton
Berliner Barock Solisten
Leitung: Rainer Kussmaul

Johann Sebastian Bach
Fuge für Orgel g-Moll, BWV 578. Orchesterbearbeitung von Leopold Stokowski
Philadelphia Orchestra
Leitung: Yannick Nézet-Séguin

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Schüsse am Heiligabend: Rechter Terror 1980 und was man hätte lernen können

Wut - ein verpöntes Gefühl? Ein Interview mit der Psychiaterin Heidi Kastner

Unbeschwert genießen? Reisen - Ein Interview mit dem Schriftsteller Matthias Politycki

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Brexit, Virus - und jetzt? Ein Interview mit dem Historiker Kiran Klaus Patel

Denk ich an Deutschland: die Schauspielerin Iris Berben

Am Mikrofon: Benedikt Schulz

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Krippenkinder. Über das Kindsein heute
Von Pfarrerin Mechthild Werner
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 70 Jahren: Der Maler Max Beckmann gestorben

09:10 Uhr

Die neue Platte

Kammermusik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Belarus - Texte und Stimmen (4/7)
Der Gefangenentransporter Awtosak
Von Viktor Martinowitsch
(Teil 5 am 1.1.2021)

Der Gefangenentransporter Awtosak ist zu einem Symbol für Belarus geworden. In seinem Computer fand Viktor Martinowitsch eine 13 Jahre alte Kurzgeschichte darüber, die nicht erst im August 2020 zu neuer Aktualität gelang. Martinowitsch schreibt:
„Ich kann keine Serien schauen. Ich kann nicht lesen. Das Wichtigste aber - ich kann mich nicht mit dem beschäftigen, was mir stets Ruhe gab: Ich kann keine Prosa schreiben. Neulich, nachdem ich erfahren habe, dass zwei meiner Studentinnen, sehr kluge Köpfe, festgenommen und nach Paragraf 23.34 zu 14 Tagen verurteilt wurden und mein engster Freund heimlich - selbst seinen Angehörigen gegenüber - ins Ausland geflohen ist (ihm drohte Haft), da dachte ich: Was wird, wenn sie kommen, um mich zu holen? Was werden sie sehen, wenn sie die alten Dateien auf meinem Computer umpflügen? Das brachte mich zu den Ordnern, die ich angelegt hatte, als ich ganz am Anfang meines Weges in die Literatur stand. So fand ich diesen Text, den ich schon vergessen hatte. Einen Text, den ich für mich selbst geschrieben hatte, 2007, nach den ersten Massenprotesten, als friedlichen Bürgern erstmals der Awtosak vorgestellt wurde, ein Laster zum Gefangenentransport.“ (ZEIT Online 18.10.2020) Aus dem Russischen von Hartmut Schröder.
Viktor Martinowitsch, 1977 in Belarus geboren, ist Schriftsteller, Serienfan, „Freitext“-Blogger bei ZEIT Online, wo der hier gesendete Essay zuerst erschienen ist. Nach dem Studium der Journalistik in Minsk lehrt er heute Politikwissenschaften an der Europäischen Humanistischen Universität in Vilnius. Martinowitschs Romane gelten als politisch brisant, sie decken couragiert die Mechanismen des Regimes auf. Der Roman "Paranoia", in Belarus verboten, erschien 2014 in deutscher Übersetzung. Anfang 2021 kommt Viktor Martinowitschs neuer Roman „Revolution“ in Deutschland heraus.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus St. Lambertus und Laurentius in Langenberg
Zelebrant: Pfarrer Rüdiger Rasche
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Kulturspaziergang eines Berliners
Auf der Suche nach der Kärntner Seele

Überwintern im Süden
Deutsche in Apulien

Sterngucker
Gedanken beim Blick in den Himmel

Uraltes Handwerk
Der Kohlenmeiler von Walpersdorf (Südwestfalen)

Im „Hafen des Klangs“
Das Fischerdorf Porto do Son in Galizien (Nordwestspanien)

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Die Fotografin Charlotte Schmitz im Gespräch mit Tanja Runow

Sie bringt Flüchtlinge, Erdoğan-Anhänger und Prostituierte vor die Kamera. Dafür bereist Charlotte Schmitz die ganze Welt und fordert traditionelle dokumentarische Perspektiven heraus. Sie macht auf soziale Themen aufmerksam und lässt die Protagonistinnen und Protagonisten ihre Bilder mitgestalten. Das Time Magazine listet sie zu den bedeutendsten Fotografinnen unserer Zeit. 1988 wurde Charlotte Schmitz in Köln geboren, in der dänischen Minderheit in Norddeutschland wuchs sie auf. Sie hat Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover studiert. Heute ist sie freie Fotografin in Berlin. 2019 erschien ihr Buch „La Puente”, das in das größte Bordell im Süden Ecuadors führt. Die Bilder entstanden in Zusammenarbeit mit den Frauen und zeigen, wie sie gesehen werden möchten, nicht, wie sie von der Gesellschaft wahrgenommen werden. Charlotte Schmitz’ Arbeiten wurden in Einzelausstellungen in den USA, der Türkei, Österreich und Japan gezeigt.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Der Jahres-ROCK-Blick 2020
Am Mikrofon: Tim Schauen

