Samstag, 19.09.2020
 

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 27.09.2020
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

„Glückloser Engel“
Eine Lange Nacht über Walter Benjamin
Von Michael Opitz
Regie: Rita Höhne
(Wdh. v. 19./20.2.2011)

Auf das „bucklicht Männlein“ kommt Benjamin in der „Berliner Kindheit um Neunzehnhundert“ zu sprechen. Wer von diesem buckligen Gesellen angesehen wurde, der gab nicht Acht und ihm zerbrach etwas oder er fiel hin. „Ungeschickt läßt grüßen“, kommentierte Benjamins Mutter diese Unachtsamkeit. Benjamin sucht für die „Berliner Kindheit“, an der er im Exil schreibt, Bilder, die zu jener unwiederbringlich verlorenen Zeit gehören. Um Aufschluss über die Gegenwart zu erhalten, soll Vergessenes erinnert und Vergangenes rekonstruiert werden. Benjamin ist ein Sprachmagier, der seine Leser verführt. Der Literatur- und Kulturwissenschaftler, der auch Schriftsteller war, dachte dichterisch, wie es Hannah Arendt nannte. Geboren 1892 in Berlin, musste er 1933 emigrieren. Auf der Flucht vor den Nazis beging er 1940 in auswegloser Situation im spanischen Grenzort Portbou Selbstmord. Seine „Berliner Kindheit“ blieb ebenso unvollendet wie das „Passagen-Werk“, in dem er die Urgeschichte des 19. Jahrhunderts erzählen wollte. In die Passagen, diese Bauwerke aus Stahl und Glas, schickt Benjamin einen anderen Gesellen. Sein Flaneur wird zum Sammler, der jene unscheinbaren, vergessenen Dinge und Bilder einsammeln soll, die drohen, vergessen zu werden. Im Kleinsten sieht er jene Zusammenhänge vorgeprägt, die kennzeichnend sind für das Große. Eine Lange Nacht über Walter Benjamin - als Wissenschaftler, Literaturkritiker, Rundfunkautor und Schriftsteller.

01:00 Nachrichten  

02:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionachtaufnehmen

02:05 Sternzeit  

02:07 Klassik live  

Rheingau Musik Festival 2019

Claude Debussy
„Chansons de Bilitis" für Sopran und Klavier
Sonate für Violine und Klavier g-Moll, L 140

Amy Beach
„Chanson d‘amour" für Sopran, Violoncello und Klavier, op. 21,1
„Ecstasy" für Sopran, Violine und Klavier, op. 19,2
„A Mirage" und "Stella Viatoris" für Sopran und Klaviertrio, op. 100, 1 und 2

Christiane Karg, Sopran
Renaud Capuçon, Violine
Clemens Hagen, Violoncello
Daniil Trifonov, Klavier

Aufnahme vom 4.7.2019 in der Kultur- und Kongresshalle in Ingelheim

03:00 Nachrichten  

03:05 Heimwerk  

Józef Koffler
Sinfonie Nr. 2, op. 17

Ukrainische Skizzen für 2 Violinen, Viola und Violoncello, op. 27

Quatre poèmes für Sopran und Klavier, op. 22

Fredrika Brillembourg, Mezzosopran
Polish String Quartet
Christoph Slowinski, Klavier
Polska Orkiestra Sinfonia Iuventus
Leitung: Christoph Slowinski

03:55 Kalenderblatt  

04:00 Nachrichten  

04:05 Die neue Platte XL  

05:00 Nachrichten  

05:05 Auftakt  

06:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

06:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

06:10 Uhr

Geistliche Musikaufnehmen

César Franck
Offertoire für Orgel Es-Dur
Daniel Roth, Orgel

Georg Philipp Telemann
„Gott Zebaoth, in deinem Namen". Kantate zum 16. Sonntag nach Trinitatis, TWV 1:698
Veronika Winter, Sopran
Lena Susanne Norin, Alt
Jan Kobow, Tenor
Ekkehard Abele, Bass
Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert
Leitung: Hermann Max

Felix Mendelssohn Bartholdy
„Verleih uns Frieden gnädiglich". Choralkantate
Kammerchor Stuttgart
Stuttgarter Kammerorchester
Leitung: Frieder Bernius

Johann Sebastian Bach
„Christus, der ist mein Leben". Kantate am 16. Sonntag nach Trinitatis, BWV 95
Lisa Larsson, Sopran
Gerd Türk, Tenor
Klaus Mertens, Bass
Amsterdam Baroque Choir & Orchestra
Leitung: Ton Koopman

07:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

07:05 Uhr

Information und Musikaufnehmen

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

07:30 Nachrichten  

07:50 Kulturpresseschau

08:00 Nachrichten  

08:30 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgenaufnehmen

Religiöses Wort
„Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig". Vom Umgang mit Macht in Krisenzeiten
Von Pfarrerin Claudia Thiel und Thomas Thiel
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschauaufnehmen

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kalenderblattaufnehmen

Vor 75 Jahren: US-General MacArthur empfängt Japans Kaiser Hirohito

09:10 Uhr

Die neue Platteaufnehmen

Neue Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskursaufnehmen

30 Jahre Wiedervereinigung
Die Ost-West-Rolle (4/6)
Der Schriftsteller Martin Gross im Gespräch mit Frank Kaspar
(Teil 5 am 3.10.2020)

Was geschieht, wenn ein Staat zusammenbricht? Im Januar 1990 zieht der westdeutsche Schriftsteller Martin Gross nach Dresden, um die Folgen der friedlichen Revolution zu beobachten. Doch sein zwei Jahre später erschienener Roman „Das letzte Jahr” zeugt von Melancholie und Ernüchterung. „Falls dies überhaupt eine Revolution war”, schreibt Gross, „dann hat wohl keine andere jemals so viel Kleinmut ausgelöst.” In Tagebuchnotizen, Briefauszügen und Reportagen hält er fest, wie Erfahrungen und Erwartungen aus Ost und West oft nicht zueinander finden: „Wir sprechen alle deutsch, aber nicht dieselbe Sprache.”
Sind wir wiedervereinigt? Zahlreiche Diskurse haben die Gesellschaftsbildung der deutschen Einheit über 30 Jahre in Ost und West begleitet, kontrovers diskutiert, auch skeptisch hinterfragt - alle fünf Jahre ergab sich dadurch ein neues Bild über das Zusammenwachsen. Was sehen wir heute? „Essay und Diskurs” führt Gespräche zu Einheits- und Zukunftsfragen mit Literatur-, Kulinarik-, Popkultur- und Wende-Menschen.

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Gottesdienstaufnehmen

Übertragung aus der Propsteigemeinde St. Trinitatis in Leipzig
Zelebrant: Probst Gregor Giele
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

11:05 Uhr

Interview der Wocheaufnehmen

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergangaufnehmen

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

12:00 Nachrichten  

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:05 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

13:30 Uhr

Zwischentöneaufnehmen

Musik und Fragen zur Person
Die Autorin und PEN-Deutschland-Präsidentin Regula Venske im Gespräch mit Maja Ellmenreich

Mit der Macht des Wortes kennt sich Regula Venske aus: Als Präsidentin des deutschen PEN-Zentrums setzt sie sich ein für unterdrückte und verfolgte Schriftstellerinnen und Schriftsteller auf der ganzen Welt. Zudem ist sie Literaturkritikerin und preisgekrönte Autorin von Romanen, Essays, Erzählungen, Kinderbüchern und Krimis. Der Grund für ihre berufliche Vielfalt? „Ich habe keine Lust, mich zu langweilen.“
1955 geboren, wuchs Regula Venske im westfälischen Münster auf. Schon mit acht Jahren schrieb sie einen ersten „Kinderkrimi“. Auch wenn sich Regula Venske nicht in erster Linie als Krimiautorin versteht, so ist sie dem Genre treu geblieben und wurde unter anderem mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Regula Venske studierte zunächst in Heidelberg Rechtswissenschaften, später in Hamburg Germanistik und Anglistik. Promoviert hat sie 1988 über das „Männliche in zeitgenössischer deutschsprachiger Literatur von Frauen“. Heute lebt und arbeitet Regula Venske als freie Autorin in Hamburg. Ihr Engagement erst als Generalsekretärin und seit 2017 als Präsidentin der deutschen Sektion der Schriftstellervereinigung PEN ist ein Ehrenamt, das viel Zeit in Anspruch nimmt. Denn, so Regula Venske, „alle Autokraten und Diktatoren fürchten das Wort.“

14:00 Nachrichten  

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Rock et ceteraaufnehmen

Langfinger am Puls der Zeit 
Die Alternative Rock-Band Nothing but Thieves
Von Kai Löffler

