Neue Produktion aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal
Robert Schumann
Trio Nr. 1 d-Moll für Violine, Violoncello und Klavier, op. 63
Trio Nr. 2 F-Dur für Violine, Violoncello und Klavier, op. 80
Trio Nr. 3 g-Moll für Violine, Violoncello und Klavier, op. 110
Antje Weithaas, Violine
Marie-Elisabeth Hecker, Violoncello
Dénes Várjon, Klavier
Am Mikrofon: Klaus Gehrke
Robert Schumanns Nervenkrisen - seine Klaviertrios erzählen davon und sind klingende Tagebücher.
Es waren nicht unbedingt die besten Voraussetzungen, unter denen Robert Schumann seine drei Klaviertrios komponierte: Das im Sommer 1847 entstandene Trio Nr. 1 spiegelt mit der Tonart d-Moll noch etwas von Schumanns gravierendem Nervenzusammenbruch von 1844 wider. Nur wenige Monate später schrieb er sein zweites Trio, das aufgrund wiedergewonnener Schaffenskraft gelöster wirkt. Während der Komposition am dritten Trio im Oktober 1851 brauten sich erneut dunkle Wolken über Schumann zusammen; die wachsende Kritik an ihm als Düsseldorfer Generalmusikdirektor führte zu einer weiteren schweren Nervenkrise. Seine emotionsgeladenen Trios haben die Geigerin Antje Weithaas, die Cellistin Marie-Elisabeth Hecker und der Pianist Dénes Várjon im Januar und Februar 2025 im Deutschlandfunk Kammermusiksaal aufgenommen.