Mittwoch, 23.10.2019
 
Seit 19:15 Uhr Zur Diskussion

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 29.09.2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Mitternachtskrimi

Mord auf Deutschlandtour
Bruder Kemal
Von Jakob Arjouni
Bearbeitung und Regie: Alexander Schuhmacher
Mit Hüseyin Michael Cirpici, Judith Rosmair, Anja Herden, Adam Bousdoukos, Leonie Rainer, Siemen Rühaak, Wolf-Dietrich Sprenger, Christian Redl u.a.
Produktion: NDR 2013
Länge: ca. 54‘

Ein ganzes Jahr lang reist der Deutschlandfunk-Krimi an jedem letzten Samstag im Monat zu den dunkelsten Verbrechensorten unserer Republik. Das Bahnhofsviertel in Frankfurt am Main hat den Privatdetektiv Kemal Kayankaya abgehärtet. Da wird er mit einem Zuhälter und einem Scheich doch allemal fertig. Für die Dauer der Frankfurter Buchmesse soll Kemal Kayankaya im Auftrag eines deutschen Verlags den Personenschutz für einen marokkanischen Schriftsteller übernehmen. Der Autor hat sich in seinem neuesten Werk zum Missfallen der Sittenwächter sehr weit vorgewagt und einige Morddrohungen erhalten. Es wird sicher kein Problem, auf ihn aufzupassen, denkt Kemal. Da kann er nebenher locker noch einen zweiten Auftrag annehmen. Valerie de Chavannes, Spross eines Frankfurter Bankiers, hat Kayankaya gebeten, ihre verschwundene Teenie-Tochter Marieke nach Hause zu bringen. Wahrscheinlich ist sie mit dem 30-jährigen Erden Abakay zusammen, der sich als Fotograf ausgibt. Dessen Adresse liefert Valerie gleich mit. Für Kemal also ein Kinderspiel. Tatsächlich findet der Detektiv Marieke in Abakays Wohnung, neben einer männlichen Leiche. Der Profi erkennt sofort, dass Erden Abakay das Mädchen an den Kerl vermittelt hatte. Doch der Fall ist nicht damit erledigt, dass Kemal den Zuhälter gründlich durchprügelt. Erden hat einen einflussreichen Onkel, der ganz groß im Heroingeschäft ist. Und dieser Scheich Hakim hat nun das dringende Bedürfnis, sich mit Bruder Kemal zu unterhalten. Statt der Moschee schlägt Kemal als Treffpunkt dreist den Haxen-Herbert am Bahnhof vor. Warum konnte er nur seine große Klappe nicht halten? Jetzt hat Kemal richtig Ärger am Hals.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Jazz

Stimme des Bebop. Zum 20. Todestag der Sängerin Betty Carter
Der lebenslang Unterschätzte. Zum 80. Geburtstag des Saxofonisten Gerd Dudek
Die singende Posaune. Zum 90. Geburtstag von Albert Mangelsdorff

Am Mikrofon: Michael Kuhlmann

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Eine Frage der Integrität - Die Gedenkstätte Hohenschönhausen in Turbulenzen

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Domkapitular Ulrich Beckwermert, Osnabrück
Katholische Kirche

06:50 Interview 

Kavanaugh-Affäre und das Trump-Narrativ - Profitieren am Ende gar die US-Republikaner? - Interview mit Josef Braml, USA-Experte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

Offenbar noch keine Einigung beim erneuten Dieselgipfel im Kanzleramt - Zumindest Kompromisslinien in Sicht? - Interview mit Florian Pronold (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

Türkischer Präsident Erdogan heute in Köln erwartet - Zum Streit um Ditib und die Moschee-Eröffnung - Interview mit Fritz Schramma, Ex-OB in Köln

08:30 Nachrichten 

08:35 Börse 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Philipp May

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 500 Jahren: Der italienische Maler Jacopo Tintoretto geboren

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Kriminalität in Berlin- Die Macht der Clans

Am Mikrofon: Manfred Götzke

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Der Multiperkussionist Christoph Sietzen