Ihr Erstling war eine Sammlung geradeaus marschierender Alternative-Hymnen, der Nachfolger „Broken Machine” klingt deutlich kantiger, wenn auch kein bisschen weniger groovig: Mit gerade mal zwei Alben und einer EP ist das britische Quintett Nothing But Thieves noch mehr Geheimtipp als etablierte Größe. Wenn allerdings eins dieser Alben auf Platz Zwei der UK-Charts landet und Rock-Helden wie Arcade Fire und Muse die Band mit auf Tour nehmen, lohnt es sich, genauer hinzuhören. Die aktuelle Tour musste zwar abgesagt werden, aber die Band um Frontmann Conor Mason lässt sich so schnell nicht ausbremsen. Das neue Album „Moral Panic” ist für Oktober angekündigt, genau fünf Jahre nach dem Erstling, und die erste Single „Is Everybody Going Crazy” ist ebenso als Kommentar zu unserer Zeit zu verstehen wie die zweite, hinter deren freundlichem Titel „Real Love Song” sich ein bitter-sarkastischer Text versteckt.

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:10 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Buch der Woche

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

Wissenschaft im Brennpunkt

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Kulturfragenaufnehmen

Debatten und Dokumente

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abendaufnehmen

18:40 Uhr

Hintergrundaufnehmen

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

19:10 Uhr

Sport am Sonntagaufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Freistilaufnehmen

Minimalismus in der Kunst
Die Kraft der Reduktion
Von Rainer Praetorius
Regie: Thomas Wolfertz
Produktion: Deutschlandfunk 2017

Steve Reich und andere Vertreter der Minimal Music haben die Musikwelt beeinflusst. Club Music wie House oder Techno sind die populärste Spätfolge. Minimalismus findet sich aber auch in anderen Kunstbereichen wie der Malerei, dem Film oder dem Design. Das Grundmuster der Kachel-Gemälde des holländischen Malers Piet Mondrian wird bis in die Gegenwart in Mode und Werbung aufgegriffen. Der Franzose Yves Klein wurde durch seine monochromen Bilder weltberühmt. Pop-Art-Künstler Andy Warhol praktizierte in seinen frühen Filmen Extrem-Minimalismus und das legendär minimalistische Produktdesign der Firma Braun fand weltweit Beachtung. Jahrzehnte und viele iPhones und iPads später bedankte sich der Apple-Chefdesigner höchstpersönlich bei seinem Braun-Kollegen für die Inspiration.

21:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

21:05 Uhr

Konzertdokument der Wocheaufnehmen

Kunstliedfestivals „Der Zwerg“

Gustav Mahler
Lieder eines fahrenden Gesellen (arr. für Klaviertrio)
1. Wenn mein Schatz Hochzeit macht
2. Ging heut morgen übers Feld
3. Ich hab ein glühend Messer
4. Die zwei blauen Augen

Kurt Weill
Songs aus der Dreigroschen-Oper
1. Die Moritat von M. Messer
2. Die Ballade von der sexuellen Hörigkeit
3. Kanonensong
4. Zuhälterballade

Arnold Schönberg
"Verklärte Nacht", op. 4 (arr. für Klaviertrio)

Aufnahme vom 6.8.2020 aus dem Odeon der SMTT Sindelfingen

Am Mikrofon: Dorothee Riemer

Gustav Mahler trauert in den „Liedern eines fahrenden Gesellen“ um eine verlorene Liebe - und erprobt musikalisches Material, das sich später in der ersten Sinfonie wiederfindet. Auch Arnold Schönberg ist noch auf der Suche, als er 1899 die Gedichtvertonung „Verklärte Nacht“ schreibt. Seine Klangsprache ist spätromantisch, erkundet aber schon neue Sphären. Neu, anders, vor allem aber populär war die Dreigroschenoper mit ihren Liedern von Kurt Weill, die sich um Sex und Verbrechen drehen. Für das Abschlusskonzert des Kunstliedfestivals „Der Zwerg“ in Sindelfingen hat Festivalleiter und Bariton Johannes Held aus diesen Werken ein Programm der Kontraste zusammengestellt und Corona-tauglich gemacht: Alle Werke wurden für Klaviertrio arrangiert.

22:00 Nachrichten  

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Das war der Tagaufnehmen

23:26 Presseschau  

23:30 Uhr

Sportgesprächaufnehmen

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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Das Verlegeschiff "Audacia" des Offshore-Dienstleisters Allseas verlegt in der Ostsee vor der Insel Rügen Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2. (dpa-Bildfunk / Bernd Wüstneck)

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