Programm: Vor- und RückschauSamstag, 22.02.2014

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  • 00:05 Uhr

    Mord am Hindukusch
    Von Holger Siemann
    Regie: Annette Kurth
    Mit: Andreas Pietschmann, Torben Kessler, Oliver Stokowski, Marlon Kittel, Janina Sachau, Thomas Lang, Tanja Schleiff u.a.
    Produktion: WDR 2013
    Länge: 50'10

    Staatsanwalt Johannes Wintrup soll die näheren Umstände aufklären, die zum Selbstmord eines deutschen Soldaten in Afghanistan geführt haben. Patrick Koslowski alias "Omme" war ein erfolgreicher Boxer, der wegen Beleidigung eines Funktionärs aus dem Olympiakader geflogen war und sich daraufhin in einer von den Medien viel beachteten Aktion als Freiwilliger für den Afghanistan-Einsatz gemeldet hatte. Drei Kameraden waren bei dem Einsatz dabei, in dem es darum ging, "havarierte" Technik zu bergen. Die Obduktion der Leiche ergibt, dass Koslowski von einer Handgranate am Oberschenkel getroffen wurde und verblutete. Wintrup zweifelt an der Selbstmordthese, aber er findet keine beweiskräftigen Spuren. Bis er auf einen Professor trifft, der für das Kampfroboter-Projekt "ARVis" zuständig ist.

    Holger Siemann, geboren 1962 in Leipzig, studierte Philosophie in Berlin und arbeitete in verschiedenen Berufen, u.a. als Offizier. Er schreibt Prosa, Drehbücher, Features und Hörspiele, zuletzt "Puntland" (WDR 2012).

  • 01:05 Uhr
    01:05 Uhr  Soundcheck

    Kickback City -
    Rory Gallaghers Krimi-Sounds
    Am Mikrofon: Udo Vieth

    02:05 Uhr  LiederLaden

    Wut tut gut - zehn Jahre Protestsongcontest im Wiener Rabenhoftheater
    Am Mikrofon: Regina Kusch

    Manche protestieren gegen Atomkraftwerke, korrupte Politiker und Umweltzerstörung, andere gegen Langeweile, Konsumrausch oder Spinat. Seit zehn Jahren, immer am 12. Februar, veranstaltet das Wiener Rabenhoftheater den Protestsongcontest, mit dem an die Februarunruhen in Wien nach dem Verbot der sozialdemokratischen und kommunistischen Partei 1934 erinnert wird, der inzwischen eine eingeschworene Fangemeinde in die zum Bersten gefüllte Kellerbühne lockt. Interpreten und Stilrichtungen sind ebenso verschieden wie die Liedinhalte und reichen von vertonten Flugblättern über Heurigenblues bis zu Revolution-Rap oder Anarcho-Punk, mal anklagend, mal rebellisch oder zornig-poetisch, ganz nach dem Motto 'Wut tut gut'. Dem Sieger winkt ein Solokonzert im Rabenhoftheater.

    03:05 Uhr  Spielraum

    Rock ohne Grenzen
    Am Mikrofon: Alfried Schmitz

    04:05 Uhr  Milestones

    Klassiker der Jazzgeschichte
    Arild Andersen  ‘Clouds in my Head’ (1975), ‘Shimri’ (1976), ‘Green Shading Into Blue’ (1978) 
    Mit Michael Engelbrecht

    05:05 Uhr  Alte Musik

    Bernhard Heinrich Romberg
    Sonate für Violoncello und Hammerklavier F-Dur, op. 5
    Davit Melkonyan, Violoncello
    Mikayel Balyan, Hammerklavier

    05.30 Nachrichten
    05.35 Presseschau
    Aus deutschen Zeitungen

    Johann Sebastian Bach
    Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur, BWV 1050 für Flöte, Violine, Cembalo, Streicher und Basso continuo
    I Barocchisti
    Leitung: Diego Fasolis

  • 06:05 Uhr

    Ines Pohl, die tageszeitung (taz):
    Trauerspiel: Das Verbrechen Kinderpornografie