Der 1992 geborene Luxemburger entdeckte seine Liebe zum Xylofon bereits im Kindergarten. Später studierte er Marimba bei Bogdan Bacanu sowie Schlagwerk bei Leonhard Schmidinger und Josef Gumpinger in Linz. 2014 trommelte sich Christoph Sietzen beim ARD-Musikwettbewerb in die Championsleague der jungen wilden Schlagwerker wie Martin Grubinger oder Alexej Gerassimez. Wenige Jahre später erschien sein erstes Soloalbum ,Attraction’. Gastspiele mit den renommiertesten Orchestern führen ihn um die ganze Welt, seine CD-Einspielungen wurden mehrfach ausgezeichnet. Christoph Sietzen ist Mitglied des von Bogdan Bacanu gegründeten Marimba-Ensembles The Wave Quartet und unterrichtet an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Zusätzlich spielt er auch noch Kontrabass und Cembalo - ein Multitalent. Und moderieren am Radiomikrofon kann er auch noch.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Das Ende vom Öl
Mit Reportagen von Erik Albrecht

Aberdeen nennt sich stolz die Hauptstadt des Öls. Von hier aus versorgen die großen Konzerne per Schiff und Hubschrauber ihre Bohrinseln in der Nordsee. Jeder dritte Job in der schottischen Stadt hängt von der Rohstoffindustrie ab. Das schwarze Gold hat Aberdeen lange Zeit sicheren Wohlstand gebracht. Doch das könnte bald vorbei sein. 50 Jahre nach Beginn des Booms sind viele Quellen erschöpft. Selbst ein steigender Ölpreis garantiert nicht mehr automatisch Wohlstand für alle. Aberdeen stellt sich deshalb für die Zukunft neu auf. Hunderte Bohrinseln müssen allein bis 2025 verschrottet werden - das soll Jobs bringen. Und die Stadt setzt auf Hightechindustrien und den Tourismus.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

Erdogan in Berlin

Erdogan bei Eröffnung der Kölner Zentralmoschee

Zu viel Entgegenkommen? Zum Deutschlandbesuch Erdogans - Interview mit Volker Beck, Grünen-Politiker

Türkische Reaktionen auf Erdogan-Besuch

Steigende Opferzahlen nach Tsunami in Indonesien

Fall Kavanaugh - Trump verlangt zusätzliche FBI-Untersuchung

Gemeinsam statt allein - Außenminister Maas sprach bei UN-Generaldebatte

Sporttelegramm

Am Mikrofon: Dirk-Oliver Heckmann

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

Schicksalsfragen - Merkels Kanzlerschaft nach der Brinkhaus-Wahl
Neue Töne? - Erdogans Deutschland-Besuch aus türkischer Sicht
Verurteilen, zugleich aber differenzieren - Die Debatte um Missbrauch in der katholischen Kirche
Amerika allein zu Haus - Trumps Verachtung für den Multilateralismus

Am Mikrofon: Johanna Herzing

13:30 Uhr

Eine Welt

Ruanda: Der ignorierte Völkermord
Ruanda: Aufarbeitung eines Völkermords - Die Rolle Frankreichs
Syrien: Warum es vorerst keinen Wiederaufbau geben wird
US-Strafvollzug: Therapie hinter Stacheldraht

Am Mikrofon: Britta Fecke

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin

Schlussakkord - Steht der Musikunterricht vor dem Aus?
,Campus & Karriere' fragt: Wo steht der Musikunterricht an deutschen Schulen? Wie können die Probleme bei der Unterrichtsversorgung gelöst werden? Was muss in der Lehrerausbildung verändert werden?

