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Programm: Vor- und RückschauSamstag, 19.02.2022

  • 00:05 Uhr

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

  • 01:05 Uhr

    Klanghorizonte

    Mit Musik von Fazer, Glen Velez, Sarah Davachi, Suzanne Ciani u.v.a.
    Am Mikrofon: Niklas Wandt

  • 06:05 Uhr

    Energieversorgung: Die Mär vom hohen Gasbedarf

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    08:10 Uhr   Interview

    Interview mit Peter Rough, Hudson Institute, zu Russland-Ukraine-Konflikt

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

    Am Mikrofon: Dirk Müller

  • 09:05 Uhr

    Vor 100 Jahren: Der polnische Politiker Wladyslaw Bartoszewski geboren

  • 09:10 Uhr

    Das Ende der Truckerromantik - Ausbeutung auf der Autobahn
    Denkfabrik 2022: Von der Hand in den Mund. Wenn Arbeit kaum zum Leben reicht

    Am Mikrofon: Manfred Götzke

    LKW-Fahrer haben einen knallharten Job: Sie fahren tausende Kilometer kreuz und quer durch Europa, immer unter Zeitdruck. Ihr Wohn- und Schlafzimmer ist die Führerkabine, oft sind sie wochenlang nicht zu Hause. Eine geringe Entlohnung und der schlechte Ruf der Branche führen dazu, dass immer weniger Deutsche Berufskraftfahrer werden wollen. Stattdessen arbeiten zunehmend osteuropäische Trucker für deutsche Speditionen - und das viel zu oft zu Dumpinglöhnen.
    Manfred Götzke hat auf Raststätten mit osteuropäischen Fahrern über ihr Leben auf der Straße gesprochen - und war mit einem deutschen Trucker auf Tour, der ihm erzählt hat, wie sich seine Arbeit in den letzten Jahrzehnten verändert hat.

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Der Trompeter Simon Höfele

    Als Zehnjähriger hatte Simon Höfele ein Autogramm seines großen Stars über dem Bett hängen: nicht Michael Jackson oder Madonna, sondern der Trompeter Reinhold Friedrich. Das Glück war groß, als der Professor aus Karlsruhe kurz darauf sein Lehrer wurde. Später entdeckte Simon Höfele auf der Suche nach seinem eigenen Klang auch Chet Baker und Miles Davis als Vorbilder. Heute gehört der gebürtige Darmstädter selbst zu den beeindruckendsten Trompetern seiner Generation. Der 27-Jährige spielt mit Orchestern wie dem Royal Concertgebouw und der Sächsischen Staatskapelle Dresden, in Konzerthäusern wie der Wigmore Hall in London und dem Konzerthaus in Wien. Als leidenschaftlicher Kammermusiker konzertiert Simon Höfele mit Pianisten wie Elisabeth Brauß und Frank Dupree oder der Perkussionistin Vivi Vasseliva. Sein Album „Standards” wurde mit dem Opus Klassik als „Konzerteinspielung des Jahres” 2020 ausgezeichnet.

  • 11:05 Uhr

    Tschechiens Blick zurück: Ein Land entdeckt sich neu
    Von Kilian Kirchgeßner

    Der „dicke Strich“ ist in Tschechien sprichwörtlich - Staatspräsident Vaclav Havel forderte ihn nach der Samtenen Revolution im Jahr 1989: eine Art Schlussstrich unter die Vergangenheit, damit die Gesellschaft friedlich durch die Transformation kommt. Die Zeit des Kommunismus liegt inzwischen Jahrzehnte zurück. 2021 wurde die kommunistische Partei erstmals nicht mehr ins Parlament gewählt, und es sieht so aus, als würden die Tschechen nach und nach alte Tabus über Bord werfen, die im Kommunismus für viele Aspekte der Vergangenheit galten. Die Aufarbeitung von kommunistischem Unrecht, aber auch von Gräueltaten während der Vertreibung der Sudetendeutschen - sie sind längst nicht mehr nur Thema für Historiker, sondern für eine breite Öffentlichkeit. Ein Blick auf ein Land, das sich selbst neu entdeckt: mit der Entstehung eines riesigen Zeitzeugen-Archivs, mit Bürgerinitiativen und engagierten Autoren.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

    Evakuierungen und Mobilisierung: Lage in Separatisten-"Republiken" in Ostukraine

    Russland-Ukraine-Krise beherrscht Münchener Sicherheitskonferenz

    Gedenken an rassistische Morde in Hanau heute vor zwei Jahren

    Stand der Aufarbeitung - Interview mit Newroz Duman, Initiative 19. Februar

    Auszug Interview der Woche mit Nancy Faeser, Bundesinnenministerin, SPD: Zu zwei Jahre Hanau

