Montag, 12.04.2021
 
Seit 06:00 Uhr Nachrichten

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 18.04.2021
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

Zu zweit allein
Eine Lange Nacht über Lotte Lenya und Kurt Weill
Von Beate Bartlewski
Regie: Claudia Mützelfeldt
(Wdh. v. 10./11.8.2013)

Als Lotte Lenya (1898-1981) und Kurt Weill (1900-1950) sich 1924 begegneten und sich sofort ineinander verliebten, war das der Beginn einer turbulenten Beziehung eines denkbar ungleichen Paares. Er, der hochgebildete, aufstrebende Komponist aus einer jüdisch-deutschen Kantorenfamilie, angetreten die Oper zu erneuern, und sie, die Tänzerin und Schauspielerin, in Wien in ärmlichsten Verhältnissen mit einem prügelnden Vater aufgewachsen. Weill war von ihrer Stimme fasziniert und schrieb ihr Rollen auf den Leib. Das war ihr nicht genug. „Aber Liebling, Du kommst doch direkt nach meiner Musik”, entgegnete er ihr ahnungslos. Für ihn eine Liebeserklärung, für sie zu wenig, um die in ihrer Kindheit erlittenen Defizite auszugleichen. Sie stürzte sich in zahlreiche Affären. Aber trotz wiederholter Trennungen auf ihren Stationen von Berlin über Frankreich nach Amerika riss das Band zwischen beiden nie ab, denn sie brauchten einander elementar. Sie war für ihn Lebenselixier und er für sie der liebende Vater, den sie nie hatte. Als Weill auf dem Höhepunkt seiner Karriere mit nur 50 Jahren starb, war Lenya am Boden zerstört. Einzig der Gedanke für seine Musik zu kämpfen, hielt sie am Leben. So kam es zur Weill-Renaissance in Europa, und Amerika lernte erst durch sie den europäischen Weill kennen. Paradoxerweise machte die Musik ihres Mannes, die für sie zu seinen Lebzeiten eine unüberwindliche Konkurrenz darstellte, Lotte Lenya nach seinem Tod zur eigenständigen Künstlerin.

01:00 Nachrichten  

02:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionachtaufnehmen

02:05 Sternzeit  

02:07 Klassik live  

Grundton D - Konzert und Denkmalschutz

Wolfgang Amadeus Mozart
Quartett F-Dur, KV 370

Gioachino Rossini
Suite aus „Der Barbier von Sevilla"

Christian Biegai
Quartett für vier Saxophone

Philip Glass
Quartett Nr. 3 „Mishima"

clair-obscur Saxophonquartett

Aufnahme vom 20.8.2020 aus dem Hofgestüt Bleesern

03:00 Nachrichten  

03:05 Heimwerk  

Sergej Prokofjew
"Iwan der Schreckliche" für Soli, Chor und Orchester, op. 116 (Ausschnitte)

Marina Prudenskaya, Alt
Alexander Vinogradov, Bass
Rundfunkchor Berlin
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Frank Strobel

03:55 Kalenderblatt  

04:00 Nachrichten  

04:05 Die neue Platte XL  

05:00 Nachrichten  

05:05 Auftakt  

06:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

06:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

06:10 Uhr

Geistliche Musikaufnehmen

Melchior Franck
"Ich bin ein guter Hirte". Motette zu vier Stimmen
Norddeutscher Kammerchor
Leitung: Maria Jürgensen

Johann Rudolf Ahle
"Misericordias Domini" für Sopran, Tenor, 2 Violinen, 4 Posaunen und Basso continuo
Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki

Andreas Armstroff
"Der Herr ist mein getreuer Hirt" für Orgel
Rainer Goede, Orgel

Johann Sebastian Bach
"Ich bin ein guter Hirt". Kantate zum Sonntag Misericordias Domini für Soli, Chor und Orchester, BWV 85
Barbara Schlick, Sopran
Andreas Scholl, Contertenor
Christoph Prégardien, Tenor
Gotthold Schwarz, Bass
Concerto Vocale Leipzig
Ensemble Baroque de Limoges
Leitung: Christophe Coin