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    08:50 Uhr  Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 100 Jahren: Der Maler und Dichter Karl Otto Götz geboren

  • 09:10 Uhr

    Auf Spurensuche -
    Fünf Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Die Schriftstellerin Ulla Hahn

    Es war die Liebe zum Wort und zu den Büchern, die Ulla Hahn als junges Mädchen herauswachsen ließen aus der Provinz und aus dem Leben als Arbeiterkind. Geboren im Jahr 1946 im Sauerland und aufgewachsen in Monheim am Rhein, bahnte sie sich schon früh den Weg in die Welt der Literatur - gegen alle Widerstände. Sie studierte und promovierte, arbeitete als Journalistin und veröffentlichte 1981 ihren ersten Gedichtband ‚Herz über Kopf‘. Heute ist Ulla Hahn eine der renommiertesten Schriftstellerinnen der deutschen Gegenwartliteratur. Ihr bekanntester Roman ‚Das verborgene Wort‘ wurde unter dem Titel ‚Teufelsbraten‘ verfilmt. Heute will Ulla Hahn, die mittlerweile in Hamburg lebt, ihre Liebe zur Sprache und Literatur zurückbringen in ihr Elternhaus in Monheim: In der Neustraße 2 hat sie das ‚Ulla-Hahn-Haus‘ für Sprach- und Leseförderung gegründet. Seit 2012 wird dort auch der nach ihr benannte Autorenpreis verliehen.

  • 11:05 Uhr

    Spitzbergen - Global Village im Ewigen Eis:
    Von der Walfänger-Insel zum Zentrum der Arktisforschung
    Mit Reportagen von Andrea Rehmsmeier
    Am Mikrofon: Robert Baag

    Mehr als zwanzig Millionen Quadratkilometer Eismeer und Permafrost-Boden voller Rohstoffe - das ist die Arktis. Auf die einst unberührte Eiswüste setzen Rohstoffkonzerne und Reedereien längst große Hoffnungen, denn als Folge der Erderwärmung schmelzen immer mehr Eisflächen und Gletscher, geben neue Förderfelder sowie zeit- und wegsparende Schiffspassagen frei. Doch lässt sich das hochsensible Ökosystem Arktis wirtschaftlich überhaupt nutzen, ohne es gleichzeitig unwiederbringlich zu zerstören? Diese Frage versucht auf Spitzbergen eine internationale Forschergemeinschaft zu beantworten. Sie kann den rasanten Klimawandel buchstäblich vor ihrer Haustür beobachten - besonders während des dunklen Polarwinters. Die Inselgruppe in der Barentssee, die heute von Norwegen verwaltet wird, ist seit Jahrhunderten stets Schauplatz diverser Ressourcenwettläufe der jeweiligen Weltmächte gewesen. Doch der einst interessante Walfang, wie auch der Kohleabbau gehören längst der Vergangenheit an. Heute lebt Spitzbergen von Polarforschern aus aller Welt - und von deren Expeditionen ins arktische Eis.

  • 13:10 Uhr

    Themen der Woche

    Robert Baag, Deutschlandfunk:
    Machtspiel: Stellvertreterkrieg in der Ukraine

    Birgit Wentzien, Deutschlandfunk:
    Hütchenspiel: Die Große Koalition und der Fall Edathy

    Ines Pohl, die tageszeitung:
    Trauerspiel: Das Verbrechen Kinderpornografie

    Christian Stöcker, Spiegel online:
    Heimspiel: Verjüngungskur für Facebook

    Am Mikrofon: Melanie Longerich

  • 13:30 Uhr

    Auslandskorrespondenten berichten
    Machtkampf in Venezuela: Präsident Mureno in Bedrängnis

    Rolle rückwärts: Ägyptische Führung sucht die Nähe zum Kreml

    Versuch einer staatlichen Neuordnung: Libyen wählt Verfassungsrat

    Der fragile Frieden im Südkaukasus: Binnenflüchtlinge zwischen Aserbaidschan und Armenien

    Am Mikrofon: Birgit Morgenrath

  • 14:05 Uhr

    Das Forum für lebenslanges Lernen
    Vielfalt im Klassenzimmer:
    Wie begegnet Schule den Herausforderungen der Einwanderungsgesellschaft?