    Orkantief Zeynep zieht über den Norden

    Olympia aktuell

    Am Mikrofon: Thielko Grieß

  • 13:10 Uhr

    Konflikt mit Russland: Von Diplomatie und Kriegsrhetorik

    Energieversorgung: Die Mär vom hohen Gasbedarf

    EU-Rechtsstaatsmechanismus: Kommission darf nicht nachgeben

    Schattenfamilien in der Pandemie: Sie dürfen der Gesellschaft nicht egal sein

    Am Mikrofon: Sina Fröhndrich

  • 13:30 Uhr

    Auslandskorrespondenten berichten
    Ziele weit verfehlt: Impfsituation in Nord- und Westafrika

    Zwischen Skandalen und Nachfolger-Suche: Wahlkampf in Südkorea

    Streit um Taiwan: China erhöht Druck auf Litauen

    "Tantura": Ein Film führt in Israel zu Diskussionen

    Am Mikrofon: Andreas Noll

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

    Auf den Spuren des Traumberufs - Über die Kunst des befriedigenden Arbeitens
    In „Campus & Karriere" gehen wir diesen Fragen nach: Wie erkennt man seinen Traumberuf? Was ist es, was einen erfüllten Job ausmacht und in welchem Verhältnis stehen wir in Deutschland grundsätzlich zur Arbeit? Können wir über eine andere Einstellung leichter Befriedigung in unserer Arbeit finden? Ist es auch eine Altersfrage, ob der Wechsel in den Traumberuf gelingen kann? Und wenn der Entschluss gefasst ist: wo bekomme ich Unterstützung?

    Gäste:
    Timothy Fitschen, Bundesagentur für Arbeit, Bereichsleiter Rheinisches Revier    
    Prof. Dr. phil Tim Hagemann, Lehrstuhl für Arbeits- Organisations- und Gesundheitspsychologie an der Fachhochschule der Diakonie, Bielefeld
    Jannicke Stöhr, systemische Business Coach, Autorin des Buches „Das Traumjob-Projekt“
    Am Mirkofon: Petra Ensminger

    Hörertel.: 00800 4464 4464
    campus@deutschlandfunk.de

    Nicht glücklich im Job? In der Pandemie ist die Unzufriedenheit mit der Arbeit unter den Deutschen gewachsen und viele denken über einen Wechsel nach. Doch den Schritt hin zum Traumberuf trauen sich viele dann doch nicht zu. Und das ist nicht nur in Pandemiezeiten so. Was hindert uns eigentlich? In unserer Kindheit konnten wir vermutlich noch genau benennen, wohin unsere Berufsträume uns ziehen: ins All etwa, in die Arztpraxis, zur Feuerwehr. Wo wir dann landen, ist eine ganz andere Sache. Doch wer sagt, dass wir uns auch jenseits von kindlichen Träumen im späteren Berufsleben nicht zufrieden und erfüllt fühlen können? Vielleicht bietet sich ja gerade in der Corona-Krise die Chance für ein Umdenken, für den Neuanfang! Rein also in den Traumjob, der aber wie zu finden ist?

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

    Gedenken an Hanau: Welche Rolle spielt Musik?
    Vor genau zwei Jahren wurden in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven getötet. Erinnern - das ist eine der Forderungen der Initiative 19. Februar, die von Angehörigen der Opfer ins Leben gerufen wurde. Die Erinnerung wird vor allem durch das Engagement von Familie und Freunden der Oper nach außen getragen - aber auch durch Musik. Welche Bedeutung spielt Rap für das Erinnern und Gedenken an den Anschlag in Hanau? Warum wird auf muslimischen Trauerveranstaltungen keine Musik gespielt wird? Und wie kann Musik und bei der Bewältigung von Trauer helfen?

    Indie-Kampfansage: Neues Album „Jazzfest“ von Pauls Jets
    Der Titel des neuen Albums des österreichischen Trios Pauls Jets ist zunächst irreführend. „Jazzfest“ hat die Band ihre neue Platte genannt. Und das, obwohl sie als Hoffnungsträger des deutschsprachigen Indies gelten. Wenn man den Aussagen der Band Glauben schenkt, dann kann diese Verwechslung nur einen Grund haben: viele, viele Drogen. Denn „Jazzfest“ handelt von Rausch und Pillen, die einen glücklich machen. Bewusstseinserweiternd, so kann man den Sound der Band, die gerne mit Genres experimentiert, definitiv nennen. Wie man Trap und Schlager (erfolgreich) verbindet, darüber spricht Paul Buschnegg im Interview