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Buch der Woche

Benjamin Moser: „Sontag. Die Biografie“
Aus dem Amerikanischen von Hainer Kober
(Penguin Verlag, München)
Ein Beitrag von Shirin Sojitrawalla

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Dekolonisiert Euch!
Ethik-Dumping
Koloniales Denken in der Wissenschaft
Von Thomas Reintjes

Immer wieder gibt es Forschungsprojekte, in denen Strukturen und Denkweisen aus der Kolonialzeit zutage treten. Wenn Forschende aus Europa oder den USA Studien in ressourcenarmen Ländern durchführen, legen sie teilweise andere Maßstäbe an als für ihr Heimatland. Studienteilnehmer werden nicht vollumfänglich aufgeklärt, Probandinnen in Kontrollgruppen unterversorgt, Einverständnis wird impliziert. Was in westlichen Industrieländern keine Ethik-Kommission genehmigen würde, kann anderswo umgesetzt werden. Ethik-Dumping nennen Fachleute das. Verbindliche Verhaltensrichtlinien sollen es in Zukunft verhindern und gleichzeitig den Transfer von Wissen und Infrastruktur stärken.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Krankheitskatastrophen und Kultur - Wie Seuchen die Gesellschaften präg(t)en. Karl-Heinz Leven, Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Erlangen, im Gespräch mit Karin Fischer

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Kunst der Beschränkung - Jahresrückblick Kunst

Endlich mal erklärt - Wer bringt das Intendanten-Karussell in Schwung?

Zeit der Stille. Zeit des Schweigens?

Der Schriftsteller Lukas Bärfuss im Gespräch

Ausgesperrt? Welche Folgen hat der Brexit für den Kunstmarkt? Der Kunsthändler Dirk Boll im Gespräch

Am Mikrofon: Anja Reinhardt

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Bargeld, Karte oder App - Verabschieden wir uns langsam von Scheinen und Münzen?
(Dlf 2020)

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Ladies, die es krachen lassen
Frauen im Humorbusiness
Von Sabine Fringes
Regie: Susanne Krings
Produktion: Deutschlandfunk 2020

Benimmbücher lehrten noch bis in die 60er-Jahre hinein, dass Frauen sich am Tisch mit Scherzen zurückhalten sollten. Diese Zeiten sind vorbei. In den vergangenen Jahrzehnten haben Frauen die Kabarett-Bühnen erobert und auch im Comedy-Fach sind sie auf dem Vormarsch. Nicht selten tragen Programme von Frauen offensive Titel wie „Lady-Kracher“ oder „Pussy-Terror“. Das Motto dabei lautet: Es muss uns nicht jede/r mögen. Tatsächlich seien Studien zufolge Männer lustiger als Frauen und viele Menschen bevorzugen männliche Comedians, auch wenn Komikerinnen wie Carolin Kebekus und Maren Kroymann viele zum Lachen bringen. Spielt es beim Scherzen denn wirklich eine Rolle, von wem der Witz gemacht wird - und wenn ja, warum? Weshalb finden Menschen etwas lustig und wieso anderes nicht? „Freistil” widmet sich dem Humor der Frauen - und wirft auch einen Blick hinter die Kulissen, wo ein Autorenstab Nummern für Kabarettisten und Kabarettistinnen schreibt. Auch hier bilden Frauen noch eine Minderheit.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Georg Friedrich Händel
„Messiah“ HWV 56, Oratorium in drei Teilen (Ausschnitte)

Julia Doyle, Sopran
Tim Mead, Altus
Thomas Hobbs, Tenor
Roderick Williams, Bass
RIAS Kammerchor Berlin
Akademie für Alte Musik Berlin
Leitung: Justin Doyle

Aufnahme vom 1.1.2020 aus der Berliner Philharmonie

Am Mikrofon: Klaus Gehrke

Georg Friedrich Händels Oratorium „Messiah“ entstand im Spätsommer 1741 und wurde am 13. April des darauffolgenden Jahres in Dublin uraufgeführt. Im Gegensatz zu Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium“ oder seinen Passionen steht hier die Person Jesu Christi als Retter der Welt im Mittelpunkt - beginnend von den alttestamentlichen Prophezeihungen bis hin zu den Visionen aus dem Neuen Testament. Damit wurde es zum Vorbild für ähnliche Werke wie denen von Felix Mendelssohn Bartholdy oder Franz Liszt. In Großbritannien und Irland erklingt Händels „Messiah“ heute vor allem in der Passionszeit; im deutschsprachigen Raum wird das Oratorium auch in der Weihnachtszeit gegeben, der erste Teil passt besonders gut hierhin. Knapp eine Woche nach dem letzten Weihnachtsfest führten der RIAS Kammerchor und die Akademie für Alte Musik Berlin unter der Leitung von Justin Doyle das Werk zuletzt konzertant auf - am Neujahrstag 2020 in der Berliner Philharmonie.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:26 Presseschau 

23:30 Uhr

Sportgespräch

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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