    PISAplus greift diese Frage auf: Wie kann sich Schule besser auf die Bedürfnisse von Kindern aus Einwandererfamilien einstellen? Was muss sich im
    Unterricht ändern? Wie können kulturelle Missverständnisse und Vorurteile vermieden werden? Welche Ausbildung und Unterstützung brauchen Lehrer, damit sie den Herausforderungen gerecht werden?

    Gesprächsgast:
    Nermin Sali, Lehrer und Sprecher des Netzwerks der Pädagogen mit Zuwanderungsgeschichte
    Am Mikrofon: Regina Brinkmann

    Als Beiträge sind dazu geplant:
    Der Blick über den Tellerrand
    Wie Schulen in Europa, USA und Kanada mit Zuwanderung umgehen
    (Konferenz Migration und Bildung, Hildesheim, 20.-22.02.2014)

    Hörertel.: 00800 - 4464 4464
    pisaplus@deutschlandfunk.de

    Eine Klasse, viele Nationen - Das ist in vielen deutschen Schulen inzwischen Realität. Ein Drittel aller Schüler stammt aus Einwandererfamilien. Sie bringen ganz unterschiedliche sprachliche und kulturelle Hintergründe mit, auf die allerdings nur wenige Lehrer wirklich gut vorbereitet sind. So zeigt eine aktuelle Studie der Stiftung Mercator, dass in den meisten Bundesländern die Sprachförderung kein verpflichtender Bestandteil der Lehrerausbildung ist. Lehrer lernen also kaum oder gar nicht, wie sie mit der Zweisprachigkeit ihrer Schüler im Unterricht umgehen müssen. Das Unwissen über sprachliche und kulturelle Besonderheiten führt immer wieder dazu, dass Kinder mit Migrationshintergrund in ihren Potentialen unterschätzt, im schlimmsten Fall sogar eher als Problemgruppe wahrgenommen werden. Das kritisiert auch die Hildesheimer Erziehungswissenschaftlerin Viola Georgi. So werde bisher oft gefragt, warum Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund nicht in das deutsche Bildungssystem passten. Viel wichtiger sei aber die Frage, was sich am System ändern müsse.

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

    Popmusik mit Kunstanspruch: Annie Clark alias St. Vincent
    Ihr letztes Album hat sie mit David Byrne von den Talking Heads aufgenommen, spätestens seitdem gilt Annie Clark als die Künstlerin unter den jungen New Yorker Popmusikern. Nun erscheint das vierte Soloalbum der 31-jährigen unter ihrem Künstlernamen St. Vincent. Es behandelt in elf Songs die zunehmende Entfremdung des Menschen in einer digitalen, immer weniger haptisch erlebten Welt. Ausgangspunkt für das Thema war Annie Clarks Begegnung mit einer Klapperschlange auf einer texanischen Ranch.

    Nina Persson von den Cardigans mit neuem Solo-Album
    Nina Persson wollte nie Popstar werden, nach vielen Jahren Karriere hat sie ihr Schicksal aber akzeptiert. Mit The Cardigans sang die Schwedin in einer der wichtigsten Popbands der Jahrtausendwende. Mit dem großen Erfolg stellten sich aber auch einige private Krisen ein. Heute ist Nina Persson Mutter und veröffentlicht mit „Animal Heart“ nun ihr erstes Soloalbum.

    18 Monate im Studio: Über die Entstehung des neuen The-Notwist-Albums
    Vor 25 Jahren haben The Notwist als Schülerband im bayrischen Weilheim angefangen. Mit Hardcore haben sie angefangen, bevor sie sich mit dem 1998 veröffentlichten Album „Shrink“ der Mischung aus Elektronik und Indie-Gitarren widmeten und damit ein Genre mitgründeten: Indietronic. Auch das neue Album „Close To The Glass“ ist wieder in Weilheim aufgenommen, 18 Monate hat die Band daran getüftelt. Für Corso haben The Notwist die Studiotüren geöffnet.