    Süße Harmonien ohne bitteren Nachgeschmack: „Once Twice Melody" von Beach House
    Zwischen Sehnsucht und Schlafzimmerliedern. Für die einen ist das Duo Beach House die ideale Verkörperung von Dream-Pop, so wie wir ihn aus den 80er-Jahren kennen. Für die anderen machen Victoria Legrand und Alex Scally, so die bürgerlichen Namen des Duos, alternativen Kuschelrock mit Antriebsschwäche. Nun erscheint das achte Studioalbum der Band mit dem Titel „Once Twice Melody“. Wer gewohntes mag, dem sei gesagt: So gute Hooks und Variationen des Immergleichen bekommen nur sehr wenige hin

    Am Mikrofon: Mike Herbstreuth

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    Geschichten von damals
    Michał Skibiński / Ala Bankroft (Illustration): „Ich habe einen schönen Specht gesehen“
    Aus dem Polnischen von Thomas Weiler
    (Prestel Verlag, München)
    Ein Beitrag von Thomas Linden

    Lucy Adlington: „Das rote Band der Hoffnung“
    Aus dem Englischen von Knut Krüger
    (Magellan Verlag, Bamberg)
    Ein Beitrag von Christoph Vormweg

    Tae Keller: „Wie man einen Tiger fängt“
    Aus dem amerikanischen Englisch von Ilse Rothfuss
    (Verlag Dragonfly, Hamburg)
    Ein Beitrag von Katharina Borchardt

    Erwähnung:
    Jacob van der Hoeden und Agnès Desarthe (Illustration): „Lienekes Hefte“
    Aus dem Niederländischen von Edmund Jacoby
    (Verlagshaus Jacoby & Stuart, 10 Hefte, Berlin)

    Am Mikrofon: Ute Wegmann

  • 16:30 Uhr

    Computer und Kommunikation

    Digitalbomben:
    Die Cyber-Sicherheitskonferenz diskutiert über neue IT-Waffen

    Mangelversorgung:
    Für ältere Menschen gibt es nur unzureichenden IT-Support

    Das Digitale Logbuch
    Cyber-Russ

    Sternzeit 19. Februar 2022
    Nikolaus Kopernikus und die Korrektur der Inquisition

    Am Mikrofon: Manfred Kloiber

  • 17:05 Uhr

    Sollte personalisierte Werbung verboten werden?
    Markus Beckedahl, Gründer und Chefredakteur von "netzpolitik.org", und Achim Schlosser, Vorstand der "European netID Foundation", im Gespräch
    Am Mikrofon: Stefan Römermann

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    Walk! Die Schirn in Frankfurt widmet sich dem Kunstthema Gehen

    Literatur gegen Rassismus? Die Schriftstellerin Shida Bazyar über "Schreiben nach Hanau"

    "Cosmos Ottinger" - eine Retrospektive auf die Künstlerin Ulrike Ottinger in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden

    "Capturing Character" Holbein der Jüngere in der Morgan Library in New York

    Kunst und digitale Technik - was steckt hinter dem NFT-Hype? Die Kölner Galeristin Priska Pasquer im Gespräch

    Am Mikrofon: MIchael Köhler

  • 18:40 Uhr

    West, Nord, Süd - Begegnungen zwischen Thüringen und Bayern
    Deutschlandfunkproduktion 2021

  • 19:10 Uhr

    Olympische Winterspiele in Peking 2022
    Olympia 2022 - Bilanzen
    Olympia 2022 - Das IOC und das Märchen vom neutralen Sport

    1. Fußball-Bundesliga, 23. Spieltag
    DSC Arminia Bielefeld - 1. FC Union Berlin
    FC Augsburg - SC Freiburg
    VfB Stuttgart - VfL Bochum
    VfL Wolfsburg - TSG 1899 Hoffenheim
    1. FC Köln - Eintracht Frankfurt

    2. Fußball-Bundesliga, 23. Spieltag
    Holstein Kiel - Karlsruher SC
    SV Sandhausen - Hamburger SV
    Ole Werner kann Otto Rehhagel Rekord bei Werder einstellen: Fanumfrage
    SV Werder Bremen - FC Ingolstadt 04
    1. FC Nürnberg - SSV Jahn Regensburg (20.30 h)

    Krypto-Währung im Fußball
    Fan-Tokens und die UEFA - Was ist von der Kryptowährung "Chiliz" zu halten?

    Am Mikrofon: Marina Schweizer

  • 20:05 Uhr

    Unser Boot nach Bir Ould Brini
    Von Christian Geissler
    Regie: Hermann Naber
    Mit Hannelore Hoger, Hans Peter Bögel, Helmut Wöstmann, Markus Hoffmann, Sabine Postel, Annette Ziellenbach und Christian Geissler
    Komposition: Cornelius Schwehr
    Ton und Technik: Roland Seiler und Regina Kraus
    Produktion: SWF 1993
    Länge: 64‘12