Leoš Janáček
Messe B-Dur für gemischten Chor und Orgel
Christ Church Cathedral Choir Oxford
Leitung: Stephen Darlington

07:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

07:05 Uhr

Information und Musikaufnehmen

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

07:30 Nachrichten  

07:50 Kulturpresseschau

08:00 Nachrichten  

08:30 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgenaufnehmen

Religiöses Wort
Gottes Geheimnis in seinen 99 Namen
Von der Größe und Unbegreiflichkeit Gottes
Von Angelika Daiker
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschauaufnehmen

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kalenderblattaufnehmen

Vor 50 Jahren: Der Filmverlag der Autoren wird gegründet

09:10 Uhr

Die neue Platteaufnehmen

Sinfonische Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskursaufnehmen

Wir sind das Fleisch
Von Jan Brandt
Deutschlandfunk Kultur 2020

Unser Essverhalten beeinflusst unser Denken und Fühlen. Wer wir sind. Für wen wir uns halten. Wann und warum unser Belohnungssystem anspringt. „Wat de Buur nich kennt, dat fret he nich.” Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Schriftsteller Jan Brandt erinnert diesen Spruch aus seiner Kindheit in Ostfriesland und geht mit ihm zurück in die Geschichte des Nahrungsmittels Fleisch. Der ostfriesische Merksatz drückt nicht nur ein Misstrauen allem Fremden und Neuen gegenüber aus, ein kulinarischer Konservatismus, sondern auch, wie wichtig Herkunft und Tradition im Hinblick auf das Essen für die Herausbildung des ländlichen Selbstverständnisses ist: Als dieser Spruch aufkam, gab es noch eine enge Bindung an die Lebensmittel, an die Pflanzen und Nutztiere, die auf dem Küchentisch landeten. Das meiste hatten die Leute im Dorf selbst angebaut und geerntet, gemästet und geschlachtet oder von Bekannten bezogen. Aber was bedeutet es heute, Tiere zu essen? Heute ist Jan Brandt Vegetarier und erörtert in seinem Essay, warum ganz besonders in Zeiten von Corona die Frage des Fleischessens gestellt werden sollte. Denn: Der Mensch is(s)t, was er is(s)t.

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Gottesdienstaufnehmen

Übertragung aus der evangelischen Kirche in Königswinter
Predigt: Pfarrerin Anne Kathrin Quaas
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

11:05 Uhr

Interview der Wocheaufnehmen

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergangaufnehmen

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

12:00 Nachrichten  

13:00 Uhr

Zentrale bundesweite Gedenkfeier für die Toten der Corona-Pandemieaufnehmen

14:10 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

14:30 Uhr

Kleines Konzertaufnehmen

Gustav Mahler
1. Satz: Adagio aus der Sinfonie Nr. 10 Fis-Dur [Fragment]
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Marek Janowski

Johann Sebastian Bach
3. Satz aus: Partita für Violine solo Nr. 2 d-Moll, BWV 1004
Christian Tetzlaff, Violine

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Rock et ceteraaufnehmen

Psychedelische Langstreckenläufer
Die amerikanische Band King Buffalo
Von Fabian Elsäßer

Songs, die neun Minuten oder noch länger dauern, sind in der Regel eine beliebte Stilform im Progressive Rock, und ebenso regelmäßig sind solche Großwerke nicht eben einfach oder nebenbei zu konsumieren. Die Band King Buffalo aus dem US-Bundesstaat New York bedient sich gerne dieser langen Form, ohne dass die Musik dabei langwierig oder langweilig klingt. Das Trio aus Bassist, Schlagzeuger und Gitarrist verbindet prägnante Riffs des sogenannten Stoner-Rocks mit psychedelischen Hallräumen und schafft so eine ziemlich eigenwillige sphärisch­rockige „Wall of sound“. Die King Buffalo-Veröffentlichungen seit 2014 beweisen: Rock ist nicht tot, er geht nur hin und wieder zum Friseur.