    Am Mikrofon: Dirk Schneider

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser
    Luca Novelli: Galilei und der erste Krieg der Sterne
    (Arena Verlag)

    Mary Hoffmann: David
    (Bloomsbury Verlag)
    Vorgestellt im Gespräch mit Tilman Spreckelsen

    Adam Rex: Happy Smekday
    (Verlag Carl Ueberreuter)

    Am Mikrofon: Tanya Lieske

  • 16:30 Uhr

    Computer und Kommunikation
    Schwerpunkt:
    Vom Herzschrittmacher zum Cyborg
    Die moderne Informationsverarbeitung erlaubt wirksame Implantate

    Hochleistungssoldaten versus Handicap-Hilfen
    Die Forschung an künstlichen Körperteilen steht in der ethischen Kritik

    Aktuell:
    Business as usual
    Deutsche Schnüffelsoftware ist im mittleren Osten nach wie vor beliebt

    Warteschleife war gestern
    Die Call-Center-Branche will mit Multimedia-Unterstützung besseren Service liefern

    Das Digitale Logbuch
    DreiFinger

    Info-Update

    Sternzeit, 22. Februar
    Pallas so hell wie selten

    Am Mikrofon: Manfred Kloiber

  • 17:05 Uhr

    Geld von Google?
    12 Verlage einigen sich auf eine Verwertungsgesellschaft für das Leistungsschutzrecht

    Social-Media-Week in Hamburg
    Wie sich das Berufsbild des Journalisten wandelt

    Reporter auf dem Treppchen?
    Die deutsche Berichterstattung aus Sotschi

    O-Ton-Nachrichten:
    Ein neuer Datengigant: Facebook kauft Whats App
    Reporter im Kairoer Hochsicherheitstrakt: Prozessauftakt gegen Al Dschasira Mitarbeiter
    Millionenvergleich: Deutsche Bank legt Schadenersatzstreit mit Kirch-Erben bei

    Am Mikrofon: Thomas Otto

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen
    Einer zuviel im Laden? Serge Dorny wurde als  Intendant der Semperoper noch vor Amtsantritt gekündigt

    Wohnungsnot bei den Sowjets - Mikhail Agrest und Christine Mielitz deuten "Moskau, Tscherjomuschki" von Dmitri Schostakowitsch an der Semperoper Dresden

    Wanderer zwischen den Kunstwelten - Tobias Rehberger in der Frankfurter Schirn

    "Heimweh & Verbrechen" - Christoph Marthalers neues Stück nach einer gleichnamigen Studie von Karl Jaspers am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg

    Die böse Lust aufs Kind - Der Fall Edathy und die Diskussion um Abbildungen nackter Minderjähriger im Internet

    Am Mikrofon: Beatrix Novy

  • 18:40 Uhr

    Wir sind das "rechte" Volk: Wie die NPD im Internet Bürger mobilisiert

  • 19:10 Uhr

    Olympia-Magazin: 12.40Uhr

    Snowboard, Parallel-Slalom, Herren

    Snowboard, Parallel-Slalom, Damen

    Ski nordisch, Langlauf - 30 km Massenstart (Freistil), Damen

    Olympia-Telegramm: 18.35Uhr

    Ski alpin, Slalom, Herren

    Eisschnelllauf, Teamverfolgung, Herren

    Eisschnelllauf, Teamverfolgung, Damen

    Biathlon, 4 x 7,5 km, Herren

    Eishockey, Männer, Spiel um Platz 3

    Sport am Samstag: 19.10 Uhr

    Ski und Rodel gut - und der Rest? Eine deutsche Bilanz

    Welche Medaille hat wo, welchen Stellenwert

    Alles negativ? Eine Bilanz der Olympischen Spiele aus Sicht der Doping-Fahnder. Gespräch mit ARD-Doping-Experte Hajo Seppelt

    1. Fußball-Bundesliga, 22. Spieltag:Hamburger SV - Borussia Dortmund;

    1.FC Nürnberg - Eintracht Braunschweig

    Bundesliga-Gespräch mit Martin Bader, Sportdirektor beim 1. FC Nürnberg

    1. Fußball-Bundesliga, 22. Spieltag:Borussia Mönchengladbach - 1899 Hoffenheim;

    SC Freiburg - FC Augsburg; VfB Stuttgart - Hertha BSC Berlin;

