Donnerstag, 19.07.2018
 
Seit 08:10 Uhr Interview

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 08.04.2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Liebe und Anarchie
Eine Lange Nacht über Erich Mühsam
Von Rolf Cantzen
Regie: Rita Höhne
(Wdh. vom 6./7.4.2013)

Erich Mühsam (1878 - 1934) saß zwischen allen Stühlen - fast sein ganzes Leben lang. Den schreibenden Bohemiens in München und Berlin war er zu anarchistisch: Er agitierte Arbeiter und das Lumpenproletariat und wurde wegen diverser politischer Straftaten verurteilt. Den ernsthaften Anarchisten war er zu sehr Boheme: Er dichtete zu unpolitisch, trank zu viel und vergnügte sich zu sehr - nicht nur, so der Vorwurf, mit Frauen. Nach dem Ersten Weltkrieg beteiligte er sich an der Münchener Räterepublik, redete vor Zehntausenden von Arbeitern und Soldaten. Im Gegensatz zu vielen anderen Genossen überlebte Erich Mühsam die Niederschlagung der Räterepublik. Weil er mit den Kommunisten kooperierte, um den Aufstieg des Nationalsozialismus zu verhindern, wurde er von vielen anarchistischen Freunden verlassen. Weil Mühsam an der Staatskritik und am Individualismus der Anarchisten festhielt, wurde er von den Kommunsten als Kleinbürger kritisiert, - auch noch nach seiner Ermordung im KZ Sachsenhausen. Doch immer beschreiben ihn Zeitgenossen als einen herzlichen, großzügigen und gütigen Menschen. Seine derzeit neu publizierten Tagebücher machen verständlich warum.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Kammermusikfest Spannungen 2017

Antonín Dvořák
Terzetto C-Dur für zwei Violinen und Viola, op. 74

Vier romantische Stücke für Violine und Klavier, op. 75

Astor Piazzolla
Histoire du Tango

Clara Andrada de la Calle, Flöte
Veronika Eberle und Anna Reszniak, Violine
Vicki Powell, Viola
Jana Boušková, Harfe
Martin Helmchen und Herbert Schuch, Klavier

Aufnahme vom 18.6.2017 aus dem Kraftwerk Heimbach

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Carl Friedrich Abel - Symphonies op. 1 & op. 4

Carl Friedrich Abel
Sinfonie C-Dur, op. 1 Nr. 2

Sinfonie G-Dur, op. 1 Nr. 6

Sinfonie B-Dur, op. 4 Nr. 2

Sinfonie Es-Dur, op. 4 Nr. 3

Kölner Akademie
Leitung: Michael Alexander Willens

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Facebook: Liberale und Demokraten müssen das Internet besser nutzen lernen

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Dietrich Buxtehude
'Ich bin die Auferstehung und das Leben'. Kantate für Bass, 2 Violinen, 2 Violen, 2 Zink, 2 Trompeten und Basso continuo, BuxWV 44
Gotthold Schwarz, Bass
Sächsisches Barockorchester

Christoph Bernhard
'Surrexit Christus à 11'. Motette zu 6 Stimmen, 5 Instrumente und Basso continuo
Weser-Renaissance
Leitung: Manfred Cordes

Johann Gottfried Walther
Concerto für Orgel solo F-Dur, LV 126
Kei Koito, Orgel

Johann Sebastian Bach
'Am Abend aber desselbigen Sabbats'. Kantate zum Sonntag Quasimodogeniti für Soli und Orchester, BWV 42
Ulrike Hofbauer, Sopran
Irène Friedli, Alt
Bernhard Berchtold, Tenor
Markus Volpert, Bass
Orchester der J. S. Bach-Stiftung
Leitung: Rudolf Lutz

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Erste Roma Biennale - Künstlerische Arbeiten im Gorki Theater Berlin gegen das Vergessen des Völkermordes  

Wahlen in Ungarn. Ein Gespräch mit dem Historiker Krisztián Ungváry

Was heißt konservativ? Der Politikwissenschaftler Jens Hacke im Gespräch

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Rudi Dutschke und das Jahr 68. Ein Interview mit Herta Däubler-Gmelin, Ex-Bundesjustizministerin und Alt-68erin

Denk ich an Deutschland: Die Regisseurin Jeanine Meerapfel

Am Mikrofon: Birgid Becker

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Musik gegen den Gedächtnisverlust
Von Gunnar Lammert-Türk
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 100 Jahren: Die österreichische Schauspielerin Heidemarie Hatheyer geboren