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:10 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Buch der Woche

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

Wissenschaft im Brennpunkt

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Kulturfragenaufnehmen

Debatten und Dokumente

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abendaufnehmen

18:40 Uhr

Hintergrundaufnehmen

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

19:10 Uhr

Sport am Sonntagaufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Freistilaufnehmen

Leeres Orchester
Der weltverbessernde Effekt des Karaoke
Von Manuel Gogos
Regie: Thomas Wolfertz
Produktion: Deutschlandfunk 2018

Im Sommer 1970 tingelt der junge Schlagzeuger Daisuke Inoue durch die japanische Provinz. Für saketrunkene Firmenchefs erfindet er das Mitsinggerät - einen rot-weißen Holzkasten mit Kassettenrecorder und Gitarrenverstärker - das Karaoke ist geboren.
1998 kommt Ron Rineck, gerade in New York karaokesüchtig geworden, nach Berlin. Mit seiner ersten eigenen Karaokemaschine schlägt der Punk voll in der Berliner Hausbesetzer-Szene ein. Heute lädt er in der Kult­Karaoke-Bar „Monster Ronsons Ichiban Karaoke“ die Berliner Promiszene zum Chillout. Auf der ganzen Welt wird Karaoke (Japanisch für Leeres Orchester) gesungen: in den Szenetreffs von Hollywood und in den Slums von Südafrika. Mexikanerinnen sind nicht weniger verrückt danach als Finnen, wenn sie gerade beim Tango-Tanzen eine Pause einlegen. Karaoke singen New Yorker auf ihren Rooftop Parties ebenso wie Berlinerinnen im Mauerpark. Ob in Karaokebars oder beim Privatkaraoke zu Hause: Das Feature spürt jener schieren Lust nach, vor und mit anderen Menschen zu singen. Einer Lust, die auch gnadenlos sein kann.

21:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

21:05 Uhr

Konzertdokument der Wocheaufnehmen

Open-Up-Konzert mit Florian Noack
Eine ungewöhnliche Kombination

Anatoli Ljadow
Variationen über ein polnisches Thema, op. 51

Nikolai Medtner
aus „Vergessene Weisen“, op. 40

Johannes Brahms
6 Klavierstücke, op. 118
 
Maurice Ravel
Sonatine

Francis Poulenc
Trois mouvements perpétuels

Clément Doucet
Isoldina

Ernst Fischer
Die träumende Melodie

Kurt Weil / Florian Noack
Die Moritat von Mackie Messer

George Gershwin
The Man I love
Do it again 

George Gershwin / Florian Noack
What causes that

Fats Waller / Florian Noack
Dinah

Florian Noack, Klavier

Aufnahme vom 17.12.2020 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln

Am Mikrofon: Jonas Zerweck

Stilistisch trennt diese beiden Genres einiges. Das ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass zeitlich nur wenige Jahre zwischen ihnen liegen. Florian Noack stellte in seinem Konzert ohne Publikum romantisch bis spätromantische Werke von Brahms, Ljadow und Medtner in der ersten Konzerthälfte Musik, die sich stilistisch rund um die jazzigen 20er­Jahre sortiert, in der zweiten gegenüber. Insgesamt spielte er ein Programm, in dem einige Unbekannte auf echte Klassiker trafen. In der ersten Hälfte etwa Brahms berühmte 6 Klavierstücke, aus denen vor allem das Intermezzo in A-Dur meist gespielt wird, und Ljadows „Variationen über ein polnisches Thema“. Die zweite Hälfte lebt von ihrem Witz und Esprit: In „Isoldina“ verarbeitet Clément Doucet Themen aus Wagners „Tristan und Isolde“ und Florian Noack beweist sich als pfiffiger Arrangeur.

22:00 Nachrichten  

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Das war der Tagaufnehmen

23:26 Presseschau  

23:30 Uhr

Sportgesprächaufnehmen

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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