Gesprächsgäste:
Ortwin Nimczik, Präsident des Bundesverbands Musikunterricht
Thade Buchborn, Experte für interkulturelle Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Freiburg
Jürgen Oberschmidt, Musikwissenschaftler und Musikpädagoge an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und langjähriger Musiklehrer
Joana Grow, Musiklehrerin an einer Grundschule in Hildesheim und wissenschaftliche Mitarbeiterin für Musikpädagogik an der TU Braunschweig
Am Mikrofon: Benedikt Schulz

Beiträge:
Was bewegt die Musiklehrerinnen und - Lehrer? Ein Besuch auf dem Bundeskongress Musikunterricht in Hannover

Keine Musiklehrer, kein Musikunterricht - Besuch einer Grundschule in Sachsen-Anhalt

Hörertel.: 00800 - 4464 4464
campus@deutschlandfunk.de

In diesen Tagen treffen sich Deutschlands Musiklehrerinnen und - lehrer in Hannover um über die Zukunft Ihres Fachs zu beraten. Und die Aussichten scheinen düster: flächendeckender Unterrichtsausfall, viele Seiten- und Quereinsteiger, fachfremd erteilter Unterricht als Regel. Der Bundesverband Musikunterricht warnt  vor einer weiteren Abwertung des Fachs. Hinzu kommt: auch die Ausbildung von Musikpädagogen muss sich verändern, muss sich auf immer heterogenere Klassen einstellen.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kunst & Pop

Das Musikmagazin

Blade-Runner-Pop aus dem chinesischen Exil: Das neue Album von Lydmor
Die Dänin Jenny Rossander hat ihr neues Album ,I Told You I’d Tell Them Our Story' während eines halben Jahres in Shanghai ausgeheckt und erklärt, wieso die Stadt perfekt für philosophische Sinnkrisen ist - und inwiefern ihr knalliger Artpop ihre Lektüreliste spiegelt.

Die Discokugel dreht sich wieder: Chic veröffentlichen ,It’s About Time'
,Le Freak', ,Good Times' - Ende der 70er wurden die federnde Rhythmusgitarre von Nile Rodgers und die Basslinien von Bernard Edwards zum zeitlosen und unbedingt tanzbaren Markenzeichen von Chic. Ein Vierteljahrhundert nach dem letzten Album soll die Legende nun wieder aufleben, mit Gästen von Elton John bis Lady Gaga.

„Die Prämisse war, keine Angst zu haben“: Lisa Bassenge im leisen Trio
Die Songs? Lieblingslieder von ihr und ihrem Mann. Die Besetzung? Der Mann am Bass, dazu ein Pianist. Und sonst nur die Stimme von Lisa Bassenge. In knappen vier Stunden war das Album ,Borrowed And Blue' eingespielt: reduzierte Versionen von Paul Simon, George Gershwin, Townes van Zandt - traurig, aber intensiv. „Man lagert das Negative in die Musik aus“, sagt die Berlinerin.

„Schwarz für die Blinden“ - Behemoth polnische Black-Metal-Band
Sänger Nergal sieht sich als ,David Beckham des Black Metal' und war in der Jury der polnischen Ausgabe von The Voice. Doch bei allem Talent zum Popstar: Die Musik von Behemoth bleibt Düsternis und Krawall - und mit der katholischen Kirche wie auch mit der konservativen polnischen Regierung gerät die Band regelmäßig aneinander.

Am Mikrofon: Bernd Lechler

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser

Ein Besuch bei Davide Morosinotto
Davide Morosinotto: „Verloren in Eis und Schnee. Die unglaubliche Geschichte der Geschwister Danilow“
aus dem Italienischen von Cornelia Panzacchi.
(Thienemann-Esslinger Verlag, Stuttgart)

Davide Morosinotto: „Verloren in Eis und Schnee. Die unglaubliche Geschichte der Geschwister Danilow“
aus dem Italienischen von Cornelia Panzacchi.
Bearbeitete Lesung mit Gabrielle Pietermann, Nicolás Artajo und Reinhart Kuhnert.
(cbj audio, Verlagsgruppe Random House, München)

Davide Morosinotto: „Die Mississippi-Bande. Wie wir mit drei Dollar reich wurden“
aus dem Italienischen von Cornelia Panzacchi
(Thienemann-Esslinger Verlag, Stuttgart)
Ein Beitrag von Siggi Seuss