09:10 Uhr

Die neue Platte

Klaviermusik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Hat die Zukunft eine Zukunft?
Über die Zurückeroberung eines Imaginationsraums
Von Stephanie Metzger

In Tagen, in denen die Zukunft mehr Ängste als Hoffnung erzeugt und Sammelbecken von zahllosen Unsicherheiten ist, stellt sich die Frage, wie wir Zukunft als kreativen Vorstellungsraum wiederentdecken können. Gerade weil „Vorstellungskraft wichtiger ist als Wissen“, wie Albert Einstein gesagt hat, ist die Zeit gekommen, Zukunft sprachlich, gedanklich und politisch zurückzuerobern. In der Literatur zum Beispiel, wo die Autorin Kathrin Röggla das Verhältnis des grammatikalischen zum sozial-imaginären oder politischen Futur befragt. In der Wirtschaftswissenschaft, wo Jens Beckert die imaginierte Zukunft als zentralen Baustein des Kapitalismus analysiert. Oder in der Philosophie, wo die spekulativen Realisten die Linearität von Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft umkehren, ja sogar aufheben. Die Hoffnung dabei: Ein anderes Denken und Reden von der Zukunft mündet in ein anderes Denken und Reden von der Gegenwart. Oder: Eine andere Zukunft erzeugt eine andere Gegenwart. Und das könnten wir durchaus gebrauchen.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus dem St. Paulus Dom zu Münster
Predigt: Domkapitular Klaus Winterkamp
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Bernd Riexinger, Ko-Vorsitzender der Partei Die Linke

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Die Schatzkammer im Glockenturm
Das Städtchen Neisse in Oberschlesien

Hamburgeressen mit Elvis
In Tupelo/Mississipi

Auf dem Zitronenweg
Von Minori nach Maiori an der Amalfiküste

Zwei Tage feiern und tanzen
Timkat, das orthodox-christliche Tauffest in Äthiopien

Am Mikrofon: Andreas Stopp

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Die Mikroökonomin Nora Szech im Gespräch mit Marietta Schwarz

Geld oder Mäuseleben - ein Laborversuch mit Mensch und Tier machte die Ökonomin Nora Szech vor einigen Jahren bekannt. Inzwischen hat sie in vielen Studien und Experimenten nachgewiesen, welche Mechanismen unseren Umgang mit Geld beeinflussen. Die 37-jährige Professorin beweist auch, dass die Beschäftigung mit Wirtschaftswissenschaften alles andere als abstrakt und trocken sein muss. Im Gegenteil: Nora Szech hält uns als Marktteilnehmer den Spiegel vor, was überraschend, amüsant und manchmal auch erschreckend ist.
Vor die Wahl gestellt, einer Maus das Leben zu retten oder lieber zehn Euro zu verdienen, entschieden sich in einem Versuch, den Nora Szech mit ihrem Kollegen Armin Falk durchführte, 45 Prozent der Teilnehmer fürs Geld, in die Rolle des Käufers und Verkäufers versetzt hingegen 75 Prozent. Der Markt wirkt sich also auf unsere Moral aus, so die Schlussfolgerung. Werte und Bewertungen spielen in der Forschung von Nora Szech stets eine Rolle. Dabei blickt sie stets über ihre eigene Disziplin hinweg und scheut auch keinerlei Querverweis in unseren Alltag - ob Fußball, Jobvergabe oder den Welterfolg der japanischen Aufräumexpertin Marie Kondo.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Junger Mann mit alter Seele
Der Musiker Son Little
Von Thomas Elbern

Son Little ist ein musikalischer Wandervogel. Der Singer/Songwriter, der bürgerlich Aaron Earl Livingston heißt, hat zusammen mit der Hiphop-Institution The Roots gearbeitet, er hat Soulgröße Mavis Staples produziert, 2015 sein Debüt veröffentlicht und im letzten Jahr sein zweites Album herausgebracht: ,New Magic’ enthält sehr persönliche Songs, die der stille und introvertierte Musiker ohne viel Studiobrimborium eingespielt hat. Wie der Kalifornier auch auf seiner letzten Deutschlandtour bewies, braucht Son Little nicht mehr als ein einfaches musikalisches Grundgerüst, um große Wirkung zu erzielen. Seine Stimme, die nach 100 Jahren Lebenserfahrung klingt, tut ihr Übriges: Der Soul in Son Littles Musik ist lebendig und zeitlos.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche

Haruki Murakami: "Die Ermordung des Commendatore" - 2 Bände
Band 1: "Eine Idee erscheint"
Band 2: "Eine Metapher wandelt sich"
Aus dem Japanischen von Ursula Gräfe
(DuMont Verlag, Köln)
Ein Beitrag von Maik Brüggemeyer

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Der Fall Methadon
Über Hoffnung und Krebs
Von Martina Keller

Seit einem Jahr elektrisiert eine Zufallsentdeckung die Krebsmedizin. Methadon, eine Substanz, die vielen aus der Drogenersatztherapie bekannt ist, soll wahre Wunder wirken. Krebspatienten, die mit Methadon behandelt wurden, leben. Doch heißt das auch: Methadon heilt Krebs?

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Schmutzige Geschäfte mit der Kunst? Über Zollfreilager und Geldwäsche

Die Rechtsanwältin und Professorin Monika Roth im Gespräch mit Carsten Probst

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Siegfried! Dietrich Hilsdorf setzt den Düsseldorfer Ring fort

"Schöpfung" - Claudia Bauer inszeniert nach Joseph Haydn am Schauspiel Dortmund

Die “Slobodan Show” im Belgrader Nationaltheater -  Ein Theaterstück zeigt die banale Seite der Milosevics

1. Roma Biennale - Künstlerische Arbeiten im Gorki Theater Berlin gegen das Vergessen des Völkermordes

Ein Jahr nach d14 in Athen - Was vom großen Anspruch übrig blieb

Am Mikrofon: Antje Allroggen

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Portugals kleines Wirtschaftswunder: Aufschwung und ein versteckter Sparkurs

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Ode an den Fehler
Über den Reiz musikalischer Unschärfen
Von Andi Hörmann
Regie: Susanne Krings
Produktion: DLF 2015

Egal ob beim Ex-Beatle Paul McCartney oder der experimentierfreudigen Band Radiohead - auf vielen Alben populärer Musiker lassen sich bei genauem Hinhören schief tönende Passagen entdecken. In Zeiten digitaler Studioproduktionen scheint das verwunderlich. Wird manch schräger Klang von Musikern und Produzenten als Stilmittel eingesetzt? Das Feature spannt in der Betrachtung von musikalischen Fehlern einen Bogen: vom Laienmusiker, der aus Fehlern lernt, über den bewusst in die Musik hineinkomponierten Fehler renommierter Künstler bis hin zur Faszination von beiläufigen Verspielern, die ein Werk erst ausmachen. Wie lässt sich all dies in eine produktive Fehlerkultur integrieren? Unstimmigkeiten sind oft auch klang- und stilbildend. Sicher aber ist: Aus Fehlern lernt man!

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Beethovenfest Bonn 2017

Christoph Willibald Gluck
Ausschnitte aus: 'Orphée et Euridice' (Pariser Fassung)

Joseph Haydn
Ausschnitte aus: 'L’anima del filosofo ossia Orfeo ed Euridice'

Hector Berlioz
Liederzyklus 'Les Nuits d’Eté' ('Sommernächte') nach Texten von Théophile Gautier für Mezzosopran und Orchester, op. 7

Charles Gounod
Ausschnitte aus: 'Roméo et Juliette'

Jacques Offenbach
Ausschnitte aus: 'Orphée aux enfers'

Anaïk Morel, Mezzosopran
Mathias Vidal, Tenor
Philharmonischer Chor der Stadt Bonn
Les Musiciens du Louvre
Sebastien Rouland, Leitung

Aufnahme vom 30.9.2017 aus dem World Conference Center Bonn

Am Mikrofon: Susann El Kassar

Orpheus, der Sänger, der selbst die Götter der Unterwelt besänftigen konnte, verführte viele Komponisten, seine traurige Liebesgeschichte in einer Oper zu vertonen. Angefangen bei Claudio Monteverdi, über Christoph Willibald Gluck bis hin zur Persiflage von Jacques Offenbach. Les Musiciens du Louvre durchquerten beim Beethovenfest Bonn 2017 einige dieser ‚Orpheus‘-Vertonungen und kombinierten sie mit der anderen berühmten Liebesgeschichte, mit der von Romeo und Julia, wie Charles Gounod sie in seiner gleichnamigen Oper erzählt. Mit diesem Streifzug beweist sich das französische Originalklang-Ensemble Les musiciens du Louvre auch im romantischen Repertoire.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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