    Halbzeitbilanz: VfL Wolfsburg - Bayer 04 Leverkusen

    2. Fußball-Bundesliga, 22. Spieltag: Karlsruher SC - SV Sandhausen;

    TSV 1860 München - SC Paderborn

    Aufstieg schon fix? Vermarkter IMG konterkariert die Bemühung des 1. FC Köln um Zurückhaltung

    Vorfreude in Frankreich auf die EM 2016: Vor der Auslosung der Qualifikationsgruppen

    Die Rolle der Fußball-Anhänger bei den Protesten in der Ukraine: Gespräch mit dem Journalisten Olaf Sundermeyer

    Leichtathletik Deutsche Hallenmeisterschaften in Leipzig

    Moderation: Moritz Küpper

  • 20:05 Uhr

    Lesungen und Gespräche mit der Literaturkritikerin Sigrid Löffler, der Schriftstellerin Nadifa Mohamed sowie der Publizistin Marie Luise Knott
    Am Mikrofon: Hubert Winkels

    Der Begriff Weltliteratur wird Wolfgang von Goethe zugeschrieben. Er, der aus vielen Sprachen übersetzte, sich mit Literaturen des Nahen und Fernen Ostens beschäftigte, Shakespeare über die Maßen schätzte und für seine Verbreitung im deutschsprachigen Raum einsetzte, ist somit gewissermaßen der Namenspatron des im November erschienenen Buchs „Die neue Weltliteratur und ihre großen Erzähler“ von der in Berlin lebenden Kritikerin Siegrid Löffler. Unter dem etwas flapsigen Formel „The Empire writes back“ werden seit geraumer Zeit Autorinnen und Autoren aus ehemaligen britischen Kolonien subsumiert, die auf Englisch publizieren und von postkolonialen Verhältnissen erzählen. Die meisten der von Sigrid Löffler beschriebenen Autoren sind oder waren Migranten und pendeln zwischen ihren Herkunftsländern und den wichtigsten Zuzugsstädten der westlichen Welt wie London, New York, Toronto oder Chicago. Andere behandelte Autoren kommen aus Krisengebieten wie dem Libanon oder aus Ex-Jugoslawien. „Die neue Weltliteratur ist eine Literatur der Nicht-Muttersprachlichkeit“ ist eine der zentralen Thesen Löfflers. Neben ihr liest Nadifa Mohamed, geb. 1981 in Somalia, die als Kind mit ihrer Familie nach London kam und deren Roman „Der Garten der verlorenen Seelen“ in der Übersetzung von Susanne Urban im Februar 2013 im C. H. Beck erscheint. In England wurde er mit dem GRANTA Prize 'Best of Young British Novelists' ausgezeichnet. Ein Roman, der vom Schicksal von drei somalischen Frauen erzählt, deren Lebenswege durch den Bürgerkrieg dramatisch verknüpft werden. Gesprächspartner an diesem Abend ist die Publizistin Marie Luise Knott. Die Moderation hat Hubert Winkels.

  • 22:05 Uhr

    Sinnstiftende Verwirrungen
    Der Kölner Komponist Niklas Seidl
    Vorgestellt von Ingo Dorfmüller

