2. Raderbergkonzert 2025/26
Béla Bartók
Suite, op. 14
Johannes Brahms
Balladen, op. 10
Béla Bartók
Burlesken, op. 8c
Johannes Brahms
Sonate Nr. 3 f-Moll, op. 5
Julius Asal, Klavier
Am Mikrofon: Johannes Jansen
Aufnahme vom 18.11.2025 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln
Improvisationen prägen Asals Zugang zur Musik. Brahms und Bartók will er miteinander ins Gespräch bringen.
„Ungarische Tänze“ könnte die Antwort auf die Frage lauten, was Béla Bartók und Johannes Brahms verbindet. Aber es wäre eine sehr oberflächliche Betrachtungsweise. Für Julius Asal steht eine andere Gemeinsamkeit im Vordergrund: Bartók und Brahms waren nicht nur hervorragende Pianisten, sondern verstanden sich auch aufs Improvisieren - genau wie er selbst, der schon als Kind improvisiert hat. Mit frei gestalteten Überleitungen bringt er sich nicht nur als Interpret, sondern als Dialogpartner der Komponisten ein. So auch auf seiner jüngsten CD mit Werken von Alexander Skrjabin und Domenico Scarlatti, zwei weiteren Ausnahmepianisten ihrer Zeit. In seinem neuen Programm für das heutige Konzert kommt noch eine Gemeinsamkeit hinzu: Die von Asal ausgewählten Werke wurden geschrieben, als Brahms und Bartók ungefähr im gleichen Alter waren wie Asal selbst - Mittzwanziger im Höhenflug.