Neue Produktion aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal
Evstigney Fomin
Ballette aus der Oper „Bogatyr Boeslavich“
Ernst Wanzura
Sinfonie D-Dur, „Russische" (2. Version, 1785)
Sinfonie C-Dur, „Ukrainische" (2. Version 1785-1790)
Ensemble altera pars
Aufnahme vom Mai 2025 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln
Am Mikrofon: Susann El Kassar
Das Ensemble altera pars hat Werke aus dem 18. Jahrhundert aufgenommen, die in Russland heute kaum Beachtung finden.
Das Ensemble altera pars beschäftigt sich intensiv mit Musik aus dem 18. Jahrhundert, die in St. Petersburg entstanden ist, in Russland jedoch heute kaum Beachtung findet. Ernst Wanzura beispielsweise werde ignoriert, weil er ein gebürtiger Böhme ist, erklärt der Cellist Pawel Serbin. Dabei verwendet Wanzura in seinen Sinfonien russische und ukrainische Lieder und gestaltet daraus unterhaltsame Potpourris. Am Zarenhof genoss Wanzura einiges Ansehen, unter Katharina II. war er stellvertretender Direktor des Kaiserlichen Theaters in St. Petersburg. Evstigney Fomin ist in St. Petersburg geboren und hatte das Glück, in Italien Komposition studieren zu dürfen. Zurück in Russland sollte er mit seiner komischen Oper „Bogatyr Boeslavich“ in eine glänzende Karriere starten, aber das Stück wurde nach der Uraufführung 1786 nicht wieder aufgeführt. Dass darin aufführenswerte Musik schlummert, zeigt altera pars.