    Erfahrungen und Beobachtungen des täglichen Lebens stehen bei vielen Stücken des Kölner Komponisten Niklas Seidl, Jahrgang 1983, am Anfang. Mitunter schlagen sie sich direkt im Titel nieder. Wie bei jenem Ensemblestück, dass einer berüchtigten Billigkneipe in Leipzig ein Denkmal setzt: "Knolle - Wie in alten Zeiten: Hier kann man noch mit D-Mark bezahlen!” Die Klänge in Seidls Stücken kommen von Instrumenten und Zuspielbändern, aus Pappboxen und alten Kassettenrekordern - historische Musikstile begegnen allen möglichen akustischen Signalen der Jetztzeit. Doch aus dieser "Phänomenologie des Alltags" entsteht keine beliebige Collage: Sondern eine planvolle Verknüpfung des (nur scheinbar?) Unvereinbaren. Gemeinsam mit dem jungen Trompeter und Komponisten Paul Hübner hat Niklas Seidl zudem eine Reihe von sogenannten Entertainment-Videos produziert, die diesen Ansatz um historische Tiefenbohrungen bereichern. Der Zusammenstoß von kulturellem Anspruch und aktueller Wirklichkeit als visuell-akustische Polyphonie, sinnverwirrend schnell geschnitten, sprüht satirische Funken in alle Richtungen. Darüber hinaus ist Niklas Seidl Violoncellist und als solcher Mitbegründer des Kölner Ensembles Hand werk.Erfahrungen und Beobachtungen des täglichen Lebens stehen bei vielen Stücken des Kölner Komponisten Niklas Seidl, Jahrgang 1983, am Anfang. Mitunter schlagen sie sich direkt im Titel nieder. Wie bei jenem Ensemblestück, dass einer berüchtigten Billigkneipe in Leipzig ein Denkmal setzt: "Knolle - Wie in alten Zeiten: Hier kann man noch mit D-Mark bezahlen!” Die Klänge in Seidls Stücken kommen von Instrumenten und Zuspielbändern, aus Pappboxen und alten Kassettenrekordern - historische Musikstile begegnen allen möglichen akustischen Signalen der Jetztzeit. Doch aus dieser "Phänomenologie des Alltags" entsteht keine beliebige Collage: Sondern eine planvolle Verknüpfung des (nur scheinbar?) Unvereinbaren. Gemeinsam mit dem jungen Trompeter und Komponisten Paul Hübner hat Niklas Seidl zudem eine Reihe von sogenannten Entertainment-Videos produziert, die diesen Ansatz um historische Tiefenbohrungen bereichern. Der Zusammenstoß von kulturellem Anspruch und aktueller Wirklichkeit als visuell-akustische Polyphonie, sinnverwirrend schnell geschnitten, sprüht satirische Funken in alle Richtungen. Darüber hinaus ist Niklas Seidl Violoncellist und als solcher Mitbegründer des Kölner Ensembles Hand werk.

  • 22:50 Uhr

    Sport aktuel lmit Olympia-Telegramm: 22.50 Uhr

    1. Fußball-Bundesliga, 22. Spieltag:VfL Wolfsburg - Bayer 04 Leverkusen

    Vorschau zur Qualifikationsgruppen-Auslosung EURO 2016 in Frankreich

    Bob, Viererbob - 1./2. Lauf

    Eiskunstlauf, Schaulaufen

    Moderation: Moritz Küpper

  • 23:05 Uhr

    Der Star, der keiner sein will
    Eine Lange Nacht mit dem Schauspieler Jürgen Vogel
    Von Bernd Sobolla
    Regie: Uta Reitz

    Wenn man an die Stars in der heutigen deutschen Filmbranche denkt, dann fallen einem Namen wie Martina Gedeck oder Matthias Schweighöfer ein, Nina Hoss oder Ronald Zehrfeld, Corinna Harfouch oder auch Florian David Fitz, Bjarne Mädel oder Claudia Michelsen. Aber ein anderer Star sticht besonders hervor. Auch wenn er nicht mehr kommerzielle Erfolge aufweisen kann als die Genannten, auch wenn er nicht der absolute Frauenschwarm ist oder der ultimative Held im Kampf gegen alles Böse - Jürgen Vogel. Denn der 45-Jährige ist wie kaum ein anderer hierzulande in fast allen Genres zu Hause. Zudem arbeitet er neben seiner schauspielerischen Tätigkeit auch als Sänger, Produzent und Drehbuchautor und steht auf der Beliebtheitsskala des Publikums ganz oben. Erstaunlich ist auch, dass seine Karriere Ende der 1980er-Jahren begann, just zu der Zeit, als sich der deutsche Film allmählich zu einer Art „Neues Deutsches Erzählkino“ entwickelte.