    Eine Handvoll Menschen hat es nach Afrika, in die Wüste, verschlagen. In Höhlen haben sie Schutz vor dem heißen Wind gefunden. Doch das ist nicht ihr Ziel, sondern ein alter Brunnen.
    „Viele sind fett geworden in runden Finsternissen. Erst als eine Frau, beim Gehen nach eßbaren Tieren, auf den Rest eines Schiffes stieß, fanden wir, daß wir uns haben täuschen lassen. Die Erinnerung ist genau. Genau für morgen. Jede Wüste hat Wasser. Wir brauchen für uns ein Boot. Die Fahrt geht weit. Weit über jeden von uns hinaus. Aber wir wollen hin. Bir Ould Brini. Genau dorthin.”
    Durch Brüche und Verschränkungen konfrontiert der Autor lyrische Zustandsbilder mit deutschen Alltags-Episoden und rhapsodischen Briefen. Das Stück über die Ohnmacht des Protestes, die Kommerzialisierung unserer Träume und den Exodus utopischer Fantasie wurde 1993 als „Hörspiel des Jahres” und mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet.

  • 22:05 Uhr

    Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal
    György Kurtág
    „Rückblick, Hommage à Stockhausen“

    Marco Blaauw, Trompete
    Benjamin Kobler, Tasteninstrumente
    Ulrich Löffler, Tasteninstrumente
    Florentin Ginot, Kontrabass

    Aufnahme vom 19. - 22.4.2021 im Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln

    Am Mikrofon: Hanno Ehrler

    György Kurtág ist ein Meister der Miniatur. Auch sein einstündiges Quartett „Rückblick“ besteht in Wahrheit aus über 40 kurzen Abschnitten. Alle diese kleinen Stücke hat der Komponist betitelt. Überschriften wie „zorniger Choral“, „Grashalm“ oder „Alkohol“ sind programmatisch, und es gibt Reverenzen an Künstler wie Stockhausen, Dostojewski oder Paganini. Sehr ungewöhnlich ist die Besetzung des Werks mit Trompete, Kontrabass und zwei Klavieren. Aber damit nicht genug: Die Pianisten müssen zwei Flügel, zwei Up-Right-Klaviere, eine Celesta und ein Cembalo spielen. So gelingt es György Kurtág, einen ganz außergewöhnlichen Klangkosmos zu entfalten. Vier Instrumentalisten der Kölner Musikfabrik haben Kurtágs 1993 komponiertes Werk „Rückblick - Hommage à Stockhausen“ im Mai 2021 im Deutschlandfunk Kammermusiksaal eingespielt. Die Aufnahme wird unter musikfabrik.eu/de/label veröffentlicht.

  • 23:05 Uhr

    Round Midnight
    Eine Lange Nacht des Jazzpianisten Thelonious Monk
    Von Karl Lippegaus
    Regie: der Autor
    (Wdh. v. 14./15.10.2017)

    Für den Jazzmusiker Thelonious Monk (1917-1982) gab es keine Routine. Jedes Konzert und jede Studioaufnahme waren Reisen ins Unbekannte. Der Pianist aus Rocky Mount, North Carolina, hatte seine ureigenen Vorstellungen von dem, was musikalisch richtig oder falsch war. Das Meiste hatte er selbst geschrieben, nur selten interpretierte er fremde Stücke, sein großes Idol hieß Duke Ellington. In den 40er-Jahren war Monk an der Entwicklung eines neuen Jazzstils beteiligt, den man Bebop nannte. Seinem exzentrischen Verhalten und den vielen Geschichten, die über ihn kursierten, verdankte er den Ehrentitel „Hohepriester des Bop“. Er war der erste schwarze Jazzmusiker, der eine Titelstory im Time Magazin bekam. Sein Meisterschüler John Coltrane sagte, er habe von Monk „auf jede Weise viel gelernt - durch die Sinne, theoretisch, technisch“. Mit ständig wechselnden Kopfbedeckungen - von der Persianermütze bis zu Fez und ghanaischem Strohhut, gut bestückt mit Sonnenbrille und schweren Ringen an den Fingern - vollführte er Tänze vor dem Klavier. Die Art, wie er redete, korrespondierte mit seinen Melodien - alles machte ihm zum Inbegriff eines Hipsters. Seine große Hymne wurde „Round Midnight“. Sein Image als Exzentriker verdeckte jedoch den Blick auf sein soziales Engagement und das Rätsel seines Leidens. Die letzten sechs Jahre seines Lebens verbrachte der an einer bipolaren Störung schwer erkrankte Pianist in fast völliger Abgeschiedenheit bei seiner Freundin und Mäzenin Pannonica de Koenigswarter, der berühmten „Jazz Baroness“, die zusammen mit seiner Frau Nellie für Halt in seinem Leben sorgte. Zwischen Exil und Konzession mussten viele afroamerikanische Jazzkünstler wählen. Monk gelang es, seinen Platz in einer radikal veränderten Musikwelt zu verteidigen.