Stil im Bilderbuch
Ein Beitrag über die Bilderbuch-Tagung in Troisdorf von Christine Knödler

Am Mikrofon: Jan Drees

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Schwerpunkt:
Zukunft der Arbeit
Die Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik in Berlin

Das Digitale Logbuch - Hitzkopf

Info-Update

Sternzeit 29. September 2018
Die Entdeckungen eines Vierteljahrhunderts

Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Streitkultur

Brauchen wir eine Ost-Quote? Der Theologe und DDR-Bürgerrechtler Frank Richter und Roland Jahn, Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde, im Gespräch
Am Mikrofon: Sina Fröhndrich

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Wilde Farben, wilder Strich - Vor 500 Jahren wurde Tintoretto geboren

"Lam Gods" - Milo Raus Saisoneröffnung am NTGent

"Let Them Eat Money" - Das neue Projekt von Andres Veiel am Deutschen Theater fragt nach der Zukunft

"Kler" - Polnischer Film über Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche

Bewegte Architekturgeschichte - Zur Einweihung der Kölner Moschee

Am Mikrofon: Michael Köhler

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Die Bedeutung eines Namens: Wie Mazedonien heißen will

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

Fußball - Bundesliga, 6. Spieltag:
FC Schalke 04 - 1. FSV Mainz 05
Fußball - Bundesligagespräch über die Krise bei Schalke 04
TSG Hoffenheim - RB Leipzig
VfB Stuttgart - SV Werder Bremen
VfL Wolfsburg - Borussia Mönchengladbach
1. FC Nürnberg - Fortuna Düsseldorf
Bayer 04 Leverkusen - Borussia Dortmund

Fußball - 2. Liga, 8. Spieltag:
MSV Duisburg - Jahn Regensburg
1. FC Heidenheim - VfL Bochum
SC Paderborn 07 - Erzgebirge Aue

Fußball - Bundesliga der Frauen, 3. Spieltag:
Turbine Potsdam - 1.FFC Frankfurt

Fußball EM 2024 - Nachlese zur Entscheidung
Erdogans Besuch in Deutschland und die EM-Bewerbung

Handball - Bundesliga: Füchse Berlin - SC Magdeburg
Basketball - Bundesliga: Alba Berlin - Science City Jena
Radsport - Weltmeisterschaften Straße in Innsbruck: Straßenrennen Frauen
Formel 1 - Großer Preis von Russland in Sotschi: Qualifying
Kanu - Kanuslalom-WM in Rio de Janeiro
Forest Green Rovers - klimaneutraler und veganer Fußball

Am Mikrofon: Astrid Rawohl

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Studio LCB

Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
Lesung: Michael Lentz
Gesprächspartner: Jan Wilm und Daniela Seel
Am Mikrofon: Katharina Teutsch

Über zehn Jahre nach Michael Lentz’ letztem Roman ,Pazifik Exil’ über die deutschen Schriftsteller im kalifornischen Exil, taucht ein Erzähler namens Niemand auf. In Michael Lentz’ neuem Roman ,Schattenfroh’ versucht dieser Niemand, dem Geheimnis der eigenen Existenz als Jemand auf die Spur zu kommen. Er ist ein von Zeichensystemen Besessener, der nach dem Tod des Vaters in eine tiefe Sinnkrise stürzt. Das tausendseitige ,Schattenfroh’ ist damit konzeptuell eine Antwort auf die kurze Erzählung ,Muttersterben’, mit der Michael Lentz im Jahr 2001 seinen Durchbruch als Prosaautor erlebte. Der neue Roman erzählt vom Sterben des Vaters, zugleich aber ist er auch Seelensuche, Ich-Jagd, eine irrsinnige Reise in den inneren psychischen Steinbruch. Zeitlich umfasst der durchgängig im Präsens geschriebene Roman etwa 500 Jahre: 1525 bis 2018. Der Größenwahn ist hier ebenso Programm wie die sensible Befragung der eigenen Substanz. Das alles mit einem Sprachgebrauch, der weit in die Tradition der Konkreten Poesie hineingreift. Was bedeutet der Tod des Vaters für das Leben des Sohns? Was bedeutet das Schreiben für die Existenz? Wie körperlich ist die Schrift? Michael Lentz wird darüber mit dem Kritiker Jan Wilm und der Lyrikerin Daniela Seel im Literarischen Colloquium sprechen.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Welches Zeug eignet sich für welches Werk?
Ein Besuch beim Musik 21 Festival 2018 ,WERK/ZEUG' in Gifhorn
Von Magdalene Melchers

Seit 2008 bietet das Netzwerk Musik 21 Niedersachsen zum jeweiligen Jahresthema ein Festival, das im Wechsel in Hannover und im niedersächsischen Umland stattfindet. Unter der künstlerischen Leitung des Komponisten und Performers Matthias Kaul folgte die diesjährige Ausgabe vom 7. bis 9. September 2018 dem Thema ,WERK/ZEUG’. Im Städtchen Gifhorn erfüllten so ungewöhnliche Klänge die Stadthalle, den Marktplatz und das eindrucksvolle Areal des Gifhorner Mühlenmuseums. Laubsauger, Sperrmüll sowie Windmühlenflügel kamen dabei zum Einsatz. Das Eröffnungskonzert bestritt das finnische Defunenensemble, außerdem waren die norddeutsche Gruppe Klank zu erleben und Arbeiten der Kinderkomponistenklasse des Ensembles L’art pour l’art.

22:50 Uhr

Sport aktuell

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

Schwindler aus Leidenschaft
Eine Lange Nacht über den Publizisten Léo Taxil
Von Peter Mayer
Regie: Clarisse Cossais

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts agierte in Frankreich ein Meister der Fake News, der mit immer neuen Sensationsgeschichten aus Politik und Religion die Nation in Atem hielt. Unter dem Pseudonym Léo Taxil wurde er berühmt. Den Ruf, der größte Schwindler des 19. Jahrhunderts zu sein, hat er sich mit Fleiß erworben. Taxil hat gelogen, weil seine Lügen als Wahrheit willkommen geheißen wurden in einem Land, das sich in fataler Selbstüberschätzung ins militärische Abenteuer gegen Preußen gestürzt hatte und nach der katastrophalen Niederlage aus dem Kaiserreich die anfällige und überreizte Dritte Republik geworden war. Mit anarchischer Hemmungslosigkeit startete Léo Taxil bereits in frühester Jugend seine zweifelhafte Laufbahn. Mit seinen Attacken hat er die Würdenträger der Kirche bis zum Exzess schlecht geschwindelt und dann eine bühnenreife Bekehrung als reuiger Sünder hingelegt. Mit antiklerikaler Wadenbeißerei war Schluss. Fortan ging er auf die Freimaurer los. Hochrangige Kirchenmänner fanden in diesen Geschichten untrügliche Belege für die Verruchtheit und satanische Macht der Freimaurer. Auch der Vatikan signalisierte Genugtuung über diese Enthüllungen. Für Léo Taxil waren sie das Glanzstück seines Lebenswerkes, mit dem er sein Publikum zum Narren hielt. Als ihm nach über einem Jahrzehnt auch dieses Thema ausgereizt schien, lud er ein zur internationalen Pressekonferenz und verkündete, dass alles, aber auch alles, was er je an Schimpf und Schmach über die Freimaurer verbreitet hatte, erstunken und erlogen war.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Ein Klingelschild in Form einer Schokoladentafel mit dem Namen Pigor (Sabine Fringes)
Hausbesuch bei Thomas PigorBei dem, der singt
Querköpfe 23.10.2019 | 21:05 Uhr

Seit bald einem Vierteljahrhundert schon ist er bekannt als "Der, der singt": Unter dem Titel 'Pigor singt, Benedikt Eichhorn muss begleiten' hat Thomas Pigor im Duo mit seinem Partner am Klavier alle großen Kabarettpreise abgeräumt, zuletzt den Salzburger